NZZ Artikel: "Putins Schuss in eigenen Fuss"

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Dietrich
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Re: NZZ Artikel: "Putins Schuss in eigenen Fuss"

Beitrag von Dietrich »

Zejtnot hat geschrieben:
klaupe hat geschrieben:[...]Andererseits bin ich guter Hoffnung, dass bei so einer Aktion Putin [...] von echt demokratischen Politikern abgelöst wird, die das Land und Volk und nicht sich selbst im Rampenlicht sehen wollen.
Das halte ich für vollkommen unwahrscheinlich. Weder gibt es diese Politiker, noch haben die weiten Teile des Volks einen Bedarf nach ihnen.
Diese Möglichkeit sehe ich (leider!) für Russland im Moment auch nicht mehr. Große Teile der jetzigen Machtelite haben sich bereits viel zu weit einbuddelt und hätten im Falle eines Machtwechsels (an wen auch immer sei mal außen vor) genau wie Janukovich nur die Chance, schnellstens möglichst viel Akten zu vernichten und dann abzuhauen. Nur wohin?
Also werden sie - wie Janukovich - bis zum allerletzten Moment "alles oder nichts" spielen, um einen demokratischen Machtwechsel zu verhindern. Zumindest einen, der nicht 100%tig von ihnen kontrolliert ist, was sich durch die Begriffe "demokratisch" und "Machtwechsel" aber ja bereits ausschließt.
"Each one hopes that if he feeds the crocodile enough, the crocodile will eat him last."
W. Churchill (1940)
Nikolaus
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Re: NZZ Artikel: "Putins Schuss in eigenen Fuss"

Beitrag von Nikolaus »

Zejtnot hat geschrieben:
klaupe hat geschrieben: Andererseits bin ich guter Hoffnung, dass bei so einer Aktion Putin entweder sehr schnell vernünftig wird (eher unwahrscheinlich) oder von echt demokratischen Politikern abgelöst wird, die das Land und Volk und nicht sich selbst im Rampenlicht sehen wollen. Das können sie dann blitzschnell erreichen, indem sie eine Politik einschlagen, die keine Sanktionen braucht. Vermutlich wäre das der größte Gewinn für Russland seit der Auflösung der CCCP.
Das halte ich für vollkommen unwahrscheinlich. Weder gibt es diese Politiker, noch haben die weiten Teile des Volks einen Bedarf nach ihnen.
Es kommt ja in letzter Zeit nicht so oft vor, aber da habe ich mal absolut den gleichen Eindruck wie Du, Zejtnot.
Unter meinen Kollegen und Bekannten in Russland gibt es wirklich niemanden, der so etwas fuer wuenschenswert und ueberhaupt fuer moeglich haelt.
@klaupe
Worauf begruenden sich eigentlich Deine doch recht ausfuehrlichen und vor allem entschiedenen Aussagen hier im Forum, die ja scheinbar durch keine Zweifel getruebt sind? Kann es sein, dass Du Dich im wesentlichen auf unsere westlichen Medien stuetzt? Ok, wenn man da ausdauernd sucht, kann man da ja auch unterschiedliche Standpunkte finden. :)
Sorry, aber Du hinterlaesst jedenfalls bei mir den Eindruck, als ob Du noch nie in Russland fuer einen nennenswerten Zeitraum gelebt hast, auf jeden Fall schon laenger nicht mehr.
Aber wie kann man denn so etwas schreiben, selbst unsere Medien halten sich doch da zurueck:
Schon jetzt sinkt der Aktienindex deutlich, der Rubel fällt ...
Seit einigen Wochen steigt alles; schau mal auf die russischen Indizes ...
Genau das ist es aber, was Putin das Genick brechen kann -- schon jetzt hat er ja mit der Innenpolitik massive Probleme, wenngleich durch Olympiade und Krim sein Stern etwas höher steht.
Mein Gott, er hat eine Zustimmungsquote von ueber 80%; selbst wenn die etwas sinkt ... Kein anderer Politiker findet in Russland aehnlichen Zuspruch, und aus der "Opposition" sowieso nicht. Oder glaubst Du an den Kleinkriminellen Navalny oder an den "Berufsjugendlichen" Nemzow (erinnert mich stets irgendwie an den FDJler Egon Krenz) oder an "Mischka-3%" Kasjanow ... ? :)
Ich geh' mal davon aus, dass Du nicht die Pussies gemeint hast ... :lol:
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klaupe
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Re: NZZ Artikel: "Putins Schuss in eigenen Fuss"

Beitrag von klaupe »

