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Re: 72 Stunden ohne Visum in Russland aufhalten

Verfasst: 15 Nov 2013, 14:57
von Zejtnot
Frank1010 hat geschrieben:
Zejtnot hat geschrieben:Erstens muss man natürlich bedenken, dass in Frankreich oder Spanien keine drei Millionen Frankorussen oder Iberorussen leben, die teilweise auf krummen Wegen via Hochzeiten oder überzogene Urlaube Freunde, Bekannte oder auf Anzeigenmärkten kennengelernte Bekannte nachholen. Diese Länder haben also mit Missbrauch viel weniger Probleme.
Das würde ich so nicht ganz sehen wollen. Frankreich und Belgien z.B. haben viele Probleme mit der Zuwanderung aus den ehemaligen Kolonien in Afrika. Portugal und Spanien analog mit Südamerika, Mosambik usw. und Italien schlägt sich tapfer mit den Boatpeople herum ...

Jedes Land in Europa hat da seine eigene Problematik und auch seine eigene Politik wie damit umgegangen wird.
Aber sie haben eben keine Probleme mit Russen und sind deswegen recht offen gegenüber Russen.

Re: Rätsel der Visapolitik

Verfasst: 15 Nov 2013, 15:04
von Frank1010
Das ist natürlich vollkommen richtig. :D

Ich finde es auch völlig überzogen, welche Klimmzüge ich und meine Geschäftspartner in Russland unternehmen müssen, wenn die z.B. mal zu einer Messe hier in D als Aussteller anreisen (wollen). Das ging so weit dass ich schon einmal eine Verpflichtungserklärung bei der Ausländerbehörde unterzeichnen durfte. Obwohl die Einladung immer von meiner Firma an Mitarbeiter der russischen Firma ging ...

Meine Freundin hat es da deutlich leichter. Sie arbeitet für einen französischen Konzern und bekommt ihr Schengenvisum ohne grossen Aufwand von der französischen Botschaft.

Gruss
Frank

Re: Rätsel der Visapolitik

Verfasst: 15 Nov 2013, 21:20
von Zejtnot
Wenn die Einladung von der Firma mit Auszug aus dem Handelsregister und Bezug auf irgendeinen Paragraphen zur Haftung für eventuelle Kosten ist, so sollte dies gleichbedeutend zu einer Einverständniserklärung sein. Formlos ist natürlich "weniger" wert.

Re: Rätsel der Visapolitik

Verfasst: 15 Nov 2013, 22:51
von Frank1010
Ja das hatten wir auch schonmal. Dann wollte die Botschaft aber Einladungsschreiben mit einer Erklärung zur Übernahme aller entstehenden Kosten, Handelsregisterauszug, Auszug aus dem Gewerberegister (der Handelsregisterauszug reichte nicht) und Kopie des Passes/Ausweises des Geschäftsführers der GMBH.

Man kann es auch übertreiben oder?

Gruss
Frank

Re: Rätsel der Visapolitik

Verfasst: 16 Nov 2013, 17:55
von Zejtnot
Frank1010 hat geschrieben:Ja das hatten wir auch schonmal. Dann wollte die Botschaft aber Einladungsschreiben mit einer Erklärung zur Übernahme aller entstehenden Kosten, Handelsregisterauszug, Auszug aus dem Gewerberegister (der Handelsregisterauszug reichte nicht) und Kopie des Passes/Ausweises des Geschäftsführers der GMBH.

Man kann es auch übertreiben oder?
Denkst Du wirklich, dass es gerade mit geschäftlichen Einladungen keinerlei Missbrauch gibt? Sei Dir ganz sicher - würde es da nie Prüfungen oder Nachfragen geben, würden gleich über die Hälfte aller Visaanträge mit solchen Schreiben anrücken ...

Ich kann Deinen Frust verstehen ... siehe meine Bemerkungen am Anfang. Ich würde diese Vorsicht aber dennoch nicht als völligen Quatsch abtun.

Am Ende danken wir dieses Verhalten auch der Bild-Zeitung und Herrn Koch, welche mit Ihren Kampagnen gegen Rot-Grün eine offene Visapolitik auf Jahre diskreditiert haben. (Ein Teil des Visa"skandals" war, dass die bösen Russen und Ukrainer unter Außenminister Fischer mit einer Versicherung statt einer Verpflichtungserklärung nach Deutschland reisen durften und deswegen die Antragszahlen in die Höhe schossen. Die folgenden Wahlen haben gezeigt, dass die Deutschen keine solche Politik wünschen. Also wird kein Außenminister so blöd sein, und dies nochmal so leichtsinnig anpacken.)