Umbenennung Kaliningrad in Königsberg

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pippie

Re: Umbenennung Kaliningrad in Königsberg

Beitrag von pippie »

domizil hat geschrieben: Und!!! es gibt keinerlei Bestrebungen die Straße umzubenennen, z.B. uliza Asphaltnaja ...
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Re: Umbenennung Kaliningrad in Königsberg

Beitrag von andreask020361 »

ich glaube dass der name königsberg wieder eigeführt wird, hoffe dass es nicht allzulange dauert. Da für sehr viele Kaliningrader es egal ist bzw der Name königsberg ihnen besser gefällt wird es wohl nicht an einem Bürgerreferendum liegen dass es noch kaliningrad heisst. man hat wahrscheinlich angst , erst den deutschen Namen zurück und was ist der nächste schritt. Vielleicht wird es irgendwann auch mal eine abstimmung geben ob man eine Autonomie haben möchte . Mehr ist wohl nicht drinn
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Re: Umbenennung Kaliningrad in Königsberg

Beitrag von domizil »

andreask020361 hat geschrieben:Vielleicht wird es irgendwann auch mal eine abstimmung geben ob man eine Autonomie haben möchte . Mehr ist wohl nicht drinn
Autonomie? Also Abtrennung von Russland? Also eine weitere Baltische Republik? - Das ist, ehrlich gesagt, der schlimmste Gedanke den ich überhaupt denken kann. Kaliningrad hat doch nichts außer seinem Bernstein und irgendwo plätschert noch ein wenig Erdöl aus dem Boden. Womit will man dann eine ECHTE Autonomie wirtschaftlich begründen? Von der politischen Autonomie ganz zu schweigen (wie hat Lenin schon so richtig gesagt: Wer die wirtschaftliche Macht hat, hat auch die politische Macht. Wer also wird nach einer Autonomie in Kaliningrad die wirtschaftliche Macht haben?)
Vielleicht habe ich Dich aber nur nicht richtig verstanden und Du meinst eine Autonomie im Bestand der Russischen Föderation, so wie es ja bereits mehrere Gebiete mit diesem Status gibt. Wenn Du das meintest wäre es interessant zu erfahren was diese Autonomie im Bestand der Russischen Föderation den Kaliningradern bringen sollte - welche Vorteile also?
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Re: Umbenennung Kaliningrad in Königsberg

Beitrag von andreask020361 »

ja habe mich falsch ausgedrückt, im ru staatenbund als sonder wirtschaftsraum event sogar eigene absprachen mit den eu nachbarrn usw, wobei ich persöhnlich nichts dagegen hätte dass sie aus den ru staatenbund austreten. Das ist aber mehr wunsch oder Traum
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Re: Umbenennung Kaliningrad in Königsberg

Beitrag von andreask020361 »

ich weiss nicht was Lenin noch so alles gesagt hat, nur von wirtschaft hat er nun wirklich nichts verstanden und Politik .....
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Re: Umbenennung Kaliningrad in Königsberg

Beitrag von andreask020361 »

andersrum gefragt was hat Kaliningrad denn zu verlieren in einer Teil Autonomie. Es gibt kaum Arbeit. Industrie liegt am Boden. Der Tourismus ist kaum spürbarbar, strassen infrastruktur USCHAS, Denke es kann nur besser werden .
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Re: Umbenennung Kaliningrad in Königsberg

Beitrag von domizil »

