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Re: Ukraine marschiert aus Versehen in Rußland ein
Verfasst: 15 Jun 2014, 22:28
von klaupe
GIN hat geschrieben:.... auch wenn ich für Frieden bin,
Sehr gut getarnt!
anders als wohl Du
Schon mal geirrt???
Du Kriegshetzer auf Kosten der Deutschen Steuerzahler
Da reichen mir vollends die Investitionen der russischen Steuerzahler. Die haben offensichtlich mehr Verständnis dafür.
Re: Ukraine marschiert aus Versehen in Rußland ein
Verfasst: 21 Jun 2014, 09:54
von _RGP_
Und noch so ein Versehen:
Die ukrainische Nazionalgarde hat gestern den russischen Grenzposten in Nowoschachtinsk beschossen.
Es soll natürlich wieder nur "aus Versehen" passiert sein, als man sich auf ukrainischer Seite Gefechte lieferte. Kann halt mal passieren, daß der Granatwerfer 1000m zu weit feuert.
Aber wehe, ein russischer Soldat wird irgendwo näher als 100km an die Grenze verlegt...dann schreit Herr Rassmussen gleich was von Invasion.
An einem anderen Grenzübergang sind gestern 80 ukrainische Grenzer zum russischen Posten auf der anderen Seite, und haben um Schutz gebeten. Ihr eigener Posten wurden von ukrainischer Seite aus heftig beschossen. Derzeit ist noch unklar, von wem. Es gibt (von Seiten der ukrainischen Grenzer) Vermutungen, nach denen es die Nazionalgarde gewesen sein könnte.
Re: Ukraine marschiert aus Versehen in Rußland ein
Verfasst: 24 Jun 2014, 00:20
von klaupe
_RGP_ hat geschrieben:Und noch so ein Versehen:
Die ukrainische Nazionalgarde hat gestern den russischen Grenzposten in Nowoschachtinsk beschossen.
Es soll natürlich wieder nur "aus Versehen" passiert sein, als man sich auf ukrainischer Seite Gefechte lieferte.
Erstaunlicherweise klärt es sich, wenn man RIA Novosti liest. Da schreibt man:
RIA Novosti hat geschrieben:Am Samstag hatte der russische Grenzschutz mitgeteilt, dass mehr als 80 ukrainische Grenzsoldaten durch den Grenzübergang Iswarino auf russisches Gebiet gelangt seien und dort
Zuflucht vor den ortukrainischen Milizen gesucht hätten.
und auch:
15 der 80 ukrainischen Grenzsoldaten, die in der Nacht zum Samstag vor den Gefechten in der Ost-Ukraine auf russisches Territorium geflüchtet sind, haben Russland
um Asyl ersucht....
Quelle: Ukrainische Grenzsoldaten suchen Zuflucht in Russland
_RGP_ hat geschrieben:An einem anderen Grenzübergang sind gestern 80 ukrainische Grenzer zum russischen Posten auf der anderen Seite, und haben um Schutz gebeten. Ihr eigener Posten wurden von ukrainischer Seite aus heftig beschossen. Derzeit ist noch unklar, von wem. Es gibt (von Seiten der ukrainischen Grenzer) Vermutungen, nach denen es die Nazionalgarde gewesen sein könnte.
Auch da mal wieder ein Blick zu RIA Novosti. Die sind nämlich der Meinung, dass es "ostukrainische Milizen" waren, die da herumgeballert haben.
Erstaunlich, dass die Grenzsoldaten Schutz bei den Kollegen in Russland suchten. Inzwischen sind
alle wieder in der Ukraine.
Quelle: Grenzdienst der Ukraine: Alle nach Russland geflüchteten Grenzer zurückgekehrt
Man wundert sich bei RIA immer wieder, dass innerhalb kurzer Zeit sich Zahlen und Fakten ändern, gerade, wie es in den Kram passt.
Die schon an anderer Stelle diskutierten Flüchtlingszahlen haben wieder ein paar "Anpassungen" erfahren:
RIA Novosti hat geschrieben:Seit der Eskalation der Ukraine-Krise in diesem Jahr sind mehr als 400.000 Ukrainer nach Angaben der russischen Migrationsbehörde FMS in Russland für einen Daueraufenthalt eingetroffen. Nach Angaben des Zivilschutzes halten sich rund 19.000 behördlich erfasste Flüchtlinge aus der Ukraine in Russland auf.
Können die nicht mal durchzählen, wie viele es nun wirklich sind? Oder ändert sich das je nach Wetterlage???
Re: Ukraine marschiert aus Versehen in Rußland ein
Verfasst: 24 Jun 2014, 07:10
von Zejtnot
Wenn man die Diskussionen so verfolgt, so geht es nur darum, dass der eine dem anderen möglichst viele Fehlinterpretationen vorwirft. Ist es nicht scheißegal, ob es nun 50.000 oder eine halbe Million Flüchtlinge sind? Allein der Fakt, dass durch irgendwelche irren Schwarzmaskierten sowie nicht adäquat reagierende Regierungsmitglieder am Ende tausende Menschen ihre Kinder vor traumatischen Erlebnissen in Sicherheit bringen müssen, ist unglaublich tragisch!
klaupe hat geschrieben:Die schon an anderer Stelle diskutierten Flüchtlingszahlen haben wieder ein paar "Anpassungen" erfahren:
RIA Novosti hat geschrieben:Seit der Eskalation der Ukraine-Krise in diesem Jahr sind mehr als 400.000 Ukrainer nach Angaben der russischen Migrationsbehörde FMS in Russland für einen Daueraufenthalt eingetroffen. Nach Angaben des Zivilschutzes halten sich rund 19.000 behördlich erfasste Flüchtlinge aus der Ukraine in Russland auf.
