Baikalheike hat geschrieben:Sie kommt und schafft es in den ersten 3 Monaten die Anträge für die AU zu stellen, Kontakt zur Landbevölkerung her zu stellen und irgendwie auch aufs Land zu kommen. Sie findet eine Wintertaugliche Hütte mit Garten, die sie mieten kann.
Kann sie denn eigentlich sich auf Russisch verständigen und die Anträge in russischer Sprache ausfüllen?
Das klingt alles so naiv... kranke Frau baut sich in der Wildnis eine Existenz auf - "Land beackern, Reparaturen, sibirischer Winter, russische Bürokratie - alles kein Problem."
Liebe Baikalheike, mir scheint, du überliest manche Details einfach:
Keine private Auslandskrankenversicherung der Welt wird deine Freundin mit ihrer MS versichern. Der Tarif wäre auch ohne chronische Erkrankung viel höher (Alter und Geschlecht sind hier beide "von Nachteil", ich zahle mit Anfang 30 und gesund schon 112,50 Euro pro Monat).
Die Aufenthaltserlaubnis gilt nicht unbefristet, sondern 1 Jahr, dann braucht man eine Verlängerung. Wo kriegt sie jedes mal alle Unterlagen, neglaubigte Übersetzungen usw her? Selbst die Daueraufenthaltserlaubnis, die man nach einem Jahr dann beantragen kann, gilt nur für 5 Jahre.
Es gibt in der russischen Pampa weder an jeder Ecke einen Supermarkt, noch einen Baumarkt, wo man Essen und Werkzeug herkriegt. Nicht mal eine Bank, wo man die Rente abholen kann.
Krankenversorgung kann man dort so gut wie vergessen, mal ganz abgesehen davon, dass Heike ja allein und ohne Telefon leben wird und im Falle eines Falles einfach niemand da ist, der helfen oder Hilfe holen kann.
Statt den Tatsachen ins Auge zu sehen - und hier haben sich viele echt Mühe gemacht, euch diese zu beschreiben - schmollst du "Keiner versteht mich, alle sind böse zu mir." Wenn du hier Antworten gesucht hast, dann darfst du dich nicht beschweren, wenn die nicht so sind, wie du dir erhofft hast ("oh, alles leicht und locker").
Du erntest, was du säst.