Hochzeit in Kasachstan - Papiere

Du willst eine russisch-deutsche Ehe eingehen, die allgemeinen Tipps im Internet helfen Dir aber nicht mehr weiter? Oder Du bist schon russisch-deutsch verheiratet und hast einen guten Rat für andere binationale Ehen? Dann melde Dich hier zu Wort!

Moderator: Dietrich

Antworten
_RGP_
Zar/iza
Zar/iza
Beiträge: 289
Registriert: Freitag 6. Februar 2015, 15:01

Hochzeit in Kasachstan - Papiere

Beitrag von _RGP_ »

Hallo zusammen!

Wir wollen demnächst in Kasachstan heiraten, weshalb ich mich so langsam daran mache, die Papiere zusammenzusammeln.

Jetzt wundere ich mich, daß mir vom hiesigen Standesamt gesagt wurde, für das Ehefähigkeitszeugnis müsse ich auch eine Geburtsurkunde und einen wie auch immer gearteten Ledigkeitsnachweis meiner verlobten vorlegen.
Ist das nach eurem Kenntnisstand korrekt, und hatten wir da am Telefon evtl. ein Mißverständnis?
Benutzeravatar
Norbert
Globaler Moderator
Globaler Moderator
Beiträge: 13154
Registriert: Freitag 30. Juni 2006, 11:25
Wohnort: Nowosibirsk, Dresden
Kontaktdaten:

Re: Hochzeit in Kasachstan - Papiere

Beitrag von Norbert »

Das ist korrekt und genau das Problem beim Ehefähigkeitszeugnis. Es wird quasi geprüft, dass Du zu dieser Ehe fähig bist, sprich nicht der dritte Ehemann deiner Schwester werden möchtest.
_RGP_
Zar/iza
Zar/iza
Beiträge: 289
Registriert: Freitag 6. Februar 2015, 15:01

Re: Hochzeit in Kasachstan - Papiere

Beitrag von _RGP_ »

Bei mir leuchtet mir das ein, aber entsprechendes auch von der Verlobten?
Die spielt doch zu diesem Zeitpunkt für das deutsche Amt keine Rolle..
Benutzeravatar
Bluewolf
Zar/iza
Zar/iza
Beiträge: 712
Registriert: Donnerstag 25. November 2010, 14:18
Wohnort: Karlsruhe/ N.N.
Kontaktdaten:

Re: Hochzeit in Kasachstan - Papiere

Beitrag von Bluewolf »

Bei uns wurde es auch explizit verlangt. Für das deutsche Amt ist das ein Nachweis, dass auch auf ausländischer Seite die Voraussetzungen für eine Ehe geprüft wurden.
Benutzeravatar
Norbert
Globaler Moderator
Globaler Moderator
Beiträge: 13154
Registriert: Freitag 30. Juni 2006, 11:25
Wohnort: Nowosibirsk, Dresden
Kontaktdaten:

Re: Hochzeit in Kasachstan - Papiere

Beitrag von Norbert »

_RGP_ hat geschrieben: Freitag 24. September 2021, 11:40Bei mir leuchtet mir das ein, aber entsprechendes auch von der Verlobten?
Die spielt doch zu diesem Zeitpunkt für das deutsche Amt keine Rolle..
Doch, genau wegen den genannten Details: Es wird geprüft, ob die konkrete (!) Ehe nach deutschem Recht gültig ist - und dafür wird geprüft, dass der künftige Ehepartner nicht verheiratet ist und nicht verwandt ist. Nicht in allen Ländern ist dies ein Ausschlusskriterium, aber nach deutschem Recht würde man für so eine Ehe nicht befähigt. Und genau das sagt aber das Zeugnis aus.
_RGP_
Zar/iza
Zar/iza
Beiträge: 289
Registriert: Freitag 6. Februar 2015, 15:01

Re: Hochzeit in Kasachstan - Papiere

Beitrag von _RGP_ »

Ich danke euch! :D

Weitere Fragen folgen bestimmt. :oops:
Nopper
Pfadfinder/in
Pfadfinder/in
Beiträge: 38
Registriert: Donnerstag 13. Juli 2017, 22:43

Re: Hochzeit in Kasachstan - Papiere

Beitrag von Nopper »

Ich habe es schon einmal hier im Forum geschrieben, das wichtigste am Ende ist immer der Standsbeamte, wenn in Deutschland geheiratet werden soll. Denn viele Dokumente sind nur 3 Monate für eine Hochzeit gültig. Wenn dieser vorher alles genau prüft, absegnet und zur Bezirksregierung schickt klappt es reibungslos. Der Teufel liegt da leider im Details. Vor allem sollte man sich schon vorher nach einem zugelassen Übersetzter erkundigen, den die zuständige Bezirksregierung für die Dokumente aus Kasachstan anerkennt. Was man braucht bekommt man schon gesagt, nur am Ende muss es auch alles zusammenpassen. Nur ein falscher Punkt oder Komma und schon hat man da ein Problem- Das kann dann viel Zeit und Kosten verursachen......
_RGP_
Zar/iza
Zar/iza
Beiträge: 289
Registriert: Freitag 6. Februar 2015, 15:01

Re: Hochzeit in Kasachstan - Papiere

Beitrag von _RGP_ »

[welcome]

Um hier noch das Ende der Geschichte zu schreiben:

Bei den Standesämtern auf beiden Seiten war man sehr entspannt. Ein Informationsgespräch mit einer mehr als netten Beamtin, mehrere Emails mit einer anderen, die schnell und hilfreich antwortete...besser hätte es da nicht laufen können.