Können die nicht mal durchzählen, wie viele es nun wirklich sind? Oder ändert sich das je nach Wetterlage???
Flüchtlinge sind jene, die keine Unterkunft haben und sich an den Zivilschutz wenden. Daueraufenthalt sind auch jene, die schlicht bei Verwandten in Russland unterkommen und "ganz gewöhnlich" migrieren. Ich sehe da keinen Widerspruch.
Re: Ukraine marschiert aus Versehen in Rußland ein
Verfasst: 24 Jun 2014, 10:03
von klaupe
Zejtnot hat geschrieben:Wenn man die Diskussionen so verfolgt, so geht es nur darum, dass der eine dem anderen möglichst viele Fehlinterpretationen vorwirft. Ist es nicht scheißegal, ob es nun 50.000 oder eine halbe Million Flüchtlinge sind? Allein der Fakt, dass durch irgendwelche irren Schwarzmaskierten sowie nicht adäquat reagierende Regierungsmitglieder am Ende tausende Menschen ihre Kinder vor traumatischen Erlebnissen in Sicherheit bringen müssen, ist unglaublich tragisch!
Ein paar Flüchtlinge wird es immer geben, die sogar in Friedenszeiten die Seite wechseln, weil sie irgendwie verfolgt werden, sich verfolgt fühlen oder einfach Wirtschaftsflüchtlinge sind. Da hat nun mal Russland etwas mehr zu bieten.
Wenn es Hunderte oder Tausende werden, dann ist irgendwo etwas faul. Dabei ist es für die Betroffenen erst einmal total gleichgültig, wer hinter den Masken steckt.
Re: Ukraine marschiert aus Versehen in Rußland ein
Verfasst: 24 Jun 2014, 15:11
von Gunnar
Heute in der
ZEIT:
Kremlchef Putin sendet ein starkes Signal: Er hat den Föderationsrat aufgefordert, die ihm erteilte Vollmacht für ein militärisches Eingreifen in der Ukraine wieder aufzuheben
Re: Ukraine marschiert aus Versehen in Rußland ein
Verfasst: 25 Jun 2014, 08:47
von Zejtnot
Bei spiegel.de stand es auch, aber nach wenigen Stunden war es nur noch über die Suchfunktion zu finden.
Selbst in Russland interessiert es immer weniger, was da gespielt wird.
Ich habe es selbst nur überflogen, aber das lokale Nachrichtenportal in Novosibirsk hat heute ein Interview mit einem Freiwilligen (mit russischem Pass), der in der Südukraine aktiv war:
http://news.ngs.ru/more/1843901/ - was man so liest, macht er keinen Hehl daraus, dass seine Fahrt von "Personen, die nicht genannt werden dürfen" finanziert wurde.
Re: Ukraine marschiert aus Versehen in Rußland ein
Verfasst: 25 Jun 2014, 10:27
von Kultgrieche
Und im Forum reißt das Thema Ukraine auch keinen mehr richtig vom Hocker, denn die Zahl der hierzu geposteten Beitraäge konvergiert allmählich in Richtung Null.
Interessiert heute noch jemanden Syrien?
Wenn ein Thema zu lange in den Medien geistert, dann treten nun mal Abnutzungserscheinungen auf, und neue Themenfelder müssen dem Publikum präsentiert werden.
Re: Ukraine marschiert aus Versehen in Rußland ein
Verfasst: 25 Jun 2014, 10:32
von kamensky
Kultgrieche hat geschrieben:Und im Forum reißt das Thema Ukraine auch keinen mehr richtig vom Hocker, denn die Zahl der hierzu geposteten Beitraäge konvergiert allmählich in Richtung Null.
Interessiert heute noch jemanden Syrien?
Wenn ein Thema zu lange in den Medien geistert, dann treten nun mal Abnutzungserscheinungen auf, und neue Themenfelder müssen dem Publikum präsentiert werden.
"Alles hat (s)ein Ende nur die Wurst hat zwei"!

Re: Ukraine marschiert aus Versehen in Rußland ein
Verfasst: 25 Jun 2014, 13:48
von Dietrich
Zejtnot hat geschrieben:Ich habe es selbst nur überflogen, aber das lokale Nachrichtenportal in Novosibirsk hat heute ein Interview mit einem Freiwilligen (mit russischem Pass), der in der Südukraine aktiv war:
http://news.ngs.ru/more/1843901/ - was man so liest, macht er keinen Hehl daraus, dass seine Fahrt von "Personen, die nicht genannt werden dürfen" finanziert wurde.
Lohnt sich durchaus, dass aufmerksam von vorne bis hinten durchzulesen.
Danke für den Link.
Besonders die Kommentare im Anschluss sind sehr interessant. Die Mehrheit unter den Kommentaren geht doch erfrischend kritisch mit der Diskrepanz um zwischen dem Interview und dem, was da so täglich im russischen TV gezeigt wird.