Wehrhaftigkeit der Deutschen
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Wehrhaftigkeit der Deutschen
Da gerade jemand einen Link der Bundeswehr im Politik-Thread gepostet hat (obwohl er hier wenige Wochen zuvor noch groß verkündet hat, sich dort nie an Diskussionen beteiligen zu wollen), der die "Wehrhaftigkeit" der Deutschen belegen soll: Mal die Frage in die andere Richtung. Mal angenommen, um die "Wehrhaftigkeit" der Deutschen stände es in Wahrheit eher schlecht und die Deutschen sind gar nicht so "wehrhaft". Wie realistisch ist es, dass so eine Meldung dann öffentlich auf der offziellen Bundeswehr-Seite veröffentlicht wird, worauf jeder Zugriff hat, u. a auch russische Nachrichtendienste ? Auffallend an der Quelle auch: Lediglich 23 % bis 29 % würden sich den Streitkräften anschließen, aber dafür 49 % dem Zivilischutz, und beides wird unter "Wehrhaftigkeit" zusammgefasst, obwohl zwischen beidem ein eklatanter Unterschied vorliegt. Nur weil jemand sehr stark für die Verteidigung Deutschlands eintritt, heißt das immer noch nicht, dass er auch am Ende selbst bereit ist mit der Waffe zu kämpfen.
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Re: Wehrhaftigkeit der Deutschen
Ich finde es immer absolut lustig, wenn aus ellenlangen Untersuchungen ein Absatz herausgenommen wird. der dann stellvertretend für irgendeine Evidenz herhalten soll. Ich könnte jetzt auch den öffentlichen Bericht in Gänze posten, aber dann erklärt ja wieder keiner die Zahlen. Darum ein ergänzender Bericht zur Umfrage. Und ob das jetzt in irgendeiner Richtung repäsentativ ist. lasse ich mal dahin gestellt.
Und was natürlich Propagandisten gerne unterschlagen ist, dass wie bereits im Mittelalter die zivilen "Truppen" einen Großteil jeder Armee ausmachen. Und für genau diese Gattungen wird Nachwuchs gesucht. Was nützt mir ein Soldat in Kampfausrüstung, der aber gar nicht kämpfen will? Dafür gibt es z. B. jede Menge Stellen bei Verpflegung und Dienstleistung,Man muss sich Timo Graf als eine Mischung aus Demoskop und Fußball-Bundestrainer vorstellen. Der Militärsoziologe arbeitet am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw) in Potsdam und ist dort zuständig für die jährliche Bevölkerungsbefragung.
Zunächst zur Rolle des Militärsoziologen als Meinungsforscher und seiner Methodik. Die Bevölkerungsbefragung wird seit 1996 durchgeführt und ist damit nach Angaben des ZMSBw „die längste und umfangreichste Zeitreihe sicherheits- und verteidigungspolitischer Umfragen in Deutschland“. Graf erarbeitet die wissenschaftliche Konzeption der Umfrage, die dann vom Institut Ipsos durchgeführt wird. 2232 Bürger ab 16 Jahren wurden zwischen dem 20. April und dem 24. Mai 2026 in persönlichen Interviews in ihren Haushalten im Schnitt eine Stunde lang befragt. Die Stichprobe soll die deutsche Bevölkerung repräsentativ abbilden.
Dann zur Rolle des Bundestrainers. Die Daten werden anschließend vom ZMSBw ausgewertet und im Rahmen eines Forschungsberichts publiziert. Dabei wählt Graf einen ähnlichen Ansatz wie Jürgen Klopp. Der hatte seine Vorgehensweise bei der Zusammenstellung des neuen Kaders der Nationalmannschaft so beschrieben: „Ich habe nicht geguckt, was wir nicht haben, sondern ich habe geguckt, was wir haben.“ Nicht auf Defizite blicken, sondern auf vorhandene Stärken: So geht auch Graf bei der Bewertung der Bevölkerungsbefragung vor, die diesmal der Frage nachgeht: „Wie wehrbereit ist die deutsche Bevölkerung?“
Ausgangspunkt für diese Wehrbereitschaft ist zunächst die Bedrohungswahrnehmung. Rund zwei Drittel der Deutschen sehen Russland laut Studie weiterhin als militärische Bedrohung für die Sicherheit Deutschlands. Zwar sind die Werte im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken, spiegeln aber dennoch ein seit dem russischen Überfall auf die Ukraine verfestigtes Meinungsbild wider. Einzig die Wählerschaft der AfD sieht in Russland mehrheitlich keine Bedrohung.
