ERFAHRUNGSBERICHT - Auto nach Russland exportiert!
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Gast
ERFAHRUNGSBERICHT - Auto nach Russland exportiert!
Am 03.07.04 sind wir, meine Freundin Olga und ich, in St. Petersburg mit der Fähre aus Rostock angekommen. Wir wollten unseren KIA Carnival nach Ekaterinburg überführen.
Ich hatte mich vorher bei deutsch-russischen Auto-Exporteuren erkundigt, wie mein ein Auto nach Russland exportiert. Alle sagten mir, dass es schwierig wird. Wie schierig, dass kann man sich nicht wirklich vorstellen:
1. Tag
09.00
Ankunft in St. Petersburg
Wir verlassen die Fähre und warten auf unsere Abfertigung.
13.00
Wir sind dran: Reisepass, Fahrzeugpapiere (dt. Kfz-Brief) und das Innere
unseres Wagen werden kontrolliert. Alles okay. 3 x weise ich darauf hin, dass ich 6.000 Euro in der Tasche habe und ich eine "Einfuhrbestätigung" haben möchte, damit ich das Geld später wieder legal "exportieren" kann - ich bekomm sie dann auch, ohne das jemand das Geld sehen möchte.
14.00
Wir müssen den Wagen auf einem Zollparkplatz abstellen und uns werden die Wagenschlüssel abgenommen.
14.30
Wir gehen ins Zollgebäude und wollen Zoll bezahlen. Auf die Frage, "wo?"
bekommen wir von den Zöllner die Antwort, dass sie das nicht wissen, aber ohne einen "Einzahlungsbeleg" bekommen wir unser Auto hier nicht raus!
15.00
Wir diskutieren mit anderen "Importeuren". Einhellige Meinung: wir müssen zur Zulassungsstelle in St. Petersburg und dort zahlen.
15.30
Wir sitzen im Taxi
16.00
Ankunft an der Zulassungsstelle
16.30
Wir haben den Chef der Zulassungsstelle gesprochen: Hier können wir nicht verzollen. Nur Personen die in der Region St.Petersburg wohnen, können hier bezahlen. Wir müssen Zoll "für" Ekaterinburg zahlen. Das kann man, seines Wissens nur beim Baltic-Zoll in St.Petersburg - die schliessen aber um 17.00.
17.00
Der Tag ist gelaufen. Ohne irgendwelche persönlichen Sachen suchen wir uns ein Zimmer.
2. Tag
10.00
Wir sind beim Baltic-Zoll in St. Petersburg. Man sagt uns, dass man hier alles verzollt - nur keine Autos!
11.00
Wir sprechen den Chef der Behörde (ein Riesenarschloch). Nein, hier kann man Autos nicht verzollen und wo, dass weiss er auch nicht!
12.00
Olga heult auf dem Flur
12.15
ein freundlicher Zollbeamter bittet uns in sein Zimmer. Er fragt nach unserem Problem und fängt an zu telefonieren.
13.00
Nach mehreren Gesprächen stellt sich heraus, dass man "sein" Auto in seinem Wohnort in Russland verzollen muss!
Nochmals "vielen Dank" an diesen unbekannten, super netten Beamten!!!
14.00
Wir sind frustriert und fahren zum Flughafen von St. Petersburg.
"Bitte 2 x nach Ekaterinburg!" "Für heute sind alle drei Flüge ausgebucht!"
Olga und ich schauen uns nur sprachlos an, wir ringen nach Luft und unsere Blicke suchen verzweifelt die äußerst seltenen Sitzgelegenheiten auf Russlands Flughäfen.
15.00
Wir fahren zurück zu unserem Wagen und wollen ein paar persönliche Sachen aus dem Wagen holen - das Gebäude ist fast menschenleer. Ein "freundlicher" Zöllner fragt, was wir denn noch hier machen würden. Wir erzählen unsere Geschichte. "Ich geb euch jetzt mal eine Telefonnummer, die ruft ihr an und der macht alles!"
16.00
Wir holen ein paar Sachen aus dem Wagen und telefonieren mit unserer Kontaktperson Sergej. "Ich mach das für euch für ca. 500 USD - garantiert!" Ich muss kurz nachdenken und willige ein.
"Wir treffen uns morgen an der Zulassungsstelle von St. Petersburg. Ihr bringt die volle Summe für den Zoll mit und den Pass einer Person, die in St. Petersburg wohnt. Über ihren Namen wird das Auto importiert, ihr zahlt und danach kauft ihr das Auto für 1 Rubel wieder zurück!"
