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Re: Landesgröße in Wikipedia
Verfasst: 09 Jun 2014, 08:39
von Zejtnot
paramecium hat geschrieben:Grundsätzlich stehen viele Wikidata sehr kritisch gegenüber.
Die Spenden wie vieler Jahre sind da reingeflossen?
Im Grunde ist die Idee ja gut, aber in der Praxis stolpert man bei solchen zentral verwalteten Dingen extrem schnell an Hürden ... siehe nun Dinge wie diese Landesgröße.
Re: Landesgröße in Wikipedia
Verfasst: 09 Jun 2014, 09:26
von klaupe
Zejtnot hat geschrieben:paramecium hat geschrieben:Grundsätzlich stehen viele Wikidata sehr kritisch gegenüber.
Die Spenden wie vieler Jahre sind da reingeflossen?
Reichlich und das ist ja auch keine schlechte Investition.
Zejtnot hat geschrieben:Im Grunde ist die Idee ja gut, aber in der Praxis stolpert man bei solchen zentral verwalteten Dingen extrem schnell an Hürden ... siehe nun Dinge wie diese Landesgröße.
Technisch gesehen ist es ja vernünftig, denn im Prinzip sollte die Landesgröße ja ein fixer Wert sein, der sich nicht je nach Tagesmeinung und Sonnenstand ändert.
Allgemein ist an Wikipedia und ähnlichen Projekten positiv, dass eine große Gemeinschaft die Kontrolle ausübt, die Fehler korrigiert, mitunter heftig diskutiert. Bei kritischen Werten studiere ich dann schon mal die Versionshistorie und die Diskussionsseite. Das ist zwar mühsam, aber aufschlussreich zur Bewertung.
Prinzipiell wehre ich mich gegen solche Auffassungen wie "Das steht in Wikipedia
(... also ist es richtig)". Ein Link auf eine Wiki-Seite ist kein Beweis, allenfalls der Hinweis auf die verwendete Informationsquelle.
Re: Landesgröße in Wikipedia
Verfasst: 09 Jun 2014, 11:27
von paramecium
Zejtnot hat geschrieben:paramecium hat geschrieben:Grundsätzlich stehen viele Wikidata sehr kritisch gegenüber.
Die Spenden wie vieler Jahre sind da reingeflossen?
Bei dem riesigen Spendenaufkommen sicherlich weniger als die Spenden eines Jahres. Teilweise wurde das Geld auch projektbezogen gespendet. Yandex hat zum Beispiel 150.000 Euro für Wikidata gestiftet. Aber es ist ja auch nicht so, dass das andere gespendete Geld für besser Zwecke verwendet werden würde. Beim normalen Autor, der nicht an Projekttreffen teilnimmt (und sich da die Reisekosten erstatten lässt) oder auf das Literaturstipendium zurückgreift (weil er Fachartikel sowieso kostenlos abrufen kann bzw. es keine vernünftige Literatur zum Thema gibt), kommt nichts an.

Re: Landesgröße in Wikipedia
Verfasst: 09 Jun 2014, 11:41
von paramecium
Zejtnot hat geschrieben:paramecium hat geschrieben:Grundsätzlich stehen viele Wikidata sehr kritisch gegenüber.
Die Spenden wie vieler Jahre sind da reingeflossen?
Im Grunde ist die Idee ja gut, aber in der Praxis stolpert man bei solchen zentral verwalteten Dingen extrem schnell an Hürden ... siehe nun Dinge wie diese Landesgröße.
Ja, das betrifft teilweise auch Geburtsjahre, biologische Systematik. Sicherlich wird sich Wikidata aber in vielen unkritischen Bereichen durchsetzen.
Allgemein ist an Wikipedia und ähnlichen Projekten positiv, dass eine große Gemeinschaft die Kontrolle ausübt, die Fehler korrigiert, mitunter heftig diskutiert.
Das wäre der Idealfall. Ich schreibe zu Themen, zu denen außer mir und selten einer weiteren Person, niemand etwas beiträgt. Die Community ist viel zu klein. Im Bereich Russland/Ukraine haben wir vielleicht eine handvoll Autoren, die regelmäßig etwas beitragen. Wenn man bedenkt, dass wir hier allein von mehr als 10.000 Ortsartikeln reden (von Personenartikeln und anderen Themen ganz zu schweigen), wird schnell klar, dass man das weder aktuell halten kann noch groß diskutiert wird.
Prinzipiell wehre ich mich gegen solche Auffassungen wie "Das steht in Wikipedia (... also ist es richtig)". Ein Link auf eine Wiki-Seite ist kein Beweis, allenfalls der Hinweis auf die verwendete Informationsquelle.
Und bei letzterem liegen die Vorteile im Vergleich zum Brockhaus oder der Encyclopedia Britannica, die auch reichlich Fehler enthielten, aber keine Quellenangabe zum Nachprüfen.
Re: Landesgröße in Wikipedia
Verfasst: 09 Jun 2014, 12:21
von klaupe
paramecium hat geschrieben:Das wäre der Idealfall.
Ideal nur, wenn man immer wieder mal hinter die Kulissen sieht.
Ich schreibe zu Themen, zu denen außer mir und selten einer weiteren Person, niemand etwas beiträgt.
Vor Jahren war ich auch mal aktiv bei Themen um Berlin (DDR-Geschichte zum Thema Grenzübergänge, Transit, Glienicker Brücke usw.) da gab es heftige Diskussionen. Ich hatte zwar ausgezeichnete Quellen, u.A. einen hohen ex-DDR-Grenzmajor (Behrendt), der es wirklich haargenau wusste und mir viel verriet, aber es wurde nervtötend, wenn "Korrektoren" immer wieder ihre politische Weltanschauung unterbringen wollten. Ahnliche Erscheinungen gibt es hier ja auch reichlich.
Und bei letzterem liegen die Vorteile im Vergleich zum Brockhaus oder der Encyclopedia Britannica, die auch reichlich Fehler enthielten, aber keine Quellenangabe zum Nachprüfen.
Ja, da vertraut man einfach und liegt dann auf der Nase