Lage der russischen Wirtschaft
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paramecium
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Lage der russischen Wirtschaft
Hallo zusammen,
ich bin heute über ein Video von Torsten Heinrich gestolpert, in welchem er aus meiner Sicht sehr differenziert über die Lage der russischen Wirtschaft (inklusive Schattenwirtschaft, Sanktionsumgehungen, Rohstoffexporte in "freundliche" Staaten, Arbeitsmarkt ect.) spricht. Den reißerischen Titel mal außen vorgelassen, ist das bisher die beste Zusammenfassung die ich zum Thema gesehen habe. Klare Empfehlung.
https://youtu.be/ULdUWKqVFnU?si=rOYpDD7ioTIC5MjD
ich bin heute über ein Video von Torsten Heinrich gestolpert, in welchem er aus meiner Sicht sehr differenziert über die Lage der russischen Wirtschaft (inklusive Schattenwirtschaft, Sanktionsumgehungen, Rohstoffexporte in "freundliche" Staaten, Arbeitsmarkt ect.) spricht. Den reißerischen Titel mal außen vorgelassen, ist das bisher die beste Zusammenfassung die ich zum Thema gesehen habe. Klare Empfehlung.
https://youtu.be/ULdUWKqVFnU?si=rOYpDD7ioTIC5MjD
- Lonya Grelik
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Re: Lage der russischen Wirtschaft
Bin hier in Kaliningrad und kann den Link leider nicht öffnen, deshalb ist mir eine Stellungsnahme unmöglich, sorry
Und wenn du glaubst es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein Lichtlein her...
Re: Lage der russischen Wirtschaft
Danke! Haette ich wohl nicht gefunden, auf Youtube.
Letztendlich eine Beschreibung des unmittelbar bevorstehenden Kollaps der Russischen Föderation unter (fast) ausschließlicher Verwendung von Daten und Informationen , die von Organisationen ausserhalb der RF gesammelt wurden. Was sicher nicht unbedingt negativ zu bewerten ist.
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- Wladimir30
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Re: Lage der russischen Wirtschaft
Nun, also als "sehr differenziert" würde ich diesen Beitrag nun wirklich nicht sehen. Es wird aus deutscher Sicht mit deutschem Verständnis, was wie funktionieren soll, eine Wirtschaft, von außen beurteilt, wobei die Ansicht dessen, was gut und richtig ist, wird auf Bsis von westlichen Vorstellungen begründet wird. "Verstaatlichung ist schlecht" ist ein typisches Brispiel. Wenn Betriebe von privat organisierten mafiaidentischen Strukturen beherrscht werden, die deutlich nicht gesetzeskonforme Ziele verfolgen, was soll der Staat sonst machen? Oder die Aussage, dass Sozialausgaben des Staates für die Finanzierung des Krieges gekürzt wurden, stimmt einfach nicht. Dass ein Drittel der russischen Raffinerien außer Betrieb sind aufgrund der Drohnenangriffe, stimmt auch nicht. Viele sind beschädigt, ja, aber nicht zerstört. Große Infrastrukturprojekte laufen im Gegensatz zu den Aussagen des Autors weiter, Ölpipelines, Schnellstraßen, die diesen Namen auch verdienen, werden weiter gebaut, regionale Straßen werden ebenfalls regelmäßig in Stand gehalten und auch neue gebaut. Von der Stagnation ist kaum etwas zu merken. Wenn man sich anschaut, wieviel Lkws auf den Straßen unterwegs sind, hin und her, und es werden immer mehr, Stromverbrauch im Lande steigt (wohl kaum durch vermehrt laufende Waschmaschinen), und das alles nur auf die Kriegsmaschinerie zu schieben? Warum werden immer mehr Autos registriert, wobei der Anteil der chinesischen Autos sprunghaft ansteigt (VW und Konsorten haben ja entschieden hier nicht mehr aktiv zu sein), das alles spricht nicht gerade für Stagnation.
