Kirchenwechsel wegen Partnerschaft?

Du willst eine russisch-deutsche Ehe eingehen, die allgemeinen Tipps im Internet helfen Dir aber nicht mehr weiter? Oder Du bist schon russisch-deutsch verheiratet und hast einen guten Rat für andere binationale Ehen? Dann melde Dich hier zu Wort!
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CSB_Wolf
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Re: Kirchenwechsel wegen Partnerschaft?

Beitrag von CSB_Wolf »

Sibirier hat geschrieben:Ganz ehrlich, wenn meine Partnerin das von mir verlangen würde, wäre das für mich ein Ausschlusskriterium.....
Für mich auch. Religiöser Fanatismuss mag ich nicht, es gibt genug Probleme auf dieser Welt.

Gruss
wolf
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manuchka
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Re: Kirchenwechsel wegen Partnerschaft?

Beitrag von manuchka »

Wie gesagt, es ist an sich kein großer Aufwand, aber ich finde es persönlich doof, jemandem zuliebe in eine religiöse Institution einzutreten, wenn man persönlich gar keinen Bezug dazu hat. Das würde eure Probleme nicht lösen, weil du zwar dann formell dazugehörst, aber eigentlich weder dran glaubst, noch verstehst, geschweige denn praktizieren möchtest.

Wenn du sowieso keine Bindung zur katholischen Kirche (mehr) hast und das für dich vertretbar ist, wäre die Möglichkeit, aus der katholiischen Kirche auszutreten, OHNE ABER GLEICH IN DIE ORTHODOXE EINZUTRETEN. Wenn das wirklich nicht prinzipiell für dich ist, dann kannst du so deiner Freundin ein Stück entgegen kommen, ohne dich gleich "neu zu verpflichten". Sag ihr doch, dass es nicht geht, den orthodoxen Glauben anzunehmen, wenn du ihn weder kennst, noch verstehst. Vielleicht ergibt es sich ja irgendwann noch.


PS: Die "großen" Unterschiede zwischen Orthodoxie und Katholizismus gibt es in theologischer Hinsicht schon, vielleicht hat deine Freundin was dazu gelesen oder von ihrem Priester gehört. Aber im Alltagsleben spielen die kaum eine Rolle. Ich bin sicher, dass du mit deiner derzeitigen Einstellung zum Glauben allgemein nicht auf Papst und Sündlosigkeit der Jungfrau Maria und "filioque" und einigen anderen katholischen Spezifika bestehen wirst.
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Norbert
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Re: Kirchenwechsel wegen Partnerschaft?

Beitrag von Norbert »

Ich denke auch, dass Du unter diesen Umständen die katholische Kirche verlassen solltest, in die orthodoxe aber nur eintreten solltest, nachdem Du sie ausführlich kennengelernt hast. Wenn schon Kirche, dann mit vollem Herzen. Ich denke Deine Freundin würde es auch verstehen, wenn Du Dir da Zeit lassen würdest, vor allem mit dem Argument: "Ich will die Kirche erst kennenlernen und dann eintreten. Sonst wäre es ja nur eine Art Stempel - und das ist ja wohl nicht das, was zählt?!"
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bella_b33
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Re: Kirchenwechsel wegen Partnerschaft?

Beitrag von bella_b33 »

Moscow24 hat geschrieben: ich hab ihr auch mehrmals gesagt das ich die Unterschiede nicht als sehr groß sehe, aber sie meinte, diese sind sehr groß
Wenn für die Freundin der Unterschied sooo groß ist, dann soll sie doch wechseln! Warum versuchen den Partner zu verbiegen, wenn man sich selbst nicht ändern möchte? ;) Ich seh das ähnlich wie der Sibirische, weiter oben.
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manuchka
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Re: Kirchenwechsel wegen Partnerschaft?

Beitrag von manuchka »

Naja, Bella, so einfach ist das nicht - während Moscow24 ja sagt, dass für ihn die Religion keine Bedeutung hat, ist das bei seiner Freundin ja gerade anders, nämlich sie hängt an ihrem Glauben (und hält die Orthodoxie für "richtiger" als den Katholizismus). Was anderes wäre, wenn jeder seine feste religiöse Überzeugung hätte, dann würde ich auch sagen: Warum soll gerade er derjenige sein, der wechselt?
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bella_b33
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Re: Kirchenwechsel wegen Partnerschaft?

