Der ganz alte Trick. Alles wird auf dem Konto von Mama, Bruder, Vetter etc. geparkt.Axel Henrich hat geschrieben: 04 Nov 2026, 12:21 Er ist ja auch, ganz bescheiden, mit nur ein paar Rubeln auf dem Sparbuch gestoben. Hat Schwiegermutti immer erzählt ...![]()
Ost- und Westdeutschland, Beziehung zur Sowjetunion und Russland
- Wladimir30
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Re: Ost- und Westdeutschland, Beziehung zur Sowjetunion und Russland
Nach dem Kaffee ist vor dem Kaffee
Re: Ost- und Westdeutschland, Beziehung zur Sowjetunion und Russland
Würdest Du uns aufklären, warum? In diese Zeit fiel auch der sogenannte Голодомор in der ukrainischen Sowjetrepublik. Die drei slawischen Nachfolgestaaten zum Beispiel und ihre Führungen bewerten dieses Ereignis heute recht unterschiedlich. Es gibt leider keine Zeitzeugen mehr.HJ52 hat geschrieben: 03 Nov 2026, 15:49
"Fesselnd", fuer mich, die Jahre 1928 bis 1941 in der UdSSR. Wurde in der POS kaum vermittelt.
Denken die Deutschen nicht in Blöcken?Wladimir30 hat geschrieben: 03 Nov 2026, 18:37 ...ein besonderes Phänomen der russischen Mentalität. Die geschichtliche Zeitwahrnehmung ist eine andere als "im Westen". Während es im Westen (in Deutschland) ein Kontinuum ist, das als solches empfunden und betrachtet wird, ist es im russischen Denken mehr ein blockweises Empfinden. Ein Block fängt an, und wenn er abgeschlossen ist, wird das Fenster zugemacht und ein neuer Block fängt an. Das mag merkwürdig klingen, ist aber in mehreren Untersuchungen so bestätigt worden.
Persönlich, etwa die Tage zählen bis zum Renteneintritt, als Beendigung eines Lebensabschnittes, der auch einmal begann?
Gesellschaftlich, zum Beispiel die Zeit von 1933 bis 1945?
Geschichte wird oft neu bewertet, teilweise umgeschrieben. Da gibt es auch in der Sowjetunion/ Russland genug Beispiele. Nach einem großen Umbruch braucht es oft Zeit, damit Neues verarbeitet werden kann. Und einen, der eben schreibt und über das Geschriebene wacht.Wladimir30 hat geschrieben: 03 Nov 2026, 18:37 Zunächst wurde die Zeit vor 1991 relativ schnell ausgeblendet. Dann wurden grob gesagt alle halbe Jahr die Geschichtsbücher komplett neu geschrieben. In der Chaosübergangszeit gab es andere Probleme, da hat man sich um die jüngste Vergangenheit kaum gekümmert, also wurde da auch nichts aufgearbeitet. Erst später begann man meinem Empfinden nach langsam mit einer Aufarbeitung, die aber eher zögernd vor sich ging. Na ja, wie Du ja auch schreibst, bis heute wird das eher wenig daran gearbeitet. Wie gesagt, der Block ist erstmal abgeschlossen.
Mit interessierten Russen kann ich genauso sprechen oder philosophieren über die Sowjetunion und Russland, wie mit Deutschen über die DDR und BRD, wenngleich ich bei ersteren als Ausländer in der Runde hauptsächlich Gast bin, aber eben auch manchmal Zeitzeuge...
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Re: Ost- und Westdeutschland, Beziehung zur Sowjetunion und Russland
Ich glaube, das würde den Rahmen dieses Forums sprengen. Wirklich alles zu erfahren, dabei halbwegs glaubwuerdige Quellen auszuwaehlen und nicht der Deutungshoheit einzelner Buchautoren zu verfallen, ist nicht einfach.
Zunaechst habe ich mich mit Timothy Snyder beschaeftigt. Stell Dir auf der Karte eine senkrechte Linie bei Smolensk vor und eine weitere ungefaehr bei Warschau. Um die Geschichte des Gebiets dazwischen geht's. Um die baltischen Staaten, Westrussland, Weissrussland, Polen und die Ukraine, Krim, Rumaenien und Ungarn.
In diesem Gebiet richteten Stalin und Hitler zwischen 1928 und Ende der vierziger Jahre ein entsetzliches Blutbad an. Nach Snyders Berechnung wurden dort mehr als 14 Millionen Menschen getoetet, die nicht an Kampfhandlungen beteiligt waren.
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Re: Ost- und Westdeutschland, Beziehung zur Sowjetunion und Russland
Wenn jemand eine Empfehlung ueber Stalin hat, immer her damit. Momentan hab ich Ian Kershaw's Hitler - Die Biographie in den Lautsprechern, bin noch ziemlich am Anfang.
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Re: Ost- und Westdeutschland, Beziehung zur Sowjetunion und Russland
Hab vor über 10 Jahren kurz nach dem Erscheinen "Verbrannte Erde: Stalins Herrschaft der Gewalt" von Jörg Baberowski gelesen. Fand das Buch damals sehr gut. Das hat auf mich einen bleibenden Eindruck gehabt und prägt mein Bild von der Zeit bis heute.HJ52 hat geschrieben: 05 Nov 2026, 19:12 Wenn jemand eine Empfehlung ueber Stalin hat, immer her damit. Momentan hab ich Ian Kershaw's Hitler - Die Biographie in den Lautsprechern, bin noch ziemlich am Anfang.
Re: Ost- und Westdeutschland, Beziehung zur Sowjetunion und Russland
Ich habe keine Empfehlung über Stalin aber eine Zeitzeugin(Geburtsjahr 1937) der ich mal lauschen durfte…HJ52 hat geschrieben: 05 Nov 2026, 19:12 Wenn jemand eine Empfehlung ueber Stalin hat, immer her damit. Momentan hab ich Ian Kershaw's Hitler - Die Biographie in den Lautsprechern, bin noch ziemlich am Anfang.
Geboren auf dem Territorium der UA, beim Vormarsch der Wehrmacht wurden die Eltern getötet und sie mit den Geschwistern nach Bayern verfrachtet.
Als Kind beim Spielen von einem Baum gefallen und in München operiert(Akten über die op wurden noch 1990 in rlp, nach Anforderung, vorgelegt. Immer noch Probleme mit dem Bein)
Nach dem Krieg sind die Geschwister in einem Kinderheim in Kasachstan gelandet, O-Ton, und von den russischen Frauen haben die Kinder das letzte Brot bekommen, auch wenn es deutsche Kinder waren und die Frauen ihre Söhne, Männer etc. im Krieg gegen die deutschen verloren haben.
Sie hat jedem den Mund verboten, eine sehr wortkarge Frau, wenn er was schlechtes gegen Stalin gesagt hat.
Sie wird ihm bis an ihr Lebensende dankbar sein, weil sie nur überlebt haben wegen den Kinderheimen.
Ist schon beeindruckend wenn du solchen Leuten mal lauschst und dann kommen irgendwelche daher und erzählen die wie schlecht es doch alles war und wie sehr die Russen alles unterdrückt haben…
Diese Unterdrückung merkt man zum Beispiel in meinem Geburtsprt an den Namen der Direktoren der Kolchose.
Weiß, Berger, Zimmermann, Maurer usw
Alles die armen unterdrückten Seelen, ungefähr so wie Kaja Kalas Vater auch unterdrückt wurde in der Sowjetunion…
Gummihälse, mehr fällt mir da nicht ein