Sabotageakt auf Nord Stream 2

Debatte zu den Konflikten in der Ukraine. Wir bitten insbesondere hier um eine zivilisierte Kommunikation. Aus schlechter Erfahrung beschränken wir jedoch auch bei diesem Thema die Zugriffe auf jene Benutzer, die explizit an der Diskussion teilnehmen möchten, wie bereits im "Politischen Forum".
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Axel Henrich
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Re: Sabotageakt auf Nord Stream 2

Beitrag von Axel Henrich »

paramecium hat geschrieben: 21 Aug 2026, 21:24Der Prozess gegen den ersten Täter beginnt auch demnächst in Hamburg.
Ihm wird als Mittäter vorgeworfen: das Kriegsverbrechen des Einsatzes verbotener Methoden der Kriegsführung durch Angriff gegen zivile Objekte, das Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion, die Zerstörung von Bauwerken sowie die Störung öffentlicher Betriebe.
Aber... :roll:
Der Senat wies auch darauf hin, dass es nicht Aufgabe des Strafprozesses sei, jenseits der Tat- und Schuldfrage des Angeklagten eine umfassende Aufarbeitung des Geschehens zu gewährleisten und mögliche weitere Anspruchsgegner für Schadensersatzforderungen aufzudecken. Erst recht gehe es nicht darum, die tatsächlichen und rechtlichen Grundlagen für etwaige Reparationsforderungen Russlands gegen die Ukraine zu ermitteln.
Russische Nebenklage wird nicht zugelassen:
https://www.welt.de/regionales/hamburg/ ... ht-zu.html
Dass durch den Anschlag – wie von der Nord Stream AG sowie der Nord Stream 2 AG vorgebracht – ein „existentieller Schaden“ entstanden sei und somit das Recht als Nebenkläger aufzutreten bestehe, sieht das Gericht nicht. Die Reparatur der Leitungen werde zwar wohl jeweils einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag kosten. Dem gegenüber stünden jedoch Investitionskosten für beide Leitungen von 7,4 beziehungsweise 9,5 Milliarden Euro.
Und nochmal zur Erinnerung, weil Welt das doch wieder sehr einseitig darstellt ...
Allerdings war nach Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine die Durchleitung von Gas durch Nord Stream 1 von russischer Seite bereits mehrfach stark gedrosselt oder ganz gestoppt worden.
Die Turbine wurde 2021 nach Kanada geschickt und der Rücktransport im Frühjahr 22 durch Sanktionen gegen Russland von Kanada bis August blockiert. In der Zeit hat Deutschland krampfhaft versucht, eine Ausnahme zu erwirken und dann mit einem "Trick" die Turbine erstmal nach Deutschland senden lassen ...
Habeck:
Ich bin der Erste, der für ein weiteres, starkes EU-Sanktionspaket kämpft, aber starke Sanktionen bedeutet, dass sie Russland und Putin mehr schaden müssen als unserer Wirtschaft“, sagte Habeck. „Deshalb bitte ich um Verständnis, dass wir Putin diese Turbinenausrede nehmen müssen.
Von Welt selbst damals geschrieben"
https://www.welt.de/politik/ausland/art ... anada.html

Im August hat der Westen dann gemerkt, dass man dieses Theater auch zu zweit spielen kann ... das lässt Welt hier natürlich im o.g. Artikel geflissentlich weg.

-ah-
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Axel Henrich
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Re: Sabotageakt auf Nord Stream 2

Beitrag von Axel Henrich »

Moritz Enders, einer der Regisseure des Filmes Nordstream, spricht u.a. über die technische Umsetzung der Sprengung:

https://youtu.be/jBjnJ4jQM4U?is=6JOHbaW5KvRqeV-Y

-ah-
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Axel Henrich
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Re: Sabotageakt auf Nord Stream 2

Beitrag von Axel Henrich »

Gefühlt bringt ja momentan Jeder ingwie einen Bericht zum Thema Nordstream ... So auch folgender, aktuell by ben: https://youtu.be/0YlB2vwa3Xo?is=klxiiHhrt0H_vHQM

Das ganze Video interessant und manchmal auch vage und "querüberbeglaubigt" aber im Prinzip nicht abwegig ... ;)