Wenn schon die wirtschaftliche Lage diskutiert wird, sollte auf die Ausgangslage eingegangen werden, und zwar die Knebelverträge durch die Amerikaner aus den 90er Jahren, die Russland als erstes nach dem Zusammenbruch der UdSSR in die westliche Wirtschsftsordnung hineingepreßt haben, aus denen Russland sich immer noch nicht befreien kann. Die Abhängigkeit der russischen Zentralbank, die ihre Entscheisungen seither eben nicht autonom treffen darf, die Bindung an den Dollar bei Exporten etc, dieses System wird langsam aufgebrochen und neue, eigene Wege werden begangen. Das Abwenden vom Westen als Wirtschafts- und Handelspartner und die Hinwendung an den Globalen Süden schreitet immer weiter voran, größteneils ignoriert vom Westen. Die direkte Folge dieser Entwicklung ist ein erbitterter innerrussischer Kampf zwischen den Zöglingen des westlichen Finanzsystems (die Chefin der Zentralbank als deutlichstem Vertreter wie auch das Finanzminsterium auf der einen Seite und Gruppierungen, die patriotisch gestimmt sind und Russland dazu bringen wollen, seinen eigenen Weg finden und gehen zu lassen (mit Putin als sichtbarstenm Verteter und dem Ministerpräsidenten als intelligentem Macher). Dieser Kampf manifestiert sich deutlich erkennbar mittels verschiedener Hebel wie z.B. der Leitzins oder die Steuern, die beide die russische Wirtschaft ganz erheblich beeinflussen, die Finanzierung oder eben das Entsagen von Finanzierungen von Projekten, die der russischen Wirtschaft auf die Beine helfen sollen. Hier ist der Hauptgrund zu sehen, warum sich die Wirtschaft nur langsam entwickelt, der Kampf um die wirtschaftliche und damit die politische Macht hemmt die Entwicklung. Und der Westen als Hintermänner der russischen finanzpolitischen Eliten hat natürlich keinerlei Interesse daran, dass Russland selbständig und stark wird.
Ohne nun eine Vorlesung über dieses Thema halten zu wollen, halte ich den verlinkten Beitrag für bestellt, um in das selbe Horn zu blasen, wie die Politik und das Militär: Russland steht kurz vor dem unabwendbaren Kollaps. Der Grund für derartige Propaganda, die sich nur sehr vage an Fakten hält und vieles bei der Diskussion einfach unter den Tisch fallen läßt ist klar. Aber das wird ein anderes großes Fass, das wir lieber nicht aufmachen sollten.
Wenn schon die wirtschaftliche Lage diskutiert wird, sollte auf die Ausgangslage eingegangen werden, und zwar die Knebelverträge durch die Amerikaner aus den 90er Jahren, die Russland als erstes nach dem Zusammenbruch der UdSSR in die westliche Wirtschsftsordnung hineingepreßt haben, aus denen Russland sich immer noch nicht befreien kann. Die Abhängigkeit der russischen Zentralbank, die ihre Entscheisungen seither eben nicht autonom treffen darf, die Bindung an den Dollar bei Exporten etc, dieses System wird langsam aufgebrochen und neue, eigene Wege werden begangen. Das Abwenden vom Westen als Wirtschafts- und Handelspartner und die Hinwendung an den Globalen Süden schreitet immer weiter voran, größteneils ignoriert vom Westen. Die direkte Folge dieser Entwicklung ist ein erbitterter innerrussischer Kampf zwischen den Zöglingen des westlichen Finanzsystems (die Chefin der Zentralbank als deutlichstem Vertreter wie auch das Finanzminsterium auf der einen Seite und Gruppierungen, die patriotisch gestimmt sind und Russland dazu bringen wollen, seinen eigenen Weg finden und gehen zu lassen (mit Putin als sichtbarstenm Verteter und dem Ministerpräsidenten als intelligentem Macher). Dieser Kampf manifestiert sich deutlich erkennbar mittels verschiedener Hebel wie z.B. der Leitzins oder die Steuern, die beide die russische Wirtschaft ganz erheblich beeinflussen, die Finanzierung oder eben das Entsagen von Finanzierungen von Projekten, die der russischen Wirtschaft auf die Beine helfen sollen. Hier ist der Hauptgrund zu sehen, warum sich die Wirtschaft nur langsam entwickelt, der Kampf um die wirtschaftliche und damit die politische Macht hemmt die Entwicklung. Und der Westen als Hintermänner der russischen finanzpolitischen Eliten hat natürlich keinerlei Interesse daran, dass Russland selbständig und stark wird.
