Frank1010 hat geschrieben:Mit den Öl- und Gasvorkommen vor der Krim hätte sich die Ukraine von russischen Gaslieferungen unabhängiger machen können. Das konnte Russland natürlich nicht zulassen oder?
Dies sowie die militärstrategische Bedeutung waren natürlich die Gründe für die Übernahme der Krim. Ich denke dies wird Dir kein Stratege verneinen. Dass die um Anschluss bittenden Bewohner der Krim nur nettes Beiwerk waren, ist selbst vielen Russen klar.
Erst recht frage ich mich, welchen Weg nun Russland einschlägt. Variante A wäre: Ziel erreicht, weiter wie immer. Auf der Krim würde dies bedeuten, dass alle Aufbaugelder in die Taschen von Axjonow fließen, dessen Lebenslauf dafür prädestiniert scheint. Variante B wäre: nun zeigen wir es der Ukraine. Der Kreml sorgt dafür, dass die Krim wirklich aufblüht, um zu zeigen, dass sich die Krim im Gegensatz zu Lwiw richtig entschieden hat.
Für die Menschen kann man nur auf Variante B hoffen gepaart mit einem durch Europa finanzierten Gegenmodell in der verbliebenen Ukraine. (Als ehemalige DDR- und BRD-Bürger wissen wir ja, dass ein solcher Wettkampft für die Menschen einen hohen Lebensstandard bedeuten
kann. Aber in Korea sehen wir ... nicht bedeuten muss.)
Zur Versorgung: Ich bin zufällig heute auf folgende Seite gestoßen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Nord-Krim-Kanal - de facto könnte also die Ukraine wirklich den Wasserhaushalt der Krim abstellen. Irgendwie wird man also doch miteinander reden müssen.