Hallo :) - Matthias
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Re: Hallo :) - Matthias
Ich habe mich trotz zus. KV mich im letzten in das staatl. Krankenhaus begeben. Ausser, das ich keinen Kleiderschrank hatte und es morgens und abends es Kaschel gab, kann ich mich nicht beschweren. Ok, 5 Patienten auf einem Zimmer, manchen stoert es, mir war es jedoch angenehm, so kam keine all zu grosse Langeweile auf.
Ich bin aber auch mehr so ein Mensch, der Kontakte zu anderen Leuten mehr mag, als in einem Einzelzimmer zu liegen.
Ich bin aber auch mehr so ein Mensch, der Kontakte zu anderen Leuten mehr mag, als in einem Einzelzimmer zu liegen.
Ha, Waschmaschine verarscht. Socken einzeln gewaschen....
Re: Hallo :) - Matthias
Oh wirklich sehr ehrliche und interessante, teils auch leicht schockierende Einblicke.
Ich habe Ende März in Moskau einige Studenten der Universität: Staatliche Technische Universität Moskau „N. E. Bauman" kennengelernt, bin mit zwei sehr sehr intelligenten Studentinnen noch nahezu täglich in Kontakt, was mir aber sehr schnell aufgefallen ist, dass in ihren Erzählungen jegliche negativen Erfahrungen komplett außen vor bleiben.
Es fällt mir deshalb schwierig Vergleiche zu ziehen.
Das Bildungssystem z.B. scheint mir vollkommen anders zu sein. Ob schlechter oder besser kann ich absolut nicht beurteilen, vielleicht weil ihre Universität eine sehr gute ist, also über dem russischen Standart liegt. Was ich allerdings mitbekomme.. kleinere Gruppen, auch Samstags Uni, alles etwas "schulischer" gestaltet, und extremer Fleiß der Studenten dort, klingt im ersten Moment nicht verkehrt.
Zu den Erfahrungen im Krankenhaus... da fehlen mir ein wenig die Worte, kann ich voll und ganz nachvollziehen, dass solche Schlüsselerlebnisse, wenn es z.B. um die Gesundheit der eigenen Kinder geht, sehr zum Nachdenken und letztendlich auch zum Handeln anregen.
Ich habe Ende März in Moskau einige Studenten der Universität: Staatliche Technische Universität Moskau „N. E. Bauman" kennengelernt, bin mit zwei sehr sehr intelligenten Studentinnen noch nahezu täglich in Kontakt, was mir aber sehr schnell aufgefallen ist, dass in ihren Erzählungen jegliche negativen Erfahrungen komplett außen vor bleiben.
Es fällt mir deshalb schwierig Vergleiche zu ziehen.
Das Bildungssystem z.B. scheint mir vollkommen anders zu sein. Ob schlechter oder besser kann ich absolut nicht beurteilen, vielleicht weil ihre Universität eine sehr gute ist, also über dem russischen Standart liegt. Was ich allerdings mitbekomme.. kleinere Gruppen, auch Samstags Uni, alles etwas "schulischer" gestaltet, und extremer Fleiß der Studenten dort, klingt im ersten Moment nicht verkehrt.
Zu den Erfahrungen im Krankenhaus... da fehlen mir ein wenig die Worte, kann ich voll und ganz nachvollziehen, dass solche Schlüsselerlebnisse, wenn es z.B. um die Gesundheit der eigenen Kinder geht, sehr zum Nachdenken und letztendlich auch zum Handeln anregen.
Re: Hallo :) - Matthias
Ich glaube, man muss einfach seine eigenen Erfahrungen machen. Jeder Mensch ist unterschiedlich und jedem passieren natürlich verschiedene Dinge. Und zwischen "Ich studiere ein Jahr in Russland" und "Ich werde mein ganzes Leben in Russland verbringen und werde Deutschland nie wieder betreten" liegt natürlich noch eine ganze Bandbreite anderer Möglichkeiten.
Mit der russischen Hochschulbildung bin ich mir auch nicht mehr so sicher: Selbst mit rotem Diplom von guten Unis hatten einiger meiner Kommilitonen in Deutschland (die eben nach ihrem russischen Diplom an einer deutschen Uni angefangen hatten) Probleme, eine solide wissenschaftliche vergleichende Analyse basierend auf der eigenen Meinung zu schreiben. Auch hier sind die Schwerpunkte oft einfach anders in den russischen Einrichtungen.
Ich finde deinen Ansatz aber prima: Nicht "besser" oder "schlechter", sondern einfach "anders". Und die Erfahrungen, die du dort machst, wird dir niemand mehr nehmen können und russische Sprachkenntnisse schaden dir auch nicht, wenn du dich entschließt, doch nicht in Russland zu arbeiten.
Mit der russischen Hochschulbildung bin ich mir auch nicht mehr so sicher: Selbst mit rotem Diplom von guten Unis hatten einiger meiner Kommilitonen in Deutschland (die eben nach ihrem russischen Diplom an einer deutschen Uni angefangen hatten) Probleme, eine solide wissenschaftliche vergleichende Analyse basierend auf der eigenen Meinung zu schreiben. Auch hier sind die Schwerpunkte oft einfach anders in den russischen Einrichtungen.