Ohne nun eine Vorlesung über dieses Thema halten zu wollen, halte ich den verlinkten Beitrag für bestellt, um in das selbe Horn zu blasen, wie die Politik und das Militär: Russland steht kurz vor dem unabwendbaren Kollaps. Der Grund für derartige Propaganda, die sich nur sehr vage an Fakten hält und vieles bei der Diskussion einfach unter den Tisch fallen läßt ist klar. Aber das wird ein anderes großes Fass, das wir lieber nicht aufmachen sollten.
Nach dem Kaffee ist vor dem Kaffee
Re: Lage der russischen Wirtschaft
Ronzheimer, ARD und ZDF stossen letztendlich ins selbe Horn, in den letzten 3 Tagen. Man gibt der Diktatur Russlands vielleicht bis Ende 2026. Spaetestens 2027 ist Russland am Ende und das Russische Volk erhebt sich gegen den Fürst der Finsternis. Vorausgesetzt, man klopft die Belgier weich und verschaerft endlich die Sanktionen. Einen Frieden darf es zum jetzigen Zeitpunkt nicht geben, Putin wird ihn brechen wie schon die Minsker Vereinbarungen (G. Gressel 25.11.2025). Und Panzer! Die Ukraine braucht dringend mehr Panzer. Das bei gepanzerten Fahrzeugen (von beiden Seiten) die Halbwertszeit inzwischen in Minuten gemessen wird, scheint ausgeblendet.
Nun hat sich Orban auch noch angekuendigt, am 29.11. soll es ein Treffen in Moskau geben.
Nun hat sich Orban auch noch angekuendigt, am 29.11. soll es ein Treffen in Moskau geben.
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Re: Lage der russischen Wirtschaft
Die Videos vom Heinrich schaue ich gelegentlich und fand Sie auch interessant. Den oben verlinkten Beitrag hatte ich neulich nach wenigen Minuten ausgemacht. Ich weiß garnicht mehr warum aber ich hatte keinen guten Eindruck. Vielleicht schaue ich nochmal rein. Und ja „die Europäer“ wollen jahrelang nicht reden und nun doch mitreden. Lächerlich alles…
помню айнц цвай полицай. все там с ума сходили. Под самогон...
Re: Lage der russischen Wirtschaft
Mein Eindruck ist eher, dass das Abwenden des Westens eine bewusste politische Entscheidung ist, auch Sanktionen genannt. Die Hinwendung zu dem Globalen Süden wäre dann eher die logische Folge dieser Politik und keine Wunschentscheidung.Wladimir30 hat geschrieben: 26 Nov 2025, 13:40 Das Abwenden vom Westen als Wirtschafts- und Handelspartner und die Hinwendung an den Globalen Süden schreitet immer weiter voran, größteneils ignoriert vom Westen.
Das impliziert, dass die Zentralbankchefin in Deiner Wahrnehmung keine Patriotin, das Staatsoberhaupt aber ein Patriot sei? Meine Wahrnehmung ist genau entgegengesetzt, zumindest wenn man schaut, wer zum Wohle Russlands agiert.Wladimir30 hat geschrieben: 26 Nov 2025, 13:40 Die direkte Folge dieser Entwicklung ist ein erbitterter innerrussischer Kampf zwischen den Zöglingen des westlichen Finanzsystems (die Chefin der Zentralbank als deutlichstem Vertreter wie auch das Finanzminsterium auf der einen Seite und Gruppierungen, die patriotisch gestimmt sind und Russland dazu bringen wollen, seinen eigenen Weg finden und gehen zu lassen (mit Putin als sichtbarstenm Verteter und dem Ministerpräsidenten als intelligentem Macher).
