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Re: Medizin Notstand in Russland

Verfasst: 13 Apr 2011, 15:58
von GastroService
Ich kann nur von einigen Terminen in einer Zahnklinik in Dimitrovgrad / Uljanovskgebiet von 2007 berichten.
Ich hatte einige Zaehe gezogen bekommen die durch eine Prothese ersetzt wurden. Ich kann nur Bestes berichten. Medizinisch und "handwerklich" habe ich in Deutschland soetwas nicht erlebt. Ich bin noch Heute von dieser Leistung begeistert. Die Behandlung war schmerzfrei und hat auf Anhieb gepasst, das habe ich bei einem dtsch. Dentisten nicht erlebt, da musste immer korregiert werden und einige "Nachsitzungen" schlossen sich an.

Re: Medizin Notstand in Russland

Verfasst: 13 Apr 2011, 16:08
von bella_b33
J.Eckel hat geschrieben: P.S. ach ja, der Leiter der Klinik sah sich den Fall an und parkierte mit seinem älteren Porsche Cayen vor der Tür.
Solange es nur ein alter Cayenne war.....Die bekommt man schon unter 30t€. Mittlerweile unter 20t. Es ist in RU immer das Auto....jemand hat nen X5: Wow toll, das ist ein Kerl, der musses ja haben ;)! Das das Ding 10 Jahre alt ist und soviel kostet wie ein Chevrolet Aveo(koreanische Billigkarre), ist ja erstmal egal :lol:

Re: Medizin Notstand in Russland

Verfasst: 13 Apr 2011, 16:12
von Sibirier
Also ich kann nur von einer Behandlung von meiner Frau in einer "Notfallpoliklink" berichten. Das Gebäude war zwar alt, aber die Behandlung (nähen einer Handwunde war gut, die Narbe ist heute kaum noch zu sehen) war gut und flott.

Ich selber habe bisher nur die Polikliniken (allgem. Arzt - Magen/Darmgrippe und einmal Erkältung mit hohem Fieber, sowie mehrfache Zahnarztbesuche) genutzt, die über die DMS abgedeckt waren, ach ne, einmal im Moskauer Gebiet Zähne wieder in Ordnung bringen lassen (vor 3 Jahren) in einer staatl. Poliklinik (Blomben halten jedenfalls noch bis heute, auch ohne Komplikationen. Musste da aber etwas zubezahlen)....

Eigenartiger Weise kenne ich selbst ein paar Russlanddeutsche in DE, die gehen lieber in der RF zum Zahnart, als in DE. Sie behaupten, die russischen Ärzte wären "handwerklicher" geschickter....

Aber wenn ich meine Stieftochter auf der Datscha besuche und dort erst rd. 80 km zur nächsten Poliklinik gefahren werden muss.... :( Aber, sie ist da nur 2-3 Wochenenden in den Sommermonaten....

Re: Medizin Notstand in Russland

Verfasst: 13 Apr 2011, 21:19
von m1009
GastroService hat geschrieben:Ich kann nur von einigen Terminen in einer Zahnklinik in Dimitrovgrad / Uljanovskgebiet von 2007 berichten.
Ich hatte einige Zaehe gezogen bekommen die durch eine Prothese ersetzt wurden. Ich kann nur Bestes berichten. Medizinisch und "handwerklich" habe ich in Deutschland soetwas nicht erlebt. Ich bin noch Heute von dieser Leistung begeistert. Die Behandlung war schmerzfrei und hat auf Anhieb gepasst, das habe ich bei einem dtsch. Dentisten nicht erlebt, da musste immer korregiert werden und einige "Nachsitzungen" schlossen sich an.
Kostenlose Zahnbehandlung in einer Klinik?? ;)

Kostenpflichige Behandlungen sind bis zu einem gewissen Level durchaus OK, und sicher mit einer Behandlung als Privat-Versicherter in D vergleichbar.

Re: Medizin Notstand in Russland

Verfasst: 14 Apr 2011, 08:03
von Norbert
Ich habe leider mit erleben müssen, wie meine Schwiegeroma in einem russischen Krankenhaus verstorben ist ... die Zustände waren eine Katastrophe und allenfalls mit familiärer Unterstützung halbwegs hinnehmbar. Es gibt sicher einige wenige Ausnahmen, aber ihre Krankheit konnte in den modernen Krankenhäusern von Novosibirsk nicht behandelt werden und man verwies uns an diese staatliche Klinik.

