Venezuela

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Bluewolf
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Re: Venezuela

Beitrag von Bluewolf »

Jenenser hat geschrieben: 09 Jan 2026, 14:55 Welche Ideen hast Du eigentlich für Leute, die tagsüber träumen? Ich schließe mich da gar nicht mal so aus. ;)
Ich nehme mal diese Definition
Tagträume sind spontane, oft kurze Gedankenspiele, die uns in eine andere Welt entführen, während wir wach sind.
Im Westen war die Transatlantikbrücke immer eine heilige Kuh. Für den normalsterblichen insbesondere die NATO.
Und dementsprechend liebe ich auch den Begriff "Friedensverwahrlost", weil er gut beschreibt, wie viele lange Jahre dachten.
Och passiert schon nix, und wenn, sind ja die Amis da. DAS war der gar nicht mal so kurze Tagtraum, denn das war seitens der USA noch nie so geplant gewesen. Man denke an die Planspiele nach dem zweiten Weltkrieg, was mit Deutschland passiert, wenn die Sowjetunion angreift.
Und auch bei vielen anderen Episoden hat man nicht nur in Deutschland, sondern in der gesamten EU immer wieder die Augen zugemacht.
Kann mir jemand einen europäischen Realpolitiker der letzten 20 Jahre nennen? Ne, Mutti wars nicht ;)
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fugen
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Re: Venezuela

Beitrag von fugen »

AnGro hat geschrieben: 09 Jan 2026, 12:06
willi hat geschrieben: 08 Jan 2026, 23:38 Wenn du mich fragst, würde ich sagen, mit seiner Rede im deutschen Bundestag hat er wissentlich eine rote Linie überschritten.
Die Vision eines gemeinsamen Wirtschaftsraumes, der Hochtechnologie und Resourcen vereinigt, die USA aussen vor und Zahlungen abgekoppelt vom Dollar,- eigentlich eine Kriegserklärung.
Kann man ihm keinen Vorwurf machen, aber war definitiv zu früh.
Aber richtig. Genau das hätte Europa und Russland zusammen gebracht und perspektivisch wirtschaftlich unschlagbar. Hier war der Strategiefehler in Europa, konkret Deutschland, das nicht weiter zu vertiefen. Dass das in Amerika nicht gut ankam, war klar. Aber sind wir Amerika?
fugen hat geschrieben: 09 Jan 2026, 11:03 Ja, aber angro bezichtigt putin ja der Kurzsichtigkeit bzgl Strategie etc…
Was du ja widerlegst…
Da ist kein Widerspruch; die strategische Kurzsichtigkeit kommt später.
fugen hat geschrieben: 09 Jan 2026, 11:03 Somit bleibt die Frage wer hat sich in einen Krieg treiben lassen und unterstützt das ganze noch?!?
Die Frage ist, wer profitiert von dem Krieg. Und da sehe ich nur eine Partei, jenseits des Atlantik. Es war sofort klar, wie Europa auf den Krieg reagieren würde und dass der Krieg für Europa keinerlei Vorteile bringt. Damit war aber auch klar, dass das heutige Russland von Europa getrennt würde. Was auch für Russland nicht vorteilhaft ist. Und ich verstehe immer noch nicht, warum Russland mit der Einschätzung seiner Möglichkeiten so dermaßen daneben lag. Die einzige logische Erklärung ist, dass der heutige Oberbefehlshaber nicht Russischen, sondern amerikanischen Interessen dient. Der von vor 2008 war irgendwie anders drauf.
fugen hat geschrieben: 09 Jan 2026, 11:03 Ich persönlich denke früher später hätte die EU, aus welchen Gründen auch immer, Russland angegriffen, klar kann man darüber streiten ob ich richtig/falsch denke, aber der Fakt ändert sich nicht.
Ja was den nun, Denken oder Fakt? Ich sehe das so gar nicht. Warum hätte Europa sowas tun sollen? Europa ist traditionell mit sich ausgelastet, da gibt es keinen Spielraum für Abenteuer gen Russland. Ich sehe auch jetzt nach wie vor keinerlei Tendenzen Russland angreifen zu wollen, da die Abschreckung doch sehr glaubhaft ist. Wünsche einzelner Bekloppter mal außen vor, aber reale Bedrohung gibt es da nicht.
fugen hat geschrieben: 09 Jan 2026, 11:03 Mich würden nur mal die nackten Zhlen interessieren bzgl Verluste.
Wozu? So wie im Kindergarten? Meiner ist größer als Deiner? Ist irgendwie komisch. Es ist ein Krieg, der erheblich unsere Ressourcen frisst, in erster Linie menschliche, was unendlich viele persönliche Tragödien sind - auf beiden Seiten des Konfliktes. Da sind die wirtschaftlichen Folgen schon fast Spaß dagegen.

