Für den Russland-Beitritt der Krim

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Axel Henrich
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Re: Für den Russland-Beitritt der Krim

Beitrag von Axel Henrich »

Leo Myschkin hat geschrieben:Jetzt steht die NATO an der russischen Grenze.
... und die Argumentation hat sich geaendert: "Wir muessen zusehen, dass Russland die Naehe der Nato nicht als Bedrohung empfindet" ... :roll:
Leo Myschkin hat geschrieben:Die Gefahr, daß Vernunft als Schwäche interpretiert wird, besteht immer.
Glaube ich in diesem Fall zwar nicht, andererseits gibt es aber auch noch Baustellen, wie Transnistrien z.B., die dann auf Jeden argumentativ entsprechend genutzt werden.

-ah-
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Zejtnot
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Re: Für den Russland-Beitritt der Krim

Beitrag von Zejtnot »

Schon spannend, dass erst Platzek das in die Runde wirft und dann auch noch Gerler (immerhin Russland-Beauftragter der Bundesregierung) eine gewisse Akzeptanz für diese Richtung zeigt und Entschädigungen für die Ukraine anspricht. Ich hoffe, dass hier wirklich versucht wird, eine pragmatische Brücke für Russland zu bauen. Auch die Rede von Steinmeier war ja erstaunlich, sinngemäß: "Es bringt nichts, wenn wir uns hier weiter gegenseitig die Fehler der Vergangenheit vorwerfen - das haben wir die letzten Monate oft genug gemacht." Explizit schließt er also Fehler des Westens nicht aus. Eine sehr feine diplomatische Formulierung. Ich war sehr erstaunt.

Man kann von dieser Annektion halten, was man will - sie wird die nächsten Jahrzehnte Bestand haben. Und da muss man sich schon fragen, ob man mitten in Europa so eine dauerhaft ungelöste Frage wirklich sinnvoll ist. Natürlich kann man nun schreien: "Das ist doch alles, was Putin mit Donetsk erreichen wollte." Mag sein.

Aber welchen anderen Ausweg hat Europa? Die nächsten fünf Jahre einen ständig schwelenden "kleinen" Krieg in der Ostukraine? Einen richtig fetten Krieg in der Ostukraine, mit offener Beteiligung von Russland und NATO? Und dann gleich weiter nach Odessa oder auf die Krim - je nachdem, wer gewinnt?

Vielleicht schafft es Deutschland ja, mit diesem Kompromiss wenigstens die Krim-Frage mit einem vernünftigen Kompromiss zu legalisieren - und im Gegenzug dafür Russland zum Einlenken im Donbass zu bewegen. Ich kann mir gut vorstellen, dass Putin auf diesem Wege mit sich reden lässt. Das gestrige Abendessen war ja immerhin ein Zeichen, dass man weiter reden möchte.
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Dietrich
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Re: Für den Russland-Beitritt der Krim

Beitrag von Dietrich »

Genau.
Du gibst mir meinen Ausweis wieder, dafür darfst du Bargeld und EC-Karte behalten. Und die PIN gebe ich dir auch noch, ist ja dann schließlich deine Karte.

Hauptsache wir sind wieder Freunde......
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Zejtnot
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Re: Für den Russland-Beitritt der Krim

Beitrag von Zejtnot »

Ja, Dietrich, keine Frage, beschissene Sache. Schlage eine sinnvolle, machbare Alternative vor!

Platzek sagt ja auch ausdrücklich, dass ein Weg zur Legalisierung gefunden werden muss. Keine bedingungslose Anerkennung - das wurde heute extra nochmals betont. Also beispielsweise eine erneute Abstimmung unter OSZE-Kontrolle, eine Entschädigung der Ukraine, ...
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Re: Für den Russland-Beitritt der Krim

Beitrag von Berlino10 »

Und was ist mit der Annektion des Kosovo durch einen völkerrechtswidrigen Krieg, der Ukraine durch einen völkerrechtswidrigen Putsch?

Man sollte nicht so tun, als gäbe es nur eine eigennützige Seite ...
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Dietrich
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Re: Für den Russland-Beitritt der Krim

Beitrag von Dietrich »

So auf jeden Fall nicht.
Im 21. Jahrhundert darf die westliche Welt ein derartiges Verhalten nicht akzeptieren. Und erst recht nicht honorieren.

Dann lieber weitere Sanktionen gegen Russland. Bis Putin weg und die Krim wieder ukrainisch ist. Und wenn Putin darauf weiterhin militärisch reagiert (und nichts anderes ist seine Bewaffnung der Terroristen im Osten der Ukraine), dann wird man sich auch mit militärischen Alternativen befassen müssen. Zumindest wird man der Ukraine entsprechende Hilfe anbieten müssen.