Ich finde deinen Ansatz aber prima: Nicht "besser" oder "schlechter", sondern einfach "anders". Und die Erfahrungen, die du dort machst, wird dir niemand mehr nehmen können und russische Sprachkenntnisse schaden dir auch nicht, wenn du dich entschließt, doch nicht in Russland zu arbeiten.
- Saboteur
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Re: Hallo :) - Matthias
Bei uns steht die auch die Frage im Raum wohin es gehen soll.Wir haben uns auch für Deutschland entschieden, da Deutschland uns wesentlich bessere Chancen bietet unser Leben zu gestalten. Das bedeutet für meine Frau eine solide Ausbildung zu machen nachdem Sie studiert hat und für mich, dass ich in meinem Job Geld verdienen und mich weiterentwickeln kann. Was uns Sorge macht sind natürlich die Eltern aber das ist nicht akut aber wer weiß was das Alter dann mit sich bringt. Dann muss man noch abwarten wie meine Frau sich mittelfristig in Deutschland fühlt...sie ist zwar schon ein bisschen ( fast 2 Jahre mit langen Unterbrechungen) hier - aber wer weiß... Über die Kinderfrage haben wir noch nicht beraten aber natürlich schätzen wir es beide in einem halbwegs funnktionierenden Staat zu leben mit echten Polizisten und vernünftiger medizinischer Versorgung. Für mich persönlich (seit 13 Jahren regelmäßig und länger in Russland unterwegs) kann ich mir schon vorstellen in Russland zu leben, allein schon der Familie wegen aber es ist nicht das was ich möchte... ich will jetzt keine von den Horrorgeschichten, Unsäglichkeiten und Schweinereien erzählen die wir so erlebt haben bzw. unserer Familie und Bekannten widerfahren da ich auch denke, dass du dir dein eigenes Bild machen sollst. Es wird bestimmt toll, prägend und einmalig!
помню айнц цвай полицай. все там с ума сходили. Под самогон...
Re: Hallo :) - Matthias
Das trifft es meiner Meinung nach wirklich gut. Über den eigenen Tellerrand schauen, offen sein für Neues und Anderes - und der Rest ergibt sich irgendwie.Anelya hat geschrieben:Ich finde deinen Ansatz aber prima: Nicht "besser" oder "schlechter", sondern einfach "anders". Und die Erfahrungen, die du dort machst, wird dir niemand mehr nehmen können und russische Sprachkenntnisse schaden dir auch nicht, wenn du dich entschließt, doch nicht in Russland zu arbeiten.
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Re: Hallo :) - Matthias
Tja, und bei uns sieht es genau umgekehrt aus wie bei Saboteur. Eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass ich nach drei Jahren in Moskau genug von Russland habe und wieder zurück will. Aber beruflich sieht's für mich und meine Freundin hier momentan besser aus und für uns hat sich die Lebensqualität in den letzten beiden Jahren spürbar verbessert. Deshalb haben wir uns entschieden vorerst hier zu bleiben. 8)
Allerdings steht das Thema Familienplanung bei uns noch nicht wirklich an. Das würde aus den Gründen, die vorher schon genannt wurden, unsere Meinung klar ändern. Von der russischen Gesundheitsversorgung und dem Bildungssystem hier halte ich persönlich nämlich gar nichts. Beides korrupt und kaputt.
Allerdings steht das Thema Familienplanung bei uns noch nicht wirklich an. Das würde aus den Gründen, die vorher schon genannt wurden, unsere Meinung klar ändern. Von der russischen Gesundheitsversorgung und dem Bildungssystem hier halte ich persönlich nämlich gar nichts. Beides korrupt und kaputt.
Re: Hallo :) - Matthias
Das ist genau das Ding: Solange man nur für sich selbst Verantwortung hat, kann man vieles hinnehmen und wegstecken, sich arrangieren etc. Aber sobald Verantwortung für jemanden anders, grad für Kinder, dazu kommt, überlegt man es sich doch...
Du erntest, was du säst.
- Sibirier
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Re: Hallo :) - Matthias
Ich denke aber das wichtigste bei einer Kindererziehung sind eh die Eltern....das hier wie dort...Wenn man viel Interesse und Energie in die Erziehung/Ausbildung rein steckt, wirds auch was.
Ich kann mich erinnern, dass meine Stieftochter sich von mir bei einem Marketingstudium die Deckungsbeitragrechnung und den Breakeavenpiont erklaeren lassen hat, weil sie es im Unterricht nicht verstanden hatte...
Sie hat das Diplom gut bestanden und ohne Zuschuesse fuer die Pruefer....
Ich kann mich erinnern, dass meine Stieftochter sich von mir bei einem Marketingstudium die Deckungsbeitragrechnung und den Breakeavenpiont erklaeren lassen hat, weil sie es im Unterricht nicht verstanden hatte...
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Ha, Waschmaschine verarscht. Socken einzeln gewaschen....
Re: Hallo :) - Matthias
Sibirier, mir ging es nicht primär um die Erziehung, sondern um die Sicherheit für mein Kind...
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