Russen dreimal so dreist wie vor Perestroika

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Axel Henrich
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Russen dreimal so dreist wie vor Perestroika

Beitrag von Axel Henrich »

„Mordlustig und gemein“: Russen dreimal so dreist wie vor Perestroika – Studie
Zu dieser Erkenntnis sind Mitarbeiter des russischen Institutes für Psychologie gekommen, die den inneren Wandel der Bürger der UdSSR bzw. Russlands von 1981 bis 2011 untersucht haben. Wie die Forschung ergab, neigen die meisten russischen Bürger heute mehr zu Konflikten, sind boshafter und „frecher“ geworden und haben in einem großen Maße die Selbstkontrolle verloren. Im Vergleich zu den 1980er Jahren sind die Bürger des heutigen Russland dreimal aggressiver und „grober“ geworden und verhalten sich völlig rücksichtslos
[...]
Die Ursachen für die Aggressionserscheinungen in der Gesellschaft liegen laut dem Forscher in dem Einfluss, den die kriminelle Subkultur, Massenmedien und das Bildungssystem ausüben.
Irgendwie finde ich die Tendenz hier in D aehnlich ...

-ah-
Frank1010
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Re: Russen dreimal so dreist wie vor Perestroika

Beitrag von Frank1010 »

In manchen Teilen Deutschlands mag das so sein, hat aber glaube ich etwas andere Gründe. Bei uns ist das Gefälle zwischen arm und reich grösser geworden und der sogenannte Mittelstand hat an Boden verloren. Dazu kommt die weitgehende Perspektivlosigkeit für viele Menschen in manchen Bundesländern. Und unsere Regierung unter Mama M. hat nahezu nichts dagegen unternommen.

Gruss
Frank
Berlino10
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Re: Russen dreimal so dreist wie vor Perestroika

Beitrag von Berlino10 »

Ich denke auch, auf der einen Seite haben wir den zunehmenden Materialismus und Egoismus und Werteverfall unserer neoliberalen Wirtschaft.
Selbst Grosskopferte wie Zumwinkel oder Hoeness machen ja nicht einmal vor Verbrechen halt.
Auf der anderen Seite haben wir bei vielen Menschen immer weniger, was sie an die Gesellschaft oder irgendwelchen Gemeinschaften hält.
Diejenigen, die um ihre Existenz kämpfen, machen dann vor nicht mehr halt ...
und wenn man sich überlegt, wie viele der angeblichen Selbstmorde in RUS nur von der Polizei so eingestuft werden, sind die Zahlen sicher noch schlimmer ..
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Dietrich
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Re: Russen dreimal so dreist wie vor Perestroika

Beitrag von Dietrich »

Berlino10 hat geschrieben:Ich denke auch, auf der einen Seite haben wir den zunehmenden Materialismus und Egoismus und Werteverfall unserer neoliberalen Wirtschaft.
Selbst Grosskopferte wie Zumwinkel oder Hoeness machen ja nicht einmal vor Verbrechen halt.
Da sind ja gleich wieder alle Schlagworte in zwei Sätzen abgearbeitet und sogar der Hoeness konnte noch untergebracht werden....
Zum Glück gibt es auch noch Länder, in denen der neoliberale Materialismus und Egoismus keine Rolle spielt:
http://www.bild.de/politik/ausland/nord ... .bild.html
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Re: Russen dreimal so dreist wie vor Perestroika

Beitrag von Berlino10 »

Entschuldige, dass ich die Vorgänge hinter den Schlagworten nicht ausführlicher aufgelöst habe,
aber ich habe nicht geahnt, dass es noch einen gibt, der da noch Nachhilfe bräuchte.
Oder sind für Dich die steigenden Verbrechens-Zahlen Spätfolgen kommunistischer Verseuchung?

Alle Schlagworte? Da ginge locker noch mehr, schließlich habe ich die Bankster aussen vor gelassen,
für die laut Handelsblatt "Gesetze und Regeln oft nur ein störendes Hindernis." sind.

Und wie bekommst du den Bogen hin von neuer Gesetzeslosigkeit und dem Werteverfall in den Völkern des Westens und Rußlands
hin zu diktatorischen Exzessen von Regierungen, die es schon Tausende von Jahren gibt?
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Kultgrieche
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Re: Russen dreimal so dreist wie vor Perestroika

Beitrag von Kultgrieche »

Also, was hier der Verweis auf Nordkorea angeht - dieser Politikstil ist uns meilenweit voraus, zeichnet dieser sich doch durch das Nachhaltigkeitsprinzip aus... :lol:
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Dietrich
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Re: Russen dreimal so dreist wie vor Perestroika

Beitrag von Dietrich »

Berlino10 hat geschrieben:Alle Schlagworte? Da ginge locker noch mehr, schließlich habe ich die Bankster aussen vor gelassen,
für die laut Handelsblatt "Gesetze und Regeln oft nur ein störendes Hindernis." sind.
Stimmt, da fehlte noch was..... Man hätte auch noch unbedingt Wulff erwähnen sollen und Snowden wurde auch nicht genannt.