Wenn man dann von denen, die bereits eine rauchende Waffe in der Hand halten als Kriegstreiber tituliert wird..... ich sage nur: Je schriller, je schuldiger.

Zu Thema Kosovo: http://www.nzz.ch/international/warum-d ... 1.18427309
Und das Thema "Putsch" sollte nach 2 Wahlen mittlerweile auch durch sein.
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Zejtnot
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Re: Für den Russland-Beitritt der Krim

Beitrag von Zejtnot »

Dietrich, ein Krieg in der Ostukraine wäre nur mit vollem NATO-Einsatz zu gewinnen. Würdest Du das wirklich befürworten?

Sanktionen scheren Putin einen Dreck. Sehen wir ja jetzt ... er setzt noch einen oben drauf und verbietet freiwillig die Einfuhr europäischer Waren. Und die Bevölkerung ist stolz drauf.

Und wenn Putin weg ist, wird der Nachfolger eher noch krasser, wie Gerler heute im Interview folgerichtig betont hat. Und bestimmt nicht von Яблоко kommen.

Natürlich kann man bei der Frage Kosovo und Krim sich nun die vorher oder potentiell möglichen Leichen per Strichliste vorhalten. Und? Bringt uns das weiter? Fakt ist, Europa hat beim Kosovo damals auch keinen Weg gesucht, die territoriale Integrität Serbiens zu wahren. Und natürlich war Kosovo bis Dezember für Russland ein Völkerrechtsbruch, und plötzlich ist es eine Legitimationsgrundlage.

Ja, alles beschissen. Aber deswegen soll jetzt die Bundeswehr in Donetsk einrücken? Na prima.

Und Europa zerfällt auch gleich noch mit, weil sich Orbans Ungarn und die Serben lieber an Russland ankuscheln.

(Frage am Rande: Auf welcher Basis wurden damals eigentlich Kroatien und Slowenien innerhalb eines Tages von Deutschland als eigenständige Länder anerkannt?)
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Re: Für den Russland-Beitritt der Krim

Beitrag von Berlino10 »

Dietrich hat geschrieben: Im 21. Jahrhundert darf die westliche Welt ein derartiges Verhalten nicht akzeptieren. Und erst recht nicht honorieren.
Die westliche Welt, lieber Dietrich, hat dieses Verhalten selbst praktiziert, und die USA im 20. und 21. Jahrhundert noch viel schlimmer als RUS heute ...

Wir können gerne solche Völkerrechtsverletzungen anklagen und sanktionieren,
aber dann auch beidseitig und ehrlich und konsequent, dann gehören eben die USA auch auf die Anklagebank und nicht als Ankläger - wie lächerlich ist das denn bitte? USA als Bewahrer des Völkerrechts :lol:
Dietrich hat geschrieben: Zu Thema Kosovo: http://www.nzz.ch/international/warum-d ... -1.1842730
Du kannst noch so lange irgendwelche NATO-Postillen und ihre Lügen zitieren ... das belegt gar nichts
und die Menschenrechtslügen im Kosovo durch die NATO sind längst bewiesen (wie oft soll ich eigentlich noch den ARD-Bericht verlinken)
Dietrich hat geschrieben: Dann lieber weitere Sanktionen gegen Russland. Bis Putin weg und die Krim wieder ukrainisch ist.
kein Kommentar
Dietrich hat geschrieben: Und das Thema "Putsch" sollte nach 2 Wahlen mittlerweile auch durch sein.
So, wenn diese Wahlen also den Putsch rechtfertigen,
dann rechtfertigen die Referenden auch die Völkerrechtsbrüche im Osten ...
Denn an der Mehrheit auf der Krim für RUS können nur verhetzte Propaganda-Lemminge zweifeln.

.. ich lehne beides ab, die westliche Aggression und Einmischung, die zum Putsch führten, und den Bürgerkrieg anheizten ...
wie die Russische Einmischung und Aggression auf der Krim und in der Ost-Ukraine

Und dennoch empfiehlt es sich, politische Realitäten anzuerkennen ...
die Ukraine ist nun mehrheitlich pro-westlich ... die Krim und die Ost-Ukraine aber sicher nicht,
und dafür braucht es politische Lösungen.
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Kultgrieche
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Re: Für den Russland-Beitritt der Krim

Beitrag von Kultgrieche »