So werden Cyberangriffe aus Russland von 70 Prozent der Befragten als direkte Bedrohung für die Sicherheit Deutschlands wahrgenommen. Ähnliches gilt für die Außen- und Sicherheitspolitik Russlands (63 Prozent) und das militärische Vorgehen in der Ukraine (60 Prozent). Eine Mehrheit spricht sich auch noch für eine Einschränkung der wirtschaftlichen Beziehungen zu Russland aus (58 Prozent; minus 5 Prozentpunkte im Vergleich zu 2025). Und weniger Befragte als im Vorjahr sind der Auffassung, dass Russland ein zuverlässiger Partner ist (elf Prozent; minus zwei Prozentpunkte), mit dem Deutschland gemeinsame Werte teilt (zwölf Prozent; minus zwei Punkte).
Diese Wahrnehmung schlägt unmittelbar auf die Verteidigungspolitik durch. 58 Prozent befürworten höhere Verteidigungsausgaben, 64 Prozent mehr Soldaten für die Bundeswehr. Der neue Wehrdienst wird von 59 Prozent unterstützt. Auch das Vertrauen in die Bundeswehr erreicht mit 87 Prozent einen außerordentlich hohen Wert. 84 Prozent haben eine positive Einstellung zu den Streitkräften. „Dass die Bevölkerung eine kritische Haltung zur Bundeswehr habe, ist eine alte Behauptung, der jegliche empirische Evidenz fehlt“, schlussfolgert Graf.
Zweifel an Wehrbereitschaft? „Kontraproduktiv“
Etwas anders jedoch sieht es bei der Frage nach dem persönlichen Engagement aus. Für den Fall eines militärischen Angriffs auf Deutschland können sich 49 Prozent ein Engagement im Zivilschutz vorstellen, 44 Prozent eine Tätigkeit im medizinischen Bereich. 29 Prozent wären zu einem militärischen Einsatz ohne Waffengebrauch bereit. Nur 23 Prozent könnten sich dagegen einen Einsatz bei der Bundeswehr vorstellen, der den Gebrauch von Waffengewalt einschließt. Stellt man die Frage nur den unter 50-Jährigen, erklären 35 Prozent, sie würden Deutschland mit der Waffe verteidigen. 60 Prozent lehnen das ab.
Während die deutsche Gesellschaft die militärische Zeitenwende also weitgehend akzeptiert, wird die Zustimmung deutlich geringer, wenn es um die persönliche Bereitschaft geht, selbst zur Waffe zu greifen. Dazu findet sich nur noch eine Minderheit bereit. Ein schwaches Ergebnis? Graf widerspricht dieser Interpretation. Die persönliche Verteidigungsbereitschaft sei vielmehr „hinreichend stark ausgeprägt“.
Seine Bewertung hebt darauf ab, dass die Mehrheit der Männer im wehrfähigen Alter kampfbereit ist. Bei Männern unter 50 Jahren betrage die Zustimmung 53 Prozent. Bei Frauen liege sie bei 15 Prozent. In absoluten Zahlen bedeute das gemäß Zensusdaten: Allein unter den 20- bis 40-jährigen Männern wären rund fünf Millionen bereit, Deutschland mit der Waffe zu verteidigen. Hinzu kämen knapp zwei Millionen Frauen, die ebenfalls Bereitschaft zum bewaffneten Einsatz erklären.
Auch beim Nachwuchs für die Bundeswehr sieht der Autor erhebliche Reserven. 34 Prozent der jungen Männer und 17 Prozent der jungen Frauen zwischen 16 und 29 Jahren bekunden Interesse am neuen Wehrdienst. Das entspreche etwa zwei Millionen Männern und einer Million Frauen, so die Studie. Das Potenzial, die Bundeswehr personell deutlich zu vergrößern, sei also da, folgert Graf. Die Herausforderung bestehe darin, „das vorhandene Wehrpotenzial in der Bevölkerung so auszuschöpfen, dass Deutschlands Verteidigungsfähigkeit möglichst schnell und zugleich nachhaltig gestärkt wird“.
