Wer entdeckte schon die Krim?
Wer entdeckte schon die Krim?
Im Mai 2003 reiste ich erstmalig mit einem Visa der Ukraine auf die Halbinsel Krim.
Am Wochenende fand ich noch einige Papierbilder und Reiseerinnerungen...
Auf dem Nachimov Platz in Sewastopol und auf dem Sapun Berg etwas außerhalb der Stadt fanden Kranzniederlegungen anlässlich der Befreiung der Krim im Jahre 1944 satt. Die Kranzschleifen trugen die seit Anfang der 1990er Jahre gültigen Farben der Ukraine, blau und gelb und das weiß-blau-rot der russischen Trikolore.
Beide, nun unabhängige Staaten, gedachten ihrer gemeinsamen jüngsten Geschichte in der Zeit der Sowjetunion. Zeitzeugen berichteten von ihren Erlebnissen.
Im Reiseführer „Die Krim entdecken“, Trescher Verlag 2002, kann man auf Seite 39 zur Aufteilung der einstigen sowjetischen Schwarzmeerflotte lesen:
„Die Verträge geben der Russischen Föderation das Recht auf dem Territorium der Ukraine (Sevastopol sowie der Luftwaffenstützpunkt Gvardejskoe bei Simferopol) bis zu 25.000 Soldaten, 132 gepanzerte Fahrzeuge und 22 Flugzeuge zu stationieren...“
Eine beachtliche Zahl, meine ich. Wer kann genauere Angaben zum Flottenabkommen machen? Ich kann im Netz nichts finden.
Die Beziehungen zwischen Ukrainern, Russen und Krimtataren untereinander auf der Halbinsel ist eine weitere interessante Gegebenheit und lohnt sich, zu diskutieren.
Unabhängig von Nationalität oder Staatsbürgerschaft ( es gibt noch weitere Volksgruppen auf der Halbinsel) fragten mich die Krimbewohner bei meinen folgenden Reisen, warum ist das Interesse in „Europa“ an der Krim so niedrig? Warum verbringen die „Europäer“ ihren Urlaub nicht bei uns auf der Krim? Ich gebe diese Fragen einfach mal weiter ans Forum...
Am Wochenende fand ich noch einige Papierbilder und Reiseerinnerungen...
Auf dem Nachimov Platz in Sewastopol und auf dem Sapun Berg etwas außerhalb der Stadt fanden Kranzniederlegungen anlässlich der Befreiung der Krim im Jahre 1944 satt. Die Kranzschleifen trugen die seit Anfang der 1990er Jahre gültigen Farben der Ukraine, blau und gelb und das weiß-blau-rot der russischen Trikolore.
Beide, nun unabhängige Staaten, gedachten ihrer gemeinsamen jüngsten Geschichte in der Zeit der Sowjetunion. Zeitzeugen berichteten von ihren Erlebnissen.
Im Reiseführer „Die Krim entdecken“, Trescher Verlag 2002, kann man auf Seite 39 zur Aufteilung der einstigen sowjetischen Schwarzmeerflotte lesen:
„Die Verträge geben der Russischen Föderation das Recht auf dem Territorium der Ukraine (Sevastopol sowie der Luftwaffenstützpunkt Gvardejskoe bei Simferopol) bis zu 25.000 Soldaten, 132 gepanzerte Fahrzeuge und 22 Flugzeuge zu stationieren...“
Eine beachtliche Zahl, meine ich. Wer kann genauere Angaben zum Flottenabkommen machen? Ich kann im Netz nichts finden.
Die Beziehungen zwischen Ukrainern, Russen und Krimtataren untereinander auf der Halbinsel ist eine weitere interessante Gegebenheit und lohnt sich, zu diskutieren.
Unabhängig von Nationalität oder Staatsbürgerschaft ( es gibt noch weitere Volksgruppen auf der Halbinsel) fragten mich die Krimbewohner bei meinen folgenden Reisen, warum ist das Interesse in „Europa“ an der Krim so niedrig? Warum verbringen die „Europäer“ ihren Urlaub nicht bei uns auf der Krim? Ich gebe diese Fragen einfach mal weiter ans Forum...
«А ещё мир прекрасен потому, что можно путешествовать»
- Axel Henrich
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Re: Wer entdeckte schon die Krim?
... was ja in der jeweils gerade noetige Argumentation gerne mal verschwiegen wird ...Jenenser hat geschrieben:„Die Verträge geben der Russischen Föderation das Recht auf dem Territorium der Ukraine (Sevastopol sowie der Luftwaffenstützpunkt Gvardejskoe bei Simferopol) bis zu 25.000 Soldaten, 132 gepanzerte Fahrzeuge und 22 Flugzeuge zu stationieren...“
-ah-
Re: Wer entdeckte schon die Krim?