Zejtnot hat geschrieben:Das halte ich für vollkommen unwahrscheinlich. Weder gibt es diese Politiker, noch haben die weiten Teile des Volks einen Bedarf nach ihnen.
Das würde ja heißen, dass a) Russland mit Putin optimal bedient wäre, b) es sich keine Persönlichkeiten in der Position zeigen, die es besser machen könnten.
Ich persönlich finde das sehr traurig oder als Zeichen, dass die Regierung die Opposition voll im Griff hat.
Und sie sehen ja auch im TV, wohin Revolten wie in Kiew oder Syrien führen.
Ich weiß nicht, ob man das vergleichen kann. Da gibt es sehr unterschiedliche Voraussetzungen.
Selbst wenn man eher gelungene Beispiele wie Georgien nimmt - die Wahrnehmung ist ja selbst da über das russische TV, dass man Saakschwili nach einigen Jahren lieber wieder abgewählt hat.
Das soll in Demokratien vorkommen, dass man nach gründlichem Versagen nicht wiedergewählt wird. Auch Iwanischwili hat wohl gute Chancen, bei der nächsten Wahl abgelöst zu werden.
Manchmal muss man im Leben zwischen gutem Ruf und dem Vergnügen wählen und stellt fest, das der gute Ruf kein Vergnügen ist.
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Re: NZZ Artikel: "Putins Schuss in eigenen Fuss"

Beitrag von CSB_Wolf »

klaupe hat geschrieben: Ich persönlich finde das sehr traurig oder als Zeichen, dass die Regierung die Opposition voll im Griff hat.
Das ist doch bei uns in Deutschland genauso, oder kennst Du ausser den Linken eine Partei die in der Oposition ist :roll: Das Grüne gesockse lassen wir mal aussen vor, das sind sowieso alles Spinner :lol:

Gruss
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Re: NZZ Artikel: "Putins Schuss in eigenen Fuss"

Beitrag von klaupe »

CSB_Wolf hat geschrieben:Das Grüne gesockse lassen wir mal aussen vor, das sind sowieso alles Spinner :lol:
Das ist keine Basis, um sich sachlich zu unterhalten.
Manchmal muss man im Leben zwischen gutem Ruf und dem Vergnügen wählen und stellt fest, das der gute Ruf kein Vergnügen ist.
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Re: NZZ Artikel: "Putins Schuss in eigenen Fuss"

Beitrag von CSB_Wolf »

klaupe hat geschrieben:
CSB_Wolf hat geschrieben:Das Grüne gesockse lassen wir mal aussen vor, das sind sowieso alles Spinner :lol:
Das ist keine Basis, um sich sachlich zu unterhalten.
Kein Problem, ich mag die halt nicht, genau so wenig wie die Braunen, die Schwarzen oder die Roten 8)

Gruss
wolf
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Re: NZZ Artikel: "Putins Schuss in eigenen Fuss"

Beitrag von Berlino10 »

Dietrich hat geschrieben: um einen demokratischen Machtwechsel zu verhindern. Zumindest einen, der nicht 100%tig von ihnen kontrolliert ist, was sich durch die Begriffe "demokratisch" und "Machtwechsel" aber ja bereits ausschließt.
Es gibt diesen Wunsch in RUS gar nicht.

Es fällt hiesigen Demokraten anscheinend schwer zu akzeptieren,
dass nur 20% der Russen eine Demokratie nach unserem Vorbild wünschen.
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Re: NZZ Artikel: "Putins Schuss in eigenen Fuss"

Beitrag von klaupe »

CSB_Wolf hat geschrieben:
klaupe hat geschrieben:
CSB_Wolf hat geschrieben:Das Grüne gesockse lassen wir mal aussen vor, das sind sowieso alles Spinner :lol:
Das ist keine Basis, um sich sachlich zu unterhalten.
Kein Problem, ich mag die halt nicht,
Auch wenn die Grünen nicht die Partei meiner Wahl ist, sind 3.180.299 7 (Erststimmen) bzw. 3.694.057 (Zweitstimmen) der deutschen Wahlberechtigten anderer Meinung, also grob 7 - 8 % Gesoscks und Spinner in Deutschland?
....genau so wenig wie die Braunen, die Schwarzen oder die Roten 8)
Vermutlich mögen Sie nur sich selbst. Reicht aber noch nicht ganz aus, um Bundespolitik zu machen.
Manchmal muss man im Leben zwischen gutem Ruf und dem Vergnügen wählen und stellt fest, das der gute Ruf kein Vergnügen ist.
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Re: NZZ Artikel: "Putins Schuss in eigenen Fuss"

Beitrag von klaupe »

Berlino10 hat geschrieben:Es fällt hiesigen Demokraten anscheinend schwer zu akzeptieren, dass nur 20% der Russen eine Demokratie nach unserem Vorbild wünschen.
Wie sollten sie auch, sie haben ja noch nie Demokratie selbst erlebt.
Manchmal muss man im Leben zwischen gutem Ruf und dem Vergnügen wählen und stellt fest, das der gute Ruf kein Vergnügen ist.
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Re: NZZ Artikel: "Putins Schuss in eigenen Fuss"

Beitrag von Tuersteher Ivan »

CSB_Wolf hat geschrieben: Bei einem Angriff auf eines der Baltischen Länder durch Russland bin ich mir sicher das die Nato eingreifen würde
Es lebe Krieg! 8)
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