Konkurrenz für EU: Putin ruft Eurasische Union ins Leben
Fast unbeachtet im Medienrummel und kaum mit Schlagzeilen der westlichen Medien belohnt, wurde am "Vatertag" endlich die Eurasischen Wirtschaftsunion ins Leben gerufen. Gratulation! Was lange währt wird endlich gut!
In Astana mit seiner imposanten, hochmodernen Skyline, wurde der 700-seitige Vertrag von "Vater" Wladimir Putin, dem weißrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko (böse Zungen nennen ihn den letzten europäischen Diktator) und Kasachstans Staatschef Nursultan Nasarbajew (auch nicht gerade antiautoritär) unterschrieben und gemeinsam gefeiert.
Die Ukraine, ursprünglich auch als Mitglied vorgesehen, fiel aus verständlichen Gründen leider aus. Eine sinnvolle Rolle als Brücke zwischen Ost und Wert traut man ihr nicht zu. Logisch, den im Moment sind die Augen und Ohren stramm nach Westen ausgerichtet.
Nach der Schlappe in China, wo Putin & Co. ziemlich sauber über den Tisch gezogen wurden, konnte er nun einen echten Erfolg verbuchen. In dem Trio gibt Russland zweifelsfrei den Ton an.
170 Mio. Verbraucher auf einem Land das erheblich größer ist, als die EU und Nordamerika zusammen mit enorme Rohstoffvorräten können in der Weltwirtschaft einen maßgeblichen Einfluss ausüben -- oder könnten, wenn die Produktivität einmal dem Weltniveau entspricht.
Nach dem Quasi-Zerfall der GUS ist das nun wieder ein Schritt in Richtung Einheit.