Ich hätte da noch andere Ideen, was die wirtschaftliche Entwicklung hemmt.Wladimir30 hat geschrieben: 26 Nov 2025, 13:40 Hier ist der Hauptgrund zu sehen, warum sich die Wirtschaft nur langsam entwickelt, der Kampf um die wirtschaftliche und damit die politische Macht hemmt die Entwicklung.
Sicher. Wer hätte schon Interesse an einer Stärkung des Nachbarn, der meint gegen ihn im Kampf zu sein und ihm regelmässig mit Vernichtung droht.Wladimir30 hat geschrieben: 26 Nov 2025, 13:40 Und der Westen als Hintermänner der russischen finanzpolitischen Eliten hat natürlich keinerlei Interesse daran, dass Russland selbständig und stark wird.
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Re: Lage der russischen Wirtschaft
Nun, ob die hinwendung zum Globalen Süden eine Wunschentscheidung ist, lässt sich leicht aus der Geschichte der letzten paar Jahre ablesen, nur hat niemand auf diese Hinwendung geachtet. Wurde mehr so belächelt. Im übrigen ist Politik nicht die Verwirklichung von Wünschen, sondern das nüchterne Erreichen von Zielen unter Berücksichtigung der Fakten. Wünsche, Emotionen haben dort keinen Platz. Deshalb geht diese Frage ziemlich ins Leere.
Nun, ich denke mal, dass die Fakten, wer was macht, mehr zu Gunsten meiner Argumenatation sprechen. Man muss da natürlich etwas tiefer gehen als Massenmedien es verbreiten. Eine entsprechende faktenorientierte und nicht von subjektiven Eindrücken geprägte Diskussion kam hier vor paar Wochen mal zustande, ist aber wieder eingeschlafen. Jeder kann natürlich seine Meinung haben, und ich habe im Rahmen dieses Forums versucht, meinen Standpunkt - mit einigen Dingen, die nunmal so sind, untermauert - darzulegen.
Nun, ich denke mal, dass die Fakten, wer was macht, mehr zu Gunsten meiner Argumenatation sprechen. Man muss da natürlich etwas tiefer gehen als Massenmedien es verbreiten. Eine entsprechende faktenorientierte und nicht von subjektiven Eindrücken geprägte Diskussion kam hier vor paar Wochen mal zustande, ist aber wieder eingeschlafen. Jeder kann natürlich seine Meinung haben, und ich habe im Rahmen dieses Forums versucht, meinen Standpunkt - mit einigen Dingen, die nunmal so sind, untermauert - darzulegen.
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Re: Lage der russischen Wirtschaft
Deine Kritikpunkte kann ich verstehen, teile einige und hatte auch ein wenig gehofft, dass Leute mit dem Blick "von Innen" den Beitrag aus ihrer Sicht bewerten.Wladimir30 hat geschrieben: 26 Nov 2025, 13:40 Ohne nun eine Vorlesung über dieses Thema halten zu wollen, halte ich den verlinkten Beitrag für bestellt, um in das selbe Horn zu blasen, wie die Politik und das Militär: Russland steht kurz vor dem unabwendbaren Kollaps. Der Grund für derartige Propaganda, die sich nur sehr vage an Fakten hält und vieles bei der Diskussion einfach unter den Tisch fallen läßt ist klar. Aber das wird ein anderes großes Fass, das wir lieber nicht aufmachen sollten.
"Bestellte" Propaganda würde ich Heinrich keinesfalls unterstellen. Er glaubt was er da sagt, wobei er auf Grund seiner pro-ukrainischen Haltung und seinem eher westlich geprägten Blick auf die Welt ganz sicher zu anderen Schlüssen kommt. Dennoch bleibe ich dabei, dass der Beitrag deutlich differenzierter ist, als das was ich bisher im Westen (oder auch in den russischen Mainstream-Medien) gehört habe. Für Tipps bezüglich anderer Quellen bin ich immer dankbar.
