Einbürgerungstest

Welche Unterlagen werden für ein Visa nach Russland benötigt, was ist eine Migrations-Karte, Probleme mit der Registrierung ... Hilfe findest Du hier.
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manuchka
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Re: Einbürgerungstest

Beitrag von manuchka »

Naja, wenn das in China so zugeht wie in Russland, dann sind die Studenten - gerade am Anfang - ziemlich unselbständig und weder fähig, noch gewöhnt, sich selber um diversen administrativen Kram zu kümmern. Diese Selbständigkeit wird in Russland (bzw wurde, als ich da studierte) weder gewünscht, noch gefördert - da gibt es das Dekanat und allerlei andere zuständigen Personen, die sich darum "kümmern". Man hat weder Rückmeldepflichten, noch freie Stundenplangestaltung - die Leute sind in einem festen System und müssen, ja dürfen (!) sich um nichts selber kümmern. Für die ist das in Deutschland ein Schock, war es für unsere russischen Gaststudenten jedenfalls - wie, selber Stundenplan zusammenstellen? selber in Seminare einschreiben? selber zu Prüfungen anmelden? rückmelden? in ein anderes Wohnheim umziehen - das geht?

Die musste man als deren Tutor am Anfang ans Händchen nehmen, alles erklären, zeigen, mitgehen, manchmal auch nochmal erklären und zeigen, mal an was erinnern und nichts als selbstverständlich voraussetzen, nur weil wir Deutschen an sowas gewöhnt sind. Ich glaube, das meinte der Autor mit "Bringepflicht" der dt. Studis und Profs.
Du erntest, was du säst.
Zeppelin
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Re: Einbürgerungstest

Beitrag von Zeppelin »

manuchka hat geschrieben:... Anfang ans Händchen nehmen, alles erklären, zeigen, mitgehen, manchmal auch nochmal erklären und zeigen, mal an was erinnern und nichts als selbstverständlich voraussetzen, nur weil wir Deutschen an sowas gewöhnt sind. Ich glaube, das meinte der Autor mit "Bringepflicht" der dt. Studis und Profs.
Ähnlich meinte ich es auch, als ich von der Integrationsunterstützung für meinen russ. Teamkollegen berichtete (als Bsp.)

Doch ich beziehe mich auf die täglichen Erfahrungen meiner Frau - in ihrer Rolle als Fachschaftsrätin und Angestellte ihrer Fakultätsverwaltung:
Trotz aller Unterstützung und ausführlicher Beratung gibt es leider sehr wenig Eigeninitiative der ausl. Kommilitonen, um die schlussendlichen Forderungen des JPA zu erfüllen.
Dazu kommt dann noch die oftmals anzutreffende Arroganz, dass man selbst Schuld daran sei, wenn man geholfen hat. Mögen Leute, die sich so verhalten doch ihre Karrieren bitte anderswo machen.
"Wir brauchen Bürokratie, um unsere Probleme zu lösen. Aber wenn wir sie erst haben, hindert sie uns, das zu tun, wofür wir sie brauchen." (Ralf Dahrendorf)
harald55

Re: Einbürgerungstest

Beitrag von harald55 »

Zeppelin hat geschrieben:Das Amt ist es durchaus. Nur muss man beim Lesen von Statistiken recht genau deren Erhebungsgrundlagen sichten, die dann irgend welche Zahlen hervor bringen.
Ich habe noch ein bisschen weiter rechagiert, bei "Welt-Online" (ich war mir doch sicher, die Zahlen zu wissen) und was finde ich - genau die von mir genannten Zahlen, mit der gleichen Quellenangabe vom Amt für Statistik Bln.-Branbg.. Schaue hier http://www.welt.de/berlin/article216716 ... grund.html
Ich glaube "Welt-Online" hat es treffender geschrieben, als ich! :D
Nur die Zahlen stimmen demzufolge.
Zeppelin hat geschrieben:Es ist doch wohl nicht Dein Ernst, Dich darauf zu berufen?
Doch!
Hier steht es doch,
Zitat: "Orientierungslos und einsam: Deutsche Unis und Studenten gehen zu wenig auf Ausländer ein."
Damit ist auch die Pokitik gefordert! Meine ursprüngliche Rede.
Weiter,
Zitat: "die Probleme der ausländischen Studenten wurden von Bildungsforschern und Hochschulrektoren lange nicht wahrgenommen. Wie erfolgreich ihre studentische Karriere verläuft, hängt entscheidend von einem einzigen Faktor ab: davon, wie gut sie sich an der Universität aufgehoben fühlen – akademische Integration nennen die Bildungsforscher dieses Phänomen. Wichtig ist dafür der gute Wille der ausländischen Studenten, (der dürfte vorhanden sein, wenn man ihnen hilft!) aber ihre deutschen Kommilitonen und die Lehrenden haben auch eine Bringepflicht."

Meine Anmerkung: und auch von der Politik nicht wahrgenommen. Außerdem hatte ich von den ausländischen Studenten gesprochen, die erfolgreich ihr Studium abgeschlossen haben. Und die gibt es auch.

LG
Harald
harald55

Re: Einbürgerungstest

Beitrag von harald55 »

harald55 hat geschrieben:.. dringend gesuchte Fachkräfte aus dem Ausland durch unsinnig hohe Einkommensnachweise weiterhin ferngehalten werden.
Zeppelin, hast Du heute "Frontal21" gesehen? Hier noch einmal die Zusammenfassung http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/28 ... 36,00.html

Zu meinen o.g. Satz - die Mindesteinkommensgrenzen für hoch Qualifizierte von 86.400 Euro! Genau das meinte ich.
Genau wie das "Erfolgsrezept Integration"! Egal ob Studenten, gesuchte Fachkräfte, Migranten usw..
Und hier ist an erster Stelle die Politk gefordert! Das was ich sagte!

LG

Harald
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