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Re: Verzicht auf Apostille

Verfasst: 10 Mär 2010, 15:57
von f2003ga
Vielen Dank für die vielen und hilfreichen Antworten. Auch möchte ich mich entschuldigen wenn ich mit dem Begriff "Schikane" jemanden beleidigt habe. Nur kann ich leider noch nicht begreifen, warum man auf die Apostille so einen großen Wert legt. Die meisten (und wichtigsten) Daten der Geburtsurkunde sind doch aus meiner Sicht in einem Reisepass bzw. Inlandspass von der russischen Behörde bereits beglaubigt. Natürlich habe ich auch Verständnis, dass die Daten meiner Freundin überprüft werden müssen, nur sollte gerade mit der Problematik des Versandes von original Dokumenten, Ersatzlösungen geschaffen werden.

Re: Verzicht auf Apostille

Verfasst: 10 Mär 2010, 16:00
von lixil
Sibirier hat geschrieben:Bei mir war es immer so, dass die deutschen und die russischen Behörden die Urkunden mit Apostillen verlangt haben. Ohne ging es nicht. Also habe ich mich schon daran gewöhnt.....
Da hatte ich wohl Glück. Denn bis jetzt haben die deutschen Behörden weder von mir noch von meiner Frau je eine Apostille sehen wollen. :-)

Re: Verzicht auf Apostille

Verfasst: 10 Mär 2010, 16:14
von Zeppelin
f2003ga hat geschrieben:Vielen Dank für die vielen und hilfreichen Antworten. Auch möchte ich mich entschuldigen wenn ich mit dem Begriff "Schikane" jemanden beleidigt habe. Nur kann ich leider noch nicht begreifen, warum man auf die Apostille so einen großen Wert legt. Die meisten (und wichtigsten) Daten der Geburtsurkunde sind doch aus meiner Sicht in einem Reisepass bzw. Inlandspass von der russischen Behörde bereits beglaubigt. Natürlich habe ich auch Verständnis, dass die Daten meiner Freundin überprüft werden müssen, nur sollte gerade mit der Problematik des Versandes von original Dokumenten, Ersatzlösungen geschaffen werden.
Hier hast Du sicher niemanden beleidigt.
Dass das mit den Apostillen für Dich unverständlich erscheinen mag, ist auch klar.
Aber so sind nun einmal die Regeln gemäß der Haager Kovention über den zwischenstaatlichen Urkundenaustausch.
Bedenke: Auch Pässe können gefälscht sein.
Das ist doch kein persönliches Misstrauen gegenüber einer bestimmten Person, sondern schafft eben Rechtssicherheit - auch wenn es etwas aufwändig ist.
Also: Tragt es mit Fassung.

Re: Verzicht auf Apostille

Verfasst: 10 Mär 2010, 16:28
von lixil
Ach, das hätte ich doch fast vergessen.
In DK wird keine Apostille für die Geburtsurkunde verlangt. Könnt ja abwegen, was für euch einfacher ist, ein Flug nach Russland oder ein Ausflug nach Dänemark.

Re: Verzicht auf Apostille

Verfasst: 10 Mär 2010, 16:30
von Sibirier
lixil hat geschrieben:Da hatte ich wohl Glück. Denn bis jetzt haben die deutschen Behörden weder von mir noch von meiner Frau je eine Apostille sehen wollen. :-)
Ja, es ist nun mal so.... Das eine Standesamt in DE oder RF möchte es so haben, das andere wieder anders herum, genau wie die Ausländerbehörden, das eine so, das andere so... Nur Fakt ist, die Behörden, die eine Apostille fordern, sind im Recht (und m. E. auch besser ausgebildet..., leider zum Nachteil von manchen Antragsteller..). Die deutsche Botschaft in Moskau möchte auch Kleinkinder bei Beantragung des Reisepasses sehen (und sie sind im Recht...), die deutsche Botschaft in Frankreich verzichtet auf die "Sichtkontrolle" bis 6 Jahren....

Deswegen kann man nicht sagen, die anderen konnten doch aber..... und wir müssen den Mehraufwand betreiben.... Wir sind halt nicht die "anderen"....

