Hilfe, meine Freundin trinkt
Hilfe, meine Freundin trinkt
Ich komme beruflich häufig nach Krasnojarsk, habe dort vor 8 Monaten meine Freundin kennengelernt und mich verliebt und plane auch ernsthaft eine gemeinsame Zukunft. In ihrer vorherigen, 13jährigen Beziehung, aus der ein Sohn, der beim Vater lebt, stammt, ist sie regelmässig verprügelt worden, der letzte von mehreren daraus resultierenden Krankenhausbesuchen hat sie dann veranlasst, diesen Mann aus lebenserhaltenden Gründen zu verlassen. Die daraus resultierenden vielfachen Angstneurosen ( Menschen/Bahnhöfe/Flughäfen und-zeuge/Strassen etc.) hat sie versucht, mit Alkohol "in Griff" zu bekommen.
Die Schwere ihrer Sucht ist mir seit ungefähr 6 Wochen bekannt, im gemeinsamen zweiwöchigen Urlaub war sie die ersten 4 Tage praktisch ununterbrochen durch Raki betrunken, nachdem ich bereits die Koffer gepackt und mit Abreise gedroht hatte, "besserte" sich dies und der weitgehend erträgliche Pegel wurde mit bereits morgendlichem und über den Tag verteilten Bier und Rotwein erreicht. Sie kann ohne Alkohol nicht leben und auch jetzt, bei meinen häufigen Besuchen in Krasnojarsk, trinkt sie immer heimlich aus versteckten Wodkaflaschen, heute geschätzt wieder eine ganze über den Tag verteilt. Die gesundheitlichen Probleme sind meines Erachtens bereits jetzt, sie ist 31, wie lange sie trinkt verrät sie mir nicht, erheblich, vor einer Woche habe ich es geschafft, sie für etwa 22 Stunden trocken zu legen, der Entzug war nicht so schlimm, wie ich erwartet hatte, weshalb ich das versteckte Notbier nicht einsetzen musste, danach war sie für einige Tage mit normalem Alkoholkonsum zufrieden, langfristig ist das aber keine Lösung, zumal sie heute wieder abgestürzt ist. Besonders die Telefonate mit ihrem Ex-Peiniger setzen ihr zu, welcher droht, ihr den Sohn komplett zu entziehen, wenn sie die Beziehung mit mir (in Deutschland) weiterführt, danach kann ich eigentlich mit einem Totalausfall über mehrere Tage rechnen. Wenn sie soweit nüchtern ist, ist ihr die Tragweite des Problems und der Weg ins Verderben, den sie geht bekannt, ich versuche, ihr eine Therapie nahezulegen, habe damit jedoch weder in Russland, noch bei uns Erfahrung. Inwieweit kann ich dortigen ärztlichen Institutionen, auch unter Einsatz von Bakschisch, vertrauen, wie gut sind die Suchtkliniken dort? Ist es besser, dies in Deutschland zu versuchen? Sie war bereits bei einem Psychologen, der ihr, nach Offenlegung aller Fakten, eröffnete, sie hätte kein Alkoholproblem, dieser sollte sich sein Lehrgeld wiedergeben lassen, insofern zweifle ich, mit deutscher Arroganz, die Kompetenz solcher Leute erheblich an. Ich weiss, dass ich an zwei Fronten kämpfe, vielleicht vorher ihre Ängste bekämpfen muss. Doch wir hatten heute einen wundervollen Tag und dennoch brauchte sie den Schnaps, ihr Körper kann wohl ohne nicht mehr. Danke für jeden helfenden Hinweis.
