kamensky hat geschrieben:Angeblich sollen die Regionen Donezk, Luhansk und die Krim (vor der Annexion) zu den Hauptsubventionsempfängern von Kiew gezählt haben bzw. bis auf die Krim möglicherweise immer noch.
Das bestätigen sogar sehr seriöse Quellen.
Obschon man sehr oft lesen kann, dass es sich dabei um das industrielle Herzland der Ukraine handelt.
Wenn es um die Zahl vorhandener Anlagen geht und um den Dreck, den die in die Umwelt ablassen, dann hat es den Eindruck. Auf dem Sektor ist die "Produktion" enorm. Nach unseren Maßstäben wäre die radikale Lösung a la ex-DDR-Industrie angeraten: Abrissbirne und Planierraupe!
Mein Kollege jedoch dementiert dies stets und erzählt, dass die dortige Schwerindustrie, einst DIE Waffenschmiede der Sowjetunion, seit Jahren vor sich hinrostet.
Aus eigener Ansicht kann ich das nur bestätigen! Donezk ist zwar als Stadt bedeutend sauberer und attraktiver geworden, aber nur, weil die größten Dreckschleudern der Gegend inzwischen zusammengefallen sind und in den Ruinen nicht mehr produziert wird. Der Ruhm als wertvolles Industriezentrum wurde von der CCCP-Zeit übernommen, aber mit Ruhm alleine kann man kein Geld verdienen.
So sind sie dann auch der Meinung, dass diese ohne den ungeliebten ukrainischen Zentralstaat gar nicht (über) lebensfähig sind.
Wenn sie schlau sind, überlassen sie Putin diesen "Ruhm"
Ich selbst kann es nicht beurteilen, da ich lediglich in Kiew, Odessa und Mariupol war,...
Das sind ja fast die Perlen auf der ukrainischen Landkarte
Es ist schon ein Witz, dass der Osten immer so hochgehoben wird. Tatsächlich sind es da nur einzelne Unternehmen, die man heutigem Standard zurechnen kann. Stahl gibt es auf der Welt genug, allenfalls bei Panzerstahl gibt es noch einen Marktvorteil. Die Kohleförderung erinnert an Ruhrgebiet: Nur mit Subvention möglich. Allerdings ist die Überlebenschance der Bergarbeiter an der Ruhr deutlich höher. Mit den Turbinen für Hubschrauber ist es auch bald aus, denn Russland baut ein Werk in St. Petersburg.
Der andere Witz ist, dass der ukrainische Westen der Bauern und Landwirte so schräg angesehen wird. Dabei haben die bisher jede Menge produziert und mit Gewinn gerade an Russland verkauft. Die Investitionen (somit Subventionen) sind relativ niedrig und der Ertrag sehr beachtlich. Außerdem ist es auch ein für die EU interessantes Liefergebiet (Herkunftsgebiet). Auf die EU-Normen mit den geraden Gurken und Glitzerweizen könnte man sich in Jahresfrist umstellen.
Manchmal muss man im Leben zwischen gutem Ruf und dem Vergnügen wählen und stellt fest, das der gute Ruf kein Vergnügen ist.