"Demokratischer Aufstand" in der Ukraine

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Berlino10
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Re: "Demokratischer Aufstand" in der Ukraine

Beitrag von Berlino10 »

harald63 hat geschrieben: Natürlich darf Russland seine vertraglich geregelten Basen schützen, aber halt im Rahmen der Abkommen. Klar waren Russen auf der Krim (oder überall in der Ukraine) verunsichert. Es gab aber bis jetzt keine Hinweise darauf oder Beweise dafür, dass ein systematisches Vorgehen gegen sie geplant war. Wenn besoffene ukrainische Nationalisten rumbrüllen rechtfertigt das keine Intervention.
Es ist für mich kein Diskurs wert, dass die militärische Aggression Putins auf der Krim berechtigt sein könnte. Sie ist es nicht.

Aber es besteht kein Grund zur Verdammung RUS.

Der Westen hat Mitschuld
* durch die Isolation RUS und deren Ausschluss aus den Verhandlungen um und mit der Ukraine - um die Integration hat RUS mehrfach vergeblich ersucht
* durch die aktive Förderung des Umsturzes
* durch die übereilte verlogene Akzeptierung der illegetimen Einseitigkeits-Regierung gegen die in der Friedensvereinbarung festgeschriebenen Regierung der Nationalen Einheit

RUS wurde zu Unrecht aus diesen politischen Prozessen ausgeschlossen, sowie die Russen in der Ukraine zu einseitigen Verlierern und Opfern des Umsturzes gemacht.
Dass Putin die Wieder-Einbindung militärisch betreibt, lehne ich ab. Aber der Westen hat hier eben die Mitschuld.
RUS konnte nicht zusehen, wie die Ukraine in EU, NATO integriert werden soll ... und dabei auch noch die Russen verarscht werden.
kamensky
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Re: "Demokratischer Aufstand" in der Ukraine

Beitrag von kamensky »

Lesenswerter Artikel und aus meiner Sicht auch unvoreingenommen

http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/eur ... y/26983664
ATTN @all: Ich bin weder der Verfasser noch ein Redaktionsmitarbeiter von der/den vorstehenden Verlinkung/en.
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Re: "Demokratischer Aufstand" in der Ukraine

Beitrag von Berlino10 »

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harald63
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Re: "Demokratischer Aufstand" in der Ukraine

Beitrag von harald63 »

Könnte man vielleicht mal damit aufhören, hier einfach nur Links auf Bilder und Videos zu posten, die nichts zur Erhellung beitragen sondern nur die Propaganda der eigenen Position unterstützen sollen? Das ist doch Kinderkram sich auf irgendwelche Schwarz-Weiß-Positionen zurückzuziehen. Die Situation ist komplex und weder sind USA/EU ganz unschuldig daran, noch ist es so, dass das ganze gezielt gesteuert war. Wenn man Völker mit ein bisschen Geld und Propaganda immer dahin bringen könnte, wo sie Geldgeber und Propagandisten haben wollen, warum geht dass dann anscheinend immer schief? Und warum machen die Russen nicht ein bisschen Gegenpropaganda etc und schon ist alles in Butter?
Die Russen haben 20 Jahre Zeit gehabt, die Ukraine zu einem guten Partner zu machen, aber warum sollte die russische Kleptokratie die ukrainischen Kleptokratie dazu bringen, Reformen vorzunehmen um das Volk hinter seine Regierung zu bringen?
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Re: "Demokratischer Aufstand" in der Ukraine

Beitrag von Berlino10 »

Deutschlandfunk
Interview mit dem österreichischen Politikwissenschaftler und Osteuropa- und Russlandexperten Gerhard Mangott
http://www.wirtschaftundgesellschaft.de ... d-mangott/
Heute früh hat Wolfgang Koczian im Deutschlandfunk ein Interview mit dem österreichischen Politikwissenschaftler und Osteuropa- und Russlandexperten Gerhard Mangott zur Krise auf der Krim geführt. Es hebt sich wohltuend vom echauffierten und einseitigen Journalismus einer Sabine Adler ab, die seit Monaten die Krise in der Ukraine mit Berichten, Kommentaren und in Diskussionsrunden für den Deutschlandfunk begleitet (siehe dazu hier und hier). Mangott analysiert nüchtern und versucht die Reaktion Putins zu erklären, ohne sie zu rechtfertigen. Dabei geht er auch noch einmal auf das Abkommen ein, das – unter anderem mit Hilfe des deutschen Außenministers – zwischen der Ukraine und Russland getroffen wurde, dann aber von Seiten der Ukraine gebrochen wurde – ohne dass die beteiligten Außenminister auf “westlicher” Seite dagegen Einspruch erhoben. Das Interview gibt es bisher leider nur zum Nachhören. Sobald es in schriftlicher Form erscheint, werden wir darauf aufmerksam machen. - See more at: http://www.wirtschaftundgesellschaft.de ... ITH7v.dpuf
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GIN
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Re: "Demokratischer Aufstand" in der Ukraine