Ab Std 2:00:00 wird es schon recht interessant ...
Seit 2014, nach dem Maidan und Rückzug der ProRussen aus UA, wird der UA Geheimdienst vom CIA ausgebildet ... Apropos Russen Propaganda ... ;)
Kurz nach Kriegsbeginn fahren aus Solidarität mindestens 3 Premiers - Polen, Slowakei, den 3. hat er vergessen ... ;) nach UA und Sel sagt den Dreien, ruft bitte Scholz an, er solle mich nicht mehr anrufen, weil Er und Macron Sels Kapitulation fordern:" eine kleine UA ist immer noch besser, als Keine" ... damit konfrontiert, zeigt Scholz erneut Erinnerungsstücken... ;)

Nach Kriegsbeginn melden sich Geheimdienstler bei Sel, bzw. Saluschnyi mit dem Vorschlag, Nordstream zu sprengen. короче: , es ist nicht im Hoheitsgebiet von Deutschland, also no problem, ... die werden aber aus dem Dienst entlassen und somit sind es zwar "unstrittig" Ukrainer, Tscherwinski und Burba, aber nicht im Auftrag staatlicher, ukrainischer Stellen ... Letztgenannte lästern sogar bei Lanz über Sel ;) Ab 2:16:00
Hier wird dann auch gesagt, dass Selenski abgehört wurde und wohl nie in Verbindung mit Nordstream gebracht werden konnte.

Ich erinnere mal an Kennedy, der sich echauffierte, weil die Russen Atomwaffen in Kuba aufstellten: " das wäre ja fast so, als wenn wir Atomwaffen in der Türkei aufstellen würden" und sein Berater ihm antwortet:"Herr Präsident, das haben wir" ... ;)

Allemal interessant, auch mal ne vorsichtig neutrale Meinung zu hören ...

Mein Problem bleibt nach wie vor die Mathematik in dem Zusammenhang.
Die Andromeda ist eine Bavaria 50, Cruiser und hat damit ne Zuladung von roundabout 2 Tonnen.
Gerundet(!), teilen sich diese 2 Tonnen auf in 500l Sprit, 500l Liter Wasser, 500kg Sprengstoff (80kg x 4Stellen) und 500kg Besatzung (6, oder 7 Personen x 75kg)
Jetzt fehlt noch Ausrüstung und Verpflegung für 2 Woche - 7.9. - 23.9. Rostock - Sandhamn - Rostock, über 740km, laut Bild. In Sandhamn hat Sie nochmal aufgetankt und ist dann über die 2 gesprengten Stellen über Kolberg (Polen) zurück nach Rostock.

Die Taucher können in der Tiefe vlt. 15 - 20 Minuten arbeiten, um dann in einem vielfachen der Zeit langsam aufzusteigen.
Wohin mit den ganzen Sauerstoff/Mischgas-Flaschen und ihrem Gewicht, wohin mit dem Gewicht der Ankerkette, um das Boot sicher über der anvisierten Stelle zu halten und das x2, wei die einzelnen Sprengungen sich ja in einem Abstand von ca. 40sm, also ca.70km befanden. 80m tief x 3 = 250m lange Ankerkette. Typischerweise sind 50m an Bord, die 115kg wiegen + 25kg Anker, ergo wieder ne halbe Tonne dazu ... Und ein Schiff in dieser Größe sinkt bei jeweils 500kg mehr Gewicht ca. 1 cm tiefer ins Wasser und wird zunehmend unkontrollierbarer ...

Auch militärische Spezialisten müssen trinken und essen und bei 5 Grad da unten was anziehen und bei 20 Minuten Arbeit braucht es mindestens 1 Std Auftauchzeit - 10m je Minute und bei ca. 20m braucht es aller 3m Dekompressionspausen um schädliches Gas abzuatmen.
Klar kann man Diesel und Wasser rationieren und somit Gewicht einsparen, aber wie auch immer, am Ende geht die Rechnung nicht auf ...
Ich glaube unserem Ermittlungsbehörden ingwo, dass diese Yacht aus Gründen beteiligt war, aber ebend nicht allein! Da gab es Hilfe, in Form zusätzlicher Schiffe, oder es war ganz anders, oder zu einer anderen Zeit, z.B. als gerade ein Manöver stattfand ...

