Wladimir30 hat geschrieben:Ist das in DEU anders? Wer weiss schon, warum dies und das gerade so und nicht anders gemacht wird? Warum werden die Hände gefaltet beim Gebet? Warum bekreuzigen sich die Katholiken, die Evangelen nicht? Und und und.
Seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil hat sich schon sehr viel getan und die Vorschriften und Rituale wurden erheblich gelockert, ebenso das Verhältnis zu anderen christlichen Religionsgemeinschaften. Ja selbst die nichtchristlichen Religionsangehörigen wurden nicht mehr als Heiden angesehen sondern als Menschen anderen Glaubens respektiert.
Inzwischen zeigt sich, dass bestimmte Rituale nicht als dogmatische Vorschrift gehandhabt werden, eher als bevorzugtes Muster, wobei durchaus ein bemerkenswerter Freiraum entstanden ist. Undiskutierbar sind nur die Kernpunkte der Glaubenslehre, die inzwischen allerdings nicht mehr in Latein sondern in der Landessprache verkündet werden. Nun kann jedermann den "Hokuspokus" auch verstehen.
Anmerkung: Konsekrationsformel während der Eucharistiefeier: Hoc est enim corpus meum = „Denn dies ist mein Leib.“ Daraus entstand aus Unverständnis der Sprache und Bedeutung die Verballhornung Hokuspokus.
Bei den orthodoxen Kirchen ist man da deutlich traditionsbewusster, jedenfalls aus meiner Sicht der Beobachtungen. Das muss man einfach so hinnehmen und viele Menschen bevorzugen sogar diese sehr feierlichen Gottesdienste und beanstanden die Nüchternheit bei den evangelischen Kirchen und inzwischen auch bei den Katholiken.
Saboteur hat geschrieben:Ich würde es wirklich toll finden, wenn du mehr über die ROK erzählen könntest, was die ROK für dich bedeutet und wie diese Kirche sich unterscheidet aber da zu häufig unsere Unterschiede betont werden - auch was sich bei den großen Kirchen ähnelt.
Ich habe ja manchmal auf den einen oder anderen Punkt hingewiesen oder was gefragt gehabt. Es kamen zwar Antworten, die aber eine innere Indifferenz zum Thena Glauben zeigten. Was auch voll und und ganz ok ist, ich hab da Null Missionierungseifer oder So.
Eigentlich schade, denn die Erklärung der Wesentlichen Rituale und Richtlinien würde auch mich sehr interessieren. Dabei kann es sicherlich nicht um Glaubensinhalte und Missionierung gehen, das würde die Plattform sprengen. Eine nüchterne Betrachtung der Unterschiede und Erklärung bestimmter Zeremonien könnte aber das Verständnis fördern.
Ich bin mir nicht sicher, ob das wirklich Anklang findet. Und um es einfach mal auszuprobieren, nein, da hab ich ehrlich Angst, dass es durch dumme oder lockerflockige Sprüche in den Sumpf gezogen wird und auf die Gefühle von Gläubigen erneut keine Rücksicht genommen wird.
Kann man das nicht auch etwas entspannter sehen?
Manchmal muss man im Leben zwischen gutem Ruf und dem Vergnügen wählen und stellt fest, das der gute Ruf kein Vergnügen ist.