16.15
Mir wird es flau im Magen.
17.00
Wir sind wieder auf unserem Zimmer und suchen die "besondere Person".
20.00
Larissa, wohnhaft in St. Petersburg, sagt zu. Sie gibt uns ihren Pass.
3. Tag
09.00
Wir treffen Sergej am Strassenverkehrsamt. Ein 43-jähriger, kurzhaariger
sympatischer netter Kerl. Kurze Einweisung wie es ablaufen wird: ich soll
draussen bleiben und Olga und Sergej verschwinden in der Behörde mit meinem Geld.
Sergej ist ein "DEKLARANT". Ohne einen Deklaranten bekommt man in Russland nichts verzollt - auch wenn man ALLE Papiere hat!
11.00
Mein Geld ist weg! Dafür halt ich jetzt ne Quittung über 5.000 Euro in meinen Händen. Olga erzählt mir, dass der Kassierer für uns extra das Kassenhaus geöffnet hat. Sie sind dann an einer Warteschlange vorbei gegeangen und haben bezahlt. Danach wurde das Kassenhaus wieder geschlossen. 20 mal täglich wird es für Zahlungen nur geöffnet - ca. 50 Leute stehen davor!
Hier die Zollgebühren nach ccm für 3 - 7 Jahre alte Fahrzeuge: (aus der Erinnung, ohne Garantie!):
unter 2.000 ccm 1,45 Euro pro ccm
2.001 - 3.000 ccm - 2,00 Euro pro ccm
ab 3.001 hab ich vergessen ;-)
13.00
Olga und Sergej gehen mit der Quittung zurück ins Gebäude um eine Bescheinigung zu erhalten, damit wir jetzt mit unserem Auto in, und NUR IN St. Petersburg, fahren können.
15.00
Wir haben die Fahrerlaubnis und fahren mit dem Taxi zum Hafen.
16.30
Wir verlassen das Hafengelände und ich fahre durch die Strassen von St. Petersburg zurück zu unserer Unterkunft. Für Morgen sind wir wieder mit Sergej verabredet.
4. Tag
09.00
Wir brauchen jetzt ein "Transit-Kennzeichen" um nach Ekaterinburg fahren zu können. Ich fahre mit unserem Wagen auf den Stacheldraht umsäumten Kfz-Hof der Zulassungsstelle. Vor uns sind schon andere auf den Hof gefahren. Alle müssen die Motorhaube öffnen: Kontrolle der Chasis-Nr. UND der Motornummer.
11.00
Der Inspektor kommt. Die Chasis Nummer findet er auf Anhieb, aber nicht die Motornummer. "Ohne Motornummer kriegt ihr keinen Stempel und ich weiss nich wo sie ist!" sagt er. Ratlos schau ich in die Runde. Ich weiss auch nur, dass ein Auto vier Reifen hat...!
Ich sehe einen Kerl im Blaumann, der immer mit einem Spiegel von einem Auto zum anderen läuft. Für 100 Rubel sucht und findet er (nach einer Stunde!) unsere Motornummer.
Wichtig!: neben uns standen einige Fahrzeuge die stark verrostete Motornummern hatten. Dann wird mit 100%igem Chlor gereinigt. Ist die Nummer dann immer noch nicht zu lesen, dann muss der Wagen zum Röntgen und man wartet 14! Tage auf das Ergebnis.
13.00
Mittagessen im Restaurant "Barcelona" im Gebäude der KFZ-Stelle
14.00
Es tritt ein neues Problem auf: wir brauchen, um unseren Wagen zurückkaufen zu können, Larissa UND eine sog. "I.N.N-Bescheinigung" (eine Art Renten-/Versicherungsbescheinigung) von ihr. Wir telefonieren mit ihr - sie hat keine (kann man beantragen, dauert 5 Tage).
14.30
Sergej telefoniert mit einem Freund aus der Kfz-Behörde. Es geht auch ohne, aber Morgen ist er wieder im Büro und kann uns helfen.
15.00
Der Tag ist gelaufen und wir verabreden uns für Morgen mit Sergej. "Morgen könnt ihr nach Ekaterinburg fahren!" sagt er noch zum Abschied. Nur mühsam kommt ein kleines Lächeln auf meine Lippen...
5. Tag
09.00
Wir, Olga, Larissa, Sergej und ich, treffen uns auf der Kfz-Stelle.