Dietrich hat geschrieben:So auf jeden Fall nicht.
Im 21. Jahrhundert darf die westliche Welt ein derartiges Verhalten nicht akzeptieren. Und erst recht nicht honorieren.
Ach so, wie spitzfindig, aber im 20. Jhd. durfte man Jugoslawien kastrieren (Slowenien, Kroatien, Kosovo). Und im 21. Jhd. geht das auf einmal nicht mehr.
Dietrich hat geschrieben:Dann lieber weitere Sanktionen gegen Russland. Bis Putin weg und die Krim wieder ukrainisch ist. Und wenn Putin darauf weiterhin militärisch reagiert (und nichts anderes ist seine Bewaffnung der Terroristen im Osten der Ukraine), dann wird man sich auch mit militärischen Alternativen befassen müssen.
Auf die Nachfahren der Nazi-Wehrmacht haben die Russen gerade gewartet. Oh Mann, wie kann man derart historisch unsensibel sein. Egal. Die Deutschen brauchen militärisch ab und an immer wieder einen auf den Sack, seit 1871 sind die Deutschen sowieso zu unfähig für Kriege. Blöken laut, machen viel Bum-Bumm und bekommen militärisch eh nix hin. Bundeswehr = kaputte Flugzeuge, kaputte Hubschrauber und Ausrüstung von anno dunnemals.
Dietrich hat geschrieben:Zumindest wird man der Ukraine entsprechende Hilfe anbieten müssen.
Erzähl mal diesen Quatsch Deiner Frau, die sich doch sowieso darüber aufregt, das Hartz-IV-Kumpane sich die Eier schaukeln, während sie arbeiten geht. Dann freut sie sich besonders, wenn ihr Mann es befürwortet, dass sie mit ihren Steuergeldern einen failed-state wie die Ukraine sponsern soll. Wieso eigentlich? Für EU- und NATO-Imperialismus?
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Haya
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Re: Für den Russland-Beitritt der Krim

Beitrag von Haya »

Moin Moin,

Lieber Leo Myschkin,
Und wenn ich dieses Argument höre, daß "massive Menschenrechtsverletzungen" vorausgehen müssen, dann möchte ich solchen zynischen Juristenvisagen am liebsten ... Russland hätte also erstmal die Asow-Brigade und ihre Kollegen machen lassen sollen und wenn dann die Herren Juristen beim Leichenzählen im Bereich "massiv" angekommen sind, darf man handeln. Pfui Teufel! So dämlich und verkommen muss man erst mal sein.
Dachte schon, dass Ich der Einzige wär, der es so verstanden hat.
Russische Soldaten haben Blutvergießen verhindert, obwohl es besser gewesen wäre, wenn welches geflossen wär?
Wie pervers muss man sein?
By the way: Ist der Verbot der Sprache nicht schon eine Menschenrechtsverletzung, da jeder doch das Recht auf dessen Ausübung haben müsste?

Auch
Die russischen Soldaten auf der Krim waren ohne Ermächtigung der Uno dort und haben somit auch gegen das Gewaltverbot der Uno-Charta verstossen.
Russland hatte Pachtverträge bzgl. Sevastopol. Russische Soldaten hätten sehr wohl dort sein dürfen und von welchem Gewaltverbot redet das Kerlchen eigentlich?
Es gab absolut keine Gewalt. Die Ukrops waren schön in ihren Kasernen geblieben.
Hatten eigentlich die USA ein UNO-Mandat für Irak, Afghanistan, Jugoslawien, etc.????
Die Truppen waren gar nicht notwendig, um irgendein fiktives Blutvergiessen abzuwenden
Ich bin froh, dass diese Truppen da waren und schlimmeres verhindert haben. Wie es hätte anders ablaufen können, sehen wir leider im Donbass.
Und was ist letztendlich das Ergebnis? Keine Ausschreitungen, keine Toten, die Leute haben selbst abgestimmt, derzeit keine großangekündigten Demonstrationen.
Die Menschen leben dort in Frieden, aber es gibt einfach welche, denen das vollkommen egal ist.

Lieber Dietrich,
Dann lieber weitere Sanktionen gegen Russland. Bis Putin weg und die Krim wieder ukrainisch ist
Dietrich, Dietrich, Dietrich....Wie Ich es manchmal bereue, wenn Ich Dich überschätze.
Und wenn Putin darauf weiterhin militärisch reagiert (und nichts anderes ist seine Bewaffnung der Terroristen im Osten der Ukraine)
Ein faires Angebot von mir: Eröffne einen Thread diesbzgl. und poste diese Behauptung von mir aus 100 Mal dort und selbst dann wirst Du von mir als Antwort bekommen: "Durch Wiederholungen werden Deine Aussagen auch nicht wahrer"
Zumindest wird man der Ukraine entsprechende Hilfe anbieten müssen.
Noch mehr? Reicht es eigentlich nicht aus, dass mit dieser "Hilfe" Menschen im Donbass sterben?
Und das Thema "Putsch" sollte nach 2 Wahlen mittlerweile auch durch sein.
Dann sollte das Thema "Novorossia" es ebenfalls sein.

Gruß
Haya
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