andreask020361 hat geschrieben:wobei ich persöhnlich nichts dagegen hätte dass sie aus den ru staatenbund austreten. Das ist aber mehr wunsch oder Traum
Andreas, das ist wirklich eine Horrorvorstellung für mich. Du stellst logischerweise die Frage: Was hat Kaliningrad zu verlieren? Ich frage andersrum: Was gewinnt Kaliningrad durch eine Abtrennung von Russland? 1 Million russischsprachiger Menschen mit viel Verwandtschaft im Großen Russland und mit einmal sind das alles Ausländer. An wen soll sich dieses kleine Fleckchen Erde anlehnen. Von wem hat es Hilfe zu erwarten? Die Europäer sind auf viele Jahre mit ihren jetzigen Sorgen ausgelastet und brauchen nicht noch ein Problemkind. Aber nochmals: Was machen diese eine Million Menschen mit Ihren Verwandten, Väter, Mütter, Kinder, Oma, Opa ... wenn sie mit einem mal Ausländer sind. Es ist jetzt schon nicht einfach ins Russische Mutterland zu reisen - und wenn man dann auch noch defacto den Status irgendeiner neuen Baltischen Republik hat ... Ich will jetzt gar nicht weiter nachdenken was es noch für Auswirkungen haben könnte - außer, das vermutlich sofort auf dem Territorium des Kaliningrader Gebietes das neue Raketenabwehrschild der Amerikaner aufgestellt wird, damit man näher an die "Schurkenstaaten" rankommt - wen immer die Amerikaner da heute auch drunter verstehen mögen.
andreask020361 hat geschrieben:ich weiss nicht was Lenin noch so alles gesagt hat, nur von wirtschaft hat er nun wirklich nichts verstanden und Politik .....
... nun Lenin hat viel gesagt, einiges (vieles) sehen wir heute anders, einiges sind wunderbare theoretische Überlegungen und einiges ist auch heute noch gültig. So unter anderem der Satz den ich angeführt habe: "Wer die wirtschaftliche Macht hat hat auch die politische Macht" und dies ist so und wird immer so bleiben weil es ganz einfach logisch ist.
andreask020361 hat geschrieben:andersrum gefragt was hat Kaliningrad denn zu verlieren in einer Teil Autonomie. Es gibt kaum Arbeit. Industrie liegt am Boden. Der Tourismus ist kaum spürbarbar, strassen infrastruktur USCHAS, Denke es kann nur besser werden .
Auf einen Teil der Frage habe ich oben schon geantwortet. Auf den zweiten Teil Deiner Frage: Ohne einen starken Partner werden die von Dir genannten Probleme überhaupt nicht gelöst. Ich vergleiche mal (obwohl der Vergleich stark hinkt) Kaliningrad mit der DDR. Wenn es die Wiedervereinigung nicht gegeben hätte so hätte die DDR ihre Probleme alleine lösen müssen. Ich glaube es gehört nicht viel Phantasie dazu sich die Zeit vorzustellen bis die DDR die Probleme gelöst hätte und wie die Menschen in dieser Zeit gelebt hätten. Aber es war der wirtschaftlich starke Faktor BRD da. Gut, es ist noch nicht alles in allerbester Form, aber es wurde sehr viel erreicht - mit Hilfe eines starken Partners - den alten Bundesländern. Was meinst Du - würde die Europäische Union auch in dieser Eigenschaft auftreten und Unsummen von Geld, Personal, Ideen in Richtung Kaliningrad senden damit eine Million Russen (oder wie soll sich das Volk dann nennen - es sind ja dann keine Russen mehr) ein besseres Leben leben können. Russland hat Unmengen anderer Probleme und sicher wäre es wünschenwert wenn man unserer Region noch mehr Aufmerksamkeit widmet. Aber ganz allein gelassen werden wir ganz bestimmt nicht. Mütterchen Russland kümmert sich ...
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Re: Umbenennung Kaliningrad in Königsberg

Beitrag von andreask020361 »

Ich versuche mal

eine Teilautonomie im ru staatenbund ist ja nichts schlimmes , und schon garnicht da man mit russland keine direkte Landverbindung hat.Eine Autonomie weg von russland ist Ilosion, Traum etc nicht wirklich ernst zu nehmen. wobei wir sahen es dass russland jahre lang den hitler Stalin Pakt geleugnet hat , katyn und einiges andere , und es alles heute anders gesehen wird. dasselbe wird eines Tages auch mit königsberg geschehen, dass auch hier zugegeben wird dass die Anektion Königsbergs völkerrechtswidrig war. Ob dass was am Status Quo ändert muss man aber stark bezweifeln.
Jetzt zur Teilautonomie.diese kann nur geschehen wenn sie auf grossem fundament steht, heisst in einem Bevölkerungsreferendum abgesegnet wurde. dann wuerde dass Mit Verwandte etc erübrigen. ob in Kaliningrader gebiet die amis einmaschieren ,zweifle ich mal stark an. wenn dann nur durch verträge etc, aber dass ist mehr angstmalerei,wobei du recht hast zu 50% ohne der amerikanischen und der russischen miltaerdoktrin würde die welt sicherer sein. Was die DDR betrifft hasst du in gewisser weise recht nur warum haben sich die deutschen so unterschiedlich in den 40 jahren entwickelt.Warum konnte ein Teil dtschl gut leben oder viel besser leben wie der andere Teil. Weil sie in der DDR mit dem Sowjetischen system bestraft worden sind.
ich könnte mir z Bsp es so vorstellen
Kaliningrad wird miltaerfreies Gebiet, nur Polizei , man schliesst einen zollfreien Handel mit der EU, freie Arbeitsplatzwahl, Verbrieftes recht auf imobilienbesitz(mit Erbrecht),
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Re: Umbenennung Kaliningrad in Königsberg

Beitrag von Saboteur »

domizil hat geschrieben:.... Es gibt aber auch Paradoxe, z.B. eine Straße heißt: uliza Bolotnaja (die Sumphige). Das traf vor 50 Jahren zu als erste Bewohner einen Trampelpfad anlegten und die Straße eben so benannten. Jetzt ist dort alles i.O., aber die Bezeichnung bleibt. Und!!! es gibt keinerlei Bestrebungen die Straße umzubenennen, z.B. uliza Asphaltnaja ...
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was für ein Vergleich :roll: :roll: :roll:
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Re: Umbenennung Kaliningrad in Königsberg