Ich denke es hat mehrere Gründe.
Zum Einen wäre die Servicewüste "Russland". Ob das auf die Krim übertragbar ist kann ich nicht beurteilen, weil ich noch nie da war, könnte es mir aber gut vorstellen.
Zum Anderen wäre da die gute Arbeit der Medien, der Feind im Osten etc., zu erwähnen.
Zum Einen wäre die Servicewüste "Russland". Ob das auf die Krim übertragbar ist kann ich nicht beurteilen, weil ich noch nie da war, könnte es mir aber gut vorstellen.
Zum Anderen wäre da die gute Arbeit der Medien, der Feind im Osten etc., zu erwähnen.
- Norbert
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Re: Wer entdeckte schon die Krim?
Ich war zweimal auf der Krim. Den Strand von Jalta fand ich wesentlich schöner als den Strand von Sochi. Das Hinterland rund um Bakchasarai fand ich traumhaft.
Negativ empfand ich, dass eine zeitlich mit mir anwesende Gruppe im Hotel vom Personal (Reinigungskräften) offensichtlich bestohlen wurden. Und das Thema Service-Wüste war zum Teil schon aktuell - ein wirklich zeitgemäßes Urlaubsziel kann einfach mehr bieten.
Negativ empfand ich, dass eine zeitlich mit mir anwesende Gruppe im Hotel vom Personal (Reinigungskräften) offensichtlich bestohlen wurden. Und das Thema Service-Wüste war zum Teil schon aktuell - ein wirklich zeitgemäßes Urlaubsziel kann einfach mehr bieten.
Re: Wer entdeckte schon die Krim?
Ich nehme mal an, ein Reiseziel wird dann zum Ziel für Massentourismus, wenn die großen Reiseveranstalter dies für gut befinden und entsprechend anbieten.
Offensichtlich ist die Krim nicht so gut fuer Massentourismus.
Als Individualreise ist es für die meisten Europäer zu aufwendig (obwohl man in letzter Zeit kein Visum mehr brauchte), schwierig wegen der Sprache und zu unbekannt.
Die Verantwortlichen auf der Krim muessten selbst Initiative aufbringen, Werbung machen, sowie andere Reiselaender es ja auch professionell machen.
Tun sie aber nicht, da die Krim eine ziemlich unfaehige und korrupte Regionalregierung hatte und in Zukunft noch schlimmer haben wird (siehe Abchasien).
Uebrigens war ich mal 1980 in Yalta - da war's noch was sehr besonderes fuer uns Wessis
Offensichtlich ist die Krim nicht so gut fuer Massentourismus.
Als Individualreise ist es für die meisten Europäer zu aufwendig (obwohl man in letzter Zeit kein Visum mehr brauchte), schwierig wegen der Sprache und zu unbekannt.
Die Verantwortlichen auf der Krim muessten selbst Initiative aufbringen, Werbung machen, sowie andere Reiselaender es ja auch professionell machen.
Tun sie aber nicht, da die Krim eine ziemlich unfaehige und korrupte Regionalregierung hatte und in Zukunft noch schlimmer haben wird (siehe Abchasien).
Uebrigens war ich mal 1980 in Yalta - da war's noch was sehr besonderes fuer uns Wessis
Re: Wer entdeckte schon die Krim?
Schlechter Service, zu hohe Preise, zu teure Tickets, zu viel GAISTEn auf der Strasse und zu viele russische Touristen im Land.
Mir hat Yalta nicht gefallen, muss aber sagen das war in den 90er Jahren und es gab diese Kupone als Währung die meine Taschen verstopfte.
Mir hat Yalta nicht gefallen, muss aber sagen das war in den 90er Jahren und es gab diese Kupone als Währung die meine Taschen verstopfte.
Re: Wer entdeckte schon die Krim?
Das Problem ist noch das Visum was du benötigst. Da ist für viele Europäer Spanien um einiges leichter zu erreichen.
Dazu glaube ich gibt es noch dieses schlechte Bild von Russland bei vielen. Das es keine wärme gäbe und sowas z.B was man halt alles bei einem Erholungsurlaub gerne hätte.
Kennt man ja z.B in den Filmen, egal wann und wo in Russland hauptsache es liegt haufenweise Schnee
Dazu glaube ich gibt es noch dieses schlechte Bild von Russland bei vielen. Das es keine wärme gäbe und sowas z.B was man halt alles bei einem Erholungsurlaub gerne hätte.
