hc_blacki hat geschrieben:Ich finds lustig, zumal das ruhmreiche und "bisindieEwigkeitSiegfeierende" russische Volk vergessen hat wieviele Jahre Stalin und Hitler Verbündete waren.
Ich denke nur, man muss bisschen vorsichtig mit dem Thema sein, sonst koennen sich beide Seiten beleidigt fuehlen.
M.E. sind die beiden Personen nicht zu vergleichen, Blacki. Lieber lassen wir das, sonst endet die Diskussion schlimm, spuehre ich.
7punkt hat geschrieben:M.E. sind die beiden Personen nicht zu vergleichen, Blacki. Lieber lassen wir das, sonst endet die Diskussion schlimm, spuehre ich.
Neeee, das Thema war richtig spassig!!!
Erzaehl mal warum du der Meinung bist das Stalin viel schlimmer war als Hitler!!
Wobei, hochinteressant, gibt es gerade in Russland recht viele Bücher mit dem Titel "Gitler i Stalin", was ich in Deutschland in dieser Art Gleichsetzung noch nie gesehen habe. Die Russen gehen mit ihrer Vergangenheit - und auch der unseren - viel unverkrampfter um als wir es tun, wie ich in vielen Diskussionen verblüffend herausgefunden habe. Als Deutscher versucht man doch meist, dieses Thema so wie der Teufel das Weihwasser meidet zu umschiffen... Oder - und dafür verachtet man sogar insgeheim Deutsche als Vertreter ihres Heimatlandes im Ausland - treten sie einen "Mea Culpa"-Trip an, wobei das ja eigentlich großer Quatsch ist.
Inwieweit sich Hitler uns Stalin unterscheiden, sei qualifizierten Historikern überlassen. Ich als Laie halte beide für ganz große Schweine, weil sie beide Millionen von Menschen auf dem Gewissen haben, der eine hat sie in KZs durch den Schornstein gejagt, der andere nach Sibierien deportieren und in Gulags und unter Zwangsarbeit verrecken lassen.
Zuletzt geändert von Kultgrieche am 20 Jan 2005, 17:50, insgesamt 1-mal geändert.
Natuerlich war meine Frage extra so formuliert, weil ich davon ausgehe das du NICHT der Meinung bist.
Aber deshalb haette ich doch trotzdem gerne die Begruendung dafuer gehoert. Ich wollte durchaus eine echte Diskussion!
Ich wuerde naemlich beide als "Monster" bezeichnen und finde es ziemlich ueberfluessig bei solchen Monstern noch zu unterscheiden welches groesser ist!
Dietrich, dem kann ich nur zustimmen. Auf meine Frage hier in Deutschland, warum auch gerne unsere Geschichtslehrer sich kathegorisch geweigert haben, einen Vergleich zwischen den beiden Personen herzustellen, habe ich noch nie eine richtige qualifizierte Antwort erhalten. Klar, qualitativ gab es Unterschiede, gerade Hitler hat ja das Töten rassischtisch motiviert auf eine "industrielelle, erschreckende" Art und Weise vorangetrieben. Aber Stalin hat ja auch ganze Volksgruppen deportiert (z.B. die Tscherkessen oder die Tschetschenen, von denen 40% umgekommen sind). Wenn das mal nicht Rassismus ist...
Kultgrieche hat geschrieben:Klar, qualitativ gab es Unterschiede, gerade Hitler hat ja das Töten rassischtisch motiviert auf eine "industrielelle, erschreckende" Art und Weise vorangetrieben.
WIE man Millionen unschuldiger abschlachtet ist dann ja wohl auch egal, oder? Oder troestet es eine Witwe, dass ihr Mann erschossen und nicht vergast wurde? Im Endeffekt nicht.
Und den Moerder macht es auch kein Stueck "besser"!
Alle solche Versuche eines dieser beiden Monster "schoener zu reden" als das Andere find ich irgendwie laecherlich!
Hi Dietrich, das stimmt. Das erinnert mich an den Comic Percy Pickwick, der als britischer Agent beim MI-5 arbeitet und zu einem Kollegen sagt: "Ja, werden jetzt unsere Killer auf den Agenten XYZ angesezt?" - Entsetzte Antwort des Kollegen von ihm: "Percy, untersteh Dich. Killer arbeiten bei ausländischen Geheimdiensten, wir unterhalten Liquidations-Beamte" - Percy (ironisch): "Äh, tschuldigung, wußte gar nicht, was das für die Opfer für einen Unterschied macht..."
Hat jemand aus der Runde schon Erfahrungen zum Thema Rentenanwartschaften in Russland gemacht und auch dazu, ob ein russischer Russe diese verliert, wenn er seine alte Staatsangehörigkeit aufgibt?
Auch würde mich brennend interessieren, wo ich mich weiter informieren kann.
Danke im voraus!
Also, ich weiß, worauf Du anspielst: Wenn derjenige, der bei Annahme der deutschen Staatsbürgerschaft und Aufgabe seiner bisherigen mit erheblichen materiellen Nachteilen zu rechnen hat, so kann er lt. deutschem Recht die bisherige behalten. Was erheblich ist, ist meines Erachtens eine Ermessensfrage. Darüber hinaus verliert lt. Aussage des russ. Konsulates in Bonn ein Ex-Russe nicht seine Anwartschaften in Russland. Aber das ist nur eine mündliche Aussage gewesen, ich habe nichts Schriftliches.