Sanktionen und Meinungsfreiheit

Debatte zu den Konflikten in der Ukraine. Wir bitten insbesondere hier um eine zivilisierte Kommunikation. Aus schlechter Erfahrung beschränken wir jedoch auch bei diesem Thema die Zugriffe auf jene Benutzer, die explizit an der Diskussion teilnehmen möchten, wie bereits im "Politischen Forum".
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AnGro
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Re: Sanktionen und Meinungsfreiheit

Beitrag von AnGro »

Norbert hat geschrieben: 07 Sep 2026, 23:21 Auch der Westen sollte sich fragen, ob man eine engere Bindung und eine blühende Ukraine nicht deutlich günstiger haben hätte können.
Ich habe nicht die Erinnerung, dass man im Westen an dem Krieg interessiert war. Stichwort 5000 Helme. Man war arrogant und doof (Steinmeier), skrupellos und doof (Nuland). Aber einen großen Krieg hat eher niemand gewollt. Vielleicht befürchtet, aber gewollt?
Hier geht es aber um das Agieren Russlands: was wollten die Regierenden wirklich erreichen bzw. verhindern, was solch einen Ressourceneinsatz rechtfertigt?
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Wladimir30
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Re: Sanktionen und Meinungsfreiheit

Beitrag von Wladimir30 »

AnGro hat geschrieben: 08 Sep 2026, 15:19 Ich habe nicht die Erinnerung, dass man im Westen an dem Krieg interessiert war.
Aber natürlich, und zwar in allererster Linie die Amis. Russland und die Ukraine aufeinander hetzen, die EU mit reinziehen auf die Seite der Ukraine und durch eine Kriegsbeteiligung (ob direkte oder indirekte) Europa finanziell ausbluten und zudem vom billigen billigen russischen Gas auf Dauer (!) abschneiden. Dadurch die eigene (also die US-) handels- und wirtschaftliche Position, die ja immer weiter zugrunde ging, zumindest zu halten, besser natürlich wieder zu stärken.

Wie das erreicht wurde, dass das auch in Europa Akzeptanz findet, ist nun wirklich sehr oft hier besprochen worden. Die öffentliche Meinung muss entsprechend gesteuert werden, was ja offensichtlich hervorragend klappt und was bei den Eigentumsverhältnissen bei den Medienhäusern auch kein Problem mehr ist. Dazu ein US gesteuert deutscher Blackrock Kanzler.

Hut ab, ein Lehrstück der Polittechnologie.
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Re: Sanktionen und Meinungsfreiheit

Beitrag von AnGro »

Wladimir30 hat geschrieben: 08 Sep 2026, 16:01 Hut ab, ein Lehrstück der Polittechnologie.
Genau. Die Interessen Amerikas sind offensichtlich, aber gehen wir mal davon aus, dass eine Russische Regierung nicht amerikanischen Interessen dient. Ich war vielleicht auch etwas unpräzise in meiner Ausdrucksweise, ich meinte mit Westen eher die EU als Amerika.
Aber bitte nicht abschweifen. Hier geht es immer noch um das Agieren Russlands: was wollten die Regierenden mit dem Krieg wirklich erreichen bzw. verhindern, was solch einen Ressourceneinsatz rechtfertigt?
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Re: Sanktionen und Meinungsfreiheit

Beitrag von Wladimir30 »

AnGro hat geschrieben: 08 Sep 2026, 16:22 Aber bitte nicht abschweifen. Hier geht es immer noch um das Agieren Russlands: was wollten die Regierenden mit dem Krieg wirklich erreichen bzw. verhindern, was solch einen Ressourceneinsatz rechtfertigt?
Nun, diese Frage wurde hier oft und lange diskutiert, sehr kontrovers und mit wenig Bereitschaft von beiden Seiten, diese seine eigene Position zu ändern. Deshalb wollte ich das nicht wieder aufwärmen.

Es geht primär um die eigenen Sicherheitsinteressen, die jahrelang eingefordert, aber stets ignoriert wurden. Die Gründe für dieses Ignorieren sind in den Beiträgen vorher benannt. Wenn eine Bedrohung immer größer wird, musst du irgendwann reagieren.