Der vielleicht interessanteste Befund findet sich am Ende der Untersuchung. Danach hängt die persönliche Kampfbereitschaft stark davon ab, was Menschen ihren Mitbürgern zutrauen. Von denjenigen, die glauben, dass die meisten Deutschen im Ernstfall ebenfalls kämpfen würden, erklären 61 Prozent die eigene Bereitschaft zum bewaffneten Einsatz. Unter jenen, die ihren Mitbürgern diese Bereitschaft nicht zutrauen, sinkt der Wert auf nur 20 Prozent.
Deshalb schreibt Graf in seiner Bewertung, dass die Wehrbereitschaft der Deutschen in der öffentlichen Diskussion nicht „schlechtgeredet“ werden dürfe, „weil fehlendes Vertrauen in die Verteidigungsbereitschaft der Gesellschaft die eigene individuelle Verteidigungsbereitschaft beeinträchtigt. Wo auch immer Defizite existieren, sind diese klar zu benennen, um besser zu werden, aber es sollten keine unnötigen Selbstzweifel herbeigeredet werden.“ Zweifel an der Wehrbereitschaft der deutschen Bevölkerung seien „nicht nur unberechtigt, sondern auch kontraproduktiv“. Aus den empirischen Daten sei vielmehr zu schließen: „Niemand sollte die Wehrbereitschaft der deutschen Bevölkerung unterschätzen – nicht Russland, nicht Deutschlands Verbündete und vor allem nicht die Deutschen selbst.“
Bei dieser Interpretation gilt es zu berücksichtigen, dass Timo Graf anders als Jürgen Klopp nicht unabhängig arbeitet, sondern in einer dem Verteidigungsministerium unterstellten Behörde. Der Forschungsbericht musste vor seiner Publikation dem Ressort von Minister Boris Pistorius (SPD) vorgelegt werden.
Details zu den einzelnen Aufgabenfeldern
Kämpfende Truppe:
Das Heer bildet mit knapp 64.700 Soldaten den Kern der klassischen Landstreitkräfte. Zieht man Schulen und Stäbe ab, entfallen rund 30.000 bis 35.000 Soldaten direkt auf die "grüne" Kampftruppe (Panzer, Grenadiere, Infanterie). Die restlichen Soldaten des Heeres arbeiten in der unmittelbaren Kampfunterstützung (Artillerie, Pioniere, Heeresaufklärer).
Logistik und Instandsetzung: Diese Einheiten sind im Unterstützungsbereich gebündelt. Die Logistiktruppe stellt den Nachschub (Munition, Kraftstoff, Ersatzteile) sicher, während die nachgeordneten Instandsetzungsbataillone für die Wartung und Reparatur von Waffensystemen und Fahrzeugen zuständig sind.
Medizinische Versorgung: Der Zentrale Sanitätsdienst der Bundeswehr umfasst rund 19.000 bis 20.000 Soldaten. Dieses Personal besetzt die Bundeswehrkrankenhäuser (z. B. in Koblenz, Hamburg, Berlin), betreibt die mobilen Rettungsstationen in Einsätzen und stellt Truppenärzte bereit.
Verpflegung und Bewirtschaftung: Der Bereich Wehrverwaltung und Infrastruktur (IUD) ist der mit Abstand am stärksten zivil geprägte Bereich der Bundeswehr (über 32.000 zivile Mitarbeiter). Die eigentliche Zubereitung und Bereitstellung der Truppenverpflegung in den Kasinen (Heimgesellschaften/Truppenküchen) ist heute zu weiten Teilen an zivile Dienstleister oder das zivile Bundeswehr-Dienstleistungszentrum (BwDLZ) übertragen worden. Nur im Feld (Einsatzküchen) wird die Verpflegung direkt von Soldaten der Logistiktruppe sichergestellt.