Beitrag von GIN »

harald63 hat geschrieben:Könnte man vielleicht mal damit aufhören, hier einfach nur Links auf Bilder und Videos zu posten, die nichts zur Erhellung beitragen sondern nur die Propaganda der eigenen Position unterstützen sollen? Das ist doch Kinderkram sich auf irgendwelche Schwarz-Weiß-Positionen zurückzuziehen. Die Situation ist komplex und weder sind USA/EU ganz unschuldig daran, noch ist es so, dass das ganze gezielt gesteuert war. Wenn man Völker mit ein bisschen Geld und Propaganda immer dahin bringen könnte, wo sie Geldgeber und Propagandisten haben wollen, warum geht dass dann anscheinend immer schief? Und warum machen die Russen nicht ein bisschen Gegenpropaganda etc und schon ist alles in Butter?
Die Russen haben 20 Jahre Zeit gehabt, die Ukraine zu einem guten Partner zu machen, aber warum sollte die russische Kleptokratie die ukrainischen Kleptokratie dazu bringen, Reformen vorzunehmen um das Volk hinter seine Regierung zu bringen?
Diese Links sind Einzeleindrücke aus selbstgewählten Medien. Es sind No comments und jeder kann sich seinen Teil dazu denken. Ich halte sie für sehr wichtig in der heutigen Zeit um ein klareres Bild zu bekommen. Kinderkram, oder besser gesagt Vergangenheit für gesteuerte Menschen sind doch kommentierte Beschreibungen von komplexen Sachverhalten. Gerade dort steckt ja die Gefahr für eine Berichterstattung.
Gerade die Medienmonopole versuchen doch uns eine Meinung so durch ihre Kommentare zu vermitteln. Dagegen sind no comment links Einzeleindrücke und jeder kann aus der Info machen was er möchte. Ich denke jeder hat von uns hat ein Recht darauf
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Re: "Demokratischer Aufstand" in der Ukraine

Beitrag von GIN »

harald63 hat geschrieben:
Alex KA hat geschrieben:es gibt aber unterschied zwischen "Saddam und Amis" und "Russen in Krim" den in Krim leben Russen, und sie waren verunsichert wegen Umsturz in Kiew. Vielleicht wirklich bestand Gefahr dass in Krim ein Krieg ausbricht, jemand beginnt zu schießen, und wer begonnen hat wird niemand erfahren.. Und in Sewastopol befindet sich russische Militärbasis, die sollte mann auch absichern..
Wenn das nächste mal die Türken in Berlin verunsichert sind, darf dann auch das türkische Militär infiltrieren und die türkische Regierung drohen?
Natürlich darf Russland seine vertraglich geregelten Basen schützen, aber halt im Rahmen der Abkommen. Klar waren Russen auf der Krim (oder überall in der Ukraine) verunsichert. Es gab aber bis jetzt keine Hinweise darauf oder Beweise dafür, dass ein systematisches Vorgehen gegen sie geplant war. Wenn besoffene ukrainische Nationalisten rumbrüllen rechtfertigt das keine Intervention.
"gab aber bis jetzt keine Hinweise darauf oder Beweise dafür, dass ein systematisches Vorgehen gegen sie geplant war. Wenn besoffene ukrainische Nationalisten rumbrüllen rechtfertigt das keine Intervention"

Das hast Du sicherlich aus kommentierter Berichterstattung ;-) ?
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zimdriver
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Re: "Demokratischer Aufstand" in der Ukraine

Beitrag von zimdriver »

Dietrich hat geschrieben:Mit dem Georgien-Krieg sind die Russen 2008 durchgekommen, weil sie das Glück hatten, dass die Georgier auf die (andauernden) Provokationen reagiert hatten und zuerst geschossen haben....

reicht das nicht aus als Erklärung für den Georgien- Krieg?

Tagesschau ca. 2010
Eines scheint mittlerweile klar und dies bestätigt der Bericht der EU-Untersuchungskommission: Zwar gingen dem Kriegsbeginn zahlreiche Provokationen von Russland und den abtrünnigen Regionen voraus, aber den entscheidenden Befehl für die militärische Eskalation in der Nacht des 7. August 2008 gab Georgiens Präsident Michail Saakaschwili.

Wenig beachtet in der Diskussion um die Verantwortung für den Krieg wurde bislang die Rolle des Westens in der geostrategisch wichtigen Kaukasus-Region. Die großen internationalen Organisationen UNO, OSZE, NATO und die EU waren zumindest alle vor Ort. Doch im Westen schaute man lediglich zu, unterschätzte zum Teil die Lage und stellte sich zu sehr auf die georgische Seite, statt die Regierung in Georgien von einer Eskalation abzuhalten, kritisieren Experten.

Territoriale Integrität Georgiens als Saakaschwilis Lebensziel

Dabei war seit langem nicht nur das zwiespältige Engagement Russlands im Südkaukasus bekannt. Der nördliche Nachbar unterstützte die abtrünnigen Gebiete und verschärfte damit den Konflikt. Auch Saakaschwilis emotionales und aggressives Verhalten war kein Geheimnis. Vor seiner Amtseinführung im Januar 2004 erklärte er die Wiederherstellung der territorialen Integrität Georgiens zu seinem Lebensziel, wofür er das "Äußerste" tun werde.
... weshalb muss ich immer wieder an den Beginn der Kriege in Vietnam und im Irak denken?
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