Bobsie hat geschrieben: 20 Jun 2022, 12:16
Stalin hat es aber verstanden, den (Hitler)deutschen Truppen Einhalt zu gebieten und sie aus der Sowjetunion zurückzudrängen. Und jetzt komm Du mir nicht mit dem Ami und der Westfront, das war viel später.
Und vergiss bitte nicht die deutschen Konzentrationslager und die Millionen Menschen, die darin umgebracht wurden. Das war nicht Stalin. Das waren Deutsche!
In unserer deutschen vergangenheit gibt es genauso viel Dreck wie in der Russischen!
Natürlich gab es in der deutschen Vergangenheit viel "Dreck". Man denke nur an den Holocaust oder den Angriffskrieg gegen die Sowjetunion, welcher von den Nazis als Vernichtungskrieg bezeichnet wurde. Deutschland hat in der Zeit des sog. Dritten Reichs millionenfachen Mord auf dem Gewissen.
Aber Deutschland (die BRD) ist mit seiner verbrecherischen Geschichte nach dem 2. Weltkrieg ganz anders umgegangen als die Sowjetunion bzw. die RF.
In D. hat man Reue gezeigt und sich von der schrecklichen Vergangenheit distanziert. Nach einer Phase der Verdrängung dieser Verbrechen wurden in D. diese juristisch aufgearbeitet und viele Straftäter verurteilt. Deutschland wurde sich seiner Schuld bewusst und ein eigenen Nationalismus durfte bzw. sollte es nicht mehr geben.
Ich frage dich, wie ist die Sowjetunion bzw. die RF mit ihrer verbrecherischen Vergangenheit umgegangen? Nachdem Chruschtschow die Verbrechen während der Stalinzeit angeprangert hatte, was geschah danach? Wurden diese Verbrechen jemals richtig aufgearbeitet?
Stattdessen gibt es insbesondere seit der Putinzeit wieder einen Glauben an die glorreiche Vergangenheit Russlands.Welche glorreiche Vergangenheit denn? Gibt es überhaupt eine, welche nicht durch Blut und Schwert und andere Grausamkeiten erkämpft wurde?
In meinen ist das ein übersteigerter heuchlerischer Nationalismus, welcher durch nichts gerechtfertigt ist.