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Re: Wehrhaftigkeit der Deutschen
Wie nett, jemanden direkt als "Propagandisten" zu bezeichnen, weil er dazu auffordert, Quellen kritisch zu prüfen.
Das mag sein, aber es wäre meines Erachtens trotzdem besser gewessen, diese zwei Begriffe in der Studie sprachlich genauer zu trennen.Bluewolf hat geschrieben: 22 Sep 2026, 13:35 Bereits im Mittelalter die zivilen "Truppen" einen Großteil jeder Armee ausmachen. Und für genau diese Gattungen wird Nachwuchs gesucht. Was nützt mir ein Soldat in Kampfausrüstung, der aber gar nicht kämpfen will? Dafür gibt es z. B. jede Menge Stellen bei Verpflegung und Dienstleistung,
Zivlischutz ist Zivlischutz und militärische Verteidigungsbereitschaft die eigentliche Wehrhaftigkeit, statt alles unter einem Begriff zusammenzufassen.
Wie viele Deutsche auf der Straße denken denn beim Begriff "Wehrhaftbereitschaft" wirklich an Zivilischutz ? Ich behaupte die wenigsten.
Aber so erzeugt man natürlich auch Bilder.
Und auch bezüglich der Realibilität stellen sich einige Fragen auf.
Wie viele von diesen 2.000 befragten Teilnehmern waren Deutsche mit Migrationshintergrund ? Araber, Russlanddeutsche, Deutschtürken ?
Und wie schon erwähnt, weist der Text auf einen möglichen Interessenkonflikt hin: Die Quelle ist vom ZMSBw, das dem Verteidigungsministerium untersteht, und der Bericht musste höchstwahrscheinlich vor Veröffentlichung dem Ministerium vorgelegt werden.
Es wäre schön, wenn Du diese Fragen in einem Diskurs zulässt, statt die berechtigte Diskussion darum mit Framing wie "Propaganda" zu versuchen abzuwürgen.
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Re: Wehrhaftigkeit der Deutschen
Ich kann nichts dafür dass du dich von Propagandist persönlich angesprochen fühlst. Ich hasse nur sinnentstellende Verkürzung.
Zivilschutz ist wieder eine andere Baustelle. Es gab auch mal eine Anfrage im Bundestag, wie viele Luftschutzplätze wir eigentlich noch haben. Ich habe die genaue Zahl nicht mehr im Kopf, aber es war traurig.
Und wer, wenn nicht die Bundeswehr, sollte denn solch eine Umfrage machen? Sie interessiert es doch wohl am ehesten. Und da ist eben wichtig klar zu machen, das Soldat nicht heißt, das jeder an einer Front rumturnt. Dieses Missverständnis sieht man ja auch recht gut bei der Brigade im Baltikum. Da geht es um Berufssoldaten, nicht um Wehrpflichtige, wie einige Politiker regelmäßig labern.
Zivilschutz ist wieder eine andere Baustelle. Es gab auch mal eine Anfrage im Bundestag, wie viele Luftschutzplätze wir eigentlich noch haben. Ich habe die genaue Zahl nicht mehr im Kopf, aber es war traurig.
Und wer, wenn nicht die Bundeswehr, sollte denn solch eine Umfrage machen? Sie interessiert es doch wohl am ehesten. Und da ist eben wichtig klar zu machen, das Soldat nicht heißt, das jeder an einer Front rumturnt. Dieses Missverständnis sieht man ja auch recht gut bei der Brigade im Baltikum. Da geht es um Berufssoldaten, nicht um Wehrpflichtige, wie einige Politiker regelmäßig labern.
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Re: Wehrhaftigkeit der Deutschen
Der Begriff fällt in einem Dialog. Wer soll sich sonst angesprochen fühlen ? Aber ist mir jetzt auch wumpe.Bluewolf hat geschrieben: 22 Sep 2026, 19:03 Ich kann nichts dafür dass du dich von Propagandist persönlich angesprochen fühlst.
Finde so einen Stil halt nur nicht förderlich.
Bluewolf hat geschrieben: 22 Sep 2026, 19:03 Und wer, wenn nicht die Bundeswehr, sollte denn solch eine Umfrage machen?