Kennt man ja z.B in den Filmen, egal wann und wo in Russland hauptsache es liegt haufenweise Schnee
- CSB_Wolf
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Re: Wer entdeckte schon die Krim?
Um noch mal ganz kurz auf Sochi zurück zu kommen, sehr viele Leute, auch jetzt nach der Olympiade, wissen mit dem Begriff "Sochi" gar nichts anzufangen und das man dort auch Urlaub machen kann, also in Deutschland ist das so. Mit der Krim ist das genau so
Die Russische Sprache ist auch noch ein Problem, zumal dort sehr wenige Leute English sprechen. Was mich allerdings wundert, das in der Ukraine viele Leute Deutsch sprechen.
Gruss
wolf
Gruss
wolf
- Sibirier
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Re: Wer entdeckte schon die Krim?
Es hängt natürlich auch von den Ai-Urlauben ab. Das bietet die Krim m. E. bisher nicht. Daher haben viele "Wessis" einfach die Angst, dass sie abgezockt werden....weil man die Sprache nicht kennt, andere Gesetze (obwohl die in der Türkei auch anders sind) und auch halt, dass viele Hotels nicht ihren eigenen Strandabschnitt haben....
Aber ich war noch nie da, möchte dort einfach mal hin, aber meine Frau ist bisher immer dagegen....Vielleicht organisiere ich demnächst dort mal ein Seminar für unsere Abteilung....
Aber ich war noch nie da, möchte dort einfach mal hin, aber meine Frau ist bisher immer dagegen....Vielleicht organisiere ich demnächst dort mal ein Seminar für unsere Abteilung....
Ha, Waschmaschine verarscht. Socken einzeln gewaschen....
- klaupe
- Zar/iza

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Re: Wer entdeckte schon die Krim?
Nach meiner Information waren es ca. 80 % ukrainische Staatsbürger.GIN hat geschrieben:Schlechter Service, zu hohe Preise, zu teure Tickets, zu viel GAISTEn auf der Strasse und zu viele russische Touristen im Land.
Ansonsten kann ich mich mit dem postsowjetischen Charme der Tourismuseinrichtungen nicht anfreunden. Historie ist ja manchmal ganz schön, aber in Maßen und dann sollte man auch die Einrichtungen besser restaurieren und technisch dem aktuellen Standard anpassen.
Ich denke da gerade mal an die Pracht in Karlsbad, die auch ein sehr "sowjet-nostalgisches" Erbe hatte.
Als professioneller Touristiker (i.R.) sieht man die Probleme weitaus deutlicher, weil man sich hinterher mit den Beschwerden der Reisenden auseinandersetzen muss. Da muss man die Prospekte so gestalten, dass es bei diesem "Abenteuerurlaub" keine einklagbaren Reklamationen mehr geben kann.
Dann überlässt man das Feld lieber den Individual- und Nostalgietouristen, die auf eigene Faust reisen und sich vor Ort mit den "Überraschungen" auseinandersetzen.
Bisher gab es das doch nicht. Ich reiste ohne Visum. Aber nun ist es visapflichtiges Russland und vermutlich noch weitaus "abenteuerlicher" als bis zum letzten Jahr.Tarasik hat geschrieben:Das Problem ist noch das Visum was du benötigst. Da ist für viele Europäer Spanien um einiges leichter zu erreichen.
Auch andere Länder haben das mit ähnlichen Voraussetzungen geschafft, wie z.B. Bulgarien, Rumänien. Da ist zwar auch nicht alles perfekt, aber der Preis stimmt und man hat auch da gut Deutsch gelernt, wo es was zu verdienen gibt.Sibirier hat geschrieben:Es hängt natürlich auch von den Ai-Urlauben ab. Das bietet die Krim m. E. bisher nicht. Daher haben viele "Wessis" einfach die Angst, dass sie abgezockt werden....weil man die Sprache nicht kennt, andere Gesetze (obwohl die in der Türkei auch anders sind) und auch halt, dass viele Hotels nicht ihren eigenen Strandabschnitt haben....
Zudem ist es für die Veranstalter ein enormes Problem, dort Verträge auszuhandeln, die zuverlässig eingehalten werden. Letztendlich haftet der (deutsche) Veranstalter und das dann wieder vor Ort einzuklagen ist nahezu unmöglich.
Aber ich denke mal, das wird ein Thema für die ferne Zukunft. Vorerst dürfte 'Tourismus' auf der Krim keine Rolle mehr spielen.