Die Schwere ihrer Sucht ist mir seit ungefähr 6 Wochen bekannt, im gemeinsamen zweiwöchigen Urlaub war sie die ersten 4 Tage praktisch ununterbrochen durch Raki betrunken, nachdem ich bereits die Koffer gepackt und mit Abreise gedroht hatte, "besserte" sich dies und der weitgehend erträgliche Pegel wurde mit bereits morgendlichem und über den Tag verteilten Bier und Rotwein erreicht. Sie kann ohne Alkohol nicht leben und auch jetzt, bei meinen häufigen Besuchen in Krasnojarsk, trinkt sie immer heimlich aus versteckten Wodkaflaschen, heute geschätzt wieder eine ganze über den Tag verteilt. Die gesundheitlichen Probleme sind meines Erachtens bereits jetzt, sie ist 31, wie lange sie trinkt verrät sie mir nicht, erheblich, vor einer Woche habe ich es geschafft, sie für etwa 22 Stunden trocken zu legen, der Entzug war nicht so schlimm, wie ich erwartet hatte, weshalb ich das versteckte Notbier nicht einsetzen musste, danach war sie für einige Tage mit normalem Alkoholkonsum zufrieden, langfristig ist das aber keine Lösung, zumal sie heute wieder abgestürzt ist. Besonders die Telefonate mit ihrem Ex-Peiniger setzen ihr zu, welcher droht, ihr den Sohn komplett zu entziehen, wenn sie die Beziehung mit mir (in Deutschland) weiterführt, danach kann ich eigentlich mit einem Totalausfall über mehrere Tage rechnen. Wenn sie soweit nüchtern ist, ist ihr die Tragweite des Problems und der Weg ins Verderben, den sie geht bekannt, ich versuche, ihr eine Therapie nahezulegen, habe damit jedoch weder in Russland, noch bei uns Erfahrung. Inwieweit kann ich dortigen ärztlichen Institutionen, auch unter Einsatz von Bakschisch, vertrauen, wie gut sind die Suchtkliniken dort? Ist es besser, dies in Deutschland zu versuchen? Sie war bereits bei einem Psychologen, der ihr, nach Offenlegung aller Fakten, eröffnete, sie hätte kein Alkoholproblem, dieser sollte sich sein Lehrgeld wiedergeben lassen, insofern zweifle ich, mit deutscher Arroganz, die Kompetenz solcher Leute erheblich an. Ich weiss, dass ich an zwei Fronten kämpfe, vielleicht vorher ihre Ängste bekämpfen muss. Doch wir hatten heute einen wundervollen Tag und dennoch brauchte sie den Schnaps, ihr Körper kann wohl ohne nicht mehr. Danke für jeden helfenden Hinweis.
- Norbert
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Re: Hilfe, meine Freundin trinkt
Mein Eindruck ist, dass Entzugskliniken meist von irgendwelchen Geschäftemachern oder Sekten betrieben werden. So jemandem würde ich meine Freundin nicht in die Hände drücken. Nach Deutschland wirst Du sie aber nicht so ohne weiteres für mehrere Monate bekommen - wegen Visa und so weiter.
Ich sehe eigentlich nur die Chance einer gemeinsamen privaten Therapie - wandern in den Bergen für ein paar Wochen, wo es einfach keinen Nachschub gibt. Dies wird also von Deiner Seite sehr viel Zeit erfordern.
Ich sehe eigentlich nur die Chance einer gemeinsamen privaten Therapie - wandern in den Bergen für ein paar Wochen, wo es einfach keinen Nachschub gibt. Dies wird also von Deiner Seite sehr viel Zeit erfordern.
- Saboteur
- Globaler Moderator

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Re: Hilfe, meine Freundin trinkt
Die Qualität von Therapheuten und Theraphien pauschal beurteilen zu können, ist etwas schwierig. Habe aber 2 Bekannte die sich solch eine Depot-Spritze haben geben lassn, wo angeblich der Tod eintritt wenn die wieder trinken. Die sind jedenfalls trocken...
Vorweg aber die Frage: wie sieht sie denn ihr Alkoholprpblem?! Wenn für Sie alles okay ist, kannst du es vergessen. Dann reibst du dich auf! Da hast du 0 Chancen.... Dazu kommt, das der kalte Entzg (also privat irgendwo) erhebliche Risiken in sich birgt und unter umständen zu tödlichen Krämpfen führen kann!
Vorweg aber die Frage: wie sieht sie denn ihr Alkoholprpblem?! Wenn für Sie alles okay ist, kannst du es vergessen. Dann reibst du dich auf! Da hast du 0 Chancen.... Dazu kommt, das der kalte Entzg (also privat irgendwo) erhebliche Risiken in sich birgt und unter umständen zu tödlichen Krämpfen führen kann!
помню айнц цвай полицай. все там с ума сходили. Под самогон...
Re: Hilfe, meine Freundin trinkt
Muss mich da leider Saboteur anschliessen. Wenn der Süchtige nicht wirklich seine Situation realisiert und etwas ändern will, hat man null Chance. Man wird dann nur ausgenutzt, ohne dass das vom Süchtigen böse gemeint ist. Er kann nicht anders.
