Seite 2 von 2
Re: Ein trauriger "Export-Schlager" aus DE?
Verfasst: 15 Nov 2012, 15:42
von Dietrich
pippie hat geschrieben:Sorry, wer kann sich genau um diesen Schwiegervater kümmern, wenn beide einen Vollzeit+ Job haben?
Das hatte ich ja auch als einen möglichen Grund mit aufgeführt. Aber ist das wirklich bei allen so? Und wenn es denn z.B. für die Pflege eines Angehörigen auch Geld gibt? Vielleicht nicht ganz so viel, wie der weniger verdienende Partner verdient, aber immerhin fällt der zweite Verdienst nicht komplett weg.
Aber wenn man natürlich auf beiden Verdienste zu 100% angewiesen ist, dann ist das ein Problem. Aber dann findet man auch so ohne Weiteres kein Pflegeheim, bei dem man nichts zuzahlen muss.
Vielleicht ändert sich das in Russland in Zukunft auch. Wenn die Leute jeden Monat große Raten für ihren Immobilienkredit abzahlen müssen, dann kann man u.U. auch nicht auf ein komplettes Gehalt einfach so verzichten. Lebt man aber noch in der ehemals geschenkten Wohnung und muss nur die Nebenkosten zahlen, die in Russland immer noch im Verhältnis sehr niedrig sind, dann kann man vielleicht so agieren.
Pippie hat geschrieben:Deine Hauptbuchhalterin wird schon ihren "Erwerb" trotz Pflege der Mutter haben - in Deutschland traditionell sogut wie nicht möglich.
Das verstehe ich nicht. Bitte näher erklären. Meinst du Mieteinnahmen? Oder irgendwas mehr oder weniger illegales?
Re: Ein trauriger "Export-Schlager" aus DE?
Verfasst: 15 Nov 2012, 15:53
von Sibirier
Die Hauptbuchhalterin lebt von ihrer Rente (sie war damals rd. 58 Jahre)....
Re: Ein trauriger "Export-Schlager" aus DE?
Verfasst: 15 Nov 2012, 16:50
von bella_b33
es ist damit sicher gemeint, dass eine BuHa sich noch nebenher was dazu verdienen kann, wenn sie bei anderen Kleinstunternehmen jobbt.
Re: Ein trauriger "Export-Schlager" aus DE?
Verfasst: 15 Nov 2012, 17:27
von Dietrich
bella_b33 hat geschrieben:es ist damit sicher gemeint, dass eine BuHa sich noch nebenher was dazu verdienen kann, wenn sie bei anderen Kleinstunternehmen jobbt.
Was dann aber zeitlich natürlich auch schwierig wird....
Re: Ein trauriger "Export-Schlager" aus DE?
Verfasst: 15 Nov 2012, 20:39
von manuchka
Buchhaltung in kleinerem Umfang geht mit Rechner und Internet von zu Hause aus. Übersetzungen auch z.B.
Aber zum Thema Pflege: Wenn man seine Eltern im eigenen Haushalt pflegen will, muss man erst mal Platz dafür haben - hat nicht jeder, vor allem vielleicht auch nicht rollstuhlgerecht oder sonstwie den Bedürfnissen des zu pflegenden Menschen angepasst (Bett, Badewannensitz und so, das will auch alles angeschafft und installiert sein). Der Zeitfaktor kommt dazu - nicht jeder kann seinen Job kündigen, wenn den Kindern noch die Ausbildung finanziert und/oder Haus abbezahlt werden muss. Das ist heute alles bisschen anders als vor 100 Jahren. Vor 100 Jahren waren viele Alte auch noch rüstiger, und sie wurden z.T. auch nicht soooo alt, dass sie überhaupt zum Pflegefall werden konnten - das sollte man auch nicht vergessen. Meine Urgroßeltern waren keine Pflegefälle.
Nicht zuletzt heißt Pflege ja heutzutage auch nicht mehr, dass der Opa oder die Oma einfach nur mit im gemeinsamen Haushalt lebt und versorgt wird mit Essen und ab und zu mal jemand guckt und die Bettpfanne ausleert, sondern das muss ja alles superqualifiziert sein. Alles hygienisch und medizinisch und "menschenwürdig" usw. Kann das jeder so zu Hause leisten?
Ich würde deswegen nicht grundsätzlich von einem "Abschieben" der Alten sprechen...
Re: Ein trauriger "Export-Schlager" aus DE?
Verfasst: 15 Nov 2012, 23:42
von bella_b33
Dietrich hat geschrieben:Was dann aber zeitlich natürlich auch schwierig wird....
Du bist manchmal so ein herrlicher Fach-Theoretiker
BTW:
Warum hat denn der Typ letzte Woche in Moskau seine Finanzabteilung in den Himmel geschickt? Jedenfalls nicht mit der Begründung, daß sie den ganzen Tag hart arbeiten....
Re: Ein trauriger "Export-Schlager" aus DE?
Verfasst: 16 Nov 2012, 07:22
von Sibirier
Es kommt aber auch vom Wollen an....(bei vielen...)
Wo ein Wille ist, ist auch ein Gebüsch....