Ein Lob hingegen für unsere staatliche Kinderärztin. Wenn unser Sohn krank ist, kommt sie täglich vorbei oder ruft an - sie akzeptiert sogar unsere neumodischen Späße wie 18 Monate Stillen oder Verzicht auf zwei konkrete Impfungen. Alles über die OMS abgedeckt, wir haben nie Schokolade oder gar Geld vorbeigebracht.

Sibirier, bei welcher Versicherung habt Ihr diese DMS?

Re: Medizin Notstand in Russland

Verfasst: 14 Apr 2011, 09:12
von Sibirier
Wir haben die zur Zeit bei Rosno.

Re: Medizin Notstand in Russland

Verfasst: 14 Apr 2011, 17:06
von bella_b33
Norbert hat geschrieben:neumodischen Späße wie 18 Monate Stillen
Ich dacht, daß Das altmodisch wär......macht in RU doch irgendwie Jeder so(jedenfalls alle Eltern in unserem Umfeld).

Re: Medizin Notstand in Russland

Verfasst: 15 Apr 2011, 07:05
von Norbert
bella_b33 hat geschrieben:
Norbert hat geschrieben:neumodischen Späße wie 18 Monate Stillen
Ich dacht, daß Das altmodisch wär......macht in RU doch irgendwie Jeder so(jedenfalls alle Eltern in unserem Umfeld).
In meinem Freundeskreis machen es auch viele so, jedoch im weiteren Umfeld kenne ich etliche, die nach spätestens 6 Monaten abstillen. Und unsere russische Kinderzahnärztin (Pflichtbesuch im 12. Monat) hat uns erst einmal eine Standpauke gehalten, dass Stillen nach dem ersten Geburtstag hochgefährlich wäre und zu schwarzen Zähnen führen würde ...! Aber egal, wir schweifen ab.

Re: Medizin Notstand in Russland

Verfasst: 15 Apr 2011, 07:46
von m1009
bella_b33 hat geschrieben: Ich dacht, daß Das altmodisch wär......macht in RU doch irgendwie Jeder so(jedenfalls alle Eltern in unserem Umfeld).
Aehnlich der DDR sind in der SU scheinbar ein Grossteil der Frauen recht zuegig (6 Mon.) wieder Vollzeit in den Job eingestiegen. Daher vielleicht die recht haeufige Aussage der (aelteren) Kinderaerzte, das Stillen ueber 1 Jahr nicht sinnvoll, sogar schaedlich sei....

Re: Medizin Notstand in Russland

Verfasst: 29 Apr 2011, 17:26
von annika
Das sind doch ganz unglaubliche Zustände. Für die reichen Ausländer und Touristen gibts natürlich auch ausländische oder private Kliniken, die teilweise sogar einen besseren Ruf genießen, als die deutschen Krankenhäuser!
http://www.petersburg.aktuell.ru/peters ... _1028.html
Ist grundsätzlich eine gute Sache, dass die medizinische Grundversorgung für jeden Bürger kostenfrei gewährleistet wird das muss man wirklich sagen. Die Zustände sind natürlich furchtbar.
Eine Bekannte von mir wurde als sie in Moskau zu Besuch war ins Krankenhaus eingeliefert. Da sie in einem Hostel einquartiert war und nicht recht wusste was sionst tun, wendete sie sich mit ihren Beschwerden an die Rezeptionistin und die rief natürlich den staatlichen Krankendienst und die brachten sie natürlich ins staatliche KRankenhaus, wo ihr der Blinddarm entfernt wurde. Sie erzählte von Blutspritzern an der Decke über ihr, Blutflecken auf den Bettlaken, seit Jahren nicht geputzten Toiletten und Putzfrauen, die tagein tagaus mit einem Wischmob die Gänge hoch und runter liefen.
Und natürlich lag sie in einem 12 Bett zimmer :shock:
Furchtbar. Wie soll man denn da gesund werden?