Familiennachzug nach Deutschland für russische Eltern

Du willst eine russisch-deutsche Ehe eingehen, die allgemeinen Tipps im Internet helfen Dir aber nicht mehr weiter? Oder Du bist schon russisch-deutsch verheiratet und hast einen guten Rat für andere binationale Ehen? Dann melde Dich hier zu Wort!
Baba-Jaga
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Familiennachzug nach Deutschland für russische Eltern

Beitrag von Baba-Jaga »

Ich habe das Thema von http://forum.aktuell.ru/viewtopic.php?f=34&t=13102 abgetrennt, weil es einen eigenen Thread verdient. Zejtnot, Vize-Admin.

Hallo,

ich hoffe, ich bin hier richtig, weil das Thema doch verwandt ist. Mein Mann kommt aus Russland und wir wohnen nun schon seit mehreren Jahren zusammen in Deutschland. Nun geht es aber seinem Vater nicht mehr so gut und viel Familie hat er in Russland auch nicht mehr, die sich um ihn kümmern könnte. Also wollen wir ihn nach Deutschland holen und dann ein Pflegeheim bei uns in Hamburg für ihn suchen.
Was müssen wir denn tun, damit alles reibungslos abläuft? Kann er auch ohne dass der ganze Behördenwahnsinn fertig geregelt ist, schon hier in einer Einrichtung unterkommen?

Viele Grüße
Zuletzt geändert von Baba-Jaga am 04 Aug 2011, 11:32, insgesamt 2-mal geändert.
Romflens
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Re: Erste Schritte in Deutschland

Beitrag von Romflens »

Hallo Baba-Jaga,

euer Plan ist so gut wie aussichtslos, da dein Schwiegervater wohl kaum eine Aufenthaltserlaubnis bekommt. Zumal wenn er krank sein sollte, ihn keine Krankenversicherung aufnimmt oder nur sehr sehr teuer. Du kannst auch mal im Forum für Ausländerspezialisten posten. www.info4alien.de.
Baba-Jaga
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Re: Erste Schritte in Deutschland

Beitrag von Baba-Jaga »

Hallo Romflens,

na das wäre ja wirklich mies :/ in einem Altenpflegeheim hier könnten wir uns wenigstens etwas um ihn kümmern und er würde nicht ganz allein gelassen, irgendwo rumsitzen :(
Aber danke für deinen Link, da werde ich mal reinschaun.
Zuletzt geändert von Baba-Jaga am 15 Aug 2011, 13:30, insgesamt 2-mal geändert.
Zeppelin
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Re: Erste Schritte in Deutschland

Beitrag von Zeppelin »

Baba-Jaga hat geschrieben: ... na das wäre ja wirklich mies :/ hier könnten wir uns wenigstens etwas um ihn kümmern und er würde nicht ganz allein gelassen, irgendwo rumsitzen :(
Da hat Romflens aber leider Recht.
Die einzige Chance wäre, dass Ihr über Kapitalreserven verfügt, die sämtliche - nicht absehbare - Kosten des Aufenthalts, der Pflege und der medizinischen Versorgung abdecken könnten.
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arghmage
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Re: Erste Schritte in Deutschland

Beitrag von arghmage »

Da müßten die Kapitalreserven aber schon ziemlich groß sein, ein Platz im Pflegeheim kostet so zwischen 1500 und 3000 Euro im Monat. Dann noch Kosten für Medikamente und Behandlungen, wenn man in keine Krankenkasse kommt, das dürfte schnell sehr teuer werden.
Und selbst wenn man das Geld hat, würde es sehr schwer werden, eine Aufenthaltserlaubnis zu bekommen, die gibt es für Eltern nur in außergewöhnlichen Härtefällen (§36(2) AufenthG).
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Zejtnot
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Re: Familiennachzug nach Deutschland für russische Eltern

Beitrag von Zejtnot »

Was ich aus der Praxis gehört habe, ist dies wirklich nahezu aussichtslos.

