Afghanistan

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Glider
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Re: Afghanistan

Beitrag von Glider »

Kultgrieche hat geschrieben:Kann mir eigentlich nochmals einer erklären, warum meine Steuergelder in Afghanistan verbraten werden? Wo ist da der Mehrwert für mich?
Weil sich ein paar Nasen in unserer Regierung zu dieser Aktion haben breitschlagen lassen, gegen den Willen des Volkes, das von der Regierung sowieso für blöd gehalten wird. Wenn ich nur so einen dummen Spruch mir in Erinnerung rufe, wonach Deutschlands Freiheit am Hindukusch verteidigt würde :evil: .
Wenn man eine deratige Strafaktion gegen Osama und Taliban oder wen auch immer starten möchte, dann sollte man da auch mit aller Macht hineingehen, das bedeutet strengstes Unterjochen und Koloniasieren. Leider scheint es nur ganz oder gar nicht zu gehen. Ist wie mit dem Schwangersein. Ein bisschen schwanger gibt es auch nicht.
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harald63
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Re: Afghanistan

Beitrag von harald63 »

Ic h frage mich, warum man den Bauern nicht einfach das Opium zu einem vernünftigen Preis abkauft.
Die Taliban wäre ihrer Finanzierungsquelle beraubt, die Bauern hätten ein gutes Einkommen und das Opium würde nicht auf dem Rauschgiftmarkt landen.
Nikolaus
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Re: Afghanistan

Beitrag von Nikolaus »

Hm. Gute Frage, die
Antwort wuerde mich auch interessieren...
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zimdriver
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Re: Afghanistan

Beitrag von zimdriver »

harald63 hat geschrieben:Ic h frage mich, warum man den Bauern nicht einfach das Opium zu einem vernünftigen Preis abkauft.
Die Taliban wäre ihrer Finanzierungsquelle beraubt, die Bauern hätten ein gutes Einkommen und das Opium würde nicht auf dem Rauschgiftmarkt landen.
Diese Logik verstehe ich nicht ganz. Die Taliban finanzieren sich dann eben durch "Geschenke" der Bauern, denen das Opium abgekauft wurde, womit die Bauern wiederum kein gutes Einkommen hätten. Damit müssten sie den Preis erhöhen für ihr Opium, was der Bundesrechnungshof ablehnen müsste. Womit wir wieder am Anfang wären mit der Frage: Was haben wir da zu suchen?
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Zejtnot
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Re: Afghanistan

Beitrag von Zejtnot »

Und was sollen wir dann mit all dem Opium machen? Soviel braucht das deutsche Gesundheitssystem doch nicht. Denn: Gibst Du Opi Opium, bringt Opium Opi um.
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zimdriver
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Re: Afghanistan

Beitrag von zimdriver »

Zejtnot, das ist ja das Dilemma. Wir können's einfach nicht lösen. Noch nicht mal ein bisschen weisse Knetmasse lässt sich unterbringen... :lol:
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harald63
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Re: Afghanistan

Beitrag von harald63 »

Zejtnot hat geschrieben:Und was sollen wir dann mit all dem Opium machen? Soviel braucht das deutsche Gesundheitssystem doch nicht. Denn: Gibst Du Opi Opium, bringt Opium Opi um.
Wieso sollen wir was mit dem Opium machen können? Wenns die Pharamaindustrie nicht brauchen kann, verbrennen wir es halt. Es geht ja nicht ums Opiumgeschäft an sich. Es ist halt eines der wenigen Produkte, mit denen die Bauern Geld verdienen können. Und wenn dann die TRuppen kommen und ihre Felder abbrennen, fördert das nicht gerade die Sympathie für selbige. Wenn jetzt die Taliban die Bauern zwingen würden, würde damit zumindest deren Rückhalt in der Bevölkerung geschädigt werden.
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zimdriver
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Re: Afghanistan

Beitrag von zimdriver »

harald63 hat geschrieben:.....Wenn jetzt die Taliban die Bauern zwingen würden, würde damit zumindest deren Rückhalt in der Bevölkerung geschädigt werden.
Glaubst Du das wirklich? Oder ist der gemeinsame Gegner, der ungläubige Invasor, egal welcher Nationalität, nicht das Einende?

