Der Wunsch nach einer Ehe, aber viele Fragen...
-
Alexander der Große
Der Wunsch nach einer Ehe, aber viele Fragen...
Hallo liebe Forummitglieder. Ich habe folgende Situation. Bin 21, zur Zeit bei dr Bundeswehr (Grundwehrdienst). Ich habe eine Freundin/Verlobte, die in Russland wohnt und studiert. Wir kennen uns schon seit über einem Jahr. Ich war schon über längere Zeit dort, kenne Ihre ganze Familie und bin total zufrieden mit dieser Frau. Vor einem Monat als ich mal wieder bei Ihr war, haben wir uns verlobt. Nun zu der eigentlichen Problemfrage. Wir wollten diesen Sommer hier in Deutschland heiraten(da ich aus dem Forum bereits rausgelesen habe, dass eine Heirat hier ratsamer wäre), sie sollte allerdings zu Еnde studieren, hat noch 1,5 Jahre, weil es sonst reinste Zeitverschwendung wäre, wenn sie das Studium unterbrechen würde. Ich weiss jetzt allerdings gar nicht ob ich sie einladen darf, weil ich nur ein geringes Einkommen habe?!... Es gäbe aber auch andere Möglichkeiten, dass sie hierher kommt, da ihr leiblicher Vater in Deutschland lebt. Mir wäre aber lieber, wenns denn geht, dass ich ein Heiratsvisum für sie bekommen könnte. Können Sie mir weiterhelfen bzw. Tipps geben, wie ich am besten Ihrer Meinung nach vorgehen sollte.
Vielen herzlichen Dank im Voraus.
LG Alexander
Vielen herzlichen Dank im Voraus.
LG Alexander
Zuletzt geändert von Alexander der Große am 18 Jan 2009, 14:19, insgesamt 1-mal geändert.
-
Ragnar Schluchtmann
Re: Der Wunsch nach einer Ehe, aber viele Fragen...
Heirate in Russland. Einzige Empfehlung.
-
Zeppelin
- Zar/iza

- Beiträge: 3051
- Registriert: 25 Jun 2006, 14:12
- Wohnort: Berlin, Gartenhaus 2 Treppen rechts
Re: Der Wunsch nach einer Ehe, aber viele Fragen...
Die Verpflichtungserklärung (VE) für ein Heiratsvisum kann auch eine andere Person abgeben, die genügend hohes Einkommen / Vermögen hat, z.B. Eltern, Verwandte ...
Ansonsten verweise ich auf die FAQ zum Heiraten in D.
Wo ihr heiraten werdet, ist letztlich fas egal. Tut ihr dies hier, wird es allerdings später einfacher mit dem Ehegattennachzug.
Leider werdet ihr wohl auch nach der Hochzeit dann auch weiterhin Visa brauchen, wenn Ihr Euch sehen wollt. Deine Verlobte könnte zwar direkt nach der Heirat eine Aufenthaltserlaubnis bekommen, mit der sie visafrei hin und her reisen könnte, aber sie dürfte damit nicht länger als 183 Tage pro Jahr abwesend sein, damit diese nicht gleich wieder verfällt.
Es gibt jedoch einen bzw bei Euch sogar 1,5 Auswege:
Ausweg 1: Wenn ihr erst im Sommer 2009 heiratet, könnte sie bis zum Beginn des Wintersemesters zunächst mit der AE hier bleiben. Dann fährt sie für einige Monate nach RUS um weiter zu studieren. Über die Weihnachtsferien müsste sie dann wieder her kommen und für 2009 wäre die Regel erfüllt.
Für 2010 dann das gleiche Spiel: Sie fährt nur zum Studium nach RUS, verbringt die vorlesungsfreien Zeiten hier und wenn sie im Juli 2010 fertig wird, kommt sie halt auf Dauer hier her und alles ist gut.
Ausweg 1 +0,5: Ihr findest vertrauensvoll das Gespräch mit Eurer Ausländerbehörde (ABH) und schildert dort in allen Einzelheiten die Situation. Mit etwas gutem Willen kann die ABH nämlich eine längere Abwesendheitsfrist gewähren, die allerdings vorab beantragt werden muss. Das versucht ihr eben.
Und gerade weil es um den erfolgreichen Studienabschluss geht, ist dies auch im Interesse unseres Staates. Denn der will ja, dass Deine Zukünftige, wenn sie dann dauerhaft hier ist, auch möglichst gute Aussichten auf einen Job hat.
Diese Zusatzoption empfehle ich Euch, weil es ansonsten etwas stressig und teuer werden könnte, dauernd hin und her zu reisen.
Entscheidend dafür ist allerdings, dass ihr glaubhaft darlegt, dass auch bei zeitweiliger Abwesenheit Deiner Zukünftigen zu Studienzwecken Eurer gemeinsamer Lebensmittelpunkt hier in D sein wird.
