Vorliegendes Thema ist meinerseits der Versuch wöchentlich interessante Informationen aus Kaliningrad zu übermitteln. Ziel ist ein wenig mehr Aufmerksamkeit auf diese Stadt zu lenken – Aufmerksamkeit von privat Interessierten oder von Geschäftsleuten. Gerne können Sie mich auch direkt kontaktieren für Sie persönlich interessierende Informationen aus Kaliningrad.
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Feiertag/Gedenktag Russland in der Woche 09.07.-15.07.:
10.07. Tag der Schlacht bei Poltawa (1709)
Zweiter Sonntag: Tag des Fischers und Tag der Post
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Die Spitzenmeldung, nicht nur Kaliningrad betreffend: Es gibt neue Preise für Hartalkoholika. Die Preise steigen um rund 30 Prozent in Russland für Wodka und Cognac. Bier zählt auch zu den alkoholischen Getränken und fällt somit unter das Genussverbot auf Straßen, öffentlichen Plätzen und Gebäuden. Des Weiteren wird Bierreklame im wesentlichen verboten.
Quelle: http://kaliningrad.ru/news/society/item ... ij-alkogol
Per 01.07.12 steigen auch die Preise für kommunale Dienstleistungen (Gas, Wasser, Strom). Wasser und Abwasser kostet dann 21,61 Rbl. (0,52 Euro), Strom 2,88 Rbl. (0,07 Euro) und Gas 5,12 Rbl. (0,13 Euro). Dies entspricht einer durchschnittlichen Erhöhung um rund 6 Prozent. Die Preise für Wasser und Abwasser werden per 01.09.12 nochmals angehoben.
Quelle: http://kaliningrad.ru/news/society/item ... stvo-i-gaz
Die Thälmannstrasse steht weiterhin im Interesse der Aufmerksamkeit. Sie soll nun, nach den Worten des Bürgermeisters Jaroshuk, komplett mit alten deutschen Pflastersteinen rekonstruiert werden. Selbst die bisher asphaltierten Stellen werden mit altdeutschem Pflaster „wiederbelebt“. Auch die Straßenbahnlinie Nr. 1 soll für die Spitzenzeiten morgens und abends erhalten bleiben. Ansonsten sprach sich der Bürgermeister dafür aus die Straßenbahn in eine touristische Attraktion umzuwandeln und eine Fahrspur hierfür in der Stadt zu erhalten.
Quelle: http://www.newkaliningrad.ru/news/commu ... mvaya.html
Fast eine Milliarde Rubel (24 Mio. Euro) – so viel will die Regionalregierung für die Entwicklung der privaten Gartenkultur im Kaliningrader Gebiet bis 2016 bereitstellen. Das Geld wird bereitgestellt für die Entwicklung der Infrastruktur, der Subventionierung öffentlicher Verkehrsmittel zu den Gartensiedlungen, der Wegeinstandsetzung und der Verbesserung des Kanalsystems.
Quelle: http://kaliningrad.ru/news/economy/item ... adovodstva
Der Bürgermeister Jaroshuk will die deutschen Festungsanlagen „Oberteich“, gelegen am Litauer Wall, von allen jetzigen Mietern befreien. Die Anlagen sollen zukünftig als Touristenattraktion dienen. Er möchte die gesamte Zone zu einer Spaziergängerzone umformen – genauso wie zu deutschen Zeiten. Die Festungsanlagen selber sollen Gaststätten, Hotels, Ausstellungen Platz bieten.
Quelle: http://www.newkaliningrad.ru/news/commu ... taykh.html
Senator Wlassenko, ehemaliger Besitzer der Supermarktkette „Viktoria“, heutiger Besitzer einiger respektabler Hotels und Vertreter Kaliningrads in Moskau, macht sich stark für eine Vereinfachung der Zollabfertigung an den Grenzen. Seine Vorstellungen sind die Kopie der Regeln die in Westeuropa angewandt werden. Sein Ziel ist, Kaliningrad für Touristen attraktiver zu machen.
Quelle: http://www.klops.ru/news/Politika/56338 ... anice.html
Noch steht die offizielle Nominierung Kaliningrads als Austragungsstätte für die Fußballweltmeisterschaft noch aus (September). Aber es wird kräftig an der Optimierung der Konzeption gearbeitet. So werden u.a. 4 Trainingszentren (bisher 6) für die Mannschaften gebaut. Deutschland, Holland und Schweden sind die Länder die für die Nutzung dieser Trainingsstätten vorgesehen sind.