Der ÖRR. Macht doch ARD z.B andauernd. Hier auch: https://presse.wdr.de/plounge/tv/das_er ... licht.html
Bluewolf hat geschrieben: 22 Sep 2026, 19:03Und da ist eben wichtig klar zu machen, das Soldat nicht heißt, das jeder an einer Front rumturnt.
Finde nicht, dass das so wirklich deutlich im Bericht klar gemacht wird.
Da wird einfach alles in einen Topf unter Wehrhaftigkeit geworfen.
Aber vielleicht liegt das auch an mir, dass ich den Begriff so stark mit Waffengewalt assoziiere.
Würde aber behaupten, dass es nicht nur mir so geht und da nur wenige an Zivilischutz denken.
Außerdem hätte mich nach wie vor interessiert, wie viele von diesen 2.000 befragten Deutschen Migrationshintergrund haben.
Dass ein Deutschtürke für Deutschland gegen die Türkei in den Krieg zieht, halte ich für unvorstellbar. Dafür kenne ich auch zu viele.
Genauso kann ich es mir nicht vorstellen, dass Russlanddeutsche, die älter als 30 sind und noch einigermaßen russisch sozialisiert sind, gegen Russland
kämpfen würden. Ich selbst bin ja Anfang 30 und "Zielgruppe" dieser Befragung. Für Deutschland kämpfen ? Nicht für diese Regierung. Dann noch gegen Russland ? Im Leben nicht !
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Re: Wehrhaftigkeit der Deutschen
Du findest also ellenlange Untersuchungen lustig und postet gleichzeitig ellenlange Untersuchung von 2232 Personen, deren Evidenz fragwürdig ist, weil deren Informationsmöglichkeiten eingeschränkt sind?! Interessant!Bluewolf hat geschrieben: 22 Sep 2026, 13:35Ich finde es immer absolut lustig, wenn aus ellenlangen Untersuchungen ein Absatz herausgenommen wird. der dann stellvertretend für irgendeine Evidenz herhalten soll. Ich könnte jetzt auch den öffentlichen Bericht in Gänze posten, aber dann erklärt ja wieder keiner die Zahlen. Darum ein ergänzender Bericht zur Umfrage.
Haben die ingwie andere Sichtweisen vlt. sogar strafbewehrt umgangen, um andere Sichtweisen überhaupt zu erfahren, oder beruht die Meinung dieser 2232 Personen, einfach aus den öffentlich erlaubt zugänglichen Quellen?
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Re: Wehrhaftigkeit der Deutschen
Würde aber behaupten, dass es nicht nur mir so geht und da nur wenige an Zivilischutz denken.
Es hat auch nicht damit zu tun. Noch einmal
Zuständigkeit: In Deutschland ist der Bund (über das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) und das THW) primär für den Zivilschutz verantwortlich.Kernbereiche: Schutz von Menschen und Arbeitsstätten, Sicherung kritischer Infrastrukturen, Schutz von Kulturgut sowie die Milderung oder Beseitigung von Kriegsschäden.Unterschied zum Katastrophenschutz: Der Katastrophenschutz greift bei Unglücken und Naturkatastrophen in Friedenszeiten und ist Sache der Bundesländer. Zusammen bilden sie den Bevölkerungsschutz.
Wann steht ein Krieg gegen die Türkei bevor? Bei den Russlanddeutschen mach mal +40 daraus. Den "Skandal" als man einem Deutschen aus Kasachstan den Baltikum Einsatz verbot, hast du mitbekommen? Und unter 40 hauen die sich ja hier schon die Köpfe ein mit Russen, aber auch Ukrainern. Krieg ist was anderes, aber ich würde mir da keine Prognose erlauben.Außerdem hätte mich nach wie vor interessiert, wie viele von diesen 2.000 befragten Deutschen Migrationshintergrund haben.
Dass ein Deutschtürke für Deutschland gegen die Türkei in den Krieg zieht, halte ich für unvorstellbar. Dafür kenne ich auch zu viele.
