Gunnar hat geschrieben:Während auch die großen Westmedien ja nicht nur mit größtem Vergnügen Herrn Putin zerfleischen sondern auch gerne die eigenen Regierungsleute mit Haut und Haaren fressen, kann ich von solchen Tendenzen in Russland wenig bis gar nix erkennen. Das kann entweder daran liegen, dass die russischen Machthaber einfach so toll sind, dass es nichts auszusetzten gibt, oder dass es keine geeigneten Journalisten gibt, oder dass es sie gibt, ihnen aber durch direkten oder indirekten Druck untersagt wird, von der Linie abzuweichen ....
Es gibt schon solche Meinungen, siehe
http://news.ngs.ru/more/1702648. Interessant übrigens die Top-Kommentare darunter.
Natürlich werden solche Meinungen nicht offen gezeigt, sondern versteckt mit Verweis auf von Unbekannten aufgehängte Friedensplakate.
Tarasik hat geschrieben:Ich bin mir momentan unsicher aber ist es nicht so das der Russe noch keinen Fuß auf Ukrainischen Boden gesetzt hat bis auf Sewastopel, was ja bis 2042 Russisches Gebiet ist?
Diese Frage wird mir ebenso viel zu wenig von der deutschen Presse beleuchtet.
Aber dennoch ist die Frage - ebenso wie bei den Maidan-Demonstranten zuvor - woher diese Bürgerwehren diese Ausstattung haben? Und es sollen ja auch Fotos und Berichte existieren, welche eine echte russische Beteiligung an diesen Wehren zeigen.
Mich würde auch mal interessieren, was nun ein "ganz normaler Bürger" in Kiew über die Krim denkt. Wird auch nicht beleuchtet.
Das Agieren der deutschen Regierung finde ich übrigens sehr gut, inklusive Herrn Erler. Allein sein Satz: "Dass Putin die Militärmanöver in Westrussland, nahe der Grenze zur Ukraine, jetzt beendet und die Soldaten in die Kasernen zurückbeordert hat, kann man höchstens als kleines Zeichen in Richtung Westen werten. Solange sich die russischen Truppen auf der Krim nicht in den vertraglich vereinbarten Standort in Sewastopol zurückziehen, kann von Deeskalation keine Rede sein." zeigt, dass er sich der Legalität einer russischen Präsenz auf der Krim bewusst ist. Vollkommen korrekt finde ich seine Einschätzung: "Im Augenblick ist noch alles offen, auch weil wir noch immer nicht wirklich wissen, was eigentlich die russischen Ziele sind: Geht es eher um die Nicht-Anerkennung des Majdan oder tatsächlich um die Sicherung von Territorien? Wenn Russland mit militärischen Mitteln Grenzen verschieben will, wäre das ein eklatanter Verstoß gegen alle bestehenden Verträge mit der Ukraine und geltendes Völkerrecht. Auch der Weg über ein Referendum, das nach der ukrainischen Verfassung überhaupt nicht zulässig ist, wäre gegen das Völkerrecht, darin sind sich alle Völkerrechtler einig."
Ja, natürlich ist auch die Absetzung von J. mit denselben Argumenten fraglich - keine Frage. Aber dennoch bleibt die Frage: Wohin will Russland am Ende? Wohin will Europa?
Meine Frage in die Runde: Wo seht Ihr die Lösung für die Ukraine, unter Berücksichtigung der aktuellen Lage in Kiew und auf der Krim?