Das Gorbatschowsche Dilemma

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kamensky
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Re: Das Gorbatschowsche Dilemma

Beitrag von kamensky »

Berlino10 hat geschrieben:Du leugnest bzw. nihilierst also - die selbst von der neoliberalen Presse verbreiteten Tatsache -
dass Bildungs- und Berufs-Chancen in DEU wieder viel, viel mehr von der Herkunft/Geldbeutel der Eltern abhängen?
Bezieht sich mein Bsp auf DEU?

Ich bin mir aber relativ sicher, dass in DEU betreffend Integration und die damit verbundenen Probleme einige Übereinstimmungen zu finden sind, welche ich auf die CH bezogen schon erwähnte.
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Haya
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Re: Das Gorbatschowsche Dilemma

Beitrag von Haya »

Moin Moin,

Lieber kamensky,
Solche Statistiken sind nur indirekt zu betrachten, denn überlege dir einmal die Erhebung. Bsp: Spanien hat eine grosse Anzahl von Nordafrikanischen Hilfskräften,
Für die dargestellte Statistik vollkommen irrelevant, da es eine irrelevante Minderheit ist, aber war ja klar, dass Du was daran auszusetzen hast.
Bsp. Beziehe ich mich auf die Realität in der CH, so ist ganz offensichtlich zu erkennen, dass sich Migrationskinder von tamilischen Familien eher selten zu den "schlechter Ausgebildeten" zählen
Ich hab eher die andere Sichtweise. Das bezeugen bspw. die zahlreichen Autohändler, Handyverkäufer, Marktschreier, Putzangestellte etc.
Dies bestätigt auch die Statistik aller RAV`s (Arbeitsämter) der Schweiz
Na, dann poste mir mal wenigstens 5 Links für diese These!

Gruß
Haya
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Re: Das Gorbatschowsche Dilemma

Beitrag von kamensky »

Haya hat geschrieben:Moin Moin,

Lieber kamensky,
Solche Statistiken sind nur indirekt zu betrachten, denn überlege dir einmal die Erhebung. Bsp: Spanien hat eine grosse Anzahl von Nordafrikanischen Hilfskräften,
Für die dargestellte Statistik vollkommen irrelevant, da es eine irrelevante Minderheit ist, aber war ja klar, dass Du was daran auszusetzen hast.
Bsp. Beziehe ich mich auf die Realität in der CH, so ist ganz offensichtlich zu erkennen, dass sich Migrationskinder von tamilischen Familien eher selten zu den "schlechter Ausgebildeten" zählen
Ich hab eher die andere Sichtweise. Das bezeugen bspw. die zahlreichen Autohändler, Handyverkäufer, Marktschreier, Putzangestellte etc.
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Na, dann poste mir mal wenigstens 5 Links für diese These!

Gruß
Haya
Na, dann poste mir mal wenigstens 5 Links für diese These!
Du hast aber nicht wirklich das Gefühl, dass du mir zu befehlen hast, was und wie viel ich zu machen habe? Beantrage bei deinem Ziehvater und Finanzier einen Handlanger! ;)

http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/i ... ta/01.html

http://blog.tagesanzeiger.ch/datenblog/ ... tslos-sind
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Re: Das Gorbatschowsche Dilemma

Beitrag von kamensky »

Haya hat geschrieben:Moin Moin,

Lieber kamensky,
Solche Statistiken sind nur indirekt zu betrachten, denn überlege dir einmal die Erhebung. Bsp: Spanien hat eine grosse Anzahl von Nordafrikanischen Hilfskräften,
Für die dargestellte Statistik vollkommen irrelevant, da es eine irrelevante Minderheit ist, aber war ja klar, dass Du was daran auszusetzen hast.
Bsp. Beziehe ich mich auf die Realität in der CH, so ist ganz offensichtlich zu erkennen, dass sich Migrationskinder von tamilischen Familien eher selten zu den "schlechter Ausgebildeten" zählen
Ich hab eher die andere Sichtweise. Das bezeugen bspw. die zahlreichen Autohändler, Handyverkäufer, Marktschreier, Putzangestellte etc.
Dies bestätigt auch die Statistik aller RAV`s (Arbeitsämter) der Schweiz
Na, dann poste mir mal wenigstens 5 Links für diese These!

Gruß
Haya
Das bezeugen bspw. die zahlreichen Autohändler, Handyverkäufer, Marktschreier, Putzangestellte etc.