Beitrag von domizil »

ich versuche es auch weiter ...
andreask020361 hat geschrieben:eine Teilautonomie im ru staatenbund ist ja nichts schlimmes
... ich widerspreche einfach mal NICHT ... obwohl ich mich erstmal mit der völkerrechtlichen Seite bzw. der innenpolitischen Seite beschäftigen müßte - denn ein Gebiet innerhalb der Russischen Föderation muß ja irgendwelche Voraussetzungen erfüllen um eine Autonomie zu erhalten.
andreask020361 hat geschrieben:dasselbe wird eines Tages auch mit königsberg geschehen, dass auch hier zugegeben wird dass die Anektion Königsbergs völkerrechtswidrig war.
... meiner Meinung nach wurde Königsberg nicht annektiert sondern erobert. Die Eroberung fand statt im Rahmen von militärischen Maßnahmen der Sowjetunion zur Vertreibung der Deutschen (Faschisten) vom Gebiet der Sowjetunion. Da es sich um einen Aggressionskrieg handelte wird jeder angegriffene Staat versuchen den Agressor auf seinem eigenen Gebiet zu besiegen (siehe auch Napoleon, siehe auch die Engländer, Amerikaner, Franzosen 1945). Es kam im Ergebnis der Jalta-Konferenz und Potsdamer Konferenz zu einer neuen Festlegung von Grenzen - ein international anerkannter Vorgang an dem bis heute nicht gezweifelt wird und werden darf. Das Deutschland Gebiete verloren hat (und zwar nicht nur an Russland) ist traurig, aber gerecht - der Leidtragende war und ist (wie immer) der kleine Bürger also die Leute die ehemals in diesen Gebieten gewohnt haben und von dort vertrieben wurden. Warum vertrieben? Weil die neuen "Landbesitzer" einfach keine "Volksdeutschen" mehr auf diesem Territorium haben wollten die dann vielleicht irgendwann mal wieder "heim ins Reich" wollen. Die Vertriebenen wurden durch die Bundesrepublik entschädigt - wobei - das ist sicherlich völlig unstrittig - Geld alleine den Verlust der Heimat nicht ersetzt.
andreask020361 hat geschrieben:Jetzt zur Teilautonomie.diese kann nur geschehen wenn sie auf grossem fundament steht, heisst in einem Bevölkerungsreferendum abgesegnet wurde. dann wuerde dass Mit Verwandte etc erübrigen.
... vor dem Referendum sollte dann aber eine intensive Aufklärungskampagne stattfinden wo dem Volk von Kaliningrad in aller Deutschlichkeit (ach, jetzt habe ich mich verschrieben, ich meinte natürlich Deutlichkeit) gesagt wird auf was sie sich einlassen.
andreask020361 hat geschrieben: ob in Kaliningrader gebiet die amis einmaschieren ,zweifle ich mal stark an.
... na gut, dann vielleicht nicht die Amerikaner, dann ist es eben die NATO ... Kaliningrad entmilitarisieren ... na, das hatten wir ja mit der DDR auch. Es wurde mit der Sowjetunion vereinbart das nach Abzug der russischen Truppen die DDR NATO-frei bleibt. Nun, das ist sie ja auch - NATO-Truppen sind (wenn ich richtig informiert bin) nicht in den neuen Bundesländern, nur ein paar Bundeswehrsoldaten - also auch nicht entmilitarisiert.
andreask020361 hat geschrieben:Was die DDR betrifft hasst du in gewisser weise recht nur warum haben sich die deutschen so unterschiedlich in den 40 jahren entwickelt.Warum konnte ein Teil dtschl gut leben oder viel besser leben wie der andere Teil. Weil sie in der DDR mit dem Sowjetischen system bestraft worden sind.
... ich würde das etwas anders formulieren. Schuld daran ist nicht in erster Linie das sowjetische System. Schuld daran ist das wirtschaftliche System (Sozialismus) und das Unvermögen der Führung der DDR wirtschaftlich vernünftig zu denken. Ich war damals völlig anderer Meinung. Für mich war der Sozialismus/Kommunismus die leuchtende Gesellschaftsordnung. Heute weiß ich das der Kommunismus eine ganz phantastische theoretische Idee ist die in der Praxis nicht umgesetzt werden kann. Alleine an der Abschaffung des Privateigentums scheitert schon die Gesellschaft. Und wenn dann die Führung eines Landes stur an irgendwelchen Dogmen festhält und den Realitäten nicht ins Auge schaut - tja, dann passieren eben solche Ereignisse wie der 03.10.1990. Und, natürlich hat das sowjetische System mit dazu beigetragen das die DDR 40 Jahre lang existierte und sicherlich gab es auch sehr viele Einflußnahmen auf Entwicklungsprozesse in der DDR. Das Volk hat ganz normal gearbeitet - wie überall auf der Welt - nur wenn aus den Ergebnissen der Arbeit nichts gemacht wird und alles nur politischen Ideen untergeordnet wird ...
andreask020361 hat geschrieben:freie Arbeitsplatzwahl, Verbrieftes recht auf imobilienbesitz(mit Erbrecht),
... Du meinst es gut mit der freien Arbeitsplatzwahl, aber stell Dir mal vor eine Million Kaliningrader stehen plötzlich in Deutschland und wollen dort arbeiten - natürlich "fürn Appel und nen Ei" und der gut etablierte, aber teuere deutsche Arbeitnehmer kann seinen Hut nehmen. Na, ich möchte dann nicht in Deutschland sein ...
... Und Immobilienbesitz - Erbrecht ... haben wir jetzt auch alles schon.
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