11.00
Im Büro des Chefs der Kfz-Stelle kauft Olga das Auto von Larissa für 1 Rubel.
12.00
Wir beantragen mit allen Unterlagen die Transit-Kennzeichen
17.00
Wir halten 2 DinA4 große Papierprints in unseren Händen: unsere Transitkennzeichen!!!
17.15
Wir verabschieden uns von Sergej - ein super Kerl der einen super Job gemacht hat!!!!
18.00
Wir bringen Larissa nach Hause und erfrischen uns noch mal kurz.
20.00
Im Westen geht die Sonne langsam unter und wir fahren Richtung Osten: nur noch 2.700 Kilometer bis Ekaterinburg...
Lest dazu meinen Bericht: "Fahren auf Russlands Strassen" in diesem Forum.
Nachtrag:
Vielleicht geht es schneller, aber 4 Tage braucht man wahrscheinlich immer!
Kleinigkeiten hab ich weggelassen, dass würde den Rahmen sprengen.
Was man braucht:
ein (Mwst. ausweisbares) Auto und alle Papiere die man in Deutschland bei der Abmeldung bekommt
Geld für Zollgebühren + ca. 1.000 usd
einen Russen, der das Auto importiert
Telefonnummer von Sergej (mit freundlich Grüssen von Olga aus E-burg, er spricht nur
russisch): 8-911-26-77-270 (russisches Handy, von BRD evtl. ohne erste 8)
IMMER mit der Fähre nach Russland einreisen, NICHT über Polen und Belarus!
Das soll die Hölle sein! Lange Wartezeiten und man ist mitten in der Pampa!
ICH BEANTWORTE KEINE FRAGEN! Keine Zeit und keine Lust!
Wem dieser Bericht nicht reicht und er hat Zweifel, dass er es nicht packt, der sollte es besser sein lassen!
viel Glück!
Ich hatte mich vorher bei deutsch-russischen Auto-Exporteuren erkundigt, wie mein ein Auto nach Russland exportiert. Alle sagten mir, dass es schwierig wird. Wie schierig, dass kann man sich nicht wirklich vorstellen:
1. Tag
09.00
Ankunft in St. Petersburg
Wir verlassen die Fähre und warten auf unsere Abfertigung.
13.00
Wir sind dran: Reisepass, Fahrzeugpapiere (dt. Kfz-Brief) und das Innere
unseres Wagen werden kontrolliert. Alles okay. 3 x weise ich darauf hin, dass ich 6.000 Euro in der Tasche habe und ich eine "Einfuhrbestätigung" haben möchte, damit ich das Geld später wieder legal "exportieren" kann - ich bekomm sie dann auch, ohne das jemand das Geld sehen möchte.
14.00
Wir müssen den Wagen auf einem Zollparkplatz abstellen und uns werden die Wagenschlüssel abgenommen.
14.30
Wir gehen ins Zollgebäude und wollen Zoll bezahlen. Auf die Frage, "wo?"
bekommen wir von den Zöllner die Antwort, dass sie das nicht wissen, aber ohne einen "Einzahlungsbeleg" bekommen wir unser Auto hier nicht raus!
15.00
Wir diskutieren mit anderen "Importeuren". Einhellige Meinung: wir müssen zur Zulassungsstelle in St. Petersburg und dort zahlen.
15.30
Wir sitzen im Taxi
16.00
Ankunft an der Zulassungsstelle
16.30
Wir haben den Chef der Zulassungsstelle gesprochen: Hier können wir nicht verzollen. Nur Personen die in der Region St.Petersburg wohnen, können hier bezahlen. Wir müssen Zoll "für" Ekaterinburg zahlen. Das kann man, seines Wissens nur beim Baltic-Zoll in St.Petersburg - die schliessen aber um 17.00.
17.00
Der Tag ist gelaufen. Ohne irgendwelche persönlichen Sachen suchen wir uns ein Zimmer.
2. Tag
10.00
Wir sind beim Baltic-Zoll in St. Petersburg. Man sagt uns, dass man hier alles verzollt - nur keine Autos!
11.00
Wir sprechen den Chef der Behörde (ein Riesenarschloch). Nein, hier kann man Autos nicht verzollen und wo, dass weiss er auch nicht!
12.00
Olga heult auf dem Flur
12.15
ein freundlicher Zollbeamter bittet uns in sein Zimmer. Er fragt nach unserem Problem und fängt an zu telefonieren.
13.00
Nach mehreren Gesprächen stellt sich heraus, dass man "sein" Auto in seinem Wohnort in Russland verzollen muss!