Genauso kann ich es mir nicht vorstellen, dass Russlanddeutsche, die älter als 30 sind und noch einigermaßen russisch sozialisiert sind, gegen Russland
kämpfen würden. Ich selbst bin ja Anfang 30 und "Zielgruppe" dieser Befragung. Für Deutschland kämpfen ? Nicht für diese Regierung. Dann noch gegen Russland ? Im Leben nicht !
Und im Kriegsfall ist ausser Flucht sowieso egal, was wir machen. In Deutschland gilt die gleiche Regelung für eine Mobilisierung wie in Russland, der Ukraine und in quasi jedem anderen Land. Landesverteidigung ist Bürgerpflicht. Und im Zweifel würden auch Russlanddeutsche gar nicht für Deutschland, sondern zum Schutz ihrer Familien kämpfen. Steht auch genauso im Bericht.
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Re: Wehrhaftigkeit der Deutschen
Die Evidenz ist für bestimmte Menschen fragwürdig, nicht generell. Lies deinen Satz noch einmal. Und dann meinen, wo ich von Absatz schreibe. Meine "ellenlange" Untersuchung ist ein Interview mit dem Verantwortlichen, quasi eine Zusammenfassung. Da stehen auch Angaben zu seiner Biographie. Du kannst dir aber natürlich auch den eigentlichen Bericht herunterladen, wenn es dir um Methodik oder Zielgruppen geht. Alles andere wäre ja sonst wieder nur Geraune.Axel Henrich hat geschrieben: 23 Sep 2026, 03:19Du findest also ellenlange Untersuchungen lustig und postet gleichzeitig ellenlange Untersuchung von 2232 Personen, deren Evidenz fragwürdig ist, weil deren Informationsmöglichkeiten eingeschränkt sind?! Interessant!Bluewolf hat geschrieben: 22 Sep 2026, 13:35Ich finde es immer absolut lustig, wenn aus ellenlangen Untersuchungen ein Absatz herausgenommen wird. der dann stellvertretend für irgendeine Evidenz herhalten soll. Ich könnte jetzt auch den öffentlichen Bericht in Gänze posten, aber dann erklärt ja wieder keiner die Zahlen. Darum ein ergänzender Bericht zur Umfrage.
Haben die ingwie andere Sichtweisen vlt. sogar strafbewehrt umgangen, um andere Sichtweisen überhaupt zu erfahren, oder beruht die Meinung dieser 2232 Personen, einfach aus den öffentlich erlaubt zugänglichen Quellen?
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https://zms.bundeswehr.de/de/publikatio ... nd-6150566
Im unteren Drittel gibt es den Forschungsbericht als pdf zum Download. Hat aber über 100 Seiten.
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Re: Wehrhaftigkeit der Deutschen
Kann man bei der Wehrpflicht oder beim Bund neuerdings Rosinen picken ? Also gegen Russland liebend gern, aber bei anderen Ländern, eher nicht so ?
Wenn ein Deutschtürke gegen Russland bereit ist die Waffen in die Hand zu nehmen, aber bei anderen Ländern wie der Türkei im Worst Case - Szenario einen Rückzieher macht, inwiefern ist er dann noch wehrtauglich ? Niemand braucht solche Leute beim Bund.
Entweder Du bist bereit für Deutsclhand zu kämpfen, egal gegen wen, oder lässt es.
Davon abgesehen, bezweifle ich, dass Deutschtürken für Deutschland gegen Russland in den Krieg ziehen, vereinzelt sicherlich, aber oft höre ich von Deutschtürken denselben Satz: "Deutschland ist muslimfeindlich und für einen Juden (Selensky) kämpfe ich nicht."
Nope, 30 + ist schon richtig.
Ich bin selbst Anfang 30 und kenne niemanden in meiner Altersklasse, der als Russlanddeutscher gegen Russland kämpfen würde.
Unter 30 hängt es schon davon ab, wie stark die russische Sozialisierung ist, da viele auch schon gar kein russisch sprechen.
Aber auch da kann ich meinen 25 jährigen Cousin zitieren, der kaum russisch spricht: "Gegen Russland kämpfe ich nicht, weil meine Eltern von da kommen."