Ich persönlich glaube nicht, dass Russland vor dem wirtschaftlichen Kollaps steht, aber sicherlich in einer sehr deutlichen Schieflage. Die Frage bleibt: Wie geht Russland mit den wirtschaftlichen und demografischen Problemen (die der Krieg ja noch verschärft hat) nach einem möglichen Friedensschluss um?
- Wladimir30
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Re: Lage der russischen Wirtschaft
Ok, kann durchaus sein.paramecium hat geschrieben: 26 Nov 2025, 20:41 "Bestellte" Propaganda würde ich Heinrich keinesfalls unterstellen. Er glaubt was er da sagt, wobei er auf Grund seiner pro-ukrainischen Haltung und seinem eher westlich geprägten Blick auf die Welt ganz sicher zu anderen Schlüssen kommt.
Nun, es hat mich einiges an Überwindung gekostet, den Beitrag voll anzuhören. Ich fand ehrlich gesagt nichts Differenziertes darin, es klang für mich wie die übliche westliche Propaganda. Wobei, ich gebe zu, dass ich die auch nur zum geringen Teil höre, vielleicht ist der Bericht hier tatsächlich differenzierter. Leider ignoriert er vollkommen viele Tatsachen, wodurch sein Beitrag eben doch sehr einseitig wird.Dennoch bleibe ich dabei, dass der Beitrag deutlich differenzierter ist, als das was ich bisher im Westen (oder auch in den russischen Mainstream-Medien) gehört habe.
Die mir zugänglichen sind allesamt auf russisch, in Form von Diskussionsrunden oder Interviews. Bücher sind im Westen sicherlich schwer (wenn überhaupt) zu bekommen.Für Tipps bezüglich anderer Quellen bin ich immer dankbar.
Nun, das ist auch kein Wunder. Kriegspartei seit drei Jahren, zudem die von mir erwähnten innerrussischen Grabenkämpfe, die dem Land wirtschaftlich extrem schaden, gehen natürlich nicht spurlos am Land vorbei. Wobei - dies aber nur am Rande - auch der Westen, insbesondere Deutschland, ja auch nicht gerade vor wirtschaftlichem Wohlergehen strotzt. Das ist kein Whataboutism, dieses ist für beide Länder sehr schlecht. Aber man sollte nicht nur mit dem Finger auf ein anderes Land zeigen.Ich persönlich glaube nicht, dass Russland vor dem wirtschaftlichen Kollaps steht, aber sicherlich in einer sehr deutlichen Schieflage.
Das wird meines Erachtens nach sehr stark davon abhängen, inwieweit es gelingt, sich vom weltweit vorherrschenden Dollarsystem zu lösen. Dieses System geht auch ja auch unter, und Russland setzt viele Kräfte dafür ein, ein anderes System (zusammen mit immer mehr anderen Ländern) zu etablieren. Dafür müssen noch viele viele Fragen geklärt werden, dieser Prozess wird noch etliche Jahre dauern. Aber um diesen Prozess entscheidend weiter zu bringen, muss zuerst dieser innerrussische Kampf um die Vormacht entschieden werden. Hier sehe ich die Chancen auf eine baldige Entscheidung, wenngleich diese Chancen nicht sehr groß sind. Hier keimt das Prinzip Hoffnung auf.Die Frage bleibt: Wie geht Russland mit den wirtschaftlichen und demografischen Problemen (die der Krieg ja noch verschärft hat) nach einem möglichen Friedensschluss um?
Ich gehe davon aus, dass es auch in Russland eine Phase des wirtschaftlichen (und auch demographischen) Abschwungs geben wird. Was genau dann zur Lösung getan werden wird, kann derzeit wohl noch nicht gesagt werden.
Nach dem Kaffee ist vor dem Kaffee