Re: 9. Mai
Verfasst: 21 Apr 2015, 12:36
Bei uns war der 8. kein Feiertag, oder? Ausserdem bist Du raus, weil zu jung.Wenn ich ehrlich bin kannte ich den 9.Mai vor Russland auch nicht
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Bei uns war der 8. kein Feiertag, oder? Ausserdem bist Du raus, weil zu jung.Wenn ich ehrlich bin kannte ich den 9.Mai vor Russland auch nicht
Helmut Kohl nannte das "die Gnade der späten Geburt"...m1009 hat geschrieben: Ausserdem bist Du raus, weil zu jung.
...und zu gut aussehend, zu wohlhabend und überhaupt.......kehr mir hier nix untern Teppichm1009 hat geschrieben:Ausserdem bist Du raus, weil zu jung.
80's rulezWladimir30 hat geschrieben:Helmut Kohl nannte das "die Gnade der späten Geburt"...
Wenn es passt, diskutiere ich in RUS gern zum Ereignis an sich. Interessant sind natürlich auch die daraus resultierenden Folgen. Das hängt u.a. damit zusammen, dass mein Opa am „Russlandfeldzug“ einst teilnahm und bei meinen russischen Freunden am Ural ein sowjetischer Weltkriegsveteran zur Familie gehört. Beide Zeitzeugen sind in den vergangenen Monaten verstorben...m1009 hat geschrieben:Der 70zigste Jahrestag rueckt immer naeher, die Abendsendungen sind beladen mit Heldentaten der CA.
Wie erlebt Ihr Deutsche in RUS diese Zeit vor dem grossem Jubiläum?
Sehr interessant! Um sich ein kleines Bild von ihm zu machen, fehlen noch einige wichtige Angaben...Mein Vater waehre gern zu den Siegesfeiern gekommen, sehr gern auf dem Roten Platz, zumindest aber hier bei uns in NN. Aufgrund seiner Vergangenheit haette er vielleicht sogar einen Platz auf der Tribuene
An diesem Tag besteht kein Anlass für Spott und Häme.klaupe hat geschrieben: Da ist es bestenfalls ein Feiertag und Anlass für eine Grill- und Schluckparty im Frühling, bei der die alten Haudegen mit metallisierter Brust bestenfalls belächelt werden...
Du vergleichst Äpfel mit Birnen! Dass sich ein 22. Juni 1941 nicht wiederholt, war und ist die große Sorge der einstigen sowjetischen und heutigen russischen Militärs. Die Paraden und Feiern erinnern zeitgemäß, auch mit Folklore, an die eigene Befreiung und den, letztendlich, Sieg im 2.Weltkrieg. Gleichzeitig demonstrieren sie, gerade in der heutigen angespannten Situation, professionelle Verteidigungsbereitschaft.Die großen, bunten Paraden haben den enormen Show-Wert eines Karnevalsumzugs ohne Kamelle, lassen aber die Brus derer anschwellen, die unter Minderwertigkeitskomplexen leiden.
Die sowjetischen Kriegerdenkmale haben in DE Bestandsschutz, resultierend aus dem Einigungsvertrag von 1990. Dein Engagement ehrt Dich!Die sowjetischen "Helden" hat man in der Umgebung in repräsentativen Friedhöfen beigesetzt und bei einem der Friedhöfe engagiere ich mich auch für die laufende Erhaltung und Pflege.
Der Minuspunkt geht eindeutig an die DDR. Gleichzeitig wurden die deutschen Opfer jedoch allgemein nicht verschwiegen, so zum Beispiel in der 2.Strophe der 1949 geschriebenen DDR-Nationalhymne: „...Dass nie eine Mutter mehr ihren Sohn beweint“....und sehe es eher als Mahnung für die Zukunft. Da es ex-DDR-Gebiet ist, wurden die deutschen Opfer eher unspektakulär verscharrt.
Die „CA“ hisste einst vor 70 Jahren die Fahne der UdSSR am Reichstag. Mit beginnendem Zerfall der Sowjetunion wurde diese Armee wie ein ungebetener Gast aus Mitteleuropa Anfang der 1990er Jahre vertrieben, während die anderen unter der Fahne der NATO blieben. Doch damit nicht genug. Dieses Militärbündnis erweitert sich nun auch noch Stück für Stück Richtung Osten bis an die Grenzen des heutigen Russlands. Was erwartest Du denn?Die sonstigen "Statisten" aus aller Welt, die zwangsläufig am Weltkrieg beteiligt waren, werden bestenfalls ignoriert, lieber aber noch mit Schimpf und Schande überzogen und mit Drohungen gemahnt, dass es für sie noch mörderischer kommen wird.
Man sollte vielleicht an diesem Tag mal die "Feierlichkeiten" incl. des Drumherums in Treptow aufmerksam und kritisch beobachten. Mein Bedarf an "Gedenken" dieser Art ist mehr als Gestillt.Jenenser hat geschrieben:An diesem Tag besteht kein Anlass für Spott und Häme.
Ein Beitrag für den Frieden würde mich mehr beeindruckenGleichzeitig demonstrieren sie, gerade in der heutigen angespannten Situation, professionelle Verteidigungsbereitschaft.Die großen, bunten Paraden haben den enormen Show-Wert eines Karnevalsumzugs ohne Kamelle, lassen aber die Brus derer anschwellen, die unter Minderwertigkeitskomplexen leiden.
Nicht die Kriegerdenkmale, sondern die Friedhöfe mit den Gedenkstätten.Die sowjetischen Kriegerdenkmale haben in DE Bestandsschutz, resultierend aus dem Einigungsvertrag von 1990. Dein Engagement ehrt Dich!
100 %. mit Ausnahme der Kriegsteilnehmer, die dem kommunistischen Widerstand zuzurechnen sind oder sich sonstwie für die CCCP verdient gemacht haben.Der Minuspunkt geht eindeutig an die DDR.
Ab 1972 hat man sich besonnen und die Diskrepanz zwischen Text und Realität erkannt. Da gab es dann nur noch die Melodie und nie wieder hörte man offiziell den Text.Gleichzeitig wurden die deutschen Opfer jedoch allgemein nicht verschwiegen, so zum Beispiel in der 2.Strophe der 1949 geschriebenen DDR-Nationalhymne: „...Dass nie eine Mutter mehr ihren Sohn beweint“.
Die "Vertreibung", die sich über fast vier Jahre hinzog, wurde auch mit einem netten Taschengeld von knapp 20 Milliarden D-Mark (West) versüßt.Mit beginnendem Zerfall der Sowjetunion wurde diese Armee wie ein ungebetener Gast aus Mitteleuropa Anfang der 1990er Jahre vertrieben, während die anderen unter der Fahne der NATO blieben.
Ich habe nichts Anderes erwartet, aber kann ich mir dazu auch meine eigene Meinung bilden?Doch damit nicht genug. Dieses Militärbündnis erweitert sich nun auch noch Stück für Stück Richtung Osten bis an die Grenzen des heutigen Russlands. Was erwartest Du denn?
Eher an die "Neuen Herren aus dem Westen". Wurden die Friedhoefe und Denkmaeler im Osten VOR oder NACH der "Wende", systematisch und zielgerichtet, durch die jeweiligen Machthaber zerstoert?Der Minuspunkt geht eindeutig an die DDR.
Oh, das klingt interessant!m1009 hat geschrieben:Eher an die "Neuen Herren aus dem Westen". Wurden die Friedhoefe und Denkmaeler im Osten VOR oder NACH der "Wende", systematisch und zielgerichtet, durch die jeweiligen Machthaber zerstoert?