Zeitlich war alles ein wenig knapp. Dokumente von KAZ nach DEU, nach angeblicher Zustellung nichts im Briefkasten, 2 Tage voller Streß und Befürchtungen später dann doch da.
Übersetzer vor Ort war schwierig, aber dann doch jemanden gefunden (und zu zivilen Preisen) der eigentlich Ukrainisch und Russisch übersetzt (andere hatten wegen der kasachischen Dokumententeile und Stempel abgelehnt), und das gemacht hat. Wurde auch alles akzeptiert.
Apostille dann mehr oder weniger in letzter Minute, und das auch nur nach Anruf. Die Dame, die dort zuständig war, erzählte mir das coronabedingt statt 4 Leuten, die das sonst machen, seit einiger Zeit nur sie dort sitzt, und entsprechend einen Berg von Papieren vor sich hat. Sie hat sich meins rausgesucht, und umgehend zurückgeschickt. War Tage vor Abreise bei mir.

Das Visum wurde auch erst 2 Tage vorher ausgestellt. Ich habe es dann sicherheitshalber selbst bei der Visaagentur abgeholt.

Reise entspannt, außer daß ich versehentlich schwarz zum Flughafen gefahren bin, weil es im Zug kein Internetempfang gab, und ich vorher vergessen hatte zu lösen...erstmals wurde ich in diesem Zug aber nicht kontrolliert :lol:


In Karaganda dann direkt am Montag zum Amt, und statt einer Diskussion, warum wir den vorgeschriebenen Monat Wartezeit nicht einhalten können, fragte die Dame dort gleich, wann wir denn heiraten wollten. Termin für 2 Wochen später festgezurrt, Festsaal bestellt, Arrangements für Essen und Feier getroffen, und anschließend eine Woche nach Almaty gereist (bevor dort einen Monat später Chaos herrschte).
In Almaty Ringe und Brautkleid gekauft, einige Dinge besucht, gut gegessen, und dann wieder zurück.

29.11. - Frühs aufs Amt, Papiere unterschrieben - verheiratet [ole]
Ein paar Tage genossen, letzte Vorbereitungen getroffen, Schwiegermutters überschwengliche Freudenbekundungen genossen :lol:

5.12. - 2 Limousinen für ein paar Freunde, Schwager und etliche Cousins und Cousinen, Fahrt durch die Stadt mit Photostopps, und dann ab zur Feier :alc:

Leider geht das Visaprozess zur schleppend voran. Nachdem sich lange nichts getan hat, haben wir vor knapp 2 Wochen auf Nachfrage zumindest vom Auswärtigen Amt endlich die Bestätigung, daß der Antrag nach Deutschland weitergeleitet wurde. Von der hiesigen Ausländerbehörde kommen leider nur knappe Antworten, man werde mich benachrichtigen, sobald...blabla..., aber noch passiert nichts. [frust]

Was tun?
Den hiesigen MdB mal anschreiben?
Weiter nachfragen?
Einfach Zähne zusammenbeißen und aussitzen, weil es eh allen Zuständigen am A*** vorbeigeht?
Benutzeravatar
Tonicek
Zar/iza
Zar/iza
Beiträge: 1061
Registriert: Sonntag 4. Juni 2017, 20:07
Wohnort: Grosny - Tschetschenien

Hochzeit in Kasachstan - Papiere

Beitrag von Tonicek »

Norbert hat geschrieben: . . . Es wird quasi geprüft, dass Du zu dieser Ehe fähig bist, sprich nicht der dritte Ehemann deiner Schwester werden möchtest.
Komisch - kann ich nicht verstehen?
Mein Vater - [Baujahr 1920 made in Bohemia] - war 8 x verheiratet - und NIE hat irgend jemand nach irgendwelchen Zeugnissen gefragt - was läuft hier schief?
_RGP_
Zar/iza
Zar/iza
Beiträge: 289
Registriert: Freitag 6. Februar 2015, 15:01

Re: Hochzeit in Kasachstan - Papiere

Beitrag von _RGP_ »

Hallo zusammen!

Nach einer gefühlten Ewigkeit hatte ich vorletzte Woche meinen Termin bei der hiesigen Ausländerbehörde, wo ich zu meiner Überraschung wirklich nur 2 ausgefüllte Vordrucke (Vermieterbescheinigung und einen Schriebs meiner Krankenkasse, daß meine Frau familienversichert werden kann) abgeben muß. Am nächsten Tag erfolgte die Rückmeldung von der Botschaft in Astana, daß das Visum bewilligt wird.

Hätte man mir hierzulande nicht schon vor Wochen sagen können, was man braucht, um da wenigstens die Zeit zu sparen? :evil:
Aber sei es drum.
In Kasachstan sind noch ein paar Behördengänge nötig, und ein paar Angelegenheiten zu ordnen, und Ende Mai ist meine bessere Hälfte endlich hier. [ole]

Braucht man hierzulande dann für die Aufenthaltserlaubnis noch irgendwelche zusätzlichen Sachen außer dem Paß mit dem Visum?
Ich habe online nur den Ablauf gefunden: Vermieterbescheinigung --> Anmeldung beim Einwohnermeldeamt --> Ausländeramt
Antworten

Zurück zu „#Partnerschaft | #Ehe“