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Re: Strelkov räumt Anzetteln des Donbass-Kriegs ein
Verfasst: 24 Nov 2014, 20:47
von Gunnar
@Berlino:
Solange wie Beweis nicht vorliegen heißt es immer gebetsmühlenartig: "wo sind die Beweise, die nach Russland führen. Putin kann schliesslich nicht alles steuern und nicht für alles verantwortlich gemacht werden was in der Ost-Ukraine geschieht".
Liegen dann klare Beweis vor, indem sogar ein Hauptakteur aus dem russischen Geheimdienst Klartext redet heißt es plötzlich: "Dieser Beweis ist zu klar als dass er ein Beweis sein kann, schliesslich hat Putin alles derart unter Kontrolle, dass man ausschliessen kann, dass sich einer seiner Hirnis verquatsch".
Also mit Verlaub, aber mit diesem Rumgeeier kannst Du vielleicht auf Perve Kanal jemand einigermaß verwirren, im Westen kriegst Du für sowas nicht mal ein müdes Lächeln.
Ich stell mir gerade eine mündliche Verhandlung vor wo der der Täter selbst zugibt, dass er die Tat begangen hat. Daraufhin sein Anwalt: Herr Vorsitzender, Sie sehen selbst, dass mein Mandant es nicht gewesen sein kann, denn wer wäre so dumm sich selbst zu überführen ....
@Leo:
Du hast recht, den Dugin kann man keiner politischen Richtung zuweisen. Man kann diesen Mann eigentlich nur einweisen.
Siehe hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_ ... tsch_Dugin
Fußnote 11
„Wir würden Europa einfach zu unserem Protektorat machen. Und das ist alles. Also: Europa ist militärisch schwach. Wir brauchen natürlich nicht zu kämpfen. Und warum sollten wir mit Waffen kämpfen? Lasst und mit Hilfe der Soft-Power kämpfen. Lasst uns vorschlagen, Europa vor Homo-Ehen zu schützen, vor Femen, vor Pussy Riot. Um Europa vor sich selbst zu retten. Denn das Europäische Bewusstsein zerfällt heutzutage. Alle zurechnungsfähigen Europäer verstehen, dass Europa kurz vor einem Abgrund steht. Mit Enklaven voller entarteter Abkömmlinge von archaischen Einwanderern, die die Europäische Identität vernichten werden. Sie müssen etwas unternehmen. Und wie Sie sehen, schießen sie mittlerweile auf eigene Leute, wie Breivik. Sie fingen an, sich selbst zu vernichten, weil sie nicht verstehen, was sie tun sollen. Lasst uns ihnen sagen: unter unserem Protektorat wird euch Schutz gewährt. Schaut: die Pussy Riot-Aktivistinnen sitzen im Gefängnis. Wir werden auch die Eurigen einknasten. Bei euch randalieren die Femen-Mitglieder ungestraft in Kathedralen. Und bei uns kriegen sie kurzer Hand aufs Maul und werden mit einem Lkw auf die Müllkippe transportiert, wo sie auch hingehören. (...) Gefallen Euch europäische Technologien? Dann lasst uns sie holen! Wie kann man sie holen? Die Europäer würden uns irgendwelche Transistoren gegen Erdöl und Gas nur kleckerweise übergeben. Lasst uns aber sämtliche europäische Hochtechnologien auf Anhieb holen! Das heißt, indem wir Europa erobern würden, würden uns alle Hochtechnologien anheimfallen.“
[youtube]e-oH58VA5Rw [/youtube]
Re: Strelkov räumt Anzetteln des Donbass-Kriegs ein
Verfasst: 24 Nov 2014, 21:43
von Berlino10
Gunnar - "Hauptakteur aus dem russischen Geheimdienst " - auf Weisung des Kreml - das sind deine Fantasien.
Niemand ist so bescheuert, deiner Argumentationskette zu folgen, oder gar sie zu veröffentlichen,
obwohl die West-Presse ja geradezu nach so etwas lechzt - meinst du, du bist der einzige, der das gelesen hat?