Nochmals "vielen Dank" an diesen unbekannten, super netten Beamten!!!
14.00
Wir sind frustriert und fahren zum Flughafen von St. Petersburg.
"Bitte 2 x nach Ekaterinburg!" "Für heute sind alle drei Flüge ausgebucht!"
Olga und ich schauen uns nur sprachlos an, wir ringen nach Luft und unsere Blicke suchen verzweifelt die äußerst seltenen Sitzgelegenheiten auf Russlands Flughäfen.
15.00
Wir fahren zurück zu unserem Wagen und wollen ein paar persönliche Sachen aus dem Wagen holen - das Gebäude ist fast menschenleer. Ein "freundlicher" Zöllner fragt, was wir denn noch hier machen würden. Wir erzählen unsere Geschichte. "Ich geb euch jetzt mal eine Telefonnummer, die ruft ihr an und der macht alles!"
16.00
Wir holen ein paar Sachen aus dem Wagen und telefonieren mit unserer Kontaktperson Sergej. "Ich mach das für euch für ca. 500 USD - garantiert!" Ich muss kurz nachdenken und willige ein.
"Wir treffen uns morgen an der Zulassungsstelle von St. Petersburg. Ihr bringt die volle Summe für den Zoll mit und den Pass einer Person, die in St. Petersburg wohnt. Über ihren Namen wird das Auto importiert, ihr zahlt und danach kauft ihr das Auto für 1 Rubel wieder zurück!"
16.15
Mir wird es flau im Magen.
17.00
Wir sind wieder auf unserem Zimmer und suchen die "besondere Person".
20.00
Larissa, wohnhaft in St. Petersburg, sagt zu. Sie gibt uns ihren Pass.
3. Tag
09.00
Wir treffen Sergej am Strassenverkehrsamt. Ein 43-jähriger, kurzhaariger
sympatischer netter Kerl. Kurze Einweisung wie es ablaufen wird: ich soll
draussen bleiben und Olga und Sergej verschwinden in der Behörde mit meinem Geld.
Sergej ist ein "DEKLARANT". Ohne einen Deklaranten bekommt man in Russland nichts verzollt - auch wenn man ALLE Papiere hat!
11.00
Mein Geld ist weg! Dafür halt ich jetzt ne Quittung über 5.000 Euro in meinen Händen. Olga erzählt mir, dass der Kassierer für uns extra das Kassenhaus geöffnet hat. Sie sind dann an einer Warteschlange vorbei gegeangen und haben bezahlt. Danach wurde das Kassenhaus wieder geschlossen. 20 mal täglich wird es für Zahlungen nur geöffnet - ca. 50 Leute stehen davor!
Hier die Zollgebühren nach ccm für 3 - 7 Jahre alte Fahrzeuge: (aus der Erinnung, ohne Garantie!):
unter 2.000 ccm 1,45 Euro pro ccm
2.001 - 3.000 ccm - 2,00 Euro pro ccm
ab 3.001 hab ich vergessen ;-)
13.00
Olga und Sergej gehen mit der Quittung zurück ins Gebäude um eine Bescheinigung zu erhalten, damit wir jetzt mit unserem Auto in, und NUR IN St. Petersburg, fahren können.
15.00
Wir haben die Fahrerlaubnis und fahren mit dem Taxi zum Hafen.
16.30
Wir verlassen das Hafengelände und ich fahre durch die Strassen von St. Petersburg zurück zu unserer Unterkunft. Für Morgen sind wir wieder mit Sergej verabredet.
4. Tag
09.00
Wir brauchen jetzt ein "Transit-Kennzeichen" um nach Ekaterinburg fahren zu können. Ich fahre mit unserem Wagen auf den Stacheldraht umsäumten Kfz-Hof der Zulassungsstelle. Vor uns sind schon andere auf den Hof gefahren. Alle müssen die Motorhaube öffnen: Kontrolle der Chasis-Nr. UND der Motornummer.
11.00
Der Inspektor kommt. Die Chasis Nummer findet er auf Anhieb, aber nicht die Motornummer. "Ohne Motornummer kriegt ihr keinen Stempel und ich weiss nich wo sie ist!" sagt er. Ratlos schau ich in die Runde. Ich weiss auch nur, dass ein Auto vier Reifen hat...!
Ich sehe einen Kerl im Blaumann, der immer mit einem Spiegel von einem Auto zum anderen läuft. Für 100 Rubel sucht und findet er (nach einer Stunde!) unsere Motornummer.