Und nun? Wie kommen wir aus dem Schlamassel wieder raus und zusammen?
Hochtechnologie haben die Russen auch, die nutzen es nur nicht auf breitem Spektrum. Hier gilt immer noch das Motto Ging doch früher mit der Mistgabel auch, warum ändern. Das ist der große Nachteil im Osten, egal wo man hinschaut Automobil, Züge, Flugzeuge etc
Frage mich bis heute wieso man vom Fuhrwerk auf einen Avtovaz umgestiegen ist…

Was den jetzt, steinmeier oder putin kurzsichtig bzgl Strategie? Erst sind es beide und nun ist es Deutschland?!


Wann, gibt es da einen Zeitraum, ist den später?

Wer davon profitiert? Ich denke auf lange Zeit gesehen Russland, weil einfach die Forschung, auf vielen Gebieten vorangetrieben wird. Das Schicksal der jungen toten Soldaten ist tragisch, da besteht kein Zweifel, aber für ein Land oder eine Gesellschaft ist Krieg leider nicht immer schlecht aber gutmenschen können da nicht drüber urteilen, weil ihre gesinnung es ihnen einfach verbietet.

Europa war im 18 und 19jahrhundert auch mit sich selbst ausgelastet und trotzdem hat es keinen abgehalten.

Keine Angst, es wird ein zweites Fort Vladimir oder einen zweiten Kastorbrunnen geben, die Frage ist nur wo und schafft es wieder Großteil sich reinzuwaschen mit „wir wussten es doch nicht“

Wozu?! Um zu wissen wer Propaganda betreibt und ab welchem Punkt es besser wäre mit den großen Raketen zu schießen und die Jungs nicht zu vergeuden. So ist es mit den Dunkeln Lampen am Kronleuchter - wenn man die Frage nicht versteht meint man andere mit einem Kindergartem zu denunzieren? Hilft es, fühlst dich überlegener?
Wen bitte interessieren Einzelschicksale auf nationaler Ebene und noch mehr auf internationaler Ebene? Hohle Phrasen mit nichts dahinter die nur Gutmenschen beeindrucken.

Überhaupt nicht, siehst ja am Öltanker. Keine Ahnung was da jetzt der aktuelle Stand ist während ich die Nachricht schreibe.

Ah, wir werden es sehen.

Norbert, die Amis waren immer die Bösen, Europa hat es bis jetzt nicht nicht begriffen, auf einzelne die durch ihre ehepartnerinnen einen anderen Blick haben gehe ich da nicht ein. Der Großteil Europas fühlt sich bestätigt durch den Krieg und wer da schuld ist weiß Europa ja auch… anderes ist da nicht zu sehen.
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AnGro
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Re: Venezuela