Ansonsten reg dich ruhig auf, wenn du eine Kritik an deiner Schlagwortsammlung nicht vertragen kannst. Was du aber auf jeden Fall vermeiden solltest: Anderen Stammtischparolen vorzuwerfen, denn Stammtische gibt es auch links vom Tresen. Nicht nur rechts.
Berlino10 hat geschrieben:Und wie bekommst du den Bogen hin von neuer Gesetzeslosigkeit und dem Werteverfall in den Völkern des Westens und Rußlands
hin zu diktatorischen Exzessen von Regierungen, die es schon Tausende von Jahren gibt?
Vielleicht deshalb, weil es diesen Werteverfall in dem Maße gar nicht gibt, wenn solche Dinge doch schon tausende von Jahre alt sind. Bzw. der Werteverfall/die Exzesse in weniger neoliberalen Gesellschaften genauso existieren und nicht weniger schlimm sind. Teilweise vielleicht anders, aber eben doch vorhanden.
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Re: Russen dreimal so dreist wie vor Perestroika

Beitrag von Berlino10 »

Dietrich hat geschrieben:Vielleicht deshalb, weil es diesen Werteverfall in dem Maße gar nicht gibt, wenn solche Dinge doch schon tausende von Jahre alt sind. Bzw. der Werteverfall/die Exzesse in weniger neoliberalen Gesellschaften genauso existieren und nicht weniger schlimm sind. Teilweise vielleicht anders, aber eben doch vorhanden.
... da gibt es hier einen Thread, einen Eingangs-Artikel und Statistiken über Werteverfall und eine Vervielfachung der Verbrechenszahlen in Rußlands Bevölkerung ...
klar kann man das negieren und stattdessen eine einzelne Hinrichtung in Nordkorea dagegen setzen ... ja, auch Nero hat schon gemordet, bevor der Neoliberalismus erfunden war ... und jetzt?

Wissenschaftliche Basis - das, was für Dich Stammtisch links der Bar ist - ist längst zB die Mangelhypothese nach Maslow. Wer in Armut lebt und/oder hungrig ist, für den wird Nahrung/Unterkunft/Kleidung die allergrößte Priorität haben. Alle anderen Bedürfnisse wie Selbstverwirklichung oder soziale Akzeptanz oder gar das Wohl anderer werden in den Hintergrund treten und das ganze Streben wird darauf ausgerichtet sein, genug für sich zu Essen zu haben. Unstrittig sollte wohl sein, dass grosse Teile der Bevölkerung Rußlands in den 90er Jahren des ungezügelten Raubtier-Kapitalismus diese Erfahrungen machen mussten, und dies oft gar als Schock viele Millionen Russen bis heute prägt.

Zum anderen sollte ebenfalls klar sein, dass die grundlegenden Wertvorstellungen eines Menschen jene Bedingungen widerspiegeln, die in seiner Kindheit, Jugend- und frühen Erwachsenenzeit vorherrschend waren. Wer also in einer Situation existenziellen Mangels aufgewachsen ist, wird tendenziell eher materialistische Wertvorstellungen vertreten als jemand, der einen solchen Mangel nicht erfahren hat. Gleichzeitig ist unstrittig, dass der Neoliberalismus verstärkt auf die Kraft des Einzelnen setzt ("jeder ist seines Glückes Schmied"), Egoismus als Erfolgsfaktor verstärkt und gemeinschaftlich orientierte Werte verdrängt. Wenn man dann noch vor Augen geführt bekommt, dass nur derjenige Erfolg hat, der sich einen Scheiss um andere kümmert, Gesetze bricht, aktiv korrumpiert oder sich korrumpieren lässt - wie das in RUS ja alle Politiker und Oligarchen vorleben - dann ist der Wandel der Wertvorstellungen vom Gemeinsinn hin zu ungezügeltem Materialismus und Egoismus perfekt. Und auch der Respekt vor der Gesellschaft und ihrer Gesetze oder Werte zerstört - selbst bei satten Menschen wie Zumwinkel oder Hoeness.
Ich fühle mich selbst als Profiteur in einer Gesellschaft nicht wohl, die Menschen sterben, verarmen und verkommen lässt.
Aber sicher man darf seine Augen vor den Realitäten verschließen, besonders wenn die neoliberale Werteverseuchung schon so weit fortgeschritten ist.
Als Fan der Sozialen Marktwirtschaft wird mir das aber immer eine beklagenswerte Greul bleiben.
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manuchka
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Re: Russen dreimal so dreist wie vor Perestroika

Beitrag von manuchka »

@m1009: eine Cola bitte und Salzstangen dazu.
Du erntest, was du säst.
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