Wichtig!: neben uns standen einige Fahrzeuge die stark verrostete Motornummern hatten. Dann wird mit 100%igem Chlor gereinigt. Ist die Nummer dann immer noch nicht zu lesen, dann muss der Wagen zum Röntgen und man wartet 14! Tage auf das Ergebnis.
13.00
Mittagessen im Restaurant "Barcelona" im Gebäude der KFZ-Stelle
14.00
Es tritt ein neues Problem auf: wir brauchen, um unseren Wagen zurückkaufen zu können, Larissa UND eine sog. "I.N.N-Bescheinigung" (eine Art Renten-/Versicherungsbescheinigung) von ihr. Wir telefonieren mit ihr - sie hat keine (kann man beantragen, dauert 5 Tage).
14.30
Sergej telefoniert mit einem Freund aus der Kfz-Behörde. Es geht auch ohne, aber Morgen ist er wieder im Büro und kann uns helfen.
15.00
Der Tag ist gelaufen und wir verabreden uns für Morgen mit Sergej. "Morgen könnt ihr nach Ekaterinburg fahren!" sagt er noch zum Abschied. Nur mühsam kommt ein kleines Lächeln auf meine Lippen...
5. Tag
09.00
Wir, Olga, Larissa, Sergej und ich, treffen uns auf der Kfz-Stelle.
11.00
Im Büro des Chefs der Kfz-Stelle kauft Olga das Auto von Larissa für 1 Rubel.
12.00
Wir beantragen mit allen Unterlagen die Transit-Kennzeichen
17.00
Wir halten 2 DinA4 große Papierprints in unseren Händen: unsere Transitkennzeichen!!!
17.15
Wir verabschieden uns von Sergej - ein super Kerl der einen super Job gemacht hat!!!!
18.00
Wir bringen Larissa nach Hause und erfrischen uns noch mal kurz.
20.00
Im Westen geht die Sonne langsam unter und wir fahren Richtung Osten: nur noch 2.700 Kilometer bis Ekaterinburg...
Lest dazu meinen Bericht: "Fahren auf Russlands Strassen" in diesem Forum.
Nachtrag:
Vielleicht geht es schneller, aber 4 Tage braucht man wahrscheinlich immer!
Kleinigkeiten hab ich weggelassen, dass würde den Rahmen sprengen.
Was man braucht:
ein (Mwst. ausweisbares) Auto und alle Papiere die man in Deutschland bei der Abmeldung bekommt
Geld für Zollgebühren + ca. 1.000 usd
einen Russen, der das Auto importiert
Telefonnummer von Sergej (mit freundlich Grüssen von Olga aus E-burg, er spricht nur
russisch): 8-911-26-77-270 (russisches Handy, von BRD evtl. ohne erste 8)
IMMER mit der Fähre nach Russland einreisen, NICHT über Polen und Belarus!
Das soll die Hölle sein! Lange Wartezeiten und man ist mitten in der Pampa!
ICH BEANTWORTE KEINE FRAGEN! Keine Zeit und keine Lust!
Wem dieser Bericht nicht reicht und er hat Zweifel, dass er es nicht packt, der sollte es besser sein lassen!
viel Glück!
-
SvenH
-
SvenH
- Sibirier
- Ehrenmitglied

- Beiträge: 5784
- Registriert: 24 Mär 2004, 17:25
- Wohnort: Ermolino Kalushskaya Oblast
..
Also bei mir war es leichter im Oktober 2002. Ich bin in Wyborg über die Grenze mit einem dt. Überführungskennzeichen. Dort habe ich dann für die Dauer des Visums eine grüne Zollbestätigung bekommen. (Brauchte keinen Zoll zu zahlen!). Anschließend haben wir uns in Syktyvkar beim Zoll melden müssen. Dort den Zoll entrichten und das war's.
Also dieses System was Du mitgemacht hast, muß dann neu sein.
Gruß
Sibirier
Also dieses System was Du mitgemacht hast, muß dann neu sein.
Gruß
Sibirier
Re: ..
Oh, ich hatte da kein "System" entdecken koennen.... Muss mir den Bericht wohl nochmal durchlesen :-)Sibirier hat geschrieben:Also dieses System was Du mitgemacht hast, muЯ dann neu sein.