Der Hintergrund ist auch, dass verhindert werden soll, dass die asiatischen, russischen oder türkischen Ehepartner von Deutschen noch die ganze Großfamilie nach Deutschland nachholen und das Sozialsystem überlasten. Man kann zu diesem Problem stehen wie man will, aber die Gesellschaft wünscht dies nicht und insofern wird sich daran auch nichts ändern. Die Familienzusammenführung von Kindern ist die einzige Ausnahme, die mit einem vertretbaren Aufwand realisierbar ist (und auch gesellschaftlich akzeptiert ist).

Wenn es dem Vater so schlecht geht, wird angenommen, dass man auch zu ihm ziehen kann und ihm in Russland helfen kann. Ist natürlich eine steile These ... ;)
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Re: Familiennachzug nach Deutschland für russische Eltern

Beitrag von bella_b33 »

Andererseits frage ich mich immer, wie es geht, daß irgenwelche Russen nach DE fliegen und sich dort im Krankenhaus behandeln lassen? Hab neulich erst auf der Botschaft so ne alte Frau gesehen, die groß und breit jedem erzählt hat, daß ihr Krebs jetzt in DE behandelt wird, weil Ihre Kinder sie noch ein wenig in der Welt haben wollen. Auch von der Firma, wo meine Frau arbeitet, war die Ärztin mal schwerkrank und ihr wurde eine DE-Behandlung organisiert. Ich hab aber irgendwie das Gefühl, daß man sowas nur mit 5-6stelligen Eurosummen cash finanzieren kann, richtig?
Wer sein Gewicht halten will, der muss auch mal grillen wenn er keinen Hunger hat!
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Re: Familiennachzug nach Deutschland für russische Eltern

Beitrag von Zejtnot »

bella_b33 hat geschrieben:Andererseits frage ich mich immer, wie es geht, daß irgenwelche Russen nach DE fliegen und sich dort im Krankenhaus behandeln lassen? [...] Ich hab aber irgendwie das Gefühl, daß man sowas nur mit 5-6stelligen Eurosummen cash finanzieren kann, richtig?
Genau - vorher wird ein Vertrag über die Behandlung mit dem Krankenhaus abgeschlossen, mit festem Leistungsspektrum und Vorauskasse. Dann kann man natürlich für diese Operation auch ein Visum bekommen.

Für eine Aufenthaltsgenehmigung wäre dies natürlich schon schwieriger ...
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bella_b33
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Re: Familiennachzug nach Deutschland für russische Eltern

Beitrag von bella_b33 »

Zejtnot hat geschrieben: Genau - vorher wird ein Vertrag über die Behandlung mit dem Krankenhaus abgeschlossen, mit festem Leistungsspektrum und Vorauskasse. Dann kann man natürlich für diese Operation auch ein Visum bekommen.
Danke für die Info!
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Baba-Jaga
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Re: Familiennachzug nach Deutschland für russische Eltern

Beitrag von Baba-Jaga »

Danke für eure Antworten. Ein Pflegeheim bei uns in Hamburg wäre ja auch zu schön gewesen. Wir gucken uns jetzt mal das Asylverfahrensgesetz und andere eventuelle Möglichkeiten zum Asylrecht an, aber die Hoffnung schwindet. Nach Russland ziehen ist für uns derzeit allerdings auch nicht wirklich eine Option (der Arbeit und Kinder wegen). Zur Not müssten wir wohl nach einem schönen Pflegeheim in Russland gucken und versuchen, so oft wie möglich hinzufliegen o.ä. Oder vielleicht findet sich in Russland ja auch so etwas wie wir hier "generationsübergreifendes Wohnen" nennen. Also so organisierte Wohngemeinschaften, wo zwar alle ihre eigene Wohnung haben, aber sich die Jungen um die Älteren kümmern usw. Mal einkaufen gehen und sone Sachen und die Älteren dafür ab und zu mal auf die Kinder aufpassen usw. Kennt sich da jemand von euch aus?
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