Man hat ja schon versucht, Dugin=Putin zu setzen ... genauso lächerlich wie Strelkov=Putin
Re: Strelkov räumt Anzetteln des Donbass-Kriegs ein
Verfasst: 25 Nov 2014, 00:24
von GIN
Re: Strelkov räumt Anzetteln des Donbass-Kriegs ein
Verfasst: 25 Nov 2014, 07:58
von Norbert
Fast schon absurdes Zitat von Dugin. Es ist schon spannend: Ja, wir wollen die Technologien, aber nicht die geistige Freiheit, die die Entwicklungen solcher Technologien ermöglicht. Man freut sich in Russland über autoritäre Länder ("China macht es richtig, Proteste werden sofort verhindert!"), aber den Wohlstand will man dann doch eher wie in Europa. Es begreift niemand, dass der Wohlstand auch auf der geistigen Freiheit basiert. Denn die Obrigkeitshörigkeit in autoritären Gesellschaften verhindert Kreativität. Wenn ich sehe, wie Putin den Technopark in Novosibirsk besucht und die Speichellecker rund um ihm sitzen und versuchen, ihm zu gefallen - wie soll sich dann wirklich etwas Innovatives in diesem Technopark entwickeln. Putin mag ein brillianter Politiker sein - aber er ist halt kein Ingenieur.
Aber zurück zum Thema: Ich habe leider noch keine Zeit gefunden, das Interview im Original zu lesen. Mir scheint in dieser Form, wie es dargestellt wird, sind die Sätze von Strelkov aus dem Zusammenhang gerissen.
Re: Strelkov räumt Anzetteln des Donbass-Kriegs ein
Verfasst: 25 Nov 2014, 11:31
von Jochen
Kreativität und Ideen sind in Diktaturen unwichtig. Wichtig ist, schnellstens an den Futtertrog zu kommen. Anfang der 90iger wollten die Kids alle бизнесмен werden, heute чиновники.
Die definitiv besten Lakaien hat aber Dicki. Immer mit Stift und Zettel, erste Sahne!
Wobei jetzt dieses Foto auch vieeeeel Raum für Interpretationen hergibt!

Re: Strelkov räumt Anzetteln des Donbass-Kriegs ein
Verfasst: 25 Nov 2014, 12:23
von Jenenser
Norbert hat geschrieben:Fast schon absurdes Zitat von Dugin. Es ist schon spannend: Ja, wir wollen die Technologien, aber nicht die geistige Freiheit, die die Entwicklungen solcher Technologien ermöglicht. Man freut sich in Russland über autoritäre Länder ("China macht es richtig, Proteste werden sofort verhindert!"), aber den Wohlstand will man dann doch eher wie in Europa. Es begreift niemand, dass der Wohlstand auch auf der geistigen Freiheit basiert. Denn die Obrigkeitshörigkeit in autoritären Gesellschaften verhindert Kreativität. Wenn ich sehe, wie Putin den Technopark in Novosibirsk besucht und die Speichellecker rund um ihm sitzen und versuchen, ihm zu gefallen - wie soll sich dann wirklich etwas Innovatives in diesem Technopark entwickeln. Putin mag ein brillianter Politiker sein - aber er ist halt kein Ingenieur.
Naja, Politiker in „Europa“ sind meist Juristen und ebenfalls keine Ingenieure. Wenn Merkel & Co. bei uns im Gewerbegebiet auftaucht, gibt’s auch großen Bahnhof, danach widmet man sich wieder der eigentlichen Arbeit. Also in der Beziehung – kein Unterschied zu Russland.
Um die Ursachen der Rückständigkeit in der Technologieentwicklung in Russland zu ergründen sollte man weit in die Geschichte zurück schauen. Vielleicht sogar bis zum Beginn der Industrialisierung, die in Russland viel später einsetzte. Innovation findet man in Russland vor allem im Militärbereich. Die jüngsten Ereignisse geben diesem Zweig wieder besonders Schwung. Sehr schade!
Jochen hat geschrieben:Kreativität und Ideen sind in Diktaturen unwichtig. Wichtig ist, schnellstens an den Futtertrog zu kommen. Anfang der 90iger wollten die Kids alle бизнесмен werden, heute чиновники...
Wo ist der Unterschied zu Deutschland?
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/j ... 28053.html
Re: Strelkov räumt Anzetteln des Donbass-Kriegs ein
Verfasst: 25 Nov 2014, 13:01
von Norbert
Jenenser hat geschrieben:Naja, Politiker in „Europa“ sind meist Juristen und ebenfalls keine Ingenieure. Wenn Merkel & Co. bei uns im Gewerbegebiet auftaucht, gibt’s auch großen Bahnhof, danach widmet man sich wieder der eigentlichen Arbeit. Also in der Beziehung – kein Unterschied zu Russland.
Sicher ist Merkel auch eine Grüßtante, aber sie kommt nicht als die große Checkerin vorbei und widerlegt vor Ort gleich mal noch die Relativitätstheorie. Aber diese Meetings mit Putin hier waren wirklich eine unglaubliche Show.
Jenenser hat geschrieben:Jochen hat geschrieben:Kreativität und Ideen sind in Diktaturen unwichtig. Wichtig ist, schnellstens an den Futtertrog zu kommen. Anfang der 90iger wollten die Kids alle бизнесмен werden, heute чиновники...