Nein, das steht eben nicht so im Bericht, da gar nicht klar ist, wer diese 2.000 Personen überhaupt sind und ob die überhaupt Migrationshintergrund haben. Muslime werden einen feuchten Kehricht für ein Deutschland tun, wo die AfD immer stärker wird, genauso auch dutzende Russlanddeutscher als auch "Biodeutsche", die Sympathien für Russland haben.Bluewolf hat geschrieben: 23 Sep 2026, 12:54 Und im Zweifel würden auch Russlanddeutsche gar nicht für Deutschland, sondern zum Schutz ihrer Familien kämpfen. Steht auch genauso im Bericht.
So sieht die Wahrheit eher aus: https://www.youtube.com/watch?v=AznhbnlrVkI
Das hätten bestimmt einige Politiker so gerne, aber im Ernstfall kann man auch einfach aus dem Land emigrieren.
Mache ja Ukrainer und Russen genauso, die nicht in den Krieg wollen.
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Re: Wehrhaftigkeit der Deutschen
Das war keine rein rhetorische Frage. Es besteht einfach keine Gefahr gegen die Türkei (Nato-Mitglied) in den Krieg ziehen zu müssen. Was glaubst du, wie voll die Bundeswehr zu meiner Zeit mit Zeitsoldaten W4/ W8 war, weil jeder irgendeinen Führerschein umsonst haben wollte und nach seiner Dienstzeit sofort als Beamter in einer zivilen Anstellung übernommen wurde, wenn er wollte? Sogar als Strassenbahnfahrer! Und warum war das so beliebt? Weil klar war, dass wenn ein Krieg ausbricht auch egal ist, wo du gerade bist. Aber die Gefahr haben wir eben nicht gesehen. In der DDR wahrscheinlich noch eher.Davon abgesehen, bezweifle ich, dass Deutschtürken für Deutschland gegen Russland in den Krieg ziehen, vereinzelt sicherlich, aber oft höre ich von Deutschtürken denselben Satz: "Deutschland ist muslimfeindlich und für einen Juden (Selensky) kämpfe ich nicht."
Und der Rest ist anekdotisch. Es gibt auch jede Menge Türken, die sich ihren Status hier nicht durch Palas und ihre Ansichten kaputt machen lassen wollen.
Mein Stiefsöhne sind 29 und 22. Beide seit 15 Jahren in Deutschland. Beide in Russland in einer Großstadt geboren. Sie kennen viel Russlanddeutsche in ihrer Altersklasse, egal ob in den letzten 5 Jahren nach DE gekommen oder hier geboren. Und auch ich habe mich oft mit ihnen bei Grillabenden usw. unterhalten. Sie würden zwar nie IN Russland gegen Russen kämpfen, aber in jeder anderen Situation.Nope, 30 + ist schon richtig.
Ich bin selbst Anfang 30 und kenne niemanden in meiner Altersklasse, der als Russlanddeutscher gegen Russland kämpfen würde.
Unter 30 hängt es schon davon ab, wie stark die russische Sozialisierung ist, da viele auch schon gar kein russisch sprechen.
Aber auch da kann ich meinen 25 jährigen Cousin zitieren, der kaum russisch spricht: "Gegen Russland kämpfe ich nicht, weil meine Eltern von da kommen."
Was anderes ist es wenn die Familie, z. B. die Großeltern noch in Russland lebt, aber das dürfte inzwischen die Minderheit sein. Auch hier gilt: sowohl deine als auch meine Erfahrung ist anekdotisch und hat nichts mit der Umfrage zu tun.
Es steht wortwörtlich da, aber ich zitiere dir nicht jede Textstelle, wenn du sowieso anderer Meinung bist. Es wird unterschieden aus welchen Gründen jemand die Waffe benutzen würde. Und der Anteil der Menschen mit migrantischem Hintergrund ist sowas von PillePalle. Ich weiß nicht, warum es dir so wichtig ist. Die Frage war in der Umfrage überhaupt nicht wichtig. Es geht um wehrfähige junge Menschen, die interessant für die Bundeswehr sind. Lies dir die Original Umfrage gerne durch, wenn dir langweilig ist, dort wird sogar noch unterschieden in Mann und Frau. Und warum ich jemanden der Zivilschutz nicht von Bundeswehraufgaben unterscheiden kann, überhaupt etwas erklären sollte, bezweifle ich auch so langsam. Warum sollen die extra noch klarmachen wollen, was gar kein Thema ist?Nein, das steht eben nicht so im Bericht, da gar nicht klar ist, wer diese 2.000 Personen überhaupt sind und ob die überhaupt Migrationshintergrund haben. Muslime werden einen feuchten Kehricht für ein Deutschland tun, wo die AfD immer stärker wird, genauso auch dutzende Russlanddeutscher als auch "Biodeutsche", die Sympathien für Russland haben.