Subjektive Sichtweise deinerseits und sicherlich auch noch regional bedingt. Ansonsten hast du bestimmt glaubwürdige Quellen für deine Aussage. Der Autohandel (vorwiegend von gebraucht Gebrauchten und Export) ist relativ stark in den Händen von Libanesen und Nationalitäten aus Ex Jugoslawien. Ein Besuch in verschiedenen Handyshops (Orange, Sunrise und Swisscom), wird auch dir die Augen öffnen bzw. bestätigen, dass das Personal vorwiegend eher aus den Ex jugoslawischen Staaten kommt, als aus Sri Lanka. Zu Marktschreier kann ich mich nicht äussern, da ich sehr sehr selten Besucher solcher bin und an Messen, sind mir Verkäufer/innen tamilischer Herkunft bis dato nicht aufgefallen. Putzangestellte/r hingegen findest du ein buntes Gemisch von Nationalitäten.
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Re: Das Gorbatschowsche Dilemma

Beitrag von Zejtnot »

Berlino10 hat geschrieben:Bild
Diese Statistik ist in meinen Augen zu kurz gedacht: Wenn man beispielsweise das Bildungsniveau eines Facharbeiters nach der Ausbildung bei der Deutschen Bahn und eines Hochschulabsolventen einer Университет Путей Сообщения, die mit der russischen Bahn verknüpft sind, vergleicht, dann ist das Wissen des deutschen Facharbeiters höher. Ich habe selbst in Diplomverteidigungen an den genannten Hochschulen gesessen - das hatte Niveau einer Kursarbeit in Deutschland. Und so etwas wie eine Fachausbildung kennt Russland de facto überhaupt nicht - aber dieses sehr gute deutsche Modell wird leider in allen Statistiken immer vergessen.

Aber Hurra, Russland hat 53 % Hochschulabsolventen!
Haya hat geschrieben:Die Lebensqualität in Russland ist um ein Vielfaches höher. Vielleicht haben Wir aber auch unterschiedliche Definitionen von Lebensqualität.
Ich war im Frühjahr in Orlando gewesen. Ein fettes XXX nach dem anderen. In Themenparks werden sie sogar an der Warteschlange mit ihren Rollatoren vorbeigelassen.
Komme Ich nach Ru. Ein Minirock nach dem anderen.
Und deswegen ist es ein Grund, das russische Gesellschaftsmodell zu wählen?

Übrigens, nach zehn Jahren in Russland stelle ich nun fest, dass die Zahl der Frauen mit nicht idealen Körperproportionen mit steigendem Wohlstand auch massiv angestiegen ist. Ein ganz normaler Prozess. Und umgedreht fällt mir auch bei jedem Besuch in Deutschland auf, dass auch in Sachsen die schönen Mädels auf den Bäumen wachsen.
Haya hat geschrieben:Von mir aus auch Deutschland: Ein Nachbar nach dem anderen will mir sagen, was Ich auf dem eigenen Gründstück richtig und falsch mache: "Sie dürfen das und jenes nicht und es soll so und so sein". In Ru.: "Mach doch was Du willst. Juckt mich nicht!"
Vor einigen Wochen wolltest Du uns doch noch erzählen, dass man in Russland dringend auf die Baunormen achten muss! Oder?
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Re: Das Gorbatschowsche Dilemma

Beitrag von kamensky »

@Zejtnot

Beruft man sich in Russland auf das Wort bzw. die Berufsbezeichnung "Manager" , dann sind die knapp 54% garantiert mehr als nur untertrieben.
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Re: Das Gorbatschowsche Dilemma

Beitrag von Berlino10 »

Zejtnot hat geschrieben:... - aber dieses sehr gute deutsche Modell wird leider in allen Statistiken immer vergessen.
Der Artikel behandelt diese Thematik .. sagt aber auch:
Das Bildungsniveau hat auch einen starken Einfluss auf das Einkommen. Dabei ist die Einkommenskluft zwischen Akademikern und ausschließlich beruflich ausgebildeten Fachkräften in den vergangenen Jahren weltweit erheblich gewachsen - besonders drastisch aber in Deutschland.
Im Jahr 2012 verdienten dem Bericht zufolge in Deutschland Hochqualifizierte 74 Prozent mehr als Erwerbstätige, die nach der Schule weder zur Universität noch zur Fachhochschule oder in einen Meisterkurs gegangen seien.
Im Jahr 2000 habe dieser Vorsprung lediglich 45 Prozent betragen.
Jochen
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Re: Das Gorbatschowsche Dilemma

