West-Ost-Durchquerung auf der Transpazifika
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Frank
Re: West-Ost-Durchquerung auf der Transpazifika
Hallo Ragnar,
die Straße war da, wenn du die Federalka oder Transpazifika meinst - allerdings war sie häufig etwas anders gelegen, als in der Karte und im Navitel angegeben. Vor dem Bau der neuen Trasse existierten ja auch schon Ortsverbindungsstraßen. Diese sind tw. ausgebaut worden - teilweise hat man aber auch quer durch die Taiga eine völlig neue Trasse, fernab von jeder Besiedlung gebaut. Mitten durch das baumbestandene Nichts. Über hunderte Kilometer Baustellen mit nervigen Umleitungen, über hunderte Kilometer sandgeschlämmte Schotterdecke und über hunderte Kilometer Schlagloch an Schlagloch mit Durchschnittsgeschwindigkeiten von nicht mehr als 15 km pro Stunde. Die wirklich kritische Strecke beginnt ca. 300 km hinter Tschita bis Chabarowsk, wobei zwischendurch und keinem Schema folgend, immer `mal wieder 20 oder 30 km lange asphaltierte Abschnitte liegen. Von Chabarowsk bis WW ist es relativ einfach zu fahren, aber auch hier gibt es "haarige" Abschnitte.
Wir haben zwei Reifen eingebüßt - aber es hätte noch schlimmer kommen können. Bei den großen PKW-Transportern sieht man mindestens 6 Ersatzräder, die jeder zum schnellen Wechsel für unterwegs mit sich führt. Es ist eben doch etwas völlig anderes, als die Kilometerfresserei in den USA oder in Canada auf kinderpopoglatten Straßen. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie es auf der Federalka im Frühjahr oder Herbst aussieht. "Pfützen groß wie Seen" meinten die Peregontschiki. Beeindruckend war allerdings angesichts dieser Zustände die wirklich bedingungslose Hilfsbereitschaft untereinander, weil jeder weiß: er könnte schon 100 m weiter der nächste sein, den es trifft.
Was wir interessant gefunden haben - für dich als ausgemachten Eisenbahnfachmann vielleichtbnicht neu - waren die Bahnübergänge mit den kleinen Barrieren, die sich bei geschlossenen Schranken aufstellen, damit wirklich niemand den Bahnübergang passieren kann...
Fakt ist, dass der Russland-Virus in uns sitzt. Nächstes Jahr wollen wir in Richtung Murmansk, Archangelsk usw. fahren. Daran kann man sehen - ganz so schlimm war es nun auch wieder nicht
Frank
die Straße war da, wenn du die Federalka oder Transpazifika meinst - allerdings war sie häufig etwas anders gelegen, als in der Karte und im Navitel angegeben. Vor dem Bau der neuen Trasse existierten ja auch schon Ortsverbindungsstraßen. Diese sind tw. ausgebaut worden - teilweise hat man aber auch quer durch die Taiga eine völlig neue Trasse, fernab von jeder Besiedlung gebaut. Mitten durch das baumbestandene Nichts. Über hunderte Kilometer Baustellen mit nervigen Umleitungen, über hunderte Kilometer sandgeschlämmte Schotterdecke und über hunderte Kilometer Schlagloch an Schlagloch mit Durchschnittsgeschwindigkeiten von nicht mehr als 15 km pro Stunde. Die wirklich kritische Strecke beginnt ca. 300 km hinter Tschita bis Chabarowsk, wobei zwischendurch und keinem Schema folgend, immer `mal wieder 20 oder 30 km lange asphaltierte Abschnitte liegen. Von Chabarowsk bis WW ist es relativ einfach zu fahren, aber auch hier gibt es "haarige" Abschnitte.
Wir haben zwei Reifen eingebüßt - aber es hätte noch schlimmer kommen können. Bei den großen PKW-Transportern sieht man mindestens 6 Ersatzräder, die jeder zum schnellen Wechsel für unterwegs mit sich führt. Es ist eben doch etwas völlig anderes, als die Kilometerfresserei in den USA oder in Canada auf kinderpopoglatten Straßen. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie es auf der Federalka im Frühjahr oder Herbst aussieht. "Pfützen groß wie Seen" meinten die Peregontschiki. Beeindruckend war allerdings angesichts dieser Zustände die wirklich bedingungslose Hilfsbereitschaft untereinander, weil jeder weiß: er könnte schon 100 m weiter der nächste sein, den es trifft.
Was wir interessant gefunden haben - für dich als ausgemachten Eisenbahnfachmann vielleichtbnicht neu - waren die Bahnübergänge mit den kleinen Barrieren, die sich bei geschlossenen Schranken aufstellen, damit wirklich niemand den Bahnübergang passieren kann...
Fakt ist, dass der Russland-Virus in uns sitzt. Nächstes Jahr wollen wir in Richtung Murmansk, Archangelsk usw. fahren. Daran kann man sehen - ganz so schlimm war es nun auch wieder nicht
Frank
- Zejtnot
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Re: West-Ost-Durchquerung auf der Transpazifika
Das wurde im letzten Jahrzehnt im großen Umfang entlang vieler Hauptstrecken eingebaut, weil die bis dahin üblichen Halbschranken einfach niemanden interessiert haben. Diese Barrieren hingegen machen ein Überfahren selbst für einen obercoolen Hummer-Fahrer unmöglich.Frank hat geschrieben:Was wir interessant gefunden haben waren die Bahnübergänge mit den kleinen Barrieren, die sich bei geschlossenen Schranken aufstellen, damit wirklich niemand den Bahnübergang passieren kann...
Wobei ich auch schon Schrankenwärter gesehen habe, die zwischen zwei Zügen schnell mal die Barrieren versenkt haben und die Autofahrer an der geschlossenen Schranke vorbeigewunken haben.
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Frank
Re: West-Ost-Durchquerung auf der Transpazifika
Tja, das ist dann wohl so ein bißchen "russische Folklore" ?
Aber wenn man diese Klappen das erste Mal sieht, staunt man nicht recht. Cool sind auch die teilweise noch von Hand bewegten und liebevoll rot-weiß gestrichenen Holzhalbschranken.
Aber wenn man diese Klappen das erste Mal sieht, staunt man nicht recht. Cool sind auch die teilweise noch von Hand bewegten und liebevoll rot-weiß gestrichenen Holzhalbschranken.