Und ich wiederhole auch gerne noch einmal: das war eine "wünsch dir was" Umfrage für die Bundeswehr um bessere Marketingargumente zu finden.
Sobald jemand einen deutschen Pass hat, gilt das Grundgesetz. Und dort steht nichts von "es herrscht Krieg aber ich habe keine Lust". Viel Spaß beim Aufwachen.
Wichtig ist der erste und der letzte Satz. Wenn wir aktiv in Deutschland angefriffen werden, gelten automatisch andere Regeln.Was bedeutet der Verteidigungsfall?
Auslöser: Der Verteidigungsfall liegt vor, wenn das Bundesgebiet mit Waffen angegriffen wird oder ein Angriff unmittelbar droht.
Feststellung: Der Bundestag muss dies mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit und mit Zustimmung des Bundesrates feststellen.
Reaktivierung: Die normale Wehrpflicht ist im Grundgesetz verankert, aber aktuell ausgesetzt. Im Ernstfall kann der Staat sie sofort nutzen.
Wer wird im Verteidigungsfall eingezogen?
Männer von 18 bis 60 Jahren: Alle deutschen Männer in dieser Altersgruppe können zum Dienst bei der Bundeswehr herangezogen werden. Das gilt auch für Männer, die früher nicht gemustert wurden.
Zivile Aufgaben: Wehrpflichtige ohne Waffendienst oder Personen, die nicht bei der Truppe kämpfen, können für Schutz- und Versorgungsaufgaben eingesetzt werden.
Frauen: Frauen können laut Grundgesetz nicht zum Dienst mit der Waffe verpflichtet werden. Sie können aber im Verteidigungsfall für zivile Aufgaben, wie zum Beispiel im Sanitätsdienst oder in Krankenhäusern, herangezogen werden.
Kriegsdienstverweigerung und Ersatzdienst
Gewissensentscheidung: Wer den kriegerischen Dienst mit der Waffe aus Gewissensgründen ablehnt, muss das Recht auf Verweigerung haben.
Ersatzdienst: Verweigerer werden stattdessen zu einem zivilen Ersatzdienst verpflichtet, der keine Verbindung zum Militär hat. Eine vollständige Verweigerung aller Pflichten ist im Grundgesetz nicht vorgesehen.
Aber du kannst dir also auch aussuchen z. B. alte Menschen zu betreuen. Aber im Bett liegen und sagen "geht mich alle nix an" geht auch für die so oft von dir angesprochenen Deutschen mit Migrationshintergrund dann nicht.
Das wird genau so passieren im Kriegsfall, und zwar in jedem europäischen Land. Viel Spass in Afrika ohne deutsche Sozialleistungen.Das hätten bestimmt einige Politiker so gerne, aber im Ernstfall kann man auch einfach aus dem Land emigrieren.
Mache ja Ukrainer und Russen genauso, die nicht in den Krieg wollen.
Als Deutsche gibt es nämlich nix, so von wegen Asyl oder Sozialleistungen als Geflüchteter. Darüber kann man sich dann erst recht super aufregen, dass es das in Deutschland doch alle für Ausländer gab.
Ok in der Türkei, Marokko, Tunesien und Algerien könntest du noch Kinder- oder Elterngeld abgreifen durch das Assoziassierungsabkommen.
Deshalb finde ich auch das YouTube Video so putzig, u. a. ich kämpfe nicht, weil ich plane umzuziehen. Tja, hoffentlich hat er das Geld schon von unserem Bürgergeld abgezwackt.
Und wenn die AfD auch im Westen noch stärker wird, haben Muslime andere Probleme als einen deutschen Verteidigungsfall.