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Re: Russisches Jahresvisum beantragen?

Verfasst: 19 Mai 2016, 17:16
von m5bere2
bella_b33 hat geschrieben:Ja...und fliegt dann direkt in den nächsten Papierkorb :D
Na, aber eine "gefälschtes" von dir unterschriebenes Exemplar behalten die ja trotzdem. Und wenn du mal in Minsk im Urlaub ohne das Ding erwischt wirst, wird's auch lustig.

Jetzt bei der Einstellung zu meinem Drittjob wollten die auch eine Migrationskarte sehen und ich musste denen erstmal erklären, dass sie die nicht brauchen, da ich РВП habe.

Re: Russisches Jahresvisum beantragen?

Verfasst: 19 Mai 2016, 17:29
von bella_b33
m5bere2 hat geschrieben:
bella_b33 hat geschrieben:Ja...und fliegt dann direkt in den nächsten Papierkorb :D
Und wenn du mal in Minsk im Urlaub ohne das Ding erwischt wirst, wird's auch lustig.
Da verwechselst Du was, ich habe keine RWP für Belarus sondern für Russland. Für Belarus benötige ich ein Visum und auch eine Migrationskarte.....wobei man von russischer Seite her eh einfach reinfährt :D

Re: Russisches Jahresvisum beantragen?

Verfasst: 19 Mai 2016, 17:32
von m5bere2
bella_b33 hat geschrieben: Da verwechselst Du was, ich habe keine RWP für Belarus sondern für Russland. Für Belarus benötige ich ein Visum und auch eine Migrationskarte.....wobei man von russischer Seite her eh einfach reinfährt :D
Genau da ist das Problem. Du kriegst ja bei der Einreise aus Russland nach Belarus keine Migrationskarte und stehst dann in Weißrussland mit Visum aber ohne Migrationskarte. Im gemeinsamen Gesetz steht, dass du bei Einreise in den Unionsstaat eine bekommen haben musst. Wo ist sie denn dann, wenn der nette Polizist in Minsk dich fragt? :-) Der weiß ja nicht, dass РВП oder ВнЖ in Russland von der Migrationskarte "befreit" (weil das auch nirgends steht).

Re: Russisches Jahresvisum beantragen?

Verfasst: 19 Mai 2016, 18:00
von bella_b33
m5bere2 hat geschrieben:Wo ist sie denn dann, wenn der nette Polizist in Minsk dich fragt? :-) Der weiß ja nicht, dass РВП oder ВнЖ in Russland von der Migrationskarte "befreit" (weil das auch nirgends steht).
Das hatte nichtmal beim Grenzübertritt BY->PL Probleme gegeben.

Gruß
Silvio

Re: Russisches Jahresvisum beantragen?

Verfasst: 19 Mai 2016, 18:02
von m5bere2
bella_b33 hat geschrieben:Das hatte nichtmal beim Grenzübertritt BY->PL Probleme gegeben.
Anscheinend habe nur immer ich so ein Glück mit Migrationskarten. :-D

Re: Russisches Jahresvisum beantragen?

Verfasst: 19 Mai 2016, 19:17
von bella_b33
m5bere2 hat geschrieben:
bella_b33 hat geschrieben:Das hatte nichtmal beim Grenzübertritt BY->PL Probleme gegeben.
Anscheinend habe nur immer ich so ein Glück mit Migrationskarten. :-D
Ich könnt Dir mal ne Geschichte von jemanden erzählen, der ohne gültiges BY Visa an der BY-PL Grenze in Brest stand :lol:. Man kann ja von russischer Seite reinfahren, wie schon angedeutet.
Daher versteh ich auch nicht das Hickhack mit dem BY Visum für Leute, die in RU einen Visum oder anderen Aufenthaltstitel haben :)

Re: Russisches Jahresvisum beantragen?

Verfasst: 20 Mai 2016, 06:34
von Norbert
Den jährlichen Rapport zum вид mache ich, aber nicht immer pünktlich. Formular, NDFL-2, Zustimmung zur Kontrolle bei der Steuerbehörde, manche Jahre noch eine Bestätigung der Hausverwaltung.

Die Migrationskarte wird bei der Ausreise in Novosibirsk gefordert! Wenn man keine hat, weil man in Moskau eingereist ist, wird man zum nächsten Stehtisch geschickt, wo man eine Blankokarte ausfüllt. Absurd. Aber in den letzten Jahren wurde ich in Moskau meist gefragt: "Wollen Sie eine Migrationskarte?" So absurd wie die Daten darauf sind, habe ich den Inhalt aber auch nie groß geprüft. Ich weiß doch heute nicht, wann ich irgendwann ausreise.

Re: Russisches Jahresvisum beantragen?