http://www.rp-online.de/politik/deutsch ... 94241.html
Diese Task Force bestehe zur Hälfte aus KSK-Elite-Soldaten. Ein Informant habe Hinweise gegeben, dass sich vier Taliban-Anführer bei den Lastern befunden hätten. Die "Leipziger Volkszeitung" berichtete unter Berufung auf einen Parlamentarier, bei dem Bombenangriff sei es um die gezielte Ausschaltung dieser Männer gegangen.
Es ist Krieg. Deutschland ist, seinen Verpflichtungen folgend, dahin gegangen. Und wenn da Taliban- Fahrer waren oder auch nur hätten sehr wahrscheinlich sein können, dann handelt man als Soldat im Einsatz.
Ich habe den Eindruck, die Gutmenschen in Deutschland wollen warten, bis auch sie ihren Terroranschlag haben.
8) Vergifteter Schampus in Düsseldorf, Sylt unter Wasser, Putenfleisch in der Weisswurst, gestörte Übertragung der Bundesliga- vieles ist drin, um die Toscana- Fraktion und die Audi A8- fahrende Grünenspitze zum Umdenken zu zwingen. 8)

Für mich ist es hoch unverständlich, wie der befehlende Offizier, der neue Verteidigungsminister u.a. nunmehr vor Untersuchungsausschüsse und Anhörungen gebracht werden. Patriotismus sieht anders aus.
Oder soll D aus der NATO austreten, nur weil es aktuell mal darum geht, nicht zu nehmen, sondern auch zu teilen?
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Dietrich
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Re: Afghanistan

Beitrag von Dietrich »

zimdriver hat geschrieben:Für mich ist es hoch unverständlich, wie der befehlende Offizier, der neue Verteidigungsminister u.a. nunmehr vor Untersuchungsausschüsse und Anhörungen gebracht werden. Patriotismus sieht anders aus.
So kann man sich seine Offiziere auch zur Bewegungslosigkeit erziehen.
Ich verstehe ja das bei klaren Kriegsverbrechen, bei denen Soldaten willentlich gegen Regeln verstoßen, also zum Beispiel Folter, Vergewaltigung, Plünderungen, hart durchgegriffen werden muss. Aber jeden Angriff auf feindliche Kämpfer bei denen zufällig auch Zivilisten ums Leben kommen gleich bis auf die letzte abgeschossene Patrone aufzudröseln....
Ich schäme mich. Nicht für Oberst Klein sondern für diesen Presse- und Politikerterror der jetzt hier diesbezüglich abgezogen wird.

Wenn die Amerikaner im WWII jeden Angriff danach erst im Parlament diskutiert hätten, dann wäre sie wohl immer noch irgendwo zwischen Normandie und holländischer Grenze und wären dort schon längst irgendwo auf die Russen getroffen.

Ob der "Krieg" in Afghanistan "rechtens" oder "klug" ist, darüber kann man diskutieren. Aber wenn man sich schon dfür entschlossen hat, dann sollte man die Sache auch professionell betreiben. Und dabei sterben nunmal auch Menschen.

Aber bei manchen setzt der Umdenkprozess wahrscheinlich wirklich erst ein, wenn Frau und Tochter beim Shopping von einer Bombe zerfetzt werden.
"Each one hopes that if he feeds the crocodile enough, the crocodile will eat him last."
W. Churchill (1940)
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Schwabe
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Re: Afghanistan

Beitrag von Schwabe »

Dietrich hat geschrieben: Wenn die Amerikaner im WWII jeden Angriff danach erst im Parlament diskutiert hätten, dann wäre sie wohl immer noch irgendwo zwischen Normandie und holländischer Grenze und wären dort schon längst irgendwo auf die Russen getroffen.
Bei diesem Statement gebe ich dir völlig Recht. Hier treibt die deutsche Demokratie unglaubliche Auswüchse :) , die vielleicht woanders dringender wären. Es gibt einfach Leute, die die Situation in Afghanistan runterspielen und andere sich für ihre Handlungen rechtfertigen müssen. Sollen sie doch mal einen Deutschen vor Ort fragen... :?
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