Seite 2 von 12

Re: Als Deutsche Früh-Rentnerin an den Baikalsee auswandern

Verfasst: 08 Mai 2010, 16:04
von zimdriver
Oh je, weiss Heike, dass auf Olkhon und in der Umgebung das Wasser noch im Baikal mit dem Eimer geholt wird? Selbst Nikitas Häuschen hatten Chemieklos, für die abendliche Reinigung hatten wir die Sauna. Dies war herrlich, im Januar 2006, aber da leben mit dem Damoklesschwert MS??
Zum bereits Gesagten habe ich nicht hinzuzufügen.
Wie schaut es denn umgekehrt aus?
Wenn ich mich recht erinnere, darf noch nicht mal eine russische Mutter im Rentenalter zur in Deutschland verheiratet lebenden Tochter und Enkeln übersiedeln.
Weshalb sollten die Russen so großzügig sein?
Vielleicht hilft auch hier nur das Prinzip Scheinehe, wie in so vielen Ländern dieser Erde, wo man nicht gerade auf Einwanderer im Rentenalter wartet.
Zum Konsulat: Nehme an, die Damen und Herren verstehen den Wunsch einfach nicht.

Vorschlag: Vielleicht macht sich Heike mal auf den Weg, Transsib privat organisiert ist nicht so teuer. Dann schaut sie sich mal an, wovon die Rede ist, trifft vielleicht auch die Deutsche auf Olkhon und ist nachher klüger.

Re: Als Deutsche Früh-Rentnerin an den Baikalsee auswandern

Verfasst: 08 Mai 2010, 17:10
von Baikalheike
Hallo liebe Leute
Es haben sich ja eine Menge Leute im Forum Gedanken gemacht, vielen lieben Dank dafür [Danke]

Ihre MS ist die Form ohne Medikamente, sie hat herausgefunden, dass sie mit Ruhe und Frieden sowie Natur um sich herum am besten klarkommt. Sie ist voll mobil und putzemunter.
Das könnte sie zwar auch hier haben, doch ihr geht die ganze deutsche Mentalität und Bürokratie, Stress, Politik usw. dermaßen auf den Sack, dass sie sich schon vor 10 Jahren für eine Auswanderung nach Russland entschieden hat und sich auch nicht davon abbringen lässt.
Als Krankenvericherung in Russland klingt die SOVAG ja ganz gut, was sollte es da für Probleme geben? Sie ist ja ansonsten
( toi,toi toi) nicht krank und braucht keine Medikamente.
Magen/Darm, oder eine Erkältung kriegt jeder mal und sollte auch dort zu bewältigen sein.
Die Zustände auf und um den Baikal sind ihr bekannt und schrecken sie nicht. Genau das will sie ja.
Also Heike weiß was sie will. Uns geht es um den dauerhaften Aufenthalt in Russland, dass ist der einzige Knackpunkt.
Das Hinkommen ist klar, mit dem Zug von Berlin direkt bis nach Irkusk. Da eine oder zwei Nächte im Hostel und dann mit dem Bus und Fähre weiter nach Olchon.
Silvio hat recht, sie hat 19.000 Rubel mtl. geregeltes festes und sicheres Einkommen, mehr als ein Lehrer in Russland bekommt, also das sollte kein Grund für eine dauerhafte Einreise-Verweigerung sein. Ihre Krankheit wirklich auch nicht.
Aber... Ich bin im Forum auf die Auflistung "Aufenthaltserlaubnis" von Zejtnot aus dem Jahr 2008 gestoßen.
Großer Gott, ist das heute immer noch so mit diesen Formalitäten und Untersuchungen und Pol. Führungszeugnis usw ?
Also nochmal die Frage: dass alles schon hier beantragen? Oder erst wenn sie in Russland ist ?
Zb. Das Pol. Führungszeugnis, das beantragt man bei uns im Amt für Bürgerdienste, das kann sie sich doch von dort mit Siegel und Stempel so beglaubigen lassen, dass es akzeptiert wird.

Es wäre sehr nett, wenn Ihr da noch Infos habt.

