Wahlen in Weissrussland

Das Politische Forum ist nur für "Debattanten" und Gäste sichtbar. Wer mitdiskutieren möchte, der muss sich der Gruppe der Debattanten anschließen. Eine Mitgliedschaft kann per PN an die Administratoren beantragt werden.
Bephep

Beitrag von Bephep »

Vielleicht war gestern der erste April,da sind noch ganz andere Dinge geschrieben worden.
Passieren wird eh nix ausser ein paar Lippenbekentnissen.
Benutzeravatar
Xottabych
Zar/iza
Zar/iza
Beiträge: 1057
Registriert: 07 Nov 2005, 17:41
Wohnort: wechselnd

Beitrag von Xottabych »

Bephep hat geschrieben:Vielleicht war gestern der erste April,da sind noch ganz andere Dinge geschrieben worden.
Dachte ich auch kurz ;-) - aber bei einer Wochenzeitung...?
Edik

Beitrag von Edik »

Ragnar Schluchtmann hat geschrieben:
Edik hat geschrieben:Würden sich beide Staaten vereinigen, wären sicherlich viele Probleme gelöst.
Welche Probleme meinst Du denn? Den Schutz der gemeinsamen Staatsgrenze. Oder den gemeinsamen Kampf gegen inlaendische Terroristen (Opposition). Oder die Vereinigung im Kampf gegen die Landarmut.

Das glaubst du doch selbst nicht, oder?
Es gibt zum Beispiel kein Problem mehr mit diesem Milenkowitsch und die Weißrussen haben eine gesicherte Zukunft.
Und du glaubst doch wohol kaum, dass es Nachteile bringt, wenn sich Weißrussland sich mit einem starken Land, wie Russland vereinigt. Sie haben gesicherten Zugang zu russischen Ressourcen und Russland hat ein Land weniger zwischen sich und Mitteleuropa.
Benutzeravatar
Dietrich
Ehrenmitglied
Ehrenmitglied
Beiträge: 7830
Registriert: 25 Feb 2004, 13:54
Wohnort: Wiesbaden

Beitrag von Dietrich »

Edik hat geschrieben: Es gibt zum Beispiel kein Problem mehr mit diesem Milenkowitsch und die Weißrussen haben eine gesicherte Zukunft.
Und du glaubst doch wohol kaum, dass es Nachteile bringt, wenn sich Weißrussland sich mit einem starken Land, wie Russland vereinigt. Sie haben gesicherten Zugang zu russischen Ressourcen und Russland hat ein Land weniger zwischen sich und Mitteleuropa.
Das hoert sich aber eher wie "von Russland aufgesogen" an. Ob das die Weissrussen wirklich wollen? Ich glaube kaum!
Sportsfreund

Beitrag von Sportsfreund »

Edik

wer soll die neue Union "RU-BY" führen?
Putin? Warum Putin?
na, wer sonst!?- würde ein Russe fragen.
Warum dann nicht Lukaschenko?- dürfte wohl ein Weissrusse fragen.

Deine Antwort-
warum sollte nicht Lukaschenko die neue Union "RU-BY" führen?

Würdest Du Lukaschenko als russischen Staatsoberhaupt akzeptieren?
Warum sollten die Weissrussen Putin als Weissrussischen Staatsoberhaupt akzeptieren?
Benutzeravatar
Kultgrieche
Zar/iza
Zar/iza
Beiträge: 1292
Registriert: 14 Jan 2005, 09:29
Wohnort: Wiesbaden

Beitrag von Kultgrieche »

Habe mich die letzten Wochen in Russland viel mit Bekannten und Freunden über Lukaschenko und Putin unterhalten. Die meisten würden sofort Lukaschenko wählen und nicht Putin. Warum? Weil in Belarus Soldaten, Polizisten, Ärzte und Lehrer im Vergleich zum allg. Preisniveau und anderen Berufs-/Gehaltsgruppen anständige Gehälter bekommen. Und nicht wie in Russland, wo ein Buchhalter x-fach mehr verdient als ein Grundschullehrer, dessen Gehalt auf dem Niveau eines Trolleybus-Konduktors ist.
Edik

Beitrag von Edik »

Kultgrieche hat geschrieben:Habe mich die letzten Wochen in Russland viel mit Bekannten und Freunden über Lukaschenko und Putin unterhalten. Die meisten würden sofort Lukaschenko wählen und nicht Putin. Warum? Weil in Belarus Soldaten, Polizisten, Ärzte und Lehrer im Vergleich zum allg. Preisniveau und anderen Berufs-/Gehaltsgruppen anständige Gehälter bekommen. Und nicht wie in Russland, wo ein Buchhalter x-fach mehr verdient als ein Grundschullehrer, dessen Gehalt auf dem Niveau eines Trolleybus-Konduktors ist.
Das ist natürlich verständlich. In Russland regiert das Kapital. Aber ich habe immer noch die Hoffnung, dass sich das irgendwann legt. Zumindest steigen die Löhne mit den Jahren.

