Was gibt es da überhaupt zu diskutieren und rumzulavieren?
Wenn ich einen Waffenstillstand beschließe, dann schließt das weitere Landgewinne auf Kosten des Gegners aus. Punkt.
Alleine die Terminierung dieses Waffenstillstands erst 3 Tage nach Unterzeichnung zeigt doch schon, dass es einer Partei gar nicht daran gelegen ist, das Töten zu stoppen. Die Kiewer Seite hätte auf jeden Fall auch einen sofortigen Waffenstillstand unterschrieben.
Aber so schlecht so gut. Putin und seine Terroristen waren auf jeden Fall der Meinung, sie müssten erst noch Debatseve einnehmen und hätten gerne dafür den Waffenstillstand erst am 21.02. in Kraft treten lassen. Sie haben sich dann aber doch auf den 15. "geeinigt".
Am 15.01. um 0:00 Uhr war Debaltseve aber noch nicht eingenommen und auch die Strasse nach Debaltseve war wohl von den russischen Mörsern/Artillerie einseh- und beschießbar, aber eben nicht durch russische Truppen besetzt. So zumindest legen es diverse Videos und Berichte im Internet dar.
Wäre also zu diesem Zeitpunkt ein echter Waffenstillstand eingetreten, so hätten die Ukrainer wahrscheinlich die Straße (es gab da wohl noch eine andere, schlechtere die ebenfalls benutzt werden konnte) nutzen können, um ihre Truppen und Debaltseve zu versorgen. Einen Grund aus Debaltseve abzuziehen besteht bei einem Waffenstillstand nämlich nicht mehr.
Und selbst wenn die Straße von den Russen besetzt gewesen wäre, so hätte man das Feuer einstellen und in Verhandlungen mit den Ukrainern treten müssen.
Was gibt es also zu diskutieren, WER den Waffenstillstand ignoriert hat? Oder "warum"? Es mag tausend Gründe für die Terroristen gegeben haben, weiter zu schießen. Das ändert trotzdem nicht daran, dass sie mal wieder etwas unterschrieben haben und sich dann nicht daran halten.
Und was tut Eurpopa? Nix. "Wir hoffen...bla bla bla... das uns Putin nach dem 100. Mal nicht auch das 101. Mal wieder restlos verarscht".
Sehr gut zusammengefasst hier:
http://philippika.blogspot.de/2015/02/a ... jetzt.html