Ich danke Euch Tschüß Baikalheike :shock:

Re: Als Deutsche Früh-Rentnerin an den Baikalsee auswandern

Verfasst: 08 Mai 2010, 17:21
von bauplan
Baikalheike hat geschrieben: 19.000 Rubel mtl. geregeltes festes und sicheres Einkommen, mehr als ein Lehrer in Russland bekommt, also das sollte kein Grund für eine dauerhafte Einreise-Verweigerung sein.
Wie ich schon geschrieben hatte, dass geht nur, wenn man Wohnungseigentum hat. Sonst bleibt da nicht viel übrig.

Eine permanente Aufenthaltserlaubnis bekommt man mit den Voraussetzungen in fast keinem Land der Erde. Egal ob Deutschland, Kanada, USA, Australien, Norwegen, Schweiz etc. etc. Die bekommt man nur in EU-Ländern.

Die Welt ist nun mal nicht grenzenlos und Russland macht da keine Ausnahme.

Ich sehe absolut keine Möglichkeit, wie sie unter den von dir geschriebenen Vorbedingungen eine Daueraufenthaltserlaubnis bekommen soll.

Eine Reisekrankenversicherung ( SOVAG ) hilft dir auch nur kurzfristig, denn bei einem Daueraufenthalt, braucht man entweder die russische staatliche, oder eine private, die u.U. eine Menge Geld kostet.
Ansonsten kostet jedes gebrochene Bein, oder rostiger Nagel im Fuss oder was man sonst so als Lebensrisiko schon ohne MS hat gleich eine Unmenge Geld.

Aber wie schon gesagt, es wird schon daran scheitern, dass sie keine Aufenthaltserlaubnis bekommt.

Re: Als Deutsche Früh-Rentnerin an den Baikalsee auswandern

Verfasst: 08 Mai 2010, 18:19
von zimdriver
Ich denke ebenso, dass die Aufenthaltserlaubnis, der im Forum häufig und ausgiebig besprochene vid na zhitelstvo, ohne Voraussetzungen nicht erteilt wird.
Meines Wissens bekommen den nur Ehepartner und Geschäftsführer russisch registrierter GmbHs. Einen vid für Freunde Russlands gibts leider nicht.

Re: Als Deutsche Früh-Rentnerin an den Baikalsee auswandern

Verfasst: 08 Mai 2010, 18:25
von harald63
Baikalheike hat geschrieben: Ihre MS ist die Form ohne Medikamente, sie hat herausgefunden, dass sie mit Ruhe und Frieden sowie Natur um sich herum am besten klarkommt. Sie ist voll mobil und putzemunter.
Das könnte sie zwar auch hier haben, doch ihr geht die ganze deutsche Mentalität und Bürokratie, Stress, Politik usw. dermaßen auf den Sack, dass sie sich schon vor 10 Jahren für eine Auswanderung nach Russland entschieden hat und sich auch nicht davon abbringen lässt.
Und die russische Bürokratie und Politik geht ihr nicht auf den Sack?
Wie oft war sie denn schon wie lange in Russland? Hört sich so an, als wäre sie noch nie dort gewesen und kennt das alles nur aus den netten Sibirien-Dokus, die hier immer um die Weihnachtszeit im TV laufen.
Wenn sie von allem Ruhe haben will, ist sie in einem deutschen Kuhdorf wahrscheinlich besser dran als irgendwo am Baikal - wenn sie denn da hinkäme.

Re: Als Deutsche Früh-Rentnerin an den Baikalsee auswandern

Verfasst: 08 Mai 2010, 18:37
von Marco
Zudem sind die MS Risiken nicht über die Reiseversicherung versichert, da es eine chronische Erkrankung ist, die schon vor Reisebeginn besteht

Eine private Krankenversicherung wird Heike auch nicht aufnehmen, da sie MS hat. Und Russland wird sie kaum in der staatlichen Versicherung haben wollen.

