Hallo alle zusammen.
Ersteinmal vielen Dank für eure Hilfe und Tips!
Letzte Woche haben wir es dann gewagt und haben uns mit unserem Largus auf die lange Reise gemacht. Reiseroute wurde ein bisschen verlängert , Khimki - Nürnberg - Frankfurt/O. - Khimki.Es war ein Montag , Abfahrt Khimki 7:00 Uhr , an der Grenze waren wir glaube ich gegen 15 Uhr...
Wir haben die Route über Lettland , Litauen Polen gewählt , weil wir es nicht mehr geschafft haben für mich ein BY Transitvisa zu beschaffen.
Hinzu dachten wir die haben die Grenze dicht gemacht , keine LKW's , Autos , Praktisch war nix los.... Grenzübergang Buratschki , Бурачки!
Weil wir das erste Mal mit dem Auto ausreisten , haben wir extra auf den nächsten gewartet um zu sehen wo lang der fährt und was der alles macht :-) Ja ich weiss hier im Forum wurde es auch schon beschrieben.
Jedenfalls haben wir mit allem zusammen 15 - 25 Minuten gebraucht. Aussteigen Papiere abgeben , alle Türen und Fächer aufmachen. Weiterfahren. Am Schlagbaum gibt man dann irgendsonen Zettel ab und auf der lettischen Seite im Prinzip nochmal das gleiche.
Auf beiden Seiten nette umgängliche Grenzer.
Wir dann weiter über Rezekne (E22) ab hier weiter auf E262- Daugavpils - Kaunas bis kurz vor oder hinter Marijampole dort haben wir uns dann schon spätnachts ein hellerleuchtetes Motel gesucht / gefunden und für 30 Euro / 2 Personen ohne Frühstück übernachtet.
Tag 2
hat uns dann über Warschau - Lodz - Wroclaw - Dresden bis nach Nürnberg gebracht.
Wir haben bewusst 2 Tage und viel Ausdauer eingeplannt. So sind wir mit nem für einen Largus nicht schlechtem Schnitt von 8.3 Litern (Fahrraddachgepäckträger) / also 4,5 mal tanken durchgekommen. Wir haben aber streng darauf geachtet , da wo man durfte oder auch konnte nicht schneller als 110/120 zu fahren.
Diese Route beinhaltet viel , sehr viel Landstrassen bzw. irgendwelchen Schnellstrassen die aber durchweg gut waren. Die grossen und vielleicht interessanten Städte haben wir irgendwie nur Nachts passiert also so auch nicht viel gesehen.
Für die Rückfahrt mussten wir ja erst bis nach Frankfurt/O. und von dort
Tag 1: FF./O. - Poznan - Warschau - Bialystock und dann haben wir irgendwo hinter Kaunas übernachtet , wieder ein beliebiges Motel zusammen 35 Euro (2Personen) ohne Frühstück. Die Zimmer Hin und zurück waren jeweils okay , trocken , sauber und WARM :-))))
Was wir aber nicht wussten , das die Autobahn bis Warschau mautpflichtig ist. Insgesamt mussten wir glaube ich an 4 oder 5 Stationen bezahlen.
Man kann in Euro bezahlen , bekommt sein Wechselgeld aber in Zloty zurück....
Tag 2: Irgendwo hinter Kaunas weiter über Daugavpils - Rezekne bis nach Buratschki.
Wir hatten in Deutschland ein paar Sachen zusammengekrammt , und Dank der 50 Kg grenze pro Person und "Angst" vor der Deklaration und zusätzliche kosten von 4 Euro pro Kg viel weggeschmissen. Im Nachhinein Danke an den Zoll :-))))
So kamen wir für jeden von uns auf etwa 58 kg incl. einem Fahrrad auf'm Dach. Vorsorglich haben wir auch alle Papiere für jeden doppelt ausgefüllt.
Im Auto war alles sauber in Kisten verpackt und wir waren bereit auf "alle" Fragen.
Es kam wie es kommen musste :-) , an der lettischen Grenze wurden wir kurz gebeten das Nummernschild sauberzumachen , Motor angeguckt weiter.Dann für mich mal wieder ungewohnt , trotz VID ne Migrationskarte ausgefüllt , dummerweise in der "neutralen" Zone....
An der russischen Grenze gleich der Zöllner mit der Frage warum ich gesetzeswidrig dort gestanden habe.... Ich na Migrationskarte und so,.... Ei Ei Ei weiter. Dann die Frage was wir so alles haben , Deklarationspapiere haben wir erstmal noch nicht erwähnt oder gezeigt. Alles ehrlich aufgezählt....
Dann wurden wir "belehrt" das nächste Mal doch bitte die 50 kg einzuhalten und sollten dann in so eine Halle zur Kontrolle zu fahren....
Dann schien er es sich anders zu überlegen und bat uns auf der Strasse alle Türen usw. zu öffnen , sah sich ein , zwei Kisten an und fertsch :-)
Auch diesesmal haben wir mit allem drum und dran gute 30-40 minuten gebraucht. Auch hier wieder auf beiden Seiten nette umgängliche Zöllner / innen.
Was wir das nächste Mal , wenn wir nochmal mit dem Auto fahren sollten , machen werden ist unbedingt eine Deklaration auszufüllen. Mit allen Sachen die wir dabei haben und mitführen Auch wenns weit unter 50 kg ist. Denn diese Sachen werden dann bei der Wiedereinreise nicht zu den 50 kg gezählt. Das wussten wir nicht oder habens einfach nicht bis zum Ende bedacht , und somit mussten wir unsere persönlichen Sachen mit einrechnen. Sind ja auch mal schnell 10-15 Kg...
Fazit ist aber auch , wenn man(n) keine grossen sperrigen Sachen hat und eventuell Vielflieger ist und dort 40kg mitnehmen kann kommt er mit dem Flieger weitaus unkomplizierter. Keine Deklaration und und und , Koffer abgeben und meistens gehts glatt :-)
Für uns war die Route über Litauen , Lettland recht angenehm , auch wenn mann hört was vielen an der BY Grenze , trotz russischem Kennzeichens so widerfahren ist. Vielleicht hatten wir einfach nur Glück :-) Aber kurz vor der russischen Grenze , unserer Benzin reichte leider nicht bis nach RU , haben wir uns in soner Bar mit der Barfrau unterhalten , die sagte auch seit den "Sanktionen" ist es an der Grenze sehr sehr ruhig geworden. Kaum Wartezeiten....
Naja so haben wir in 7 Tagen 5000 km runtergekurbelt. Wir wurden mit unserem Lada Largus / russisches Kennzeichen nirgendwo angehalten , kontrolliert , Strafe brauchten wir auch keine zahlen und dafür das son Lada ja eigentlich null Komfort hat war es recht angenehm und er hat super durchgehalten.Wir hatten Glück mit dem Wetter , keine Staus , Baustellen , und Infrastruktur durchweg gut vorhanden , ich meine Motels , Hotels , Tankstellen.
War mal eine gute Erfahrung
Sylvio
Sylvio