Verfasst: 20 Mai 2016, 09:44
von kamensky
Norbert hat geschrieben:Den jährlichen Rapport zum вид mache ich, aber nicht immer pünktlich. Formular, NDFL-2, Zustimmung zur Kontrolle bei der Steuerbehörde, manche Jahre noch eine Bestätigung der Hausverwaltung.

Die Migrationskarte wird bei der Ausreise in Novosibirsk gefordert! Wenn man keine hat, weil man in Moskau eingereist ist, wird man zum nächsten Stehtisch geschickt, wo man eine Blankokarte ausfüllt. Absurd. Aber in den letzten Jahren wurde ich in Moskau meist gefragt: "Wollen Sie eine Migrationskarte?" So absurd wie die Daten darauf sind, habe ich den Inhalt aber auch nie groß geprüft. Ich weiß doch heute nicht, wann ich irgendwann ausreise.
Was sind, oder koennen die Konsequenzen sein, wenn du den jaehrlichen "Wisch" verspaetet, oder gar nicht machst? Den "Wisch" habe ich zu Anfang meines RU-Aufenthalts bei Kontrollen (Verkehr GAI, und Strassenkontrollen durch die Polizei, am Flughafen) immer auch gleich vorgelegt. Interessiert hat es jedoch nie einen. Danach habe ich angefangen nur noch die Vidna + bei Verkehrskontrollen die ueblichen Dokumente vorzuzeigen, dasselbe dann auch an der Passkontrolle egal ob Moskau, Eburg oder Perm, Nie jemand hat mich je danach gefragt, selbst nicht einmal das UFMS in Eburg bei der Abgabe der Dokumente fuer eine weitere Verlaengerung der Vidna. Irgendwie sehe ich in dem "Wisch" keinen Sinn, oder gar eher eine "schikanoese" Gebaerde der russischen Gesetzgebung.

Re: Russisches Jahresvisum beantragen?

Verfasst: 20 Mai 2016, 09:49
von Norbert
Die Strafe ist laut Regeln wohl 2000 Rubel, wenn man es nicht macht.

Natürlich muss man den Zettel dann nicht ewig mit sich herumtragen - dies ist nur Dein Nachweis, dass Du es grundsätzlich abgegeben hast (da man es ja auch via Post schicken kann).

Die Grundidee ist halt einfach, dass sie prüfen möchten, dass sich die Bedingungen Deines Aufenthaltes (Lebensunterhalt, Straftaten, keine Ausreisen über 183 Tage) nicht geändert haben.

Ob die Art und Weise noch zeitgemäß ist, das ist eine ganz andere Frage. (Aber ich sollte auch schon in Deutschland dafür bestraft werden, dass ich einen Umzug nicht innerhalb von irgendeiner Frist in der Meldebehörde angegeben hatte. Kommt also in den besten Demokratien vor, solcher Blödsinn.)

Re: Russisches Jahresvisum beantragen?

Verfasst: 20 Mai 2016, 10:29
von kamensky
Norbert hat geschrieben:Die Strafe ist laut Regeln wohl 2000 Rubel, wenn man es nicht macht.

Natürlich muss man den Zettel dann nicht ewig mit sich herumtragen - dies ist nur Dein Nachweis, dass Du es grundsätzlich abgegeben hast (da man es ja auch via Post schicken kann).

Die Grundidee ist halt einfach, dass sie prüfen möchten, dass sich die Bedingungen Deines Aufenthaltes (Lebensunterhalt, Straftaten, keine Ausreisen über 183 Tage) nicht geändert haben.

Ob die Art und Weise noch zeitgemäß ist, das ist eine ganz andere Frage. (Aber ich sollte auch schon in Deutschland dafür bestraft werden, dass ich einen Umzug nicht innerhalb von irgendeiner Frist in der Meldebehörde angegeben hatte. Kommt also in den besten Demokratien vor, solcher Blödsinn.)
Also "Ausreisen" lassen sich ja denke ich problemlos kontrollieren, denn am Flughafen wird die Vidna plus der Reisepass ja stets mehrmals (ich zaehlte einst 3x) gescannt. Je mehr Stempel im Pass, desto mehr scanning und Ueberpruefung, kann mir ein laecheln meist nicht unterdruecken. ;)

Hatte das Thema auch schon an einem Bowlingabend an meine russischen Kollegen vorgebracht und erhielt dann zur Antwort: Das sich selbst russische Buerger, beim verlassen des Wohnorts und Oblast von mehr als 10 Tagen und bei privater Unterkunft am Urlaubs- oder Reiseziel innerhalb der RF eigentlich auch beim UFMS resp. FMS melden muessten. Wird aber sicherlich, wenn dem so ist und wen ueberhaupt nur selten gemacht.