Die Ziele wurden im Laufe der letzten Jahre an die sich laufend, zum Teil rasant ändernden geopolitischen realen Gegebenheiten angepasst. Von diesen Änderungen, den Verschiebungen in den politischen, wirtschaftlichen, vor allem aber finanzpolitischen Einflusszonen wird in der westlichen Presse in der Regel sehr wenig berichtet. Wobei bei all dem das o.g. Primärziel immer noch unverrückt bestehen bleibt.

So die Kurzform.

Nun kann man trefflich darüber diskutieren, ob diese Ziele nicht auch auf anderen Wegen, die weniger Menschenleben gekostet hätten, hätten erreicht werden können. Auf dem Sofa sitzend vorm Fernseher und die Zeitung in der Hand geht das naturgemäß am besten. Diskussionen auf dieser Basis bringen aber nichts, weil viele relevante Infos unbekannt bleiben und vieles stark verkürzt und vereinfacht wird. Zudem die Geschichte den Konjunktiv noch nie vertragen hat. Hätte hätte usw.... Wir können nur ausgehen von dem, was ist und versuchen, Schlüsse zu ziehen und Ereignisse zu steuern. Das gelingt nur sehr selten. Die Menschenketten beim NATO Doppelbeschluss haben vermutlich etwas bewegt, aktuell bleibt abzuwarten, ob Wahlen wie die vom letzten Sonntag etwas zu ändern imstande sind.
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Re: Sanktionen und Meinungsfreiheit

Beitrag von AnGro »

Wladimir30 hat geschrieben: 08 Sep 2026, 17:37 Nun, diese Frage wurde hier oft und lange diskutiert, sehr kontrovers und mit wenig Bereitschaft von beiden Seiten, diese seine eigene Position zu ändern. Deshalb wollte ich das nicht wieder aufwärmen.
Es geht doch bei dieser Fragestellung nicht darum, seine eigene Position zu ändern. Oder die Position eines anderen. Hier ist die Frage konkret, was man sich von dem Krieg als Ergebnis erwartet - mit welchem Ziel man sich in diesem engagiert. Ohne Verständnis der Position beider Seiten ist doch eine Kompromissfindung unmöglich.
Wladimir30 hat geschrieben: 08 Sep 2026, 17:37 Es geht primär um die eigenen Sicherheitsinteressen, die jahrelang eingefordert, aber stets ignoriert wurden. Die Gründe für dieses Ignorieren sind in den Beiträgen vorher benannt. Wenn eine Bedrohung immer größer wird, musst du irgendwann reagieren.

Die Ziele wurden im Laufe der letzten Jahre an die sich laufend, zum Teil rasant ändernden geopolitischen realen Gegebenheiten angepasst. Von diesen Änderungen, den Verschiebungen in den politischen, wirtschaftlichen, vor allem aber finanzpolitischen Einflusszonen wird in der westlichen Presse in der Regel sehr wenig berichtet.
Soweit so gut. Aber das ist doch recht unspezifisch. Welche Sicherheitsinteressen und wie sind diese gewahrt/erreicht, wenn was konkret in diesem Krieg erreicht ist? Immerhin gibt es eine Front, die Kontrolle über Gelände hin- und herschiebt.
Wladimir30 hat geschrieben: 08 Sep 2026, 17:37 Wobei bei all dem das o.g. Primärziel immer noch unverrückt bestehen bleibt.
Was ist das Primärziel?
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Re: Sanktionen und Meinungsfreiheit

Beitrag von Wladimir30 »

AnGro hat geschrieben: 08 Sep 2026, 17:51 Welche Sicherheitsinteressen und wie sind diese gewahrt/erreicht, wenn was konkret in diesem Krieg erreicht ist?
Nun, diese Frage wurde nun schon wirklich sehr oft und sehr emotional hier diskutiert, welche Sicherheisinteressen hier zur Diskussion stehen. Ich denke, eine soundsovielte Wiederholung mit dem entsprechenden Rattenschwanz an Widerlegungen und Widerlegungen der Wiederlegungen braucht es nicht unbedingt.
Wladimir30 hat geschrieben: 08 Sep 2026, 17:37 Wobei bei all dem das o.g. Primärziel immer noch unverrückt bestehen bleibt.
Was ist das Primärziel?
Wie gesagt, die Wahrung der eigenen Sicherheitsinteressen.
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