Beitrag von bella_b33 »

War auch nur ein wenig dreist bis scherzhaft dahingesagt! Ich wollt nur darauf hinaus, das man sich erstmal an die eigene Nase fassen soll, bevor man Andere verbiegen will! Aber klar, wenn der Partner eben sagt:"Ja nee, ist mir nicht sooo wichtig", dann kann man ja erstmal versuchen....
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7punkt
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Re: Kirchenwechsel wegen Partnerschaft?

Beitrag von 7punkt »

Moscow24 hat geschrieben:..ich hab ihr auch mehrmals gesagt das ich die Unterschiede nicht als sehr groß sehe, aber sie meinte, diese sind sehr groß, sie hat schon mit jemanden darüber gesprochen (mit wem, das hat sie mir nicht gesagt)....
Wissensluecke. Man braucht keinen zu fragen, sondern einfach in Lexika nachzuschlagen.
Dann wird es klar, dass die orthodoxe Kirche aus der katholischen stammt.
Deshalb ist es Katholiken auch "erlaubt" in orthodoxen Kirchen zu beten, falls es keine richtig katholische in der Naehe gibt.

Ich wuerde mir schon Gedanken machen, wenn mein Mann nur wegen mir in meine Kirche geweckselt haette, haette ich und mein Mann zu Kirche gehoert.
Sowas macht man nur aus Glaubensgruenden und nicht jemandem zuliebe, da stimme ich Manu voellig zu.

7punkt
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Sibirier
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Re: Kirchenwechsel wegen Partnerschaft?

Beitrag von Sibirier »

Also ich bin auch wie Manu geschrieben, aus der kath. Kirche austreten, wenn man sowieso nicht dran glaubt, aber in die orthodoxische Kirche erst einmal nicht eintreten. Wenn der "Schatz" erst einmal in DE ist, wird man eh sehen, wie "eng" sie es mit der Kirche meint (z. B. sonntaglicher Kirchgang, Beichte etc.). Wenn sie es aber selber nicht so genau nimmt, sondern ein U-Boot-Christ (taucht nur Weihnachten und Ostern in der Kirche auf) ist, dann wird es den Glauben an die Kirche nicht gewinnen....
Ha, Waschmaschine verarscht. Socken einzeln gewaschen....
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Re: Kirchenwechsel wegen Partnerschaft?

Beitrag von wolk0815 »

Erst einmal meine persönliche Meinung:
Austreten: OK. Für Sie einfach so der Konformität halber eintreten: Nein!
Als neuer Zusatz zur Diskussion:
zu einem kirchlichen Leben in Österreich: gibt´s denn bei dir in der Gegend überhaupt eine orthodoxe Kirche?
Ausserdem: je nach Priester macht der das auch nicht mal auf die Schnelle. Unserer ist da zumindest traditioneller. Ein Bekannter wollte zum orthodoxen Glauben wechseln (weiss nicht, ob es um eine komplette Taufe oder ´nur´ die Salbung eines schon christlich Getauften ging). Er liess ihn erst einmal.. salopp formuliert.. ein paar Jahre schmoren.
Und ich finde es eigentlich auch besser so. Religion sollte kein Artikel für eine simple Onlineanmeldung/-bestellung werden.
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manuchka
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Re: Kirchenwechsel wegen Partnerschaft?

Beitrag von manuchka »

Ja, da sollten schon ein paar Gespräche stattfinden, wobei es in einem mir bekannten Fall mehr als schnell ging...
7punkt hat geschrieben:... einfach in Lexika nachzuschlagen.
Dann wird es klar, dass die orthodoxe Kirche aus der katholischen stammt.
Deshalb ist es Katholiken auch "erlaubt" in orthodoxen Kirchen zu beten...
7punkt,auauau, lass das bloß keinen überzeugten Orthodoxen lesen, der wird dir nämlich schnell klar machen, dass aus der ursprünglich einen Kirche nur die orthodoxe den reinen Glauben bewahrt hat und (nicht die orthodoxe, im Gegenteil!) die katholische Kirche sich durch Irrlehren usw dann abgespalten hat (und von ihr dann weiter die Evangelen und von denen dann weiter alle möglichen kleinen Freikirchen).

"Die orthodoxen Kirchen verstehen sich als die ursprüngliche christliche Kirche, von der sich alle übrigen Kirchen im Laufe der Geschichte abgespalten bzw. entfernt haben (so auch die Römisch-Katholische Kirche). " Wikipedia

Beten kann man wohl, aber Abendmahlsgemeinschaft besteht jedenfalls nicht.
Du erntest, was du säst.
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