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Verfasst: 30 Jan 2005, 01:51
von Bephep
Hallo Oletsch.
Vor ca einen Jahr hat ein guter Bekannter eine Russin geheiratet,nicht aus Moskau.
Ich habe Dir eine Mail geschrieben,wenn Du zurueck schreibst gebe ich Dir Ihre Telefonnummer oder E Mail Adresse,die moechte ich hier nicht posten.
Verfasst: 31 Jan 2005, 12:37
von Dietrich
Hallo Oletsch,
was die Uebersetzungen betrifft, noch ein Zusatz von meiner Seite:
Erkundigt euch unbedingt bei eurem Amt in Deutschland ob die Uebersetzung in Russland angefertigt sein darf, oder nicht.
Ich habe in Russland geheiratet, aber wir haben uns danach dann in Deutschland ein Familienbuch anlegen und so die Hochzeit auch dort registrieren lassen. Dazu hatten wir bereits alle moeglichen Dokumente in Russland mit Apostille versehen und dort uebersetzen und notariell beglaubigen lassen.
Von unserer Heiratsurkunde und der Geburtsurkunde meiner Frau mussten wir trotzdem in Deutschland nochmal eine Uebersetzung anfertigen lassen. Weil das Amt darauf bestand, das der Uebersetzer gerichtlich anerkannt wird (oder so aehnlich).
Die 2 Uebersetungen (jeweils ca. 1 Seite plus Apostille) kosteten zusammen 55 Euro (soweit ich mich richtig erinnere)
Viel Erfolg und lasst euch durch den ganzen Behoerden-Hickhack nicht die Stimmung versauen :-)
Dietrich
Verfasst: 31 Jan 2005, 13:00
von Oletsch
7punkt hat geschrieben:auf der Web-Seite der Deutschen Botschaft in RU findest Du die notwendige Info bezueglich der Apostille. Hier ein Link dazu
http://www.deutschebotschaft-moskau.ru/ ... essung.doc
Auf der letzten Seite des Merkblattes gibt's eine Liste mit Adressen der Behoerden, die fuer die Erteilung der Apostille zustaendig sind.
Hier gibt es wirklich alles nötige - danke! und stimmt mit der Info von Karsten auch überein.
@Dietrich: das mit den Übersetzungen habe ich gefragt, die Leute im Standesamt wissen das nicht wirklich. Ich werde dann auf sicherem Wege gehen und alles in DE übersetzen lassen.
Wie auch vermutet, ist die ganze Angelegenheit doch nicht so einfach, obwohl ich schon länger in Deutschland lebe und kein Heiratsvisum o.ä. brauche. Jedenfalls werde ich Euch über die Ergebnisse berichten -später
Gruß
Oletsch
Verfasst: 01 Feb 2005, 14:28
von 7punkt
Oletsch hat geschrieben:Jedenfalls werde ich Euch über die Ergebnisse berichten -später
Gruß
Oletsch
Jaaa, mach das bitte, bin schon gespannt, wie das erledigt wird

Achjaaa, poste dann bitte auch ein paar Bilder von der Hochzeit ......fuer Blacki lachweg
Liebe Gruesse,
7punkt
Verfasst: 03 Feb 2005, 12:01
von Aetschi
Morgen
Apostil bekommt man immer auf dem ZAGS das die Urkunde augestellt hat.
Mit In Deutschland nachfragen ob Urkunden anerkannt werden wenn in Russland Übersetzt worden ist ist immer so eine Geschichte.
Ich hab da wirklich schlechte Erfahrungen gemacht.
Wir haben dann nachher in Russland geheiratet das war einfacher
Gruß
Formalia für Übersetzungen Russisch - Deutsch
Verfasst: 03 Feb 2005, 14:04
von Magdeburg-Moskva
voip-now.de hat geschrieben:
Mit In Deutschland nachfragen ob Urkunden anerkannt werden wenn in Russland Übersetzt worden ist ist immer so eine Geschichte.
Ich hab da wirklich schlechte Erfahrungen gemacht.
Kann gut sein, denn für eine öffentliche Bestellung als Übersetzer / Beeidigung / Ermächtigung muss man in Deutschland
- seine Übersetzungs- und Sprachkompetenz nachweisen (bei manchen mehr oder weniger
- ein blütenweißes Führungszeugnis vorlegen
- einen Eid leisten
All dies müssen Übersetzer in Russland nicht tun. Es reicht, mit seinem Diplom zu einem Notar zu gehen, sich die Eigenschaft als Übersetzer und die Echtheit der Unterschrift beglaubigen zu lassen.
Ich weiß nicht, ob alle Behörden darüber so sehr Bescheid wissen, kann aber gut sein, denn über Russland sind die deutschen Behörden doch ganz gut informiert. Deswegen kann es sein, dass sie streiken. Oder weil der Notar seine Beurkundungen vielleicht nur auf Russisch erstellt. Und für Russisch gibt es nun wirklich bald zu viele öffentlich bestellte Übersetzer in Deutschland. Und manche Kollegen bieten für Russisch Schleuderpreise an :-( *an mein Business denk*
Verfasst: 03 Feb 2005, 14:08
von Aetschi
Ja Notar und Übersetzungsdienste sind hier wirklich mehr als günstig:
Da ich diese öfters brauche, hab ich aber eher weniger dagegen
Gruß
Re: Formalia für Übersetzungen Russisch - Deutsch
Verfasst: 03 Feb 2005, 14:57
von Dietrich
Magdeburg-Moskva hat geschrieben:Und manche Kollegen bieten für Russisch Schleuderpreise an :-(
Hast du eine Liste solcher Kollegen?
Ist ja nur damit wir diese meiden koennen
Dietrich
gegen Dumping-Preise für Urkundenübersetzungen
Verfasst: 03 Feb 2005, 23:19
von Magdeburg-Moskva
Dietrich hat geschrieben:Magdeburg-Moskva hat geschrieben:Und manche Kollegen bieten für Russisch Schleuderpreise an :-(
Hast du eine Liste solcher Kollegen?
Ist ja nur damit wir diese meiden koennen