Ha, Ihr habt in Dänemark geheiratet..... und auf der dänischen Heiratsurkunde wollten die Deutschen auch keine Apostille sehen? ;)

Re: Verzicht auf Apostille

Verfasst: 10 Mär 2010, 16:42
von lixil
Sibirier hat geschrieben: Ha, Ihr habt in Dänemark geheiratet..... und auf der dänischen Heiratsurkunde wollten die Deutschen auch keine Apostille sehen? ;)
Nein, was mich erlich gesagt auch gewundert hat. :-)

Re: Verzicht auf Apostille

Verfasst: 11 Mär 2010, 00:15
von Marco
Das ist nicht ungewöhnlich und da gibt es auch nichts zu wundern. Zwischen DK und D existiert ein Abkommen, dass sie ihre Urkunden ohne Apostille gegenseitig anerkennen.

Die Apostille braucht man aber meist trotzdem, nämlich dann wenn der russische Ehepartner seinen Nachnamen ändern will und einen neuen Pass braucht

Re: Verzicht auf Apostille

Verfasst: 11 Mär 2010, 08:19
von Zejtnot
Sibirier hat geschrieben:Die deutsche Botschaft in Moskau möchte auch Kleinkinder bei Beantragung des Reisepasses sehen (und sie sind im Recht...), die deutsche Botschaft in Frankreich verzichtet auf die "Sichtkontrolle" bis 6 Jahren....
Es gibt wohl eine neue Verwaltungsvorschrift, wonach auf die "Sichtkontrolle" ab sofort nur noch verzichtet werden darf, wenn dies im Interesse der Bundesrepublik Deutschland ist (Wortlaut bei der Passbeantragung für meinen Sohn) - wobei sich der Beamte offen fragte, wie er das den deutschen Ölarbeitern auf Sakhalin erklären soll.

Es ist also davon auszugehen, dass auch die Konsulate in Frankreich nicht mehr auf die Präsenz des Kindes verzichten dürfen. Aber wir schweifen vom Thema ab.
Marco hat geschrieben:Das ist nicht ungewöhnlich und da gibt es auch nichts zu wundern. Zwischen DK und D existiert ein Abkommen, dass sie ihre Urkunden ohne Apostille gegenseitig anerkennen.
Hier ging es aber darum, dass die Dänen offensichtlich auch russische Geburtsurkunden ohne Apostille akzeptieren. Dennoch wird man spätestens beim Anlegen eines Familienbuches (oder wie auch immer der Schriebs neuerdings heißt) die Geburtsurkunde mit Apostille benötigen! (Ohne Familienbuch wird später die Anerkennung der Staatsbürgerschaft von gemeinsamen Kindern, die nicht in Deutschland geboren sind, wesentlich teurer und aufwändiger. Ich war wirklich froh, dass ich den Auszug aus dem Familienbuch vorweisen konnte.)

Re: Verzicht auf Apostille

Verfasst: 11 Mär 2010, 15:29
von Marco
Zejtnot hat geschrieben:
Marco hat geschrieben:Das ist nicht ungewöhnlich und da gibt es auch nichts zu wundern. Zwischen DK und D existiert ein Abkommen, dass sie ihre Urkunden ohne Apostille gegenseitig anerkennen.
Hier ging es aber darum, dass die Dänen offensichtlich auch russische Geburtsurkunden ohne Apostille akzeptieren. Dennoch wird man spätestens beim Anlegen eines Familienbuches (oder wie auch immer der Schriebs neuerdings heißt) die Geburtsurkunde mit Apostille benötigen! (Ohne Familienbuch wird später die Anerkennung der Staatsbürgerschaft von gemeinsamen Kindern, die nicht in Deutschland geboren sind, wesentlich teurer und aufwändiger. Ich war wirklich froh, dass ich den Auszug aus dem Familienbuch vorweisen konnte.)
Nein darum ging es nicht mehr. Ich beziehe mich ausschließlich auf den Post über den von dir zitierten Post und da hat man sich gewundert, dass die deutschen Behörden keine Apostille auf der dänischen Heiratsurkunde sehen wollten, was ja aus meinem genannten Grund auch völlig einleuchtend ist

Re: Verzicht auf Apostille

Verfasst: 11 Mär 2010, 15:37
von Zejtnot
Oh, sorry, falsch gelesen.