Beitrag von Jochen »

kamensky hat geschrieben:@Zejtnot

Beruft man sich in Russland auf das Wort bzw. die Berufsbezeichnung "Manager" , dann sind die knapp 54% garantiert mehr als nur untertrieben.
Wieso untertrieben? Die anderen 46% sind doch die Top-Manager.
Plenken ist eine seltsame Sache . Es machen seltsame Leute , die große Angst haben , dass ihre Satzzeichen übersehen werden oder stolz darauf sind , überhaupt welche zu verwenden . Daher trennen sie dieses stets mit einem Leerzeichen vom Wort .
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Re: Das Gorbatschowsche Dilemma

Beitrag von kamensky »

Jochen hat geschrieben:
kamensky hat geschrieben:@Zejtnot

Beruft man sich in Russland auf das Wort bzw. die Berufsbezeichnung "Manager" , dann sind die knapp 54% garantiert mehr als nur untertrieben.
Wieso untertrieben? Die anderen 46% sind doch die Top-Manager.
Nee, kann doch nicht sein, da sich der Eine "Möchtegern" doch in Bergisch Gladbach befindet! Wieso den das und weshalb studiert der Russenpatriot nicht in angeblich seinem Heimatland?
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Haya
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Re: Das Gorbatschowsche Dilemma

Beitrag von Haya »

Moin Moin,

liebes kamensky,
Du hast aber nicht wirklich das Gefühl, dass du mir zu befehlen hast, was und wie viel ich zu machen habe?
Nein, habe Ich nicht. Freue mich dennoch, wenn Dich meine Gefühle interessieren. Ich werde Dich auf dem laufenden halten, sollte es sich was ändern ;)

Deine Links besagen genau das, was eigentlich schon elementar gesagt wurde. Prozentual gibt es mehr Arbeitslose bei den Migranten, als bei den Schweizern, denn die Statistik bezieht sich auf pro 1000.

Bsp. für Jan 2010:
Ausländer = 108,9
Schweizer = 121,3

Klingt mehr, gell!? Aber nur, wenn man vernachlässigt, dass die Ausländer (noch) ne Minderheit sind (8,2 Mio).
Rechne das mal prozentual auf die Gesamtheit und melde Dich dann gerne wieder ;)
Der Autohandel (vorwiegend von gebraucht Gebrauchten und Export) ist relativ stark in den Händen von Libanesen und Nationalitäten aus Ex Jugoslawien. Ein Besuch in verschiedenen Handyshops (Orange, Sunrise und Swisscom), wird auch dir die Augen öffnen bzw. bestätigen, dass das Personal vorwiegend eher aus den Ex jugoslawischen Staaten kommt, als aus Sri Lanka. Z
Eben! Alles minderwertige Arbeiten, wo man überwiegend Ausländer vorfindet.

Lieber Zejtnot,
Und deswegen ist es ein Grund, das russische Gesellschaftsmodell zu wählen?
U.a., denn solche Fettleibigkeit belegt gerade dafür, wie es um die Gesundheit der Menschen in Orlando steht. Mag sein, dass es in anderen Städten der USA anders ist.
Übrigens, nach zehn Jahren in Russland stelle ich nun fest, dass die Zahl der Frauen mit nicht idealen Körperproportionen mit steigendem Wohlstand auch massiv angestiegen ist.

Ich empfinde eher das Gegenteil. Hab eher das Gefühl, dass mit zunehmendem Wohlstand gerade die Frauen immer mehr wert auf ihr Äußeres legen.
Von mir aus auch Deutschland: Ein Nachbar nach dem anderen will mir sagen, was Ich auf dem eigenen Gründstück richtig und falsch mache: "Sie dürfen das und jenes nicht und es soll so und so sein". In Ru.: "Mach doch was Du willst. Juckt mich nicht!"
Vor einigen Wochen wolltest Du uns doch noch erzählen, dass man in Russland dringend auf die Baunormen achten muss! Oder?
Wie kommst Du jetzt eigentlich auf "Baunormen"? Hab Ich mich etwa explizit auf's Bauen bezogen?
Aber um die eine Antwort zu geben: JA!

Gruß
Haya
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