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Re: Formel 1 im Kosmos
Verfasst: 05 Nov 2012, 01:28
von Sibirier
Jetzt ist es nicht nur auf Russlands Strassen knapp, sondern da oben auch schon. Dann muss sich der Rest der Welt andie russ. Fahrweise gewoehnen....

Re: Formel 1 im Kosmos
Verfasst: 05 Nov 2012, 11:56
von Axel Henrich
Sibirier hat geschrieben:Dann muss sich der Rest der Welt andie russ. Fahrweise gewoehnen...
Wenn Jemand mit seinem Fahrzeug wegen eines Defektes, oder wie hier, weil der Tank schlicht und ergreifend leer ist, mitten auf der Fahrbahn stehen bleibt, ist er primaer nicht wirklich Schuld, wenn da ein Anderer drauf haemmert ...
Wahrscheinlicher ist wohl:
Eine Ursache für den Zusammenstoß ist in wirtschaftlichen Überlegungen in Zusammenhang mit der unzureichende Genauigkeit von Vorhersagen für gefährliche Annäherungen von Satelliten zu sehen. [...] Ausweichmanöver in dieser Zahl würden wegen des begrenzten Treibstoffs der Satelliten die Lebensdauer wesentlich verringern und werden daher derzeit als unwirtschaftlich angesehen.
Zumal die Russen damals auch offiziell noch keine Zerstoerung des Satelliten bekannt gegeben hatten ...
-ah-
Re: Formel 1 im Kosmos
Verfasst: 30 Mär 2013, 20:20
von Axel Henrich
und jetzt auch mit Kosmonauten ...
СТАРТ 29 марта в 00.43.20 по московскому времени
РКН «Союз-ФГ» с ТПК «Союз ТМА-08М» стартовала с космодрома Байконур
29 марта в 06.28.22 мск успешно осуществлена стыковка [...] корабля
Транспортный пилотируемый корабль «Союз ТМА-08» успешно пристыковался к МКС -
ранее использовалась двухсуточная схема сближения, 34 витка, около 50 часов
Vom Start bis Ankopplung 5:45:02 h und nicht wie ueblich 48h, nur noch 4 Erdumkreisungen anstatt ueber 34 ... Hammmer
Da brauch ich ja bis Hamburg schon knapp vier Stunden ... ;-)
Hier paar Einzelheiten auf deutsch
http://www.welt.de/wissenschaft/weltrau ... dzeit.html
-ah-
Re: Formel 1 im Kosmos
Verfasst: 30 Mär 2013, 22:46
von harald63
Bei den Gemini-Flügen 1965/66 wurden auch schon Rendezvous- und Kopplungsmanöver innerhalb von vier oder fünf Orbits nach Start ausgeführt.
Die bisher verwendete Methode ist halt energiesparender und erlaubt ein wesentlich größeres Startfenster. Ausserdem muss es nicht unbedingt schlecht sein, wenn die Astronauten erst mal eine Zeit relativ unbeweglich der Schwerelosigkeit ausgesetzt sind. Bei Mercury und Gemini gab es keine Probleme mit Raumkrankheit. Erst als sie anfingen, gleich nach dem Start in der relativ geräumigen Apollo-Kapsel herumzuturnen ging die Kotzerei los. Die Wostok und Sojus sind auch recht eng, weshalb die Russen relativ wenig Erfahrung mit Raumkrankheit hatten. Daher hat man später beim Shuttle die ersten zwei Tage die Leute einigermassen in Ruhe gelassen.
Daher auch die Bemerkung von Wladimir Popowkin: "Danach werden wir genau alle biologischen Faktoren der Crew prüfen und dann entscheiden, ob der Schnellflug zum Standard wird".
Re: Formel 1 im Kosmos
Verfasst: 02 Apr 2013, 12:19
von Dietrich
Es ist schon faszinierend, welche Technik da bisher im Einsatz war:
http://www.computer-museum.ru/english/argon16.htm
Airborne Argon-16 computer system.
Completion of development: 1973.
Representation of numbers - fixed point.
Word length: 16 bits (word), 32 bits (double word); instruction length - 16 bits. Number of instructions - 32.
RAM capacity: 3 x 2 Kbytes, ROM capacity - 3 x 16 Kbytes.
Data rate - up to 80,000 Kbps.
Volume - 145 qdm.
Weight - 70 kg.
Power consumption - 280 W.
Naja, immerhin war das ganze ja in den letzten Jahren wenigstens recht zuverlässig....
Über den neuen Rechner (TsVM-101) lässt sich leider noch nicht soviel finden...
Central computer (CC) with the interface device of the total mass of ~26 kg and power consumption of 80 W is used as part of GN&CS modified. The central computer capacity is 8 M operations/s, random-access memory (RAM) capacity is 2000 KB. The operation life which is 35 thou. hours is significantly increased. A 50% computer power margin is envisaged.
Re: Formel 1 im Kosmos
Verfasst: 02 Apr 2013, 20:51
von harald63
Man nimmt halt das älteste was man hat und seinen Zweck erfüllt. Und das behält man so lange wie irgend möglich. Never change a running system. Die Avionik-Rechner im Shuttle waren im Prinzip auch Asbach-Uralt und wurden erst spät und vorsichtig durch relativ modernere CPUs ersetzt. Bei den alten Dingern kann man halt davon ausgehen, dass alle Probleme bekannt sind.
Für den Bordcomputer der Apollo-Raumschiffe gibt es einen schönen Emulator, wer will kann auch selber Programme für das Ding schreiben und laufen lassen.
http://www.ibiblio.org/apollo/index.html Heutzutage erschlägt man ja jedes Problem mit Gigahertz und Gigabytes. Früher hat man da aus jedem Taktzyklus und jedem Speicherwort noch rausgekitzelt was irgendwie ging.