manuchka hat geschrieben:...Sei bitte nicht sauer, das sag ich dir freundschaftlich, aber du verscherzt dir sonst unter Umständen einige Sympathien.
Wie sagte meine Oma immer: "Der Ton macht die Musik."
Manu
PS: Ich weiß auch nicht, was Klosetts mit Politik zu tun haben - ist mir jetzt auch nicht mehr zu helfen?
@ Manu / @ all: Sauer bin ich für Deinen Hinweis keineswegs, auch wenn ich nicht so ganz verstehe, warum Du Dich dazu angesprochen bzw. veranlssst siehst.
Okay, Du meinst es freundschaftlich und siehst wohl auch keinen Grund, dass sich mir die Haare zu Berge stellen, wenn der Name Max Weber in einem derart verkürzten Zusammenhang erwähnt wird.
Auch mit dem Begriff Liberalität muss man sich ja nicht unbedingt anfreunden, aber die so häufige verunglimpfende Verwendung des Begriffes gehörig auf die Nü...:
Paul hat geschrieben:Wäre ich ein Liberaler, würde ich darauf entgegnen, daß ganz offensichtlich ein Markt für Studienplätze existiert, und die Person aus Deinem Beispiel, da ihre Nachfrage auf dem einheimischen Markt nicht befriedigt werden konnte, sich nunmehr auf einen Markt mit günstigeren Angeboten begeben hat.
Bei dem zitierten Satz wird leider nicht im Mindesten auf das eingegangen, was ich als durchaus vorhandene Veranlassung der gigantischen Anzahl russischer Staatsbürger nur beispielhaft angeführt habe, ihre Heimat zu verlassen. Denn zuvor hieß es verkürzend:
Paul hat geschrieben:Nur ist es doch bitte in RU heute mitnichten so schlimm, daß man ins Exil gehen muß.
Zum Einen hatte ich explizit den Begriff "Bildungsexil" verwendet, und zum Zweiten halte ich es für schlicht und einfach zynisch, den Bedarf an encouragement und civic developement in der RF in Abrede zu stellen.
Zu Deinem PS: Du willst mir doch wohl nicht ernstlich weiß machen wollen, dass Du nicht wüsstest, dass sanitäre und humanitäre Standards im wesentlichen auf die Gesesetzgebung zurückzuführen sind, die nun einmal Bestandteil der Politik ist.
Und was z.B. die "Klosetts" (ich schrieb "Toiletten") anbelangt, spielt die Kundenwerbung an freien - nicht mafiös kontrollierten - Märkten durchaus eine ebensolche Rolle.
M.a.W. man nennt das auch Kundenfreundlichkeit, wenn man in Kaufhäusern, Baumärkten etc. auch ohne eine explizite Vorschrift Sanitärräume zur Verfügung stellt.
Derartige "Kleinigkeiten" werden hierzulande durchaus sehr geschätzt (insbesondere von Zugewanderten, die dergelichen aus der Heimat nicht kennen) , aber in der RF gilt man als Unternehmer wohl eher als "schön blöd", wenn man sich mit solchen Gedanken beschäftigt.
Und nun erst recht back to topic: Ich habe nicht die Venus geheiratet und sie hier her geholt!!!
Sie hat es ganz allein geschafft und hätte mich nicht dazu gebraucht. Sie lief mir in Berlin rein zufällig über den Weg, als sie an einem Austauschseminar über die Entwicklung der Zivilgesellschaft in den Postkommunistischen Staaten teilnahm.
Das Wesentlichste was ich ihr beibringen konnte war u.a., dass Fahrräder ein sehr sinnvolles innerstädtisches Verkehrsmittel sind, wie man sich zur Fakultätssprecherin wählen lässt, das Polizisten nicht beißen und dass man sich vor Behörden und sonstigen Pseudoautoritäten nicht fürchten braucht.
Es ist aber nun nicht etwa die Konsequenz, sich hier ddauerhaft bequem einnisten zu wollen, sondern dort etwas zu machen, wo es Bedarf gibt - auch gegen Widerstände.
Für manche mag das zu pathetisch klingen, aber zum Glück finden sich eben nicht alle damit ab, die Gegebenheiten in der RF einfach so hinzunehmen.
Nun was solls. Es ist wohl eher eine Frage von idealistischer Natur, die ich bei Eröffnung dieses Thread thematisieren wollte. Hat offenbar nur sehr bedingt funktioniert.
Und nach langjähriger Zusammenarbeit mit "König Kurt" habe ich unverzüglich allergische Reaktionen, wenn die Rückkehr zur Monarchie als Alternative zur Vermeidung einer bürgerlichen Demokratie in die Diskussion geworfen wird.
Ich hoffe, mich nicht schon wieder im Ton vergriffen zu haben und wenn doch, ist es halt Pech.
Grüße
Zeppelin