Wo ist der Unterschied zu Deutschland?
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/j ... 28053.html
Lustiger Artikel! Da steht also "Fast jeder dritte Student möchte nach dem Abschluss im Staatsdienst arbeiten, das ist das Ergebnis einer Umfrage der Unternehmensberatung EY unter 4300 Studenten, über die diese Zeitung als Erste berichtete. Auch die Wissenschaft und die Kultur gelten als attraktive Arbeitgeber –
Unternehmen aus der Privatwirtschaft nicht so sehr."
Jetzt lesen wir mal die
Pressemitteilung von EY: "Als besonders vielversprechende Branchen für ihren späteren Berufsweg bezeichnen drei von zehn Studenten den öffentlichen Dienst, auf Platz 2 und 3 folgen die Wissenschaft (19 Prozent) und Kultureinrichtungen (17 Prozent). Dahinter rangieren Branchen der freien Wirtschaft wie die Prüfungs- und Beratungsbranche (15 Prozent), die Automobilindustrie (14 Prozent) oder die IT-Branche (12 Prozent). Knapp ein Drittel der Studenten (32 Prozent) lehnt für ihren späteren Berufsweg sogar die Privatwirtschaft als Ganzes ab – sie finden lediglich Stellen im öffentlichen Bereich attraktiv. 21 Prozent können sich für Berufsperspektiven in beiden Bereichen erwärmen. Nur knapp die Hälfte der Befragten (47 Prozent) findet staatliche bzw. öffentliche Arbeitgeber wenig interessant und will auf jeden Fall in einem Privatunternehmen Fuß fassen."
Aha, es wollen also 15 + 14 + 12 = 41 % in die Privatwirtschaft. Das ist mehr als in den öffentlichen Dienst (3 von 10 = 30 %). Und 32 % wollen nicht in die Privatwirtschaft, aber 47 % nicht in den öffentlichen Dienst. Für mich zeigen beide Werte, dass die Privatwirtschaft eindeutig attraktiver als der Staatsdienst ist, oder?
Es wird also durch Formulierungen etwas suggeriert, was sich in den Zahlen überhaupt nicht widerspiegelt. Lustig, oder?
Re: Strelkov räumt Anzetteln des Donbass-Kriegs ein
Verfasst: 25 Nov 2014, 13:30
von Jochen
Was soll deine polemische Frage? Der deutsche Student will gepampert werden, und zwar Vollkasko. Der russische Student will einfach nur бабло kassieren. Das ist der Unterschied.
Re: Strelkov räumt Anzetteln des Donbass-Kriegs ein
Verfasst: 25 Nov 2014, 13:52
von Jenenser
Norbert hat geschrieben: ...Aha, es wollen also 15 + 14 + 12 = 41 % in die Privatwirtschaft. Das ist mehr als in den öffentlichen Dienst (3 von 10 = 30 %). Und 32 % wollen nicht in die Privatwirtschaft, aber 47 % nicht in den öffentlichen Dienst. Für mich zeigen beide Werte, dass die Privatwirtschaft eindeutig attraktiver als der Staatsdienst ist, oder?
Es wird also durch Formulierungen etwas suggeriert, was sich in den Zahlen überhaupt nicht widerspiegelt. Lustig, oder?
Jetzt habe ich tatsächlich vor dem Schreiben eines Beitrages gerechnet.
Die Zahlen sind natürlich verwirrend!
Hast du im FAZ-Beitrag noch die Stelle gefunden, wo es um Sehnsüchte und Vorbilder der heutigen Studentengeneration geht:
...„Viele entwickeln eine fast manische Suche nach festen, haltgebenden Ordnungen und Regelwerken“, schreibt Grünewald. Und wo kann man die finden, wenn nicht im Staatsdienst? Für Rebellion ist diese Generation nicht gemacht. Gefragt nach ihren Vorbildern, nennen sie: Papa, Mama und Angela Merkel...
Die ersten beiden Vorbilder waren und sind auch meine...
Jochen hat geschrieben:
Was soll deine polemische Frage? Der deutsche Student will gepampert werden, und zwar Vollkasko. Der russische Student will einfach nur бабло kassieren. Das ist der Unterschied.
Was motiviert nun mehr beim Entwickeln von „Kreativität“ und beim Umsetzen von „Ideen“?
Re: Strelkov räumt Anzetteln des Donbass-Kriegs ein
Verfasst: 25 Nov 2014, 14:12
von Jochen
Jenenser hat geschrieben:
Was motiviert nun mehr beim Entwickeln von „Kreativität“ und beim Umsetzen von „Ideen“?
Erwartest du auf deine Gegenfragen wirklich eine ernste Antwort?