Hallo, Dietrich,
sei mir nicht bösen, aber wie ernst darf ich denn deine Frage und den Hinweis auf das Meiden solcher Kollegen in der Geiz-ist-geil-Zeit nehmen?! ;-)
Erst mal etwas Marktgeschehen: Wer in einer Stadt/Region mit sehr viel Migranten wohnt, und sehr viel nur deren Urkunden, d. h. standesamtliche U., diverse standardisierte notarielle Erklärungen, übersetzt, hat dafür seine Schablonen und braucht fast nur noch den Namen und persönliche Daten einzusetzen. Dies ermöglicht Pauschalpreise für Urkunden, wie Geburtsurkunde n EUR. Das mit den Vorlagen kann auch sehr gefährlich werden, wenn es doch irgendwo Abweichungen in winzigen Details gibt und diese übersehen werden. Wer aber unterschiedliche Texte übersetzt und nicht ständig Urkunden, wird dafür andere Preise ansetzen.
Ich frage mich aber trotz aller "Vorlagen" und Hilfsmittel, wie manche inserieren "6 EUR pro Seite". Wieviel ist eine Seite?! Das ist absolut irreal, denn es wird normalerweise nach Wörtern oder DIN-2345-Normzeilen abgerechnet oder es sind andere Fallstricke enthalten, wie 6 EUR pro Seite - A4, A5 oder A6, oder Auslassen des Briefkopfes? und wieviel kostet die Leistung Bestätigung der Übersetzung? Üblicherweise setzen seriöse Kollegen für diese Zusatzleistung 1,50 - 3,00 EUR pro Dokument an.
Nun ja, ein niedriger Wort-/Zeilenabhängiger Preis kann auf eine gewisse Routine bei Urkunden hindeuten (und auch Marktanpassung), muss aber nicht zwangsläufig auf Qualitätsmängel hinweisen.
Für ein seriöses Angebot würde ich Preise so ab 0,09 EUR pro Wort Ausgangstext ansetzen, für nicht-russische Sprachen sind beeidigte Übersetzer seltener zu finden, da dürfte es ab 0,14 EUR pro Wort losgehen. Sicher sind Mengenrabatte möglich...
Wichtig ist für den Kunden:
- Was verlangt die Behörde für Übersetzungsformalia?
- Müssen Apostille / Legalistation eingeholt werden?
- Muss die Übersetzung vom Original gefertigt werden (der Übers. muss das vermerken)?
- Ist der Übersetzer überhaupt für die Sprache(n), in der die Urkunde errichtet wurde, öffentlich bestellt/allgemein beeidigt / ermächtigt (Bezeichnungen von Land zu Land verschieden)? Hierüber geben Behörden und meist das Landgericht Auskunft
- z. B. werden weißrussische Urkunden gern in russischer Sprache, aber mit weißrussischen Briefköpfen, Stempeln usw. erstellt; hierfür ist ein oder mehrere Übersetzer, die für Russisch und/oder Weißrussisch öffentlich bestellt sind, erforderlich
- der Übersetzer soll alles übersetzen, was in der Urkunde steht (auch Briefköpfe, Adressen vernünftig übertragen, Texte in Dienstsiegeln) und evtl. auf Besonderheiten, wie Änderungen, Zustand, Auslassungen hinweisen.
- Nur durch Kundenauftrag kann er - mit entsprechendem Hinweis - etwas auslassen
- einzig Angaben der Druckerei müssen nicht übersetzt werden
Haltet euch euren Freelancer-Übersetzer warm...
Verfasst: 04 Feb 2005, 02:48
von Bephep
Hallo Magdeburg-Moskva.
Deinen Text habe ich mal eben in die Textverarbeitung kopiert und zaehlen lassen.
Buchstaben 2 427 Woerter 394.Bei 0.09 EURO sagt die Rechenmaschine 35.46 EURO.
Solch ein Text wuerde also ca. 40 EURO kosten. Richtig

Aber interessanter Beitrag,man erfaehrt hier im Forum vieles was man sonst garnicht erfaehrt.