-ah-
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Re: Sabotageakt auf Nord Stream 2

Beitrag von willi »

Axel, falscher Ansatz!
Es geht nicht darum, ob es die Ukrainer mit ihrer Segeljolle gewesen sein können oder nicht, sondern darum, dass die Ukrainer die Einzigen sind, die es gewesen sein dürfen, - nur ihnen als dem "ach so geschundenen Volk" kann man ein Stück weit Emphatie entgegen bringen. Jeder andere Akteur wäre der Bevölkerung nicht vermittelbar und würde das Bündnis ernsthaft gbefährden.
In Wirklichkeit ist die Realität ganz anders
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Re: Sabotageakt auf Nord Stream 2

Beitrag von Axel Henrich »

willi hat geschrieben: 19 Okt 2026, 12:42Es geht nicht darum, ob es die Ukrainer mit ihrer Segeljolle gewesen sein können oder nicht, sondern darum, dass die Ukrainer die Einzigen sind, die es gewesen sein dürfen
Haha ;) , gut gesagt!
Jeder andere Akteur wäre der Bevölkerung nicht vermittelbar und würde das Bündnis ernsthaft gefährden.
Najaaa, wenn du an Scholz denkst, während Biden seinen Spruch abließ... ,das sah nicht wirklich nach Gefährdung aus ... :lol: Besser war da schon Merz' Reaktion auf Tokayevs Lobeshymnen auf WW, es war ja überhaupt ma ne Reaktion ... ;)
Axel, falscher Ansatz!
Na um die Cover-Aktion, von wem auch immer ;) , in Frage zu stellen, ist es schon hilfreich, da mal paar Punkte zum besseren Verständniss näher zu beleuchten.
Meine Beispiele sind ja auch nur Variablen, welche man verschieben kann und trotzdem geht sich die Sache ingwie nicht aus....

Den Tank könnte man z.B. nur halb befüllen, bei Wasser bin ich skeptisch, weil nach der Dekompressionsphase viel getrunken werden muss. Aber für beides können auch die Stopps in Christiansø, Sandhamn und Kolbe genutzt worden sein, jeweils immer abhängig geplant von der aktuellen Wetterlage. Wenn halt kein Schwerwetter prognostiziert wird, kann man sicher auch mal ne Tonne mehr zuladen ...

Dann könnte man auch beim Sprengstoff an Hand der realen Bedingungen gut die Hälfte sparen. In Vyborg wird mit gut 200 bar eingespeist, daher braucht man dort Wanddicken des Rohres von gut 40mm. Da man ohne Verdichter in der Ostsee arbeitet kommt das Gas in Lubmin nur noch mit gut 100 Bar an, also Wanddicken von knapp 30 mm,. NS2 stand wohl mit 105 bar unter Druck. Mann käme also für die 3 nördlichen Sprengungen beider Leitungen vlt. nur noch mit 70kg/je Sprengladung aus. Für die südliche Sprengung der NS2 auf Grund der Wandstärke vlt. nur noch 40kg. Also auch hier die Gesamtmenge halbiert, weil man ja mit der Sprengladung das Rohr nicht komplett zerdeppern muss.

Man muss den 12cm Stahlbetonmantel beschädigen und das Rohr schwächen, Das schafft Hexagon, mit einer Ausbreitungsgeschwindigkeit während der Explosion von um die 9000m/s (über 32000km/h) dicke,, dann kommt die verdrängte Wassermasse wie ein Hammer zurück und als 3. und Letztes bringt der Innendruck die Leitung zum bersten ...
Die Bilder zeigen ja die nach außen gewölbten Rohrwände.

Sie zeigen aber auch die Strömung, wo sich ein Taucher selber kaum festhalten kann und dann soll er nebenbei auch noch vlt. 20kg Pakete Sprengstoff runterbringen, anbringen und verkabeln. Vom Finden der Leitungen, Equipment um da unten unter diesen Bediungen, mit den Lasten zu arbeiten, wieder aufzutauchen und das gleiche nochmal 70km weiter und das innert einer Woche ganz zu schweigen ...

Warum 20kg Pakete? Die wären ohne Verdacht in Koffern an Bord zu bringen, ist halt Gepäck der Besatzung ...
Und beim auspacken der Pakete sind dann vlt. Anhaftungen des Sprengstoffes in mikroskopischen Mengen überall auf der Yacht, so auch auf dem Tisch, nachweisbar gewesen. Da wird jetzt nicht überall grammweise Pulver rumgelegen haben ... ;)
Pulver sowieso nicht, das Hexogen wird mit Wachs und weiteren Zusätzen phlegmatisiert, handelbar und transpotfähig gemacht, also Knete.

Wie gesagt ich traue unseren Ermittlungsbehörden allerhand zu, aber unterstelle auch eine gewisse Abhängigkeit, so dass diese mit ihren Ermittlungsergebnissen nicht einfach an die Öffentlichkeit gehen, ist ja eh nicht üblich, aber hier nochmals sensibler, so dass nur das bekannt wird, was die Politik wünscht ... Siehe Leipzig!

-ah-
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