Beitrag von AnGro »

fugen hat geschrieben: 09 Jan 2026, 15:49 Das Schicksal der jungen toten Soldaten ist tragisch, da besteht kein Zweifel, aber für ein Land oder eine Gesellschaft ist Krieg leider nicht immer schlecht aber gutmenschen können da nicht drüber urteilen, weil ihre gesinnung es ihnen einfach verbietet.
Dann erweise er uns doch bitte die Gnade mal zu erläutern, warum und wo dieser Krieg für Russland gut ist.
fugen hat geschrieben: 09 Jan 2026, 15:49 Um zu wissen wer Propaganda betreibt und ab welchem Punkt es besser wäre mit den großen Raketen zu schießen und die Jungs nicht zu vergeuden.
"besser wäre mit den großen Raketen zu schießen", sach mal Junge, geht's noch? Das ist ja nun völlig bekloppt.
fugen hat geschrieben: 09 Jan 2026, 15:49 Wen bitte interessieren Einzelschicksale auf nationaler Ebene und noch mehr auf internationaler Ebene? Hohle Phrasen mit nichts dahinter die nur Gutmenschen beeindrucken.
Ab hier wird es philosophisch. Wenn ich mir die Masse der von diesem Krieg direkt betroffenen Menschen anschaue, dann geht es hier nicht um Einzelschicksale. Und ja, auch solche sollten immer relevant sein. Für jede Regierung. Wie definierst Du die Aufgabe einer Regierung? Was sollte das Ziel ihres Handelns/Strebens sein?
fugen hat geschrieben: 09 Jan 2026, 15:49 Hohle Phrasen mit nichts dahinter die nur Gutmenschen beeindrucken.
Deine hohle Phrasen (mehr habe ich bisher nicht wahrgenommen) beeindrucken mich nicht, falls Du den Begriff "Gutmensch" mir angedenkst. Im übrigen bin ich lieber Gutmensch, als Bösemensch.

Wollen wir zurück zu einer annähernd sachlichen Diskussion?
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Axel Henrich
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Re: Venezuela

Beitrag von Axel Henrich »

Bluewolf hat geschrieben: 08 Jan 2026, 17:36Die Werte Deutschlands in Russland sind zumindest buchhalterisch schon seit letztem Jahr abgeschrieben. Also zumindest die Firmen juckt das nicht mehr. - Russland weiß, dass es rechtlich kaum Chancen hat...
... Wenn sich eine Seite nicht mehr an Recht und Gesetz gebunden fühlt ... ;) Wie gesagt, Russland täte gut daran, nicht mit selber Münze zurück zu zahlen, auch wenn es schwer fällt.

Keine Ahnung, ob es die Firmen "nicht juckt", VW ist kein Kleiner, aber 3,2 Mrd Investitionssumme in Ru, sind auch für VW kein Pappenstiel. Und wenn man das heuer klein redet, denke ich sofort an einen gewissen VW CEO, Herrn Müller, wie er über Tesla ablästert ... :lol: und heuer?
Die Chinesen werden schlecht gemacht, kriminalisiert und mit Mindestpreisen beauflagt, damit VW durch falsche Managerentscheidungen, die Zeit bekommt, den Rückstand wieder aufzuholen... :roll: Ja ich weiß, die Chinesen sind da auch nicht zimperlich ...

Aber auch die EU, kein Schwächling auf dem Markt, hat über ihre Firmen roundabout 200 Mrd Anlagegüter in Ru... Und wie jeder seriöser Analyst und auch die Geschichte zeigt, ist Russland bei einem möglichen Diebstahl der Reservedollars nicht so zahnlos ... Zumal man ingwann auch wieder in den russ. Markt möchte. Und wie man sieht, tun Sie sich auch reichlich schwer, diesen möglichen Diebstahl ingwie rechtlich abzusegnen.

-ah-
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Axel Henrich
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Re: Venezuela

Beitrag von Axel Henrich »

AnGro hat geschrieben: 09 Jan 2026, 17:30Im übrigen bin ich lieber Gutmensch
Nö, das möchtest du nicht wirklich ;)

Wiki:
Im Jahr 2015 wurde „Gutmensch“ zum Unwort des Jahres gewählt.

Es wird damit jemand bezeichnet, der naiv an das Gute glaubt. Ihnen wird aus Sicht der Wortverwender ein übertriebener Wunsch des „Gut-sein“-Wollens in Verbindung mit einem moralisierenden und missionierenden Verhalten und einer dogmatischen, andere Ansichten nicht zulassenden Vorstellung des Guten unterstellt.
Der Gutmensch beruhigt sein Gewissen, indem er anderen die guten Werke aufzwingt ...