Nein Danke! Und wenn mich ein Auto hier auch 1000 Dollar mehr kosten sollte. Auf sowas habe ich keine Lust. Dann passiert es mir (oder noch wahrscheinlicher meiner Frau) womoeglich noch, das ich im Affekt da irgendwen erwuerge oder die Kehle durchbeisse... und lande noch im Knast....
Und wenn du dann den ganzen Scheiss endlich hast, wirst du am Ende doch hier an jeder Kontrollstelle rausgepickt und musst 1000 Rubel zahlen. Toll!
Dietrich.
-
der Alex
Ja, typisch Deutsch, erstmal machen, dann nachdenken, wie komme ich denn raus..........
Ein Russe (wie ich) hätte sich erstmal beim Zoll in Ekaterinburg informiert und eine klare Auskunft bekommen, dass es einfacher wäre, eine Kaution beim Zoll zu hinterlegen, und, falls man genau weiss, welcher Wagen importiert wird - komplette Zollgebüren vor der Einreise zu bezahlen. Dann kriegt man eine Art "freie Durchfahrtbescheinigung" und hat an der Grenze keine probleme mit dem Zoll.
Also, erstmal fragen, alles weitere danach.
Gruss.
Ein Russe (wie ich) hätte sich erstmal beim Zoll in Ekaterinburg informiert und eine klare Auskunft bekommen, dass es einfacher wäre, eine Kaution beim Zoll zu hinterlegen, und, falls man genau weiss, welcher Wagen importiert wird - komplette Zollgebüren vor der Einreise zu bezahlen. Dann kriegt man eine Art "freie Durchfahrtbescheinigung" und hat an der Grenze keine probleme mit dem Zoll.
Also, erstmal fragen, alles weitere danach.
Gruss.
- Sibirier
- Ehrenmitglied

- Beiträge: 5784
- Registriert: 24 Mär 2004, 17:25
- Wohnort: Ermolino Kalushskaya Oblast
..
Aber es wäre vielleicht doch einfacher gewesen, wenn man in Pieter erklärt hätte, denn Wagen bei der Ausreise wieder mitzunehmen und die Verzollung dann Ekaterinenburg durchführen zu lassen....
-
Dirk F.
@Alex
Hi,
kannst Du mir das mit der Kaution oder der vollen Zollgebühr nochmal genau erklären?
Ich möchte demnächst meinem Schwiegervater einen gebrauchten Wagen mitbringen.
Leider weiß ich auch noch nicht so genau wie das klappen soll.
Also, mein Schwiegervater muß in seinem Gebiet (Ivanovoer Oblast) den Wagen am besten voll versteuern und schickt mir dann die Einfuhrgenehmigung, richtig?
Braucht er dafür nicht den KFZ-Brief?
Wie geht das?
Danke für Deine Antwort im voraus.
Dirk
Hi,
kannst Du mir das mit der Kaution oder der vollen Zollgebühr nochmal genau erklären?
Ich möchte demnächst meinem Schwiegervater einen gebrauchten Wagen mitbringen.
Leider weiß ich auch noch nicht so genau wie das klappen soll.
Also, mein Schwiegervater muß in seinem Gebiet (Ivanovoer Oblast) den Wagen am besten voll versteuern und schickt mir dann die Einfuhrgenehmigung, richtig?
Braucht er dafür nicht den KFZ-Brief?
Wie geht das?
Danke für Deine Antwort im voraus.
Dirk
-
Alexjunior
Ja, gerne.
Zudem ich aus der benachbarten Region komme und im Oktober selbst ein Auto aus D. exportieren werde.
Melde dich unter alexjunior@list.ru
Zudem ich aus der benachbarten Region komme und im Oktober selbst ein Auto aus D. exportieren werde.
Melde dich unter alexjunior@list.ru
-
Anonymous
Lohnt sich das denn überhaupt ein Auto von hier mit rüber zunehmen?
Wieviel bezahlt man denn in Russland für ein Auto? Habe nur von BMW und ähnlichen Automarken die Preise gehört, die bei rund 50.000USD liegen sollen. Und Ladas sind wohl selbe Preisklasse wie der Golf hier. Aber auf den Strassen wo wir langgefahren sind, will ich mit einem Golf nicht fahren müßen
Wieviel bezahlt man denn in Russland für ein Auto? Habe nur von BMW und ähnlichen Automarken die Preise gehört, die bei rund 50.000USD liegen sollen. Und Ladas sind wohl selbe Preisklasse wie der Golf hier. Aber auf den Strassen wo wir langgefahren sind, will ich mit einem Golf nicht fahren müßen