Wladimir30 hat geschrieben:
Ich weiß ehrlich nicht, warum Du das so denkst. Ehrlich nicht. Ich bin bislang nicht dieser Meinung. Vielleicht weiß ich ja was nicht. Kannst Du mir das bitte wenigstens kurz erklären? Ich frage ganz ehrlich.
Ch. hat im Gegensatz zu anderen Oligarchen nicht nur Möglichkeiten genutzt, sich zu bereichern.
Er hat diese vielmehr auch aktiv geschaffen und ausgebaut. Im Kabinett als Privatisierungs-Verantwortlicher für die Erdöl-Industrie, gleichzeitig als Yukos-Banker und gleichzeitig als Schatten-Einkäufer von Yukos hat der alle rausgedrängt. Er hat dabei dem Russischen Volk Milliarden gestohlen, als es hungern musste. Er ist zu
100% ein Privatisierungsverbrecher, der schlimmste von allen.
Man erinnere sich auch an Chodorkowski "Ich kann Parlamente und Wahlen kaufen". Auch Beresowski behauptete wohl zu Recht, dass er in den 90er Jahren mit 5-6 anderen 60% der Wirtschaft RUS und dessen Politik kontrollierten - die
politische Oligarchie. Auch die Wahl des Präsidentenkandidaten Putins wurde 1999 von den grossen Abramowitsch, Beresowski, Chodorkowski + bestimmt und nicht etwa von einer Partei o.ä.
Wenn selbst Joseph E. Stiglitz, Chef der Wirtschaftsberater von US-Präsident Bill Clinton, Chef-Ökonom der Weltbank und Wirtschafts-Nobelpreisträger schon 2003 vor den Folgen der "unrechtmäßigen Privatisierung" durch Ch. & Co. warnte, sollte das zu Denken geben:
"Denn, wenn die Oligarchen ihre üble Aneignungen mit Erfolg behaupten können, kann man sich leicht vorstellen, dass jemand wie Khodorkowsky, der schon damit begonnen hat, neben seinem Wirtschaftsimperium eine politische Maschine aufzubauen, seine Yukos-Anteile versilbert, seinen Reichtum in einer Steueroase vor der Küste in Sicherheit bringt und ihn zur Manipulation der russischen Politik benutzt."
Während bei Mord an Litwinenko viele profitierten, so waren bspw. die
Morde an dem Bürgermeister Vladimir Petukhov am Geburtstag von Ch. u.a. nur zum Vorteil von Yuganskneftegas. Der Sicherheitschef von Yukos Alexei Pitschugin unterschrieb ein Schuldeingeständnis, dass er und der Yukos-Vize Nevzlin den Mord an den Bürgermeister und den Attentätern beauftragt hatten. Niemand von objektivem Verstand kann ernsthaft daran zweifeln, dass Ch. seinen gierigen Weg auf Dutzende Leichen zementierte, Politiker, Bürokraten, Journalisten, die seine verbrecherischen Machenschaften verfolgen und aufhalten wollten.