Re: Hilfe, meine Freundin trinkt
Ein Entzug ohne professionelle Hilfe kannst du in so einer Situation vergessen.
Halb-Nichtalkoholiker geht nicht.
Wenn sie eine wie auch immer geartete Therapie macht, heisst das "NIE WIEDER ALKOHOL" nicht mal eine Weinbrandbohne.
Ich würde dir auch die russische Variante mit der Depot-Spritze empfehlen. Habe zwar trotz vieler Recherchen immer noch nicht genau rausbekommen, was da drin ist und was passiert, wenn man trinkt, aber bei Bekannten von mir hat es geholfen.
Ist mehr die Holzhammermethode, aber wenns denn hilft. Aber auch wenn die Depots leer sind. 1-2 Jahre glaube ich, heisst es "NIE WIEDER ALKOHOL". Meine Bekannten haben schon das dritte oder vierte Mal die Prozedur hinter sich.
Ist auch von den Kosten einigermassen ok.
Halb-Nichtalkoholiker geht nicht.
Wenn sie eine wie auch immer geartete Therapie macht, heisst das "NIE WIEDER ALKOHOL" nicht mal eine Weinbrandbohne.
Ich würde dir auch die russische Variante mit der Depot-Spritze empfehlen. Habe zwar trotz vieler Recherchen immer noch nicht genau rausbekommen, was da drin ist und was passiert, wenn man trinkt, aber bei Bekannten von mir hat es geholfen.
Ist mehr die Holzhammermethode, aber wenns denn hilft. Aber auch wenn die Depots leer sind. 1-2 Jahre glaube ich, heisst es "NIE WIEDER ALKOHOL". Meine Bekannten haben schon das dritte oder vierte Mal die Prozedur hinter sich.
Ist auch von den Kosten einigermassen ok.
- bella_b33
- Ehrenmitglied

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Re: Hilfe, meine Freundin trinkt
Sowas gibts?? Einmal falscher Eisbecher bestellt(Schnaps drin) und Peng??Saboteur hat geschrieben:Habe aber 2 Bekannte die sich solch eine Depot-Spritze haben geben lassn, wo angeblich der Tod eintritt wenn die wieder trinken.
Alleinheilung durch so eine Spritze würd ich mir aber auch nicht versprechen. Stell Dir mal vor, daß die Sucht zwischendurch so stark wird, das der Betroffene sagt: "Egal, ich brauch jetzt nen Schluck".
Wer sein Gewicht halten will, der muss auch mal grillen wenn er keinen Hunger hat!
Re: Hilfe, meine Freundin trinkt
bella_b33 hat geschrieben:
Alleinheilung durch so eine Spritze würd ich mir aber auch nicht versprechen. Stell Dir mal vor, daß die Sucht zwischendurch so stark wird, das der Betroffene sagt: "Egal, ich brauch jetzt nen Schluck".
Also bei Russen klappts.
Und ich kenne keinen, der während der Depotdauer getrunken hat. Leider manchmal erst wieder nach Ablauf. Übriegens auch im alkoholfreien Bier ist zu viel Alkohol für ehemalige Alkoholiker.
Re: Hilfe, meine Freundin trinkt
Tödliche Depotspritze halte ich für Suggestion. Kann mir maximal was vorstellen, wodurch es einem bei Alkoholzufuhr ziemlich übel wird. Die Clockwork Orange Methode...
- bella_b33
- Ehrenmitglied

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Re: Hilfe, meine Freundin trinkt
Nicht daß ich Alkoholiker bin, Alkohol in kleinsten Mengen macht mich nur teils recht müde und ich hatte mich neulich nach dem 2. alkoholfreien Bier(in meinem Leben) schon gewundert, daß es entweder Einbildung ist, oder wirklich irgendwas an Alkohol da drin sein muss.bauplan hat geschrieben: Übriegens auch im alkoholfreien Bier ist zu viel Alkohol für ehemalige Alkoholiker.
Wer sein Gewicht halten will, der muss auch mal grillen wenn er keinen Hunger hat!
Re: Hilfe, meine Freundin trinkt
Nach deutschem Recht darf sich, was weniger als 0,5% Alkohol enthält, alkoholfrei nennen.

