Sibirier hat geschrieben:... Was ich jedoch schon glaube, wenn die Tabakwaren teurer würden, werden viele sich überlegen, aufzuhören. ...
Naja? Hier in Berlin hat das bislang nur zur Konjunktur der Händler mit Schmuggelzigarretten geführt. - Trotz aller "Erfolgsmeldungen" des Zolls bei der illegalen Einfuhr.
Wer's nicht glaubt, gehe mal an den S-Bahnhof Prenzlauer Allee oder an die Einmündung der Hiddenseer Str. auf die Prenzlauer...
Die Behörden dulden das offenbar, denn es wäre ein Leichtes, dies zu unterbinden.
Ein Politikum eben. Man ist gegen Rassismus und "Neger am Tisch".
So gibt es hier in D ja seit Jahren auch das Schlupfloch des Ausweichens auf s.g. Filterzigarillos (Zigaretten in Papierumhüllung aus Takakresten), die nur ca. 1/5tel gewöhnlicher 'weißer' Zigarretten kosten: 1,15 die Packung mit 17 Stück. Inden Discountern sind die oft sehr schnell vergriffen.
Ergo: Die Politik will die Raucher trotz aller Restriktionen nicht allzu sehr gegen sich aufbringen. Wählerstimmen sind gefragt.
Als Soziologe wage ich mir auch mal die Behauptung eines demografischen Kalküls: Raucher sterben statistisch früher und entlasten somit die Rentenkassen.
Ferner spülen sie Unmengen an Geldern in die Kassen von Kliniken und Ärzten.
Wie sagen doch Ärzte oft:
"Das Köpfchen kühl, die Füße warm - das macht den besten Doktor arm."
Und analog der Handwerker:
"Was lange hält, bringt uns kein Geld."
Gleichwohl subventionieren Raucher über die Tabaksteuer die 'Gesundheits- und Lebensvernatiker.'

"Wir brauchen Bürokratie, um unsere Probleme zu lösen. Aber wenn wir sie erst haben, hindert sie uns, das zu tun, wofür wir sie brauchen." (Ralf Dahrendorf)