-a<Klugscheißermodus off ;) >h-
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AnGro
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Re: Venezuela

Beitrag von AnGro »

Ok, einverstanden, in dieser Definition kann ich mich nicht erkennen.
Danke für den Hinweis!
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fugen
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Re: Venezuela

Beitrag von fugen »

AnGro hat geschrieben: 09 Jan 2026, 18:12 Ok, einverstanden, in dieser Definition kann ich mich nicht erkennen.
Danke für den Hinweis!
Merkst was?!



Was an einem Krieg gut ist siehst du an vielen Orten, aber dafür muss man schon sein Oberstübchen benutzen.
Willst du bei Anno Dubak anfangen, oder reicht es dir explizit auf Russland gesehen.

Gut für ukrainer z.B
Die kommen aus ihrem Land raus und die Kinder haben einen Freifahrtschein für Schulen in England, Norwegen Schweiz Deutschland usw
Können also ihren Lebensstandard nach der Schule direkt vervielfachen, im vergleich gesehen zu Задрипищинско


Ich mach es mal kurz…
Man erkennt was einem fehlt(z.B. Starlink), die Prothesen die jetzt für Soldaten gemacht werden können später direkt auf Menschen mit Handicap ohne kriegseinsatz übergehen.
Die Entwicklungen die man erst Jahre später bei jedermann sieht und diese nichtmal dem „Entwicklungswahn“ während einem Konflikt zuordnet.
Wie gesagt, der staatlich finanzierte Forschungswahn während einem Konflikt ist unbegrenzt und wird kontrolliert bzgl Fristen. Während Forschung während Friedenszeiten auch Früchte trägt aber die Fristen und Finanzen sind da noch lange nicht so reichhaltig/begrenzt

Aber was schreibe ich mir die Finger wund, hat doch eh keinen Nutzen
AnuLeB
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Re: Venezuela

Beitrag von AnuLeB »

fugen hat geschrieben: 10 Jan 2026, 08:57 .....
Gut für ukrainer z.B
Die kommen aus ihrem Land raus und die Kinder haben einen Freifahrtschein für Schulen in England, Norwegen Schweiz Deutschland usw
Können also ihren Lebensstandard nach der Schule direkt vervielfachen, im vergleich gesehen zu Задрипищинско
....
Wenn sie in Deutschland Sprachkurse B2 oder gar C1 nachweisen können, gibt es tatsächlich einen Freifahrtschein für beliebige Schulen. Meistens jedoch haben die jungen Lüt aus der Ukraine die gleichen Probleme wie die einheimischen Kiddys: Sie sind ziemlich lernfaul.

Immerhin: Kommen sie gut durch die DAZ-Schulen (DAZ = Deutsch als Zweitsprache), besteht tatsächlich die Chance auf einen Ausbildungsplatz. Nach erfolgreichem Abschluß der Ausbildung kann dann auch tatsächlich ein deutlich höherer Lebensstandard wie in der Ukraine winken.

Grundsätzlich jedoch muss man sich dabei darüber im Klaren sein, dass eigentlich keiner der Ukrainer freiwillig hier ist. Viele von denen wollen, wenn endlich Frieden eingekehrt ist, wieder zurück in die Ukraine. Natürlich gibt es auch jene, welche gerne hier bleiben wollen. Letztere tun auch alles mögliche, um dieses Ziel zu erreichen. Und das bedeutet mindestens weg von der Sozialhilfe, rein in das Berufsleben. Die meisten bekommen allerdings nur Jobs auf Mindestlohnbasis. Setzt man die hiesige Kostensituation dagegen, ist da nicht viel mit vervielfachtem Lebensstandard. Dieser war in der Ukraine teilweise sogar höher wie jetzt hierzulande. Immerhin gibt es eine Chance, sich langsam hochzuarbeiten, um die Situation zu verbessern.
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