Quelle: http://rugrad.eu/news/511383/
Polen dient als Vorbild – zumindest bei der geplanten Aufstellung von Automaten auf den Straßen für den Verkauf von Frischmilch. Die dafür notwendigen Automaten werden aus Tschechien geliefert. Die Tschechen sind auch bereit gleich eine ganze Fabrik für die Produktion dieser Automaten in Kaliningrad zu bauen. Dies scheint ökonomisch interessant, da die tschechischen Milchautomaten rund 10.000 Euro kosten, während die Automaten die in Moskau produziert werden rund 15.000 Euro kosten.
Quelle: http://www.klops.ru/news/Obschestvo/563 ... -godu.html
In einer Sitzung des Stadtparlamentes wurde kurz und bündig beschlossen die Funktion des Bürgermeisters wieder einzuführen. In Anbetracht der bevorstehenden Wahlen in Kaliningrad eine wichtige Entscheidung. Ich erinnere daran, dass diese Funktion vor einigen Jahren abgeschafft und das Amt geteilt wurde. Es gibt bisher zwei „City-Manager“: Jaroshuk, als derjenige der die politische Seite des Amtes ausfüllt und Frau Muchomor die für die wirtschaftliche Seite verantwortlich zeichnet. Zukünftig wird wieder alles in einer Hand liegen. Frau Muchomor wird weiterhin die Arbeit von Jaroshuk unterstützen – wenn er denn die Wahlen gewinnt. Zweifel daran werden von Tag zu Tag weniger, da die aussichtsreichsten Konkurrenten innerhalb der Partei bereits „das Handtuch geworfen haben.“
Quelle: http://kaliningrad.ru/news/policy/item/ ... hnost-mera
In der Nähe von Gussew wird der europaweit größte Standort für die Montage von Elektronikgeräten errichtet. 5 verschiedene Produzenten werden dort angesiedelt. Seitens der Verantwortlichen wird darüber nachgedacht weitere Investoren aus dem Bereich der „Moskauer Oligarchie“ nach Kaliningrad einzuladen.
Quelle: http://kaliningrad.ru/news/economy/item ... -oligarhov
Im kleinen Dorf Iljitshenko wurde ein kleines privates Museum mit dem Namen „Alte deutsche Schule Waldwinkel“ eröffnet. Die Mutter der jetzigen Besitzerin hatte dort bis 1977 als Lehrerin gearbeitet. Danach verfiel die Schule. Teile wurden als „Baumaterialspender“ mißbraucht. Durch Privatinitiative wurde sie jetzt wieder hergerichtet. Als Vorlage dienten auch alte Fotos.
Quelle: http://www.klops.ru/news/Kraevedenie/56 ... muzej.html
Für die Entwicklung der Bernsteinindustrie werden in Kaliningrad bis zu 7 Mrd. Rubel (170 Mio Euro) benötigt. Ein Teil der Gelder soll verwendet werden für die Wiedererrichtung des „Kabinetts Friedrich I.“ sowie die Schaffung eines „Bernsteinzimmers des 21. Jahrhunderts“. Desweiteren soll ein Museum „Gold der Ostsee“ geschaffen werden.
Quelle: http://rugrad.eu/news/512020/
Im Park „Junost“, dessen Kurator Frau Ludmilla Putina ist, wird ein Riesenrad mit einer Höhe von 48 Metern aufgestellt. Der früher angedachte Platz am Oberteich steht nicht mehr zur Debatte. Die Stadt investiert hierfür rund 50 Mio Rubel (1,2 Mio Euro). Der angedachte Termin August kann allerdings nicht gehalten werden.
Quelle: http://kaliningrad.ru/news/society/item ... rke-yunost
Uwe Niemeier
KALININGRADER WOCHENBLATT 27-2012
Re: KALININGRADER WOCHENBLATT 27-2012
Montag Vormittag: Zeitungsschau Kaliningrad.
Erneut Informativ, Uwe, vielen Dank!