Warum man nicht Lukaschenko wählen sollte?

- Der Kerl ist auf der ganzen Welt unten durch.
- Der macht für mein Gefühl eine "etwas" harte Politik.
- Er würde die russische Wirtschaft sicherlich schwächen, in dem er versuchen würde sofort einen reinen Sozialstaat entstehen zu lassen. Ich bin kein Kapitalist (um himmels Willen), aber ich denke, dass Russland noch eine Zeit lang eine solche Schiene fahren muss, da sie das Einholen des Westens am besten fördert.
Sportsfreund

Beitrag von Sportsfreund »

Edik

glaubst Du, dass Lukaschenko deine Argumentation hören würde?
Die Russen (Weiss und nicht Weiss) "dürften" nur Kreuzchen an der vorgegebenen Stelle machen.
Bazka weiss was für Euch gut ist!

oder?
Benutzeravatar
Kultgrieche
Zar/iza
Zar/iza
Beiträge: 1292
Registriert: 14 Jan 2005, 09:29
Wohnort: Wiesbaden

Beitrag von Kultgrieche »

Edik hat geschrieben:Warum man nicht Lukaschenko wählen sollte?
- Der Kerl ist auf der ganzen Welt unten durch.
- Der macht für mein Gefühl eine "etwas" harte Politik.
Macht Bush genauso, und die Amis haben ihn trotzden/deswegen gewählt.

Und was den Sozialstaat angeht: Viele Russen sehnen sich danach. Die haben keine Lust auf russische-kapitalistische Ausbeutung, auf ukrainisches Chaos, sondern wollen anständiges Geld für anständige Arbeit. Solange der russische Ottonormalverbaucher wie ein Pferd ackern muss und nur mieses Geld dafür erhält, so lange wird auch Lukaschenko populär sein. Und die Meinung des Westens interessiert in Russland kein Schwein, genausowenig, wie hier die russischen Meinung einen interessiert.
Sollte Lukaschenko als Präsident der russisch-belarussischen Union hervorgehen, so wird er hier wieder zum good-guy. Schließlich braucht die EU Gas aus Russland. Der "Demorkrat" Turkmenbaschi wird ja hier auch hofiert. Der hat ja auch Gas. Lukaschenko nicht. Der eine wird gestreichelt, der andere gewatscht.
Benutzeravatar
Dietrich
Ehrenmitglied
Ehrenmitglied
Beiträge: 7830
Registriert: 25 Feb 2004, 13:54
Wohnort: Wiesbaden

Beitrag von Dietrich »

Kultgrieche hat geschrieben: Und was den Sozialstaat angeht: Viele Russen sehnen sich danach. Die haben keine Lust auf russische-kapitalistische Ausbeutung, auf ukrainisches Chaos, sondern wollen anständiges Geld für anständige Arbeit.
Anstaendiges Geld fuer anstaendige Arbeit nennt sich aber i.A. Kapitalismus. Einen Sozialstaat nicht-kapitalistischer Auspraegung gab es hier vor 1990 schon einige Jahrzehnte. Wieviel da fuer jeden uebrig blieb ist scheinbar nicht mehr allen im Gedaechtnis geblieben.
Das es in der russischen Variante des Kapitalismus unnoetig viele "Verlierer" gibt, ist durch die (niedrige) Zahl und (zu hohe) Qualitaet der "Gewinner" zu erklaeren. Und diese wenigen, aber Super-Reichen Gewinner gibt es, weil einfach der Staat den Kapitalismus noch nicht so im Griff hat. Und zwar in der Form "im Griff", dass es zwar nicht zuviele Regeln gibt, aber die Regelen die vorhanden sind, Missbrauch verhindern.
Und ausserdem durch die fehlende Substanz in Wirtschaft und Infrastruktur.

Einfach einen Sozialstaat auszurufen.... das klappt nicht mal so eben! Es muss auch immer noch welche geben, die das Geld erwirtschaften! Und zwar welche, die mehr erwirtschaften, als sie selber dafuer bekommen!

Solange immer noch 30% der jungen Maenner in irgendeiner Uniform durch die Staedte laufen und damit dem produzierenden Gewerbe vorenthalten werden, solange wird es Russland nie gelingen zum Westen aufzuschliessen. Dies ist zwar nur ein Grund von vielen, aber eben auch einer!
Antworten

Zurück zu „Politisches Forum“