Was Bürokratie angeht: Da gerät sie vom Regen in die Traufe. Die Bürokratie ist in RU noch größer als in D

Re: Als Deutsche Früh-Rentnerin an den Baikalsee auswandern

Verfasst: 08 Mai 2010, 19:58
von Baikalheike
Hey liebe Forumianer,

[frust] Ach das klingt alles so traurig und endgültig.
Sie kommt am Montag zu mir und dann kann sie das alles selbst lesen.
Es bleiben aber doch noch diese Frage nach den ganzen Bedinungen und Formalitäten für die Aufenthaltgen.
Also die Frage nach dem Pol. Führungszeugnis. Wäre nett wenn einer da was weiß.

Tja ansonsten habt ihr wohl schon recht, sie sollte einfach mal losfahren, solange das mit einem Geschäftsvisum geht und sich selbst ein Bild vor Ort machen.
Nun weiß ich aber auch nicht weiter. Melde mich dann nach ihrem Besuch nochmal, vielleicht hat sie ja auch selbst noch Fragen für das Forum.

Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag
Tschau, Baikalheike

Re: Als Deutsche Früh-Rentnerin an den Baikalsee auswandern

Verfasst: 08 Mai 2010, 20:21
von bauplan
Baikalheike hat geschrieben: Also die Frage nach dem Pol. Führungszeugnis.
Das ist das geringste Problem.
Erstmal brauch sie einen Grund um in Russland zu leben. Nur weil man das gerne mal eben möchte, reicht nicht.

Alles andere lässt sich dann mit bürokratischen Aufwand regeln.

Re: Als Deutsche Früh-Rentnerin an den Baikalsee auswandern

Verfasst: 08 Mai 2010, 21:18
von zimdriver
Baikalheike hat geschrieben:.....
Es bleiben aber doch noch diese Frage nach den ganzen Bedinungen und Formalitäten für die Aufenthaltgen.
Also die Frage nach dem Pol. Führungszeugnis. Wäre nett wenn einer da was weiß.......
Lest doch mal gemeinsam die Abhandlungen hier im Forum, wer wann und unter welchen Umständen eine Aufenthaltsgenehmigung für Russland erhalten hat. Viele verzichten nicht grundlos drauf, solange es sich mit Arbeitsvisa umgehen lässt ...

Vielleicht will Deine Freundin ja doch einen Kolchos übernehmen? Auf Olkhon gabs ein paar traurige Hofstellen damals. Und die russische Regierung sucht nach Leuten, die die verkommene Landwirtschaft wieder aufbauen.
Investorenvisum fällt wohl aus.
Arbeitgeber, der für sie eine Quote bekommt am Baikal, wohl auch.

Wie gesagt, dann vielleicht doch beim ersten Real- Trip in die Traumheimat einen Mann sehen, sich verlieben und heiraten???

Re: Als Deutsche Früh-Rentnerin an den Baikalsee auswandern

Verfasst: 08 Mai 2010, 23:12
von bella_b33
bauplan hat geschrieben: Wie ich schon geschrieben hatte, dass geht nur, wenn man Wohnungseigentum hat. Sonst bleibt da nicht viel übrig.
In der Stadt vielleicht, auf dem Dorf kenne ich Leute, die für 1200rub später dann 1500rub(das war 2007) schon eine 2 Raumwohnung gemietet hatten und die Freundin will ja aufs Land, oder? Auch wenn es extrem aufwändig ist und einige Rubel sowie Zeit kostet, ich würde einmal den Versuch der Beantragung einer Aufenthaltserlaubnis wagen. Sicher scheuen sich viele Leute davor, wie Zimdriver schon sagte. Die Untersuchungen und Behördengänge sind nämlich nicht gerade in 2 Tagen abgehandelt(bei mir hats in beiden Fällen immer eine gute Woche gebraucht).
Ob das nach "verheiratet mit einem russischem Staatsbürger" oder "Chef einer russischen GmbH" entschieden wird, kann ich nicht sagen(ich falle aber unter die "verheiratet" Kategorie ;)), dazu fehlt mir die rechtliche Grundlage.

Gruß
Silvio