Heiratet ihr hingegen in RUS, fallen diese Optionen ganz weg. Deine künftige Frau müsste dann das übliche Verfahren zum Ehegattennachzug (Familienzusammenführung) durchlaufen. Dabei könnte sie aber nicht auf die Kooperationsbereitschaft der ABH zählen, sondern wäre eben eine beliebige Ausländerin.
Wie steht es denn mit ihren Deutschkenntnissen?
Hättet Ihr die Möglichkeit, dass sie vorab mal als Besucherin herkommt (mit allen nötigen Dokumenten für das Aufgebot), damit ihr gemeinsam zum Standesamt gehen könnt? Das wäre sehr hilfreich und spart einiges an Geld und Zeit. - (siehe FAQ)
Ansonsten verweise ich auf die FAQ zum Heiraten in D.
Wo ihr heiraten werdet, ist letztlich fas egal. Tut ihr dies hier, wird es allerdings später einfacher mit dem Ehegattennachzug.
Leider werdet ihr wohl auch nach der Hochzeit dann auch weiterhin Visa brauchen, wenn Ihr Euch sehen wollt. Deine Verlobte könnte zwar direkt nach der Heirat eine Aufenthaltserlaubnis bekommen, mit der sie visafrei hin und her reisen könnte, aber sie dürfte damit nicht länger als 183 Tage pro Jahr abwesend sein, damit diese nicht gleich wieder verfällt.
Es gibt jedoch einen bzw bei Euch sogar 1,5 Auswege:
Ausweg 1: Wenn ihr erst im Sommer 2009 heiratet, könnte sie bis zum Beginn des Wintersemesters zunächst mit der AE hier bleiben. Dann fährt sie für einige Monate nach RUS um weiter zu studieren. Über die Weihnachtsferien müsste sie dann wieder her kommen und für 2009 wäre die Regel erfüllt.
Für 2010 dann das gleiche Spiel: Sie fährt nur zum Studium nach RUS, verbringt die vorlesungsfreien Zeiten hier und wenn sie im Juli 2010 fertig wird, kommt sie halt auf Dauer hier her und alles ist gut.
Ausweg 1 +0,5: Ihr findest vertrauensvoll das Gespräch mit Eurer Ausländerbehörde (ABH) und schildert dort in allen Einzelheiten die Situation. Mit etwas gutem Willen kann die ABH nämlich eine längere Abwesendheitsfrist gewähren, die allerdings vorab beantragt werden muss. Das versucht ihr eben.
Und gerade weil es um den erfolgreichen Studienabschluss geht, ist dies auch im Interesse unseres Staates. Denn der will ja, dass Deine Zukünftige, wenn sie dann dauerhaft hier ist, auch möglichst gute Aussichten auf einen Job hat.
Diese Zusatzoption empfehle ich Euch, weil es ansonsten etwas stressig und teuer werden könnte, dauernd hin und her zu reisen.
Entscheidend dafür ist allerdings, dass ihr glaubhaft darlegt, dass auch bei zeitweiliger Abwesenheit Deiner Zukünftigen zu Studienzwecken Eurer gemeinsamer Lebensmittelpunkt hier in D sein wird.
Heiratet ihr hingegen in RUS, fallen diese Optionen ganz weg. Deine künftige Frau müsste dann das übliche Verfahren zum Ehegattennachzug (Familienzusammenführung) durchlaufen. Dabei könnte sie aber nicht auf die Kooperationsbereitschaft der ABH zählen, sondern wäre eben eine beliebige Ausländerin.
Wie steht es denn mit ihren Deutschkenntnissen?
Hättet Ihr die Möglichkeit, dass sie vorab mal als Besucherin herkommt (mit allen nötigen Dokumenten für das Aufgebot), damit ihr gemeinsam zum Standesamt gehen könnt? Das wäre sehr hilfreich und spart einiges an Geld und Zeit. - (siehe FAQ)
"Wir brauchen Bürokratie, um unsere Probleme zu lösen. Aber wenn wir sie erst haben, hindert sie uns, das zu tun, wofür wir sie brauchen." (Ralf Dahrendorf)
-
Alexander der Große
Re: Der Wunsch nach einer Ehe, aber viele Fragen...
Vielen herzlichen Danke Zeppelin! Sehr hilfreiche und wichtige Infos. Tut mir leid dass ich nicht eher antworten konnte..Sobald ich da weiter gekommen bin werde ich berichten.
Mit besten Grüßen Alexander
Mit besten Grüßen Alexander
-
Alexander der Große
Re: Der Wunsch nach einer Ehe, aber viele Fragen...
Moin alle zusammen!!
Also ich bin mit den Unterlagen schon etwas weitergekommen
unzwar habe ich die Bescheinigung über die Anmeldung der Eheschließung auf der Hand. Das heisst ich dürfte meine verlobte heiraten. Jetzt ist allerdings ein anderes Problem aufgetaucht, ich weiss nicht wie ich Sie am besten nach Deutschland "holen" kann..
Ich war bei der ABH, dort wurde mir empfohlen, ein einfaches Besuchervisum über meine Mutter machen zu lassen, da ich nicht genügend Einkommen habe (bin beim Bund, Grundwehrdienst). Ich habe es auch so verstanden, dass es mit dem Visum über mich mit einer VE von meiner Mutter gar nicht geht... Und beim Standesamt sagte man mir, dass es den egal sei, wie Sie hier her kommt...
Ich weiss allerdings nicht wie meine Verlobte für dieses Besuchervisum eine Zusage in der Botschaft bekommen sollte, wenn meine Mutter für Sie eine Einladung ausstellt?!... Beim Standesamt meinte der Berater auch, dass man bei der Botschaft auch sagen könnte,dass man zum Heiraten nach Deutschland einreist und die Bescheinigung über die Anmeldung zur Eheschließung vorzeigt...Das wär aber doch total widersprüchlich, als Besucher zum heiraten.... :(
Könntet Ihr mir viellecht da weiterhelfen?? Bzw. Tipps geben wie mans am besten machen kann..
Mit freundlichen Grüßen
Also ich bin mit den Unterlagen schon etwas weitergekommen
Ich war bei der ABH, dort wurde mir empfohlen, ein einfaches Besuchervisum über meine Mutter machen zu lassen, da ich nicht genügend Einkommen habe (bin beim Bund, Grundwehrdienst). Ich habe es auch so verstanden, dass es mit dem Visum über mich mit einer VE von meiner Mutter gar nicht geht... Und beim Standesamt sagte man mir, dass es den egal sei, wie Sie hier her kommt...
Ich weiss allerdings nicht wie meine Verlobte für dieses Besuchervisum eine Zusage in der Botschaft bekommen sollte, wenn meine Mutter für Sie eine Einladung ausstellt?!... Beim Standesamt meinte der Berater auch, dass man bei der Botschaft auch sagen könnte,dass man zum Heiraten nach Deutschland einreist und die Bescheinigung über die Anmeldung zur Eheschließung vorzeigt...Das wär aber doch total widersprüchlich, als Besucher zum heiraten.... :(
Könntet Ihr mir viellecht da weiterhelfen?? Bzw. Tipps geben wie mans am besten machen kann..
Mit freundlichen Grüßen
Re: Der Wunsch nach einer Ehe, aber viele Fragen...
Schon interessant, was man heutzutage so alles direkt von der Ausländerbehörde und vom Standesamt empfohlen bekommt. Der eine rät offen dazu einen falschen Reisezweck anzugeben. Und der andere empfielt dann auch noch glatt die Papiere, die genau das beweisen, gleich mit beizulegen. Dann könnte das Visum auch gleich ohne viel Aufheben wegen Zweifel am Reisezweck abgelehnt werden. Zu diskutieren, was wie und wann im Interview gesagt wurde, gäbe es ja auch nichts. Die Beweispapiere sprechen dann für sich. Wäre interessant, was passiert, wenn du das Ganze dann auch mal schriftlich haben willst. Oder dann spätestens, wenn´s mit dem Besuchsvisum gut geht zu heiraten und dann der eigentliche Bearbeiter erst einmal eine Wiederausreise und eine ordentliche Familienzusammenführung haben will. Das sowas dann nicht passieren muss, zeigen einige Beispiele. Ob man sich dann aber gerade diese als Vorlage aussucht. Naja..mittlerweile scheint es ja ´in´ zu sein, alles zu machen, um bloss nicht den normalen Weg gehen zu müssen. Ich bedauere aber dann auch keinen - nicht ein bischen - bei dem es dann nachher bei der ABH nicht glatt läuft.
Учись, студент! Кто не работает - тот ест
Re: Der Wunsch nach einer Ehe, aber viele Fragen...
@Alexander der Große: da Ihr erst ma nicht zusammen leben wollt, weil Deine verlobte erst mal mit dem Studium fertig sein wollte, was ich auch richtig finde, wuerde ich entweder mit einem Touristenvisum nach DE kommen oder eben einem Businessvisum. Ob das letzte moeglich ist, bin ich net so sicher, denn Deine Verlobte studiert noch. Dem Standesamt ist tatsaechlich latte, wie man in DE einreist, Hauptsache legal. Was ich NICHT empfehlen wuerde, ist bei der Botschaft was von der bevorstehenden Hochzeit sagen, wenn man nicht ein Famielienzusammenfuehrungsvisum beantragt. Das Visum soll dem Zweck der Einreise entsprechen!!!
7punkt
7punkt
"Ich weigere mich, einen Unterschied zwischen den Voelkern zu machen und von guten und schlechten Nationen zu sprechen, aber einen Unterschied zwischen den Menschen muss ich machen." F. Duerrenmatt "Der Verdacht"
-
Alexander der Große
Re: Der Wunsch nach einer Ehe, aber viele Fragen...
Danke für eure Antworten!! Werde es doch versuchen mit dem eigenen Einkommen...Hab mir nämlich n Nebenjob auf die schnelle besorgt :idea: , hoffe, dass es klappen wird mit der Einladung.