Es ist lustig anzuschauen, wie Jugendliche in Kaliningrad versuchen, das Trinkverbot von Alkohol in der Öffentlichkeit zu umgehen. Die Bierflasche war in einer kleinen neutralen Papiertüte versteckt. Und die Jungs waren stolz, die Behörden so auszutricksen. Niemand war betrunken, jedoch waren alle fröhlich... Straßenbahn: Der Bürgermeister spielt mit Ideen, in seiner Funktion, völlig in Ordnung! Das sollte man vielleicht nicht immer sofort ernst nehmen. Richtung Norden sind mit der Einstellung von Linien, dem Abbau von Gleisen und auch dem Wechsel auf O-Bus (Gorkistraße) schon Tatsachen gegen die Straßenbahn geschaffen worden. Die Gleise in der Thälmannstraße liegen noch, der Verkehr scheint “nur” vorrübergehend eingestellt und bietet nun Raum für Spekulationen. Die Straßenbahn auch touristisch zu nutzen, ist eine Entwicklung, die weltweit immer weitere Anhänger findet. Gleich in der Nähe, der hier oft zitierten Straße, befindet sich ja der Park “Junost” mit dem geplanten Riesenrad und die attraktiv gestaltete Promenade am Oberteich. Von dort ist es auch nicht mehr weit zu den ehemaligen deutschen Festungsanlagen am Litauer Wall. Dein Wochenblatt ist ja heute ein gedanklicher Stadtrundgang! Um Kaliningrad für Touristen attraktiver zu machen, sind vereinfachte Zollvorschriften schon ratsam. Das Hauptproblem für Ausländer ist nach wie vor jedoch die Prozedur mit dem Visa und die Registrierung.
Erneut Informativ, Uwe, vielen Dank!
Es ist lustig anzuschauen, wie Jugendliche in Kaliningrad versuchen, das Trinkverbot von Alkohol in der Öffentlichkeit zu umgehen. Die Bierflasche war in einer kleinen neutralen Papiertüte versteckt. Und die Jungs waren stolz, die Behörden so auszutricksen. Niemand war betrunken, jedoch waren alle fröhlich... Straßenbahn: Der Bürgermeister spielt mit Ideen, in seiner Funktion, völlig in Ordnung! Das sollte man vielleicht nicht immer sofort ernst nehmen. Richtung Norden sind mit der Einstellung von Linien, dem Abbau von Gleisen und auch dem Wechsel auf O-Bus (Gorkistraße) schon Tatsachen gegen die Straßenbahn geschaffen worden. Die Gleise in der Thälmannstraße liegen noch, der Verkehr scheint “nur” vorrübergehend eingestellt und bietet nun Raum für Spekulationen. Die Straßenbahn auch touristisch zu nutzen, ist eine Entwicklung, die weltweit immer weitere Anhänger findet. Gleich in der Nähe, der hier oft zitierten Straße, befindet sich ja der Park “Junost” mit dem geplanten Riesenrad und die attraktiv gestaltete Promenade am Oberteich. Von dort ist es auch nicht mehr weit zu den ehemaligen deutschen Festungsanlagen am Litauer Wall. Dein Wochenblatt ist ja heute ein gedanklicher Stadtrundgang! Um Kaliningrad für Touristen attraktiver zu machen, sind vereinfachte Zollvorschriften schon ratsam. Das Hauptproblem für Ausländer ist nach wie vor jedoch die Prozedur mit dem Visa und die Registrierung.
«А ещё мир прекрасен потому, что можно путешествовать»
Re: KALININGRADER WOCHENBLATT 27-2012
... diese Papiertüten liegen zur kostenlosen Mitnahme neben den Kassenapparaten in den Supermärkten . Das Volk ist eben immer einen Tick schlauer als der Gesetzgeber.Jenenser hat geschrieben:Die Bierflasche war in einer kleinen neutralen Papiertüte versteckt.
... richtig, aber Russland ist bereit die Visafreiheit sofort für Bürger der Europäischen Gemeinschaft einzuführen - wenn es auf Gegenseitigkeit beruht. Die Registrierung ist eine lästige Bürokratie, wobei diese schon so gestaltet wurde das ein Großteil der Nichtresidenten sich nicht mehr registrieren brauchen. Ich betrachte die "Registrierung" einfach noch als "politischen Spielball" bei der Lösung zwischenstaatlicher Fragen.Jenenser hat geschrieben:Das Hauptproblem für Ausländer ist nach wie vor jedoch die Prozedur mit dem Visa und die Registrierung.
Uwe Niemeier
Re: KALININGRADER WOCHENBLATT 27-2012
Das Volk ist nicht "schlauer", sondern hat einfach geguckt, wie es anderswo gemacht wird, z.B. in Amerika - gut zu sehen im Film "Brat 2".
Du erntest, was du säst.
Re: KALININGRADER WOCHENBLATT 27-2012
... wieso, sind die Amerikaner die das "erfunden" haben nicht auch "Volk